Frage von Fanon, 66

Wurde man gezwungen in einem KZ als Aufseher zu arbeiten oder konnte man sich auch in irgendeiner Form weigern?

Die Frage ist für mich nur wenn ein damaliger Nazi der in einem KZ arbeitete heute wegen seinen Taten vor Gericht steht und man nachweisen kann das er dies gegen seinen Willen tat dann dürfte er ja nicht verurteilt werden. Also konnte man sicg damals weigern diesen job anzunehmen oder nicht. Ich denke nicht oder ? (Bitte nur sichere Antworten)

Antwort
von Dahika, 29

Es ist eine Lüge, dass man sich nicht wehren konnte. Vielleicht wurde man in ein KZ abkommandiert, aber man konnte sich auch weigern. Man wurde deswegen nicht erschossen, allerdings wurde man halt an die Front versetzt. Und zwar vermutlich nicht nach  Norwegen oder in ein kleines franz. Bergdorf, wo der Wein in Strömen floss.
Man kam vermutlich an die Ostfront. Wie viele andere deutsche Soldaten halt auch. Aber das wollten die Herren halt nicht. Sie halfen lieber bei der Ermordung anderer Menschen als sich selbst in Gefahr zu bringen.

Kommentar von Interesierter ,

Und, willst du das jemandem zum Vorwurf machen?

Es ist einfach, sich heute darüber zu erheben. Wärst du lieber als Soldat nach Stalingrad oder als Aufseher nach Dachau oder Auschwitz gegangen?

Im Übrigen wurde von den Leuten an der Front in jedem Fall verlangt, andere Menschen zu töten. Je nach Einsatz und Aufgabe konnte man sich davor beim Lagerdienst noch eher drücken. 

Schau dir einfach mal die Person Oskar Gröning an. Dieser hat Geld und Wertsachen eingesammelt, katalogisiert und weitergeleitet. Eine aktive Beteiligung an Tötungen wurde ihm weder direkt zur Last gelegt, noch wurde es in irgend einer Weise bewiesen. An der Front hingegen war es seine Pflicht, auf den "Feind" zu schiessen und diesen zu töten.

Antwort
von Interesierter, 39

Nun, du musst dir vergegenwärtigen, dass damals der 2. Weltkrieg tobte und junge Männer an der Front gebraucht wurden. 

So standen damals viele junge Männer vor der Entscheidung, ob sie sich zur SS und zum Dienst in den Lagern melden wollten oder ob sie es vorzogen, an die Front zu gehen. Der Dienst im Lager war sicher, was man vom Dienst an der Front nicht sagen konnte. 

Wenn ich mir vorstelle, ein junger Mann in der damaligen Zeit stand vor dieser Entscheidung, ich kann ihm die Wahl zum Dienst im Lager nicht verübeln, denn ich selbst hätte auch nicht an die Front gewollt. 

Kommentar von Fanon ,

Also konnte man sich theoretisch entscheiden aber war unbewusst gesellschaftlich gezwungen ?

Kommentar von Interesierter ,

Natürlich konnte man sich entscheiden. 

Nur, wie hätte deine Entscheidung ausgesehen, wenn du im Jahr 1943 mit 21 Jahren vor der Frage gestanden hättest, ob du Lagerdienst in Dachau oder Frontdienst in Russland?

Kommentar von Dahika ,

Tja, lieber andere umbringen als sich selbst in Gefahr zu bringen. Ich glaube, sehr viele junge Soldaten hatten diese Wahl nicht. Die kamen an die Ostfront, ob sie wollten oder nicht.

Kommentar von Interesierter ,

Und was willst du damit ausdrücken?

Bedenke, wir leben in der Gnade der späten Geburt. 

Kommentar von Fanon ,

Das stimmr

Kommentar von Fanon ,

stimmt*

Antwort
von Accountowner08, 13

Ja, man konnte sich weigern, bzw. man musste sich mehr oder weniger freiwillig melden, um hin zu kommen.

Antwort
von luca1401, 32

Die Karpos wie die ganannt wurden waren glücklich darüber weil sie dann nicht vergast wurden oder halt er später. Die Möglichkeit von deutschen Aufsehern steht im anderen Kommentar

Antwort
von Geisterstunde, 15

Die durften sich nicht weigern, dann wären sie erschossen worden.

Kommentar von Fanon ,

Das ist falsch...Ich kann es garnicht leiden das jemand wie du einfach irgendetwas schreibt ohne es zu wissen

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