vollimleben am 13.04.2008 um 9:39 Uhr
Heutzutage kann kaum einer noch Wählerisch sein,wenn es um den Job geht,doch würdet ihr jeden job annehmen,den ihr angeboten bekommt,oder gibt es für euch Grenzen?

Bevor man Arbeitslos ist, sollte man fast jeden Job annehmen. Auch wenn der Lohn nicht der Arbeit entspricht, hat man moralisch auch kein Recht Gelder vom Staat zu kassieren, wenn man selbst welches verdienen könnte.
Wenn mir so ein Job nicht gefällt, würde ich natürlich weiterhin Bewerbungen schreiben, um schnellstmöglich was besseres zu finden. Und das geht auch leichter, wenn man keine großen Lücken im Lebenslauf hat. Schon allein deshalb sollte man möglichst jeden Job annehmen.

Wäre ich arbeitslos, dann würde ich jeden Job annehmen, der verhindert, dass ich irgendwann auf der Strasse lande. So hätte ich zumindest einen (unbefriedigenden) Job, könnte mich aber in aller Ruhe nach etwas Anderem umsehen.
Auf Dauer sollte es allerdings schon ein Job sein, der in erster Linie befriedigt und Sopass macht. Erst dann kann man auch entsprechende Leistungen bringen und dafür sorgen, dass auch das Geld stimmt.

Wie stellt ihr euch das denn vor? Ihr bleibt lieder zuhause, weil ihr mehr Arbeitslosengeld bekommt? Wenn man in einem Job arbeitet, der weniger als die Sozialhilfe beträgt, bekommt ihr den Differenzbetrag vom Staat! Aber wenn jetzt jeder so denkt und alles ablehnt, dann ist es kein wunder, dass wir irgendwann alle pleite sind! Außerdem wird einem das Geld gestrichen, wenn man häufig Jobs ablehnt!
DerTroll am 13. April 2008 10:02 stimme dir zu! DH
Nix kappiert!!!

Ich habe mir immer den Luxus geleistet, an meiner Arbeit Spass haben zu wollen. Solange ich nicht verhungern muss, will ich das auch weiterhin.
Wenn die Alternative in Arbeitslosigkeit besteht, sollte ein Stellenangebot möglichst angenommen werden. In Deutschland ist durch die Sozialgesetzgebung auch wenig Spielraum (z. B. Regelung der Zumutbarkeit). Finanzielle Reserven für eine längere Zeit haben die meisten wahrscheinlich nicht. Dann ist es besser, einen Job zumindest vorübergehend zu nehmen und gleichzeitig nach einem besseren zu suchen.
Gewisse Grenzen sollten aber bleiben. Menschen sollten nicht gezwungen sein, etwas zu tun, das sie moralisch überhaupt nicht vertreten können. Außerdem dürfte die Tätigkeit nicht unvermeidlich zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. In verwantwortungsvollen Stellen, bei denen ein Fehler schlimme Folgen für viele hätte, sollten keine für diesen Arbeitsplatz völlig ungeeignete Menschen tätig sein.

Es bringt nichts, einen Job zu machen, bei dem ich mich jeden früh motivieren muß, überhaupt hinzugehen.

...und ich habe gewählt.


Ein falscher Job kann auf Dauer ernsthaft krank machen, ich weiß wovon ich rede, bin selbst mal im "burnout" gelandet. Dann habe ich gekündigt und hätte etliche Jobs bekommen, die ich mir aber nicht "leisten" konnte, da meine Fixkosten als alleinerziehende Mutter höher waren, als der Nettoverdienst, der mir angeboten wurde. Also habe ich das Stigma der Arbeitssuchenden 14 Monate ertragen, mich weitergebildet bis ich den richtigen Job gefunden hatte!
Außer den ältesten der Welt würde ich für kein Geld der Welt machen.Hört sich doof an ist aber so Viele sind in der heutigen Zeit schon soweit auß lauter Verzweiflung.Außerdem finde ich sollten Leute die einen unangenehmen Job machen müssen ( z.B. Kanalarbeiter oder so) gescheid bezahlt werden.Wenn man bei einen Job weniger verdient als man Arbeitslosengeld bekommt bzw. Sozialhilfe sollten sich unsere Politiker mal anfangen Gedanken zu machen. Die gehen auch nicht für ein Butterbrot und Ei arbeiten.
Wichtig ist das der Job einem in irgendeiner Weise befriedigt! Ich finds aber noch fast wichtiger das es ein Job ist der mehr Geld bringt als das Arbeitlosenamt einem zahlen würde! Denn solange es immer wider Menschen gibt die für noch weniger arbeiten wird es auch immer wieder Jobs geben bei denen noch weniger verdient werden kann! Bis wir irgendwann um sonst arbeiten! Genau das wollen die! Würde jeder sagen nein, müssten sie wohl oder übel mit dem Lohn wieder hoch kommen aber man geht ja lieber arbeiten ohne sich gedanken darüber zu machen ob man alles nur noch schlimmer macht!

In der Vergangenheit konnte ich wählen und habe auch über 30 Jahre in meinem Traumberuf gearbeitet.Heute habe ich die Wahl nicht mehr.

kannst momentan nicht so wählerisch sein...
Für mich ist wichtig das der Job mich nicht unzufrieden macht und mein Sohn nicht zu kurz kommt

Das steht bei mir an oberster Stelle! Spaß und so weiter ist alles recht und gut; nützt aber halt nix, wenn ich die Familie nicht versorgen kann! Allerdings gibt es schon ein paar Jobs, die ich normal nicht machen würde! Da müßte man mir schon verdammt (unrealistisch) viel Geld bieten!
vollimleben am 13. April 2008 09:59 FÜR ALLE ein DH für eure Antworten und LG

und ca 60 habe ich getestet... Null Berührungsängste. Nur einen würde ich nicht wieder ausüben wiollen... Vor einem Hochofen...

Nein, ich möchte meinen Lebensstandard halten können. Sollte ich arbeitslos werden, würde ich mich in Ruhe umsehen, das Arbeitslosengeld steht mir zu, schließlich zahle ich seit 21 Jahren ununterbrochen Arbeitslosenbeitrag und habe noch nie Geld vom Staat in Anspruch genommen. Sollte ich innerhalb vone in paar Monaten nichts finden, würde ich mich selbständig machen. Aber jeden Job annehmen? Nein, das geht schon aus gesundheitlichen Gründen nicht.
Es gibt natürlich Sachen, die würde ich nie machen, weil ich es nicht muss. Wenn man selber in Not ist und keine andere Wahl hat, dann sieht es sehrwahrscheinlich anders aus!

Es ist zwar vorstelbar, dass die Vergütung so super gut ist, dass bereits die Freude über das Geld Freude am ansonsten blöden Beruf bringt, aber es gibt beispielsweise moralische Grenzen, die ich nicht überschreiten will.
Morgens zur Arbeit zu fahren die mir null Spass macht ,wo einzig allein der Lohn die Motivation ist,wo man nur hoffen kann das der Tag schnell vorbei geht,NEIN das wäre HORROR
Genau die richtige Einstellung. Dafür eine DH von mir.
Natürlich hat man das Recht, Geld vom Staat zu kassieren, wenn man vorher jahrelang in die sog. Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Schmarotzer es gibt, die zu faul zu arbeiten sind und von Staatsgeldern leben, wird mir übel. Wer aber jahrelang gearbeitet hat und immer fein Steuern und Abgaben bezahlt hat, soll dann jeden Job annehmen? Na danke.