Frage von marie2910, 82

Wurde gekündigt,Kündigungsfrist wurde nicht eingehalten,was tun?

Er hat mir heute am 04.12.15 zum 29.02.16 gekündigt.Vertraglich ist eine Kündiggsfrist .von drei Monaten festgehalten.Das hieße doch er hätte mir am 30.11.15 kündigen müssen .damit die Kündigung zum 29.02.16 Rechtskräftig wäre,richtg? Dar er mir aber erst heute, also am 04.12.15 überreicht hat, hat er somit erst das Recht mir zum 31.03.16 zu kündigen weil er es versäumt hat sie mir pünktlich zum ersten zu übergeben.Ich will nicht auf Widdereinstellung klagen.Ich bin mit der Kündigung grundsätzlich einverstanden aber nicht zum 29.02.16 sondern erst zum 31.03.16.Ich will dem jetzt binnen 14-Tage wiedersprechen.Hat einer ne Ahnung was genau ich rein schreiben soll?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo marie2910,

Schau mal bitte hier:
Arbeitsrecht Kündigungsfrist

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 76

Das hieße doch er hätte mir am 30.11.15 kündigen müssen

Das ist richtig!

Wenn die Kündigungsfrist 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats beträgt, dann wäre bei einem Zugang der Kündigung am 04.12.2015 das Ende des Arbeitsverhältnisses am 31.03.2016.

Du kannst - auch wenn es sich um einen Kleinbetrieb handelt, auf den das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar ist - Klage beim Arbeitsgericht erheben auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung wegen Nichteinhaltung der Kündigungsfrist nicht beendet wurde. Diese Klage muss innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden.

Du kannst aber auch - um eine Klage zu vermeiden - Deinen Arbeitgeber auf die fehlerhafte Kündigung hinweisen, damit er eine neue Kündigung (mit korrekter Frist) ausspricht; aber lass Dich von ihm nicht mit Versprechungen vertrösten, bis die Klagefrist verstrichen und die fehlerhaft Kündigung damit trotzdem wirksam geworden ist!

Ich will dem jetzt binnen 14-Tage widersprechen.

Du kannst einer Kündigung nicht "widersprechen" - Du kannst nur gegen sie klagen (oder den Arbeitgeber rechtzeitig innerhalb der 3-wöchigen Klagefrist zur schriftlichen Rücknahme der Kündigung bewegen)!

Für die Klage brauchst Du in dieser Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens keinen Anwalt; den müsstest Du unabhängig vom Verfahrensausgang ohnehin selbst bezahlen (wenn Du keine entsprechende Rechtsschutzversicherung hast). Die Klage wird bei der Rechtsantragstelle des zuständigen Arbeitsgerichts eingereicht; sie nimmt sie auch zur Niederschrift entgegen und hilft dabei kostenlos bei der Klageformulierung.

Kommentar von marie2910 ,

Danke,für die Antwort.Ich habe ein Schreiben aufgesetzt in dem ich ihn auffordere die Kündigung zu korrigieren.Habe die Frist, bis das ich rechtliche Schritte einleiten werde zum 14.12.15 ausgesprochen, demnach hätte ich dann noch 11 Tage Zeit die Klage beim Arbeitsgericht einzureichen.Denke aber das er hoffentlich einlenken wird um die Kündigung ausser Gerichtlich zu klären.

Kommentar von marie2910 ,

Achso in meinem Arbeitsvertrag steht, für das ordentliche Anegstelltenverhältnis wird ausserhalb der Probezeit eine Kündigungsfrist von drei Monaten vereinbart.Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.Mehr steht da nicht, also keine Bezeichnung ob zum Monatsanfang oder Ende oder der Gleichen was gilt dann?Soweit ich weiß gilt zum ersten eines Monats dar ein Monat geschlossene vier Wochen darstellt, hätte ers die Kündigungsfrist anstatt mit drei Monaten mit 12 Wochen fest gestetzt dann könnte er mir zum 1. oder zum 15. eines Monats kündigen, weil die Bezeichnung Wochen somit trennbar ist.Sehe ich das Richtig?

Kommentar von Familiengerd ,

1 Monat ist nicht mit 4 Wochen gleichzusetzen, sondern die Zeit bis zum entsprechenden Datum des Folgemonats (der Folgemonate), also z.B.: 3 Monate Frist, Zugang, 04.12. (Freitag), Fristbeginn 05.12., Fristende 04.03. (zufällig auch Freitag); bei 12 Wochen wäre das Fristende der 26.02. (systematisch Freitag).

Wenn es kein festgesetztes Datum gibt (zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats), dann kann eben zu jedem beliebigen Datum gekündigt werden mit Einhaltung der vereinbarten Frist als Mindestfrist. Dafür spielt es keine Rolle, ob eine Frist in Wochen oder Monaten angegebenen wird.

Diese Frist beginnt mit dem Tag nach dem Zugang der Kündigung beim Empfänger. Bei einer Frist von 3 Monaten ist beim Zugang am 04.12.2015 der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses frühestens der 04.03.2016 - das macht also 4 Tage Unterschied gegenüber dem vom Arbeitgeber genannten Ende am 29.02.2016.

Es wäre selbstverständlich zu wünschen, dass der Arbeitgeber sich auf eine Korrektur der Kündigung einlässt; ob gegebenenfalls eine Klage lohnt, hängt natürlich auch davon ab, wie viel Entgelt 4 Tage Unterschied für Dich ausmachen. Unter Umständen - solltest Du anschließend Arbeitslosengeld beziehen - ist auch für die Arbeitsagentur diese Differenz nicht bedeutungslos, sondern verschiebt den Zahlungsbeginn um diese Frist.

