Frage von LarsWiegels, 42

Wurde früher (so vor ca. 10 Jahren) bei Spritverbrauchsangaben vom Hersteller weniger getrickst als heute?

Also wenn ich mir Berichte im Internet anschaue, wo professionell getestet wurde, wieviel Autos an Sprit tatsächlich verbrauchen liegt das teils 30 bis 40% über den Herstellerangaben. War das so vor ca. 10 Jahren auch schon so krass oder wird heute mehr getrickst?

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für Auto & KFZ, 21

Hallo zusammen

Mich nervt das ganze  tierisch den alle Medienvertreter Hacken auf der Autoindustrie herum..  nicht wie die etwas falsch gemacht haben sondern weill es Quote und Verkaufszahlen bringt...

Der Gesetzgeber  fordert  und das ohne emotionale Wertungen abzulassen   bei jeder Art von Freigabeuntersuchung  klar deffinierte und vor allem Reproduzierbare  Messmethoden die für alle Hersteller gleich sind..

Das ist nunmal nicht auf der Strasse oder einem Testgelände sondern nur auf dem Prüfstrand mittels vorgegebener Fahrprogramme  möglich.. das wird kritisiert.. und breitgetreten,..   Es mag sein das bei VW der anderen diese Werte eben massiv beeinflusst wurden ,  nicht gut und  nicht Gesetzeskonform..  andere  Hersteller haben frühzeitige erkannt das es nunmal erforderlich ist weiterzuforschen und wege zu finden  die verbrauschswerte und die regelverbräuche  zu eliminieren.

Dann kommen die flachzangen der Eu die von Autofahren genausoviel wissen wie das man sich hinten reinsetzen kann um von A Nach B zukommen..  Die verschärfen und redúzieren die zulässigen Werte weils so gut ist und medienwirksam Wählerstimmen bringt  fast jedes Jahr..

Nun kommt der ami  und stellt fest das die bösen deutschen ihre Messergebnisse   warum auch immer manipuliert haben  und man damit der eigenen Autioindustrie  etwas Vorschub  bringen kann .. deren verkaufszahlen  aus qualitativen Gründen  mehr als schwächelt..

Vor  zwanzig  dreissig Jahren hat man sich gegenseitig  unterboten , zumindest die Fahrer deren Fahrzeuge so sparsam fuhren das sogar noch sprit abgelassen wurde.,..  Grinns.,. 

Nee ie mußten damals schon die Verbrauchswerte  sowohl auf dem Prüfstand im Umfang der damaligen  Abgasauflagen als auch im Strassenbetrieb ermeitteln . 

Bei kraftstoffpreisen  in den  70ern bis  80igern von um  bzw unter einer DM  war es aber nicht so  beherrschend als Thema , da waren die wichtigkeiten eher die Fahrleistungen und Geschwindigkeiten mit denen geworben wurde. die ersten ABS anlagen  vom Fahrzeug-Hersteller Jensen  zuerst in Serie eingeführt  un dann von Bosch übernommen..und großserientauglich gemacht..

Mag sein das da schon etwas untertrieben wurde aber es hat keinen  wirklich intressiert.  Eine traumhafte Zeit die ich in meinem Anfängen als Autofahrer  erleben durfte..  Joachim

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 15

Nein. Es gibt eine Statistik, dass die Differenz zwischen Angabe und Realität im Laufe der Jahre von etwa 10% auf heute rund 40% gestiegen ist und zwar bei allen Herstellern.

Antwort
von Kutscher1990, 42

Vor 10 Jahren wirds genau so gewesen sein. Allerdings gehe ich da weniger von tricksen aus. Ein Verbrauch genau zu ermitteln ist immer schwer. Jeder hat einen anderen Fahrstil, dann kommt noch Beladung, Witterung, zusätzliche Verbraucher (wie die Klimaanlage), die Bereifung (und auch gerade der Reifendruck) dazu. Jeder hat halt was anderes daher wird es immer abweichen. 

