Frage von deripodcola, 173

Würdet ihr für oder gegen ein Grundeinkommen stimmen?

Antwort
von Interesierter, 76

Wenn du damit das bedingungslose Grundeinkommen meinst, bin ich dagegen.

Bedingungsloses Grundeinkommen suggeriert, hier gibt es Geld für lau. Jeder wird vom Staat ausgehalten und keiner muss mehr arbeiten. Dass das weder funktioniert, noch finanzierbar ist, sollte eigentlich jedem, der einigermaßen geradeaus denken kann, klar sein.

Ich finde, es sollte der Normalfall sein, dass jeder, der dazu in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt auch selbst verdient. Soziale Unterstützung setzt bei mir als Grundlage die Bedürftigkeit voraus. Es gibt keinen Grund, warum jemand, der nicht bedürftig ist, vom bedingungslosen Grundeinkommen profitieren sollte.

Auch die Höhe des BGE wäre schwierig zu bemessen, da die Lebenshaltungskosten in Deutschland sehr unterschiedlich sind.

Antwort
von soissesPDF, 32

Das hat es in Deutschland bereits und lässt sich als HartzIV bewundern.

Ein Grundeinkommen wäre steuerfinanziert und mithin politischer Willkür ausgesetzt.
Will der Staat gerade sparen und alle jubeln wird er das Grundeinkommen einem Spardiktat aussetzen.
Nicht zu vergessen, gerade die aktuelle Politik ist wirtschaftshörig.

Angenommen man würde das Grundeinkommen bei 50% des Medianeinkommens definieren, wäre die allgemeine Freude dahin, da die
Definition für Armut bei 60% des Median einkommens ansetzt.

Antwort
von RSTGUT, 24

Ich finde es grundsätzlich eine gute Idee. Sehr gut ist, das man (mind. in der CH - an dem nächsten Wochenende stimmen wir in der Schweiz darüber ab) darüber diskutiert.

Antwort
von Daspasstschon, 116

ich würde erstmal eine ordentliche Studie und Projekt wollen, indem das BGE gründlich geprüft wird.

aber dennoch stehe ich dem BGE offen gegenüber!

Antwort
von voayager, 61

Manche meinen wohl ein bedingunsloses Grundeinkommen bekäme quasi jeder nachgeschmissen, das ist allerdings blanke Unwissenheit. Dieses wäre bei Realisierung "nur" für jene da, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, alles andere sind abwegige Gedanken.

Davon mal abgesehen, wird es im heutigen Kapitalismus in Europa/USA weder Vollbeschäftigung noch ein b.G. geben, realistisch wäre hingegen hierzulande eine Regelung wie vor Schröder, also ein nicht voll entfesselter Kapitalismus. Hinzu müßten dann noch Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigungsprogramme kommen, so dass die Arbeitslosigkeit wenigstens abgesenkt werde.


Kommentar von Interesierter ,

Ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt jeder nachgeschmissen. Wäre es nicht so, wäre es nicht bedingungslos.

Wird das Grundeinkommen an der Bedürftigkeit festgemacht, sind wir mehr oder weniger beim heutigen ALG II.

Wir haben hier in Deutschland beileibe keinen "entfesselten Kapitalismus" sondern immer noch eine soziale Marktwirtschaft.

Arbeitszeitverkürzungen haben, das haben die Versuche der Vergangenheit gezeigt keine dauerhafte Reduktion der Arbeitslosenzahlen bewirkt. Und alle Beschäftigungsprogramme sind bisher auf lange Sicht grandios gescheitert.

Was uns weiterbringt, ist Bildung, denn viele Langzeitarbeitslose sind schlicht und ergreifend einfach nicht vermittelbar. Es gibt zu viele Menschen, die keine ordentliche Schulbildung und keine Ausbildung haben, aber es gibt zu wenige Menschen, die notwendige Qualifikationen mitbringen, um sie am Arbeitmarkt vermitteln zu können. Hier passen die Gemengelagen einfach nicht zueinander.

