Niklaus am 15.06.2007 um 17:41 Uhr
Was die Grabrede beinhaltet. Ob es einen guten oder neutral Nachruf gibt.

Klar würd' ich gern wissen, wer an meinem Grab seine Meinung über mich äußert, weil er sich's vorher nicht getraut hat. ;-)

Als letzten Willen werde ich alle Leute zur Beerdigung einladen, welche ich nicht leiden konnte. Meine Grabrede verfasse ich selbst. Die Rede wird nicht unter 4h dauern ...
Idealerweise hat die Beisetzung bei strömendem Regen stattzufinden.
So viel Zeit willst Du für Leute investieren, die Du nicht leiden kannst?
Gruß wiele
shagdalbran am 16. Juni 2007 00:52 hervorragender Kommentar! Shag d'Albran
laaach - finde ich toll, dass es hier auch mal witzig zugeht

Am liebsten wäre mir eine anonyme Urnenbeisetzung, ohne viel brimborium mit Reden, Tränen und so. Ich möchte das vorher alles regeln, leider kann ich mit meinem Mann nicht so offen über Sterben und was danach kommt reden, er will einfach nichts davon hören. So habe ich meinen letzten Wunsch schon mal schriftlich fixiert. Man kann ja nie wissen.

Wenn ich mal tot bin, ist mir das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowas von egal ... ;-)
wj2000 am 15. Juni 2007 18:39 mir auch!

Ich will keine Grabrede.Hör ich eh nicht mehr.Ich will auch kein Grab,sondern in die Nordsee.
das hab ich mir auch schon mal überlegt und finde das sehr spannend.
ich möchte es wissen und möchte sie alle da stehen sehen, aber leider....
man kann doch aber bestimmt schon vorher bischen regeln. hab ich mal gehört, man kann auch seine musik bestimmen.
ich möchte nämlich was flottes hören, ehe es hinunter geht :o))
das machen schon viele bestattungsunternehmer. solche regelungen kann man bei denen treffen, auch alles selber aussuchen, das hemd, den sarg u.s.w.
Niklaus am 15. Juni 2007 17:47 Danke für deine offene Antwort.
soust am 16. Juni 2007 16:05 Weißt Du, dass Du mich da auf eine aufregende Idee bringst? Mich selbst würden die Nachrufe auf mich nicht so sehr interessieren, weil ich die meisten öffentlichen Reden verlogen finde; reine Zeitverschwendung. Aber: man müsste Leuten, die ihre eigene Beerdigung genauestens geplant haben möchten, diesen Wunsch doch erfüllen, d.h. ihnen bei der Umsetzung ihrer Ideen zur Hand gehen bis hin zur virtuellen Generalprobe am Friedhof. Dazu könnte man eine Website ins Leben rufen: www.stirb-wie-du-willst.com oder www.schöner-abschied.com
soust:es gibt wirklich so eine genaue planung seiner eigenen beerdigung.
man kann in einem bestattungsvorsorgevertrag alles selbst festlegen:
Bestattungsart Ort der Bestattung Ort der Trauerfeier Wünsche für die Trauerfeier, wie: Text, Musik Blumenschmuck, Kränze oder Spende (Name des Empfängers) Traueranzeige (Zeitung und/oder Amtsblatt) Grabpflege Grabstein
auch kann man sich bei lebzeiten das hemd, die decke, den sarg, die urne oder was weiß ich noch alles selber aussuchen. dann bezahlt man das sogar selbst an das bestattungsunternehmen und wenn das stündlein geschlagen hat wird von denen alles erledigt.
wenn man genug springen lässt, würden die bestimmt auch eine kleine generalprobe organisieren. :o))
soust am 16. Juni 2007 19:53 Ja, von diesen Vorsorgeverträgen hab ich natürlich schon gehört.
Irgendwie fände ich es aber öde, wenn die inhaltlliche Planung von einem Bestattungsunternehmen durchgeführt würde. Deren Betätigungsfeld sehe ich in der Organisation der materiellen Umstände...
Na, was soll's: ich werde sicher keinen solchen Service ins Leben rufen (obwohl, spannend wär das schon... stell Dir einfach mal vor, was für einen Haufen Verrückter es auf der Welt gibt und was die sich alles ausdenken könnten).

ich würde es lieber rechtzeitig wissen, was leute über mich denken oder sagen, um darauf reagieren zu können, weil an meinem grab ist es auf jeden fall zu spät - übrigens habe ich mich der anatomie vermacht, erspare also meinen nachkommen die ganzen peinlichkeiten.