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für Auto & KFZ, 22

Prüsfstand  was bedeutet das ??  Fahren ohne Fahrtwindwiderstand, ohne  Belastungen durch Querbeschleunigungen wie Kurven  Unnötige durch andere Fahrzeugführer verursachte Bremsungen  und dadurch  erforderliche beschleunigungen  er sind reduzierte Rollwiederstände  gegeben ,..    und der berühmte CW Wert von dem  wie ich vermute nur die wenigsten wissen   wie dieser beeinflusstbar ist und ermittelt wird..

Schade nur das man diese faktoren nicht bei offiziellen Verbrauchswerten mit hochrechnet denn das ist durchaus möglich .  Da hat mal einer damit angefangen das  nicht mehr draufzurechnen und Werbestrategen haben gemerkt  das Kunden darauf anspringen und haben das forsiert ...  

Vor zehn .. eher zwanzig Jahren hat jeder gewusst das die Verbrauchsangaben  10 bis zu zwanzig  Prozent  niedriger sind oder waren und man war stolz wenn mn nahe an diese Werte real dranngekommen ist.. 

Denkt mal drüber nach .. Joachim


Kommentar von checkpointarea ,

Der Fahrwindwiderstand wird bei der Prüfstandsfahrt selbstverständlich berücksichtigt (Ausrollversuch auf der Straße und Eingabe der Werte in die Elektronik des Prüfstands). Meister, kein anderer hier verbreitet so viel Unwissen bezüglich Kfz - Technik wie Du als angeblicher "Experte", das fällt mir immer mehr auf.

Kommentar von jloethe ,

wenn du den zweiten Absatz lesen und verstehen  würdest  könntest du feststellen das ich genau das bemängle wenn auch nicht wortgenau  . Ich bin überzeugt  davon, das .. Du solltest  lesen was geschrieben steht  und das auch wirklich verstehen.solltest....   

Was das Ergebnis vorn Ausrollversuchen ( idiada ) ist und wie diese ev in Prüfstandsoftware  gewertet eingearbeitet wurden  oder werden, das kann nur ein Insider erklären.. der Du  vermutlich nicht bist... 

Wenn doch dann Sende mal eine persönlicher Nachricht..und wir diskutieren das auf anderer Ebene .. joachim

Antwort
von HobbyTfz, 24

Hallo LarsWiegels

Ich bin froh dass alle Hersteller bei den Verbrauchsangaben tricksen. Bei uns wird nämlich die Nova (Normverbrauchsabgabe) beim Kauf des Autos nach dem Verbrauch bzw. CO2 Ausstoss berechnet und das hätte jedes Auto verteuert.

Gruß HobbyTfz

Antwort
von checkpointarea, 16

Um die Frage zu beantworten: Ja, auf alle Fälle. Der NEFZ kam 1996 heraus und sollte eigentlich vergleichbare Werte liefern. Leider sind zu viele Grauzonen vorhanden. So dürfen die Hersteller Leichtlauföl einfüllen, Nebenaggregate abklemmen, die Reifen stark aufpumpen und die Karosseriefugen abkleben. Je nachdem, wie gut das gemacht wurde, sinkt der Verbrauch auf dem Prüfstand stärker. Je relevanter die CO² - Emission ist, desto mehr wird getrickst. Vorteil: Steuer sinkt. Nachteil: Um den NEFZ - Verbrauch in der Praxis zu erreichen, darf man dann nur noch 100 km/h schnell fahren. Früher konnte man meistens 130 km/h oder schneller fahren, trotzdem wurde die Werksangabe (NEFZ) dabei nicht überschritten.