Kommentar von voayager ,

Sämtliche Beschäftigungsprogramme waren nicht ausreichend, nur sporadisch und zudem nicht an ganz festgelegte Auflagen geknüpft. Wer solche Programme lediglich wie ein en Art Nikolaussack ausschüttet, bewirkt natürlich recht wenig. Man kann auch sagen, es erfolgte nutr eine Kannengießerei.

Arbeitszeitverkürzungen führen natürlich zur Reduzierung der Arbeitslosenquote, warum sonst wehrt sich der Arbeitgeberverband so vehement dagegen! Es ist doch nicht schwer solch eine Milchmädchenrechnung aufzustellen und ja- für einen Inschenöör sei dies doch nicht so schwöör, wenn er doch ansonsten Infinitesimalrechnen, VEktorrechnen usw. auf seiner Leiste hat.

Das bedingungslose Grundeinkommen sieht anders aus, als von dir skizziert. Es ist so, dass es bei Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht an Bedingungen wie Vermögen, Haus usw. gekoppelt ist, sondern tatsächlich jedem den es erwischt hat undf arbeitslos wird, dann ohne Wenn und Aber und großer Staats-Schnüffelei ausgezahlt wird.

Kommentar von Interesierter ,

Einen Arbeitsplatz nur deshalb zu schaffen, dass jemand beschäftigt wird, ist Schwachsinn hoch zehn. Das läuft dann in die Richtung von Kohlesubventionen etc. Damit werden Steuermillarden verprasst, ohne dass dabei was rauskommen würde. Dieses Geld kann man den Leuten auch gleich ohne Arbeit geben, dann erfüllt es den gleichen Zweck, verbraucht aber keine natürlichen Ressourcen.

Die Milchmädchenrechnung, man müsse die Arbeitszeit nur verkürzen, dann reiche sie für mehr Beschäftigte, geht eben im realen Leben nicht auf. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Die Wirtschaft sucht sich dann Wege, um mit der kürzeren Arbeitszeit die selbe Arbeitsleistung zu erbringen, was letztlich dem Beschäftigten gar nichts oder sogar noch einen Nachteil bringt.

Ich weiss schon, was du mit dem BGE meinst. Du willst z.B. auf eine negarive Einkommenssteuer hinaus. Nur, wenn jeder in Deutschland 1000 € BGE bekommen würde, was glaubst du, würde ich als 4-facher Familienvater noch arbeiten gehen? Wohl eher nicht, obwohl ich ordentlich verdiene. Was glaubst du, machen dann Andere mit geringerem Verdienst?

Mit dem BGE müssten dann auch die aktuell erworbenen Rentenanwartschaften abgegolten werden, die oft über dem BGE-Satz liegen.

Wie willst du beim BGE die Unterschiede in den Lebenshaltungskosten, sagen wir zwischen München und Mecklenburg-Vorpommern, ausgleichen?

Das BGE ist ein schöner Traum, der bei genauerem Hinsehen einfach nicht funktioniert.

Fakt ist eines: Je höher du das BGE ansetzt, umso weniger Leute werden gerade im Niedriglohnsektor arbeiten. Diese werden gar nicht arbeiten sondern einfach das BGE abgreifen. Das mag aus deiner Sicht wünschenswert sein, ist aber für den Steuerzahler eine riesige Belastung. Diese Mehrausgaben müssen an anderer Stelle entweder eingespart oder über zusätzliche Steuereinnahmen hereingeholt werden. Letzlich wird die Erhöhung der Arbeitslosenzahl durch Steuererhöhungen, Kürzungen an anderer Stelle und auf Pump finanziert. Das ist alles, nur nicht sinnvoll.

Kommentar von voayager ,

Der Sinn und der Zweck eines b.G. ist es auch, den Niedriglohnsektor zu kippen, ihm den Garaus zu machen.

Dein recht gedankenlose Verwerfung von Beschäftigungsprogrammen übersieht, dass ein beachtlicher Teil der EU-Politik mit ihren Subventionen ja auch mehr oder minder in diese Richtung zielt. Man denke doch nur mal an unsere Bauern, ohne die Agrarsubventionen wären die allermeisten schon längst auf der Strecke geblieben.

