Frage von LeDreamer, 15

Würdet ihr sagen, dass sich die französische Revolution gelohnt hat?

Ich meine sie hat viiiieeele Opfer gekostet und hat sehr lange gedauert. (negativ) Andererseits ständen wir ohne Revolution nicht da, wo wir jetzt stehen. (positiv) Findet ihr, dass sie sich gelohnt hat? Habt ihr weitere Argumente?

Antwort
von LiloB, 9

Sicherlich kommt es darauf an, wer diese Frage beantwortet. Generell hat die Französische Revolution zu einem Wechsel der Rechte geführt, davon profitieren wir heute alle. Wenn man aber damals gelebt hätte, würde man es wohl anders sehen, insbesondere, wenn man dem Adel angehörte - oder für ihn arbeitete - oder wenn man eine Frau war (ich meine nicht Marie Antoinette), denn die Frauen hatten fast keine Rechte. Auch wirklich Arme zunächst nicht. Man könnte jetzt ganz einfach sagen "wo gehobelt wird, fallen Späne".- aber das ist für mich in diesem Falle menschenverachtend. Die Frage ist (wie oft) wieviele Menschenleben darf man opfern für einen "höheren" Zweck. Profitieren können immer erst nachfolgende Generationen - aber  die müssen eben auch die Folgen ertragen ,Im Falle der Französischen Revolution würde ich sagen, die Folgegeneration, also wir, profitieren davon. Ob es aber auch anders , also mit weniger "Menschenopfern" zu erreichen gewesen wäre, werden wir nie herausfinden . Könnten wir aber heute herausfinden, wenn wir wollten. Und weiser geworden wären- nur,- aus der Geschichte hat fast noch nie eine Generation etwas gelernt. Wir offenbar auch nicht.

Antwort
von zetra, 15

Es ist gibt eine Lehre daraus, der Bogen darf nicht ueberspannt werden von der jeweiligen Administration.

Wenn die Koenigsdame der Meinung war, wer kein Brot zum essen hat, der solle doch gefaelligst Kuchen essen, dann brauchte sie sich nicht zu wundern, samt Ehemann unters Fallbeil zu kommen. 

Das diese Revolution die eigenen Kinder gefressen hat, war sicher nicht gewollt, allerdings sind nach solchen Vorkommnissen immer Rangeleien um die Macht, damals wie jetzt.

Kommentar von LiloB ,

wenn man verschiedenen Biographien glauben darf, stammt dieser Ausspruch keineswegs von Marie Antoinette, sondern ist schon sehr viel älter, aus der Zeit Louis XV . Dennoch ist ein Verschulden von Marie Antoinette als Hochverrat zu werten, sie hat wohl eindeutig Aufmarschpläne der Revolutionsarmee an die österreichische Regierung (ihren Bruder) verraten. Nur, das hat man erst sehr viel später erfahren. Also,- eindeutig wurde der Bogen von Seiten der Revolutionäre ebenfalls überspannt. Unrecht mit Unrecht vergolten. Das ist auch bei der Französischen Revolution eines der Probleme.

Kommentar von zetra ,

Antoinette ihr Mann soll ja, mit Verlaub gesagt, ein gutmuetiger Trottel gewesen sein, der schlechte Zustand der franzoesischen Wirtschaft, den sollen ja seine Vorgaenger schon verschuldet haben, allerdings musste er es ausbaden. Dazu kam noch die Arroganz von Antoinette dazu. Mehrer Buecher habe ich darueber gelesen, Stefan Heim z,B., der hatte ja die Bibliotheken, waerend seines Asyls in Paris, durchstoebert. Claire Goll: Ich verzeihe keinem.

Bruno Buergel scheint nur gekupfert zu haben? Dann gibt es noch einen KENNER der franzoesischen Revolution, dessen Name faengt mit D an, leider habe ich ihn nicht zur Hand. 

Antwort
von josef050153, 10

Die Entwicklung der Menschheit verläut immer in drei Schritten vorwärts und zwei zurück.

Die drei Schritte vorwärts waren die französische Revolution, die zwei Schritte zurück die Zeit danach.

Antwort
von KingofTiger, 9

Definitiv. Das hat den Europäischen Staaten gezeigt, dass man mit dem Volk nicht Spielen darf.

Wie vorher schon gesagt, dass der Bogen nicht überspannt werden darf, und das die Menschen in Punkto Bildung besser wurden, kann dazu beigetragen. Die Aufklärer waren für Punkto Bildung hilfreich, der Staat hat sich danach ins eigene Knie geschossen.

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