Frage von ulf02, 102

Würdet ihr Haus bauen?

Hallo,

Wir verdienen insgesamt 3500 EUR netto zu zweit und überlegen uns ein Haus zu bauen. die monatliche rate liegt bei 750 EUR. Würdet ihr es tun? Vor dem Hintergrund, dass wir uns auch ein Kind wünschen. Danke für eure Hilfe

Antwort
von wilees, 59

Grundsätzliche Frage wo würdet Ihr ein Haus bauen wollen und was würde dieses minimal kosten?

Wie hoch ist Euer Eigenkapital?

Wie teilt sich Euer Einkommen auf? ( D.h. wie hoch könnte das Elterngeld sein?)

Antwort
von GroupieNo1, 16

Wir verdienen mehr und ich würde mir nie ein Haus ans Bein binden.
Es gibt so viele Faktoren, willst du wirklich für IMMER an einem Ort leben. Willst du dich dafür Verschulden? Was passiert wenn ihr nicht zusammen bleibt? Wie groß soll das Haus werden? Planung für mehrere Kinder? Was passiert wenn "ungewollt" schwanger und dann Zwillinge? Wie soll das mit dem Haus dann geregelt werden wenn zu wenig Platz ist? Es gibt noch viele viele weitere Gründe, die für mich gegen ein Hausbau sprechen würden. Mein Mann ist Maurer und könnte alles viel sparsamer und teilweise selber machen, aber trotzdem wäre das nichts für mich.
Mir persönlich erscheinen aber die 750€ irgendwie zu wenig! Wo ist denn da der hacken? Jede Miete eines Hauses ist teurer. Und ein Haus und Grundstück ist doch wahnsinnig teuer, dann den Kredit mit nur 750€ abzuzahlen.... Da zahlt ihr 50? Jahre.

Antwort
von EinGast99, 19

Nein, würden wir nicht. Warum? Weil wir uns für sowas nicht verschulden würden. Neben den Anschaffungskosten die monatlich beglichen werden, kommen in den Jahren definitiv Instandshaltungskosten dazu. Dau Kosten fürs Leben und natürlich für Reparaturen und Anschaffungen des "normalen" Lebens wie Auto, Haushaltsgeräte, Möbel etc.

Was macht Ihr, wenn einer von Euch wegen fehlenden Betreuungsplatz auf einmal ohne Geld zu Hause sitzt. Niemand gibt die Garantie einen Betreuungsplatz zu bekommen.

Was ist, wenn auf einmal der Nachbar nicht mehr passt und stresst?

Was ist, wenn einer von Euch auf einmal in eine andere Stadt zum arbeiten muss?

Aber das sind unsere Beweggründe, Ihr müsst für Euch entscheiden ....

Antwort
von Nightlover70, 36

Gerade auf Grund der derzeit extrem günstigen Finanzierungsmöglichkeiten ist der Zeitpunkt jetzt ziemlich ideal um Eigentum anzuschaffen. Dies dient ja auch zur Absicherung im Alter.

Antwort
von KeinName2606, 8

Mit 3500€ netto würde ich mir kein Haus bauen. Und ich würde mindestens 1/3 des Gesamtwertes als Eigenkapital aufbringen, bevor ich mir überhaupt nen Baugrund suche.

Antwort
von noname68, 43

wenn man mind 20-25% (oder mehr) der gesamtkosten als eigenkapital besitzt und die finanzierung in etwas die höhe der monatlichen miete nicht übersteigt, dann lohnt es sich auf jeden fall! gerade in den zeiten der niedrigzinsen.

Antwort
von Euleheule, 7

Ein Haus würde ich nur in stadtnähe kaufen. Ich weiß nicht wie es bei euch aussieht, ich würde darauf achten mindestens 1/3 an Eigenkapital mitzubringen. Wenn du das Haus irgendwo im nirgendwo baust, ist das Risiko zu groß, dass es in 20 Jahren nichts mehr Wert ist.

Antwort
von wolfram0815, 19

Grob gesagt: Man kann ein neues Haus für 25 000€ bauen oder 2,5Mio €.

Da müßt ihr selbst mal schauen, wie groß möchtet ihr es haben, welche Extras und Annehmlichkeiten wollt ihr haben!

Ein paar kleine Tipps habe ich dennoch: Viele machen beim Bauen immer wieder die gleichen Fehler, und diese gehen echt ins Geld! Beispiele:

-Vorher suchte man einfach eine Wohnung, die Größe sollte ungefähr passen, die Miete niedrig. Mehr war fast nicht verlangt. Beim Bauen aber will man es möglich perfekt haben. Man baut ja schließlich nur einmal! D.h. freigeplantes Haus, große Zimmer + Gästezimmer. 2 Bäder, 2 separate Toiletten, Hobbykeller, aufwändige Haussteuerung, Wintergarten, teure Decken und Böden, teure Maßküche, perfekte Terrasse mit Außenanlagen und und und....

-Das Argument beim Bauen und Kinder(n): Man will ein Heim, bei dem auch später die Kinder immer wieder gerne zurück kommen. Nur kommen die Kinder nicht wegen des Hauses immer wieder gerne zurück, sondern sie kommen, wenn das Verhältnis noch nicht ganz zerüttet ist.

Wenn man das alles nicht beachtet, kommt es zu folgenden Problemen: Die monatliche Abzahlung ist sehr hoch. Dann zahlt man locker 20 Jahre. 20 Jahre oder mehr, in denen man sehr sparsam sein muß. In diesen 20 Jahren kommt aber trotzdem die eine oder andere Reparatur! Auch das Auto will ab und zu in die Werkstatt!

Dann kann es passieren wie bei einem Paar in meinem Bekanntenkreis: Ein wahrlich super Haus gebaut. Aber was die beiden mittlerweile für Zwist haben, weil sich der eine mal was gönnt, und der andere verzichtet. Der eine gönnt sich was für 1000€ während die selbe Person den anderen anmotzt, weil sich dieser was für 300€ gönnt. Vom restlichen Gemotze wegen wirklich kleiner Beträge will ich gar nicht erst reden(übrigens auch dann, wenn Besuch da ist!!!) Die beiden dürfen dann zahlen, bis sie 60 sind. In dieser Rechnung ist dann aber die Ausbildung der Kinder gar nicht mit eingerechnet. Und so eine Geschichte ist kein Einzelfall!

Darum geht her, schaut euch z.B. Fertighäuser an! Mit Bauplänen von der Stange! Die sind echt gut aufgeteilt und durchdacht! Das kostet wenig, sie halten auch sehr lange! Das habt ihr schneller abgezahlt! Danach könnt ihr weiter machen: Vielleicht schönere Terrasse, Dachgauben, Wintergarten usw.

Je nach Grundstücksgröße braucht ihr vielleicht gar keinen Keller. Der ist teuer und was ist da alles drin? Da sieht es aus wie bei den meisten: man sammelt zu viel "Zeugs", was man vielleicht irgendwann noch brauche könnte! Macht lieber eine größere Garage. 

Antwort
von ulf02, 40

Einkommen ist 50:50 aufgeteilt. Nach dem Kind würde sie wieder zu 70% arbeiten wollen. 

Kommentar von wilees ,

Die Kernfrage ist doch, wie hoch ist der Finanzierungsbedarf? Ohne eine solche Info sollte und kann keine vernünftige Antwort gegeben werden

Antwort
von beangato, 42

Nö.

Warum muss man unbedingt ein Haus haben? Eine Wohnung tuts auch - auch mit Kind.

Kommentar von Wippich ,

Aber im Eigentum lebt es sich anders.

Kommentar von beangato ,

Sorry, wenn ich das so sage:

Einbildung ist auch eine Bildung.

Kommentar von Wippich ,

Was Bilde ich mir denn ein?

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