Bei den Beschäftigungsprogrammen geht es auch nicht darum wahllos was anzukurbeln, sondern natürlich Bereiche, die auch sinnvol sind. Zu nennen wäre da z.B. Altstadtsanierungen, wo recht viele Handwerker gebraucht werden, sowie im Umweltschutz. Da ist noch immer reichlich Bedarf an Arbeitskräften vorhanden.

Das b.G. würde nur an jene ausgezahlt werden, die ohne ihr Verschulden ihren Arbeitsplatz verloren haben oder keinen bekommen, also auch da ginge erst weinmal eine Prüfung voraus, ob Berechtigung besteht oder nicht. Also auch nicht anders, als jetzt auch, lediglich die erzwungene  Tricksereei von einigen Arbeitslosen entfiele, die Staatsschnüffelei inklusive Schikane wäre weg und auch ein Heer an Bürokraten in den Jobcentern entfiele, sowie in anderen Sozial,- und Wohnungsämtern, die ja dann keine Anlaufstellen mehr wären.

Kommentar von Mrknower ,

Diese Aussagen sind doch paradox. Man kann das bedingungslose Grundeinkommen doch nicht an strikte Bedingungen knüpfen. Das Beschriebene geht in Richtung des ALG. Die Idee des BGE ist es, jedem Bürger bedingungslos, das heißt unabhängig der wirtschaftlichen Lage und Erwerbstätigkeit, eine monatliche Summe X auszuzahlen.

Kommentar von voayager ,

Ohne vorliegender Arbeitslosigkeit jemanden ein b.G. zu gewähren, wäre absurd, denn wer wollte dann noch niedere Arbeiten verrichten - so ziemlich niemand mehr. Daher ist dein Kommentar gedankenlos, da ohne Bezug auf dieses maßgebliche Faktum.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

zu den Landwirten:

wieso wären die meisten ohne Subventionen auf der Strecke geblieben?

ist Dir klar, weshalb in D die Lebensmittel (im Vergleich zu anderen Ländern) so billig sind? genau, WEGEN den Subventionen ......

würde der Landwirt seine Preise selbst festsetzen können, so würde ein Brötchen nicht mehr 25-30 Cent kosten, sondern um einiges mehr .....

Ein Landwirt erhält für das Kilo Weizen einen Preis von 13 CENT .......  beim Getreide "darf" der Landwirt aber mind. 5x mit dem Traktor übers Feld fahren .......

und weshalb baut der Landwirt Mais an? genau, weil er für die Lieferung an die Biogasanlage mehr Geld bekommt als wenn er den Mais selbst verwertet (Futter)

Kommentar von voayager ,

Wenn du die aktuellen Nachricvhten verfolgt hättest, wüßtest du, dass damit die Milchbauern maßgeblich gemeint sind. Ohne Subventionen werden viele auf der Strecke bleiben. Ein Umstellen auf andere Produkte ist nicht möglich, also so wie bei Gemüsebauern oder die Getreidev z.B. anbauen. Der gesamte Hof ist auf Milchwirtschaft ausgerichtet, kann daher nicht umgestellt werden.

Kommentar von Interesierter ,

Die Subventionspolitik der EU verhindert eine Gesundung der Märkte. Über viele Jahre hinweg wurde der Milchpreis über eine Quotenregelung einigermaßen stabil gehalten. Nun lief die Quote aus und die Produktion wurde massiv erhöht.

Wozu brauchen wir 70.000 Milchbauern, wenn der Absatzmarkt nicht da ist. Es macht auch keinen Sinn, diese Überproduktion noch mit Steuergeldern am Leben zu erhalten.

Bauern sind Unternehmer, wie Unternehmer in anderen Branchen auch. Wer ein Produkt anbietet, welches im Überfluss vorhanden ist, muss mit schlechten Preisen leben oder etwas anderes anbieten.

Du widersprichst dir übrigens selbst in Bezug auf das BGE. Du selbst führst an, das BGE an die Bedürftigkeit zu binden. Es soll zwar eine Prüfung stattfinden, aber die "Schnüffelei" soll aufhören. Wie soll das funktionieren?

Weiterhin würdest du damit nur noch die Arbeitslosigkeit verwalten. Vermittlung, Weiterbildung, Bewerbertrainig und sonstige Maßnahmen zur Wiedereingliederung würden nach deinem Vorschlag ersatzlos gestrichen. Du weisst schon, dass du damit die Arbeitslosigkeit nicht beendest sondern erst zementierst.

Kommentar von voayager ,

Zunächst was zu den Milchbauern: es ist recht viel gewonnen, wenn die elenden Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden, denn dieses Land war bis dato ein guter Absatzmarkt für Milchprodukte. Molkereien sind angehalten, interessante neue Milchprodukte herzustellen. Beliebt ist in der Schweiz z.B. ein weiterverarbeitetes Molkengetränk auf dessen Name ich im Moment nicht komme.

Das b.G. wäre erst nach einer genauen Prüfung zu gewähren, ob Arbeitslosigkeit besteht und ob verschuldet oder nicht, also ganz so wie jetzt auch. Der Unterschied ist nur der, dass keine sonstigen Bedingugen zu erfüllen sind. Welche , das hatte ich bereits erwähnt.

Umschulungen sowie Fortbildungen, als auch Arbeitsaufnahme sind natürlich anzunehmen, sofern Marktbedarf besteht, also auch Aussicht auf einen entsprechenden Job besteht, das ist ja wohl selbstverständlich. Kein vernünftiger Mensch wird ein Art Schlaraffia unterstützen.

Stimuliert werden kann eine Motivation auch durch eine einmalige Prämie für all jene Aspiranten, die bereit sind die Äermel hochzukrempeln.

Fazit: wo ein Wille des Staates und auch ein zu fördernder der Arbeitslosen besteht, da können auch Brücken gebaut werden.

Und noch ein kleiner Hinweis: etliche Jobcenter haben noch nicht mal ein großes Schreibbüro, wo unter Anleitung Bewerbungen vorzunehmen wären. Dort sollten sie dann für den Versand abgegeben werden, damit auch wirklich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es kommt nämlich darauf an, dass Arbeitsloigkeit nicht verwaltet, sondern gezielt bekämpft wird! Genau das geschieht leider nicht.

Kommentar von Interesierter ,

Man kann über die Sanktionen gegen Russland geteilter Meinung sein. Diese aber der Beliebigkeit preiszugeben und nach aktueller Marktlage hier bei uns anzupassen geht gar nicht. Damit würden wir uns wirklich zum Hampelmann machen.

Nun, wenn ich 10 Mio auf der Bank habe und nebenbei 5 Mehrfamilienhäuser besitze, von denen ich regelmässig Miete kassiere, aber keiner Arbeit nachgehe, dann wäre ich nach deiner Definition arbeitslos und könnte das BGE beanspruchen. Zugegeben, das ist jetzt ein skizzierter Extremfall, aber genau mit dieser Situation hätten wir dann zu tun. Du wirst mir doch kaum widersprechen wollen, dass derjenige, der vermögend genug ist, auch ohne Geld vom Staat, gut zu leben, keine zusätzliche Unterstützung vom Steuerzahler braucht.

Ich denke, bei einem Punkt sind wir ganz nah beieinander. Eines der grössten Hindernisse bei der Einstellung von Arbeitslosen ist mangelnde Bildung. Auch ich kann es nicht verstehen, wie jemand 10 Jahre lang Hartz IV bezieht bzw. bezahlt und immer noch weder einen Schul- noch einen Berufsabschluss vorweisen kann. Das sind 10 verlorene Jahre. Hier müsste in der Tat mehr Geld und Tatkraft investiert werden, um die Leute aus dieser Misere herauszuholen. Deinem Fazit hieraus und dem letzten Absatz dazu stimme ich 1:1 zu. Wie du es treffend formuliert hast, gehören hier natürlich immer sowohl das JC, als auch der Arbeitslose dazu.