Antwort
von dadamat, 29

Die Kündigung gilt nicht, durch den Formfehler ist das Schreiben nichtig.

Kommentar von Maximilian112 ,

Das glauben wir mal lieber nicht. Auch eine falsche Kündigung wird rechtskräftig wenn nicht dagegen geklagt wird.

Antwort
von ZuumZuum, 82

Um was geht es? Mietvertrag? Arbeitsvertrag? Scheidung? Außerdem wäre eine Kündigung zum 04.02. bereits rechtskräftig gewesen, das sind nämlich drei Monate vom 4.12. ab..oder habe ich mich da verrechnet?

Kommentar von Familiengerd ,

oder habe ich mich da verrechnet?

Hast Du: 05.12. > 04.01. = 1. Monat, 05.01. > 04.02. = 2. Monat!  :-))

Antwort
von raidho, 68

wenn du in einer gewerkschaft bist, leg' denen dort die kündigung vor (rechtsabteilung)

ansonsten erhebst du einspruch gegen die kündigung (schriftlich) aufgrund der nicht eingehaltenen fristenregelung..

Kommentar von Familiengerd ,

ansonsten erhebst du einspruch gegen die kündigung (schriftlich)

Einen "Einspruch" gegen eine Kündigung gibt es nicht!

Der Einspruch müsste an den Arbeitgeber gerichtet werden, was Unsinn ist, weil diese Kündigung eine einseitige Willenserklärung des Arbeitgebers ist, der mit einem "Einspruch" nicht begegnet werden kann!

Gegen eine Kündigung gibt es nur das Mittel der Klage innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung!

Kommentar von raidho ,

einen einspruch gegen eine kündigung gibt es sehr wohl. 

und zwar dann, wenn arbeitnehmer die kündigung anfechten. (im vorliegenden fall wegen nicht einhaltung der kündigungsfrist)

die kündigung ist nämlich nicht rechtens.

mit dem entsprechenden hinweis (in schriftlicher form) an den arbeitgeber kann die rücknahme der kündigung, bzw. die einhaltung der kündigungsfrist gefordert werden., 

erfolgt dies nicht, dann binnen einer frist von 3 wochen klage einreichen.

im übrigen brauchst du das nicht mir kommentieren, erzähle was du meinst loswerden zu müssen doch dem fragestellenden....das sollte ausreichend sein. 

es gibt auch die möglichkeit, dass du was auch immer loswerden möchtest, als "guten rat" abzusetzen. 

Kommentar von Familiengerd ,

Erstens: Der Fragestellerin habe ich ausführlich geantwortet.

Zweitens: Was Du jetzt geschrieben hast, liest sich schon ganz anders als Deine früheren Äußerungen, die Du hast löschen lassen; jetzt geht es beim Widerspruch plötzlich nur noch um die Aufforderung zur Korrektur mit Klageandrohung im Weigerungsfall, wovon bisher bei Dir nicht die Rede war. Dann hat mein Hinweis, Du mögest den von Dir ursprünglich geposteten Link erst einmal lesen, ja tatsächlich etwas geholfen - das ist erfreulich.

Drittens: Auch Deine neuen (korrigierten) Äußerungen ändern nichts daran, dass ein an den Arbeitgeber gerichteter "Widerspruch" gegen eine Kündigung rechtlich völlig bedeutungslos ist! Ohne Klage wird jede Kündigung - gleichgültig, wie fehlerhaft sie inhaltlich und/oder Formal sein mag - nach verstreichen der Klagefrist rechtswirksam (das gilt unter ganz besonderen Voraussetzung sogar für eine ansonsten grundsätzlich unwirksame mündliche Kündigung).

Kommentar von raidho ,

...du hast viertens vergessen..

dann werde ich das für dich nachholen..

viertens....familiengerd..

wenn du nun anders liest als zuvor, kann ich das auch nicht ändern. von mir aus kannst du auch wieder beim support jammern und löschen lassen...es wird nichts daran ändern, dass das was ich geschrieben hatte, inclusive dem beigefügten link nun mal fakt ist. 

das was du hier zum besten gibst....es geht mir gelinde gesagt....gaaaaaaanz weit links vorbei..

in diesem sinne...dir und besonders deiner familie....öhm...haltet durch^^..

Kommentar von Familiengerd ,

Wieder einmal - neben Falschem (ich habe nichts löschen lassen und nichts anders gelesen als zuvor) - nichts Sachlichem zum Thema!

Aber - wie gesagt -:

Erfreulich wenigstens ist, dass Du meinem Rat, aus dem ursprünglich einmal von Dir geposteten Link nicht nur unreflektiert etwas zu übernehmen, sondern ihn zunächst richtig zu lesen und auch richtig zu verstehen, offensichtlich gefolgt bist, denn sonst würde es Deinen neuen Kommentar weiter oben (anstelle der von Dir gelöschten fehlerhaften alten Äußerungen) nicht geben.

Also - es geht doch (wenigstens ansatzweise)!  :-))

Und damit ist das hier für mich beendet!  :-))

Kommentar von raidho ,
Und damit ist das hier für mich beendet!  :-))

na? bekommste das echt hin? 

lach....deine auffassungsgabe und auch deine logik...ein kapitel für sich..

wünsche dir...gute besserung..

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