Antwort
von ponyfliege, 33

ich finds merkwürdig...

ich brauche immer etwa 10% UNTER den herstellerangaben. und ich bin nicht langsamer als andere.

der spritverbrauch ist vom fahrstil abhängig. die meisten kennen heute eh bloss noch gas und bremse. und das geht natürlich zu lasten des spritverbrauchs. genauso wie die zunehmend aggressive fahrweise.

je mehr die autos von allein machen, desto höher geht der verbrauch.

Kommentar von LarsWiegels ,

Ich liege auch oft (knapp) drunter - wenn auch keine 10%. Allerdings ist mein Auto über 10 Jahre alt und ich frage mich ob heutzutage unrealistische Werte angegeben werden in dem das Auto ohne Fahrer (und somit ohne Zusatzgewicht) auf dem Laufband gleichmäßig und somit unrealistisch fährt...

Kommentar von ponyfliege ,

es fährt meist unter idealbedingungen - allerdings mit einem werksfahrer.

und die wissen, wie man einen automatik schonend fährt.

die neuen vw bullis brauchen ja auch auf 1.500 km einen ganzen liter öl und mehr... und mein oller espace hat sich auf 5.000 km mit nem liter begnügt...

wenn du weniger brauchst, als der hersteller beim sprit angibt - dann kannst du eben fahren.

Kommentar von Vando ,

@n ponyfliege

Es gibt natürlich Ausnahmen, wo der Normverbrauch auch tatsächlich der Realverbrauch ist. Es gibt auch einige wenige Hersteller die ehrlicher sind als der ,,Rest". Womöglich ist dein Fahrprofil (nicht nur Fahrstil) auch optimal für deinen Wagen. 

Beim Großteil der KFZ heute, kann man definitiv sagen, dass der Realverbrauch höher ist als angegeben.

Antwort
von Lkwfahrer1003, 28

Der Verbrauch früher waren Angaben bei 90 km/h in der Ebene ! Man konnte davon ausgehen das der Verbrauch auf einem Prüfstand ermittelt wurde ! Aber das war allen bekannt

Antwort
von nurromanus, 22

Man hat auch vor 10 Jahren schon z.B. die Spaltmasse zugeklebt, um auf dem Prüfstand (was einem wirklichen Fahren auf der Strasse eh nicht entspricht) einen kleineren Treibstoff-Verbrauch auszuweisen. Glaubt man den Auto-Zeitschriften, ist die Differenz zwischen Prüfstand und wirklichem Verbrauch heute aber noch grösser als vor 10 Jahren.

Antwort
von transatlantik93, 24

Bedenkt, heute wird der spritverbrauch anderst herausgefunden als vor 10-20 jahren. Heute fährt man viele autos nicht mehr richtig probe, deswegen haben viele neuwagen kinderkrankheiten.

Kommentar von Havenari ,

"Heute fährt man viele autos nicht mehr richtig probe" - und wovon träumst du nachts?

Kommentar von transatlantik93 ,

Antwort des Experten sagt das gleiche aus was ich meine. Ausserdem schau dir an wie schnell heute ein neues Modell heraus gebracht wird, selbst die Edelmarken wie Lamborghini und co. bringen heute bald alle 3-5 jahre neues auf den Markt, das wahr im 20. Jahrhundert noch nicht so, und du willst mir jetzt sagen das alle diese Auto auf Herz und Nieren geprüft und probegefahren wurden, trotzdem haben viele neue Modelle Rückrufaktionen weil irgendwo Mängel festgestellt worden sind?

Kommentar von Vando ,

Also bei Mercedes ist es Standart, dass jedes neue Automodell über 2 Millionen km geprüft wird, bis es in die Serienfertigung kommt. Bei den anderen Herstellern wird es ähnlich sein. 

Da beißt die Maus keinen Faden ab. Heutige KFZ haben wesentlich weniger Kinderkrankheiten als früher.

Kommentar von transatlantik93 ,

Gut mit meinen 22 jahren kann ich da schlecht mit reden wie die autowelt in den 90er und früher gewesen ist, und im werk arbeite ich auch nicht ;)

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