Kommentar von voayager ,

Eine Bildungsoffensive brauchen wir allerdings. Die PISA-Studien zeigen deutlich genug, dass Deutschland nie sonderlich gut abschneidet. Und wenn ich mich hier im Forum umschaue, dann kommt mir zuweilen das Grausen. Etliche Abiturienten haben ein erschreckend geringes Niveau, können sich nicht klar ausdrücken, ssind diffus be iihren Fragen, können nicht mit Wikipedia-Texten umgehen, ja versthen noch nicht mal vernünftig zu googlen. so was ist in meinen Augen regelrecht skandalös.

Wer 5 Mietshäuser besitzt, kann natürlich nicht noch staatlich gestützt werden, das wäre ein wahrer Hohn. Ich denke, eine totale Unüberprüftheit wäre weltfremd, kann nicht zu 100% umgesetzt werden, ist mehr als Tendenz zu verstehen, also so was wie ein Art Grobraster. Mir sind in dem Zusammenhang eigentlich mehr jene Hausbesitzer in den Sinn gekommen, wie man sie in Dörfern gehäuft antrifft. Da gibt es zahlreiche Menschen, die haben zwar ein Haus, doch das will nicht weiter heißen, denn das wurde von den Altvorderen vererbt, zeugt keinesfalls von üppigem Wohlstand. Nun nimm mal den Fall, ein Dorfbewohner verliert seinen Arbeitsplatz, einfach weil die firma rationalisiert oder ihren Standoort verlegt. der Hausbesitzer kann nun nicht hingehen und einfach sein Haus in einen Koffer oder Rucksack packen und beim neuen Firmenstandort es wieder  aufstellen wie ein Zelt. Es geht nun nicht an, dass er bei Hartz-IV Bezug dieses erst veräußern muß, um an eine Stütze ranzukommen. Hat er Glück, überschreibt er es an Verwandte und wählt eine Deckadresse, bleibt aber ansonsten in "seinem" Haus weitwer wohnen, oder geht ein Schein-Mietverhältnis ein usw. Das alles sind unwürdige und erniedrigende Tricksereien, die es eben nicht geben sollte. So in etwa ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für meine Begriffe eben auch zu verstehen.

Und wie so oft im wahren Leben, steckt der Teufel im Detail.

Die Russland-Sanktionen sind absurd und nutzen nur den USA, während sich die EU zu deren Affen macht.

Kommentar von Interesierter ,

Hier bin ich absolut einer Meinung mit dir.

Die Sanktionen sind ein zweischneidiges Schwert. Ich persönlich bin der Meinung, Sanktionen sollten generell nicht ausgesprochen werden.

Wer glaubt, dass Sanktionen in irgend einer Weise zu einer Meinungsänderung des Gegenübers führen würden, der befindet sich auf dem Holzweg.

Etwas durchsetzen kann man nur dann, wenn man mit dem Gegenüber spricht und mit ihm verhandelt, also die Beziehungen vertieft und sie nicht abbricht. Spannungen werden am schnellsten und dauerhaft abgebaut, indem man Handel miteinander treibt. Für Deutschland und Russland wäre das eine win-win-Situation. Deutschland bekommt billiges Öl und Gas, Russland bekommt billige Lebensmittel.

Über diesen Handelsdialog kann man auch zum politischen Dialog kommen. Durch Abschottung werden wir jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen.

Kommentar von voayager ,

Sicher, dann ist es überaus erstrebenswert in friedlicher Koexistenz zu leben und möglichst eine entspannte Nachbarschaft zu haben, statt eine Renaissance des Kalten Krieges. Im übrigen ist jeder Staat gut beraten, wenn er sich möglichst nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischt, sofern keine allgemeine Kriegsgefahr von diesem ausgeht. Man möge sich da mal ein Beispiel an der Schweiz nehmen, ein Land das es versteht sich aus Vielem herauszuhalten, international und neutral zu sein und dabei nicht verkehrt fährt.

Es gibt alos keinen Grund Russland den Fehdehandschuh hinzuwerfen, zumal umgekehrt Moskau auf Entspannung aus ist.

Noch was in Sachen Bildung. Es gab bis in die 90-er Jahre hinein ein Umschulungsprogramm für