Mors certa hora incerta „Der Tod ist sicher, die Stunde unsicher“
Möcht nicht wissen was da alles erzählt wird, wahrscheinlich würde ich noch rot werden. Bekanntlich wird nie so viel gelogen wie in der Politik, Jubiläen und Beerdigungen.
Am Liebsten wäre mir "vor Helgoland" oder zumindest ein Urnengrab mit einem Stein drauf, so braucht Niemand 20 Jahre mein Grab pflegen.

Das ist wirklich völlig wurscht. Die, die mich nicht mögen, weiß ich jetzt schon, die reden am Grab auch nicht anders.
Und die, die mich kennen, und mit denen man im Leben offen und ehrlich umgegangen ist, werden danach auch nicht anders urteilen.
Und überhaupt wissen wir ja nicht, ob wir es nicht doch mitbekommen ;-)

hmm...nachdem ich ja dann ohnedies ein Englein ;) sein werde, würde ich mir das eventuell doch anhören (?).

ich weiß nciht ,aber ich würde gerne noch als geist du die welt wandern udn wissen, was die leute nach meinem tod noch so machen und über mich denken und so...
Nein und am liebsten anonym beerdigen. Keiner soll sich verpflichtet fühlen mein Grab zu pflegen.
Mir egal. Ein Grab wird es eh nicht von mir geben. Dafür sorge ich vor. ich möchte lieber über die Ostsee verstreut werden.
Ich finde es interessanter zu wissen, was Menschen während meiner Lebenszeit über mich denken und sagen.
Vor der Grabrede habe ich keine Angst.
Gruß wiele

"De mortuis nihil nisi bene".
SAGEN werden die Menschen wohl eher freundliches -. wenn sie denn überhaupt kommen - viel interessanter wäre aber zu erfahren, was sie DENKEN.
Was die Grabrede betrifft, würde ich mir wünschen das statt einer fremden Person die mich nicht kennt, diese von meinen Trauergästen gehalten wird.Bez. Inhalt ist mir das persönlich egal. Es wäre schön wenn es für die Personen denen mein Tod nahe geht ein Trost wäre. Ansonst möchte ich gerne 2 Lieder gespielt haben.
Wenn ich tot bin sollst du tanzen-Lunaluna I`m going home- The rocky horror pictureshow

Es wird eh nur gutes gesagt und das weniger gute bleibt unausgesprochen wie im ganzen Leben.. ! Lies die Nachrufe ! Die guten sterben immer zuerst, man muss sich ja bald schämen, dass man noch lebt ! Gruss Solf

Danke für diese anregende Seite - dem Fragesteller und den Antwortgebern! Solche Anstöße setzen eine ganze Kette von flüchtigen Gedanken in Bewegung - eins führt zum anderen und heraus kam bei mir die Idee, dass es vielleicht gar nicht so schlecht wäre, eine ABSCHIEDSREDE AN DIE TRAUERGÄSTE zu verfassen.
Natürlich sollte dabei der ein oder andere Hirnstupser dabei sein, zum Beispiel der Satz, den in "Lord of the Rings" Bilbo Baggins bei seiner Abschiedsfeier zu seinen Gästen sagt: >I don't know half of you half as well as I should like; and I like less than half of you half as well as they deserve.<

mich würde eher interessieren, was die Leute sagen, die im Abschiedsraum vor meinem geöffneten Sarg stehen und wer sich traut, meine kalte Blasse Hülle zu berühren.
solf1 am 16. Juni 2007 15:08 gruslieg....!!
Mich würde eher interessieren, was die Leute an meinem Grab denken :-) - ich glaube das ist ehrlicher und mich würde freuen, wenn sie mit Liebe an unsere Begegnungen zurückdenken können.

Nein, mit Sicherheit nicht. Es ist jetzt wichtig, daß ich mich so verhalte, daß ich von mir was halten kann,und ich mich in den Spiegel schauen kann und sonst gar nichts.
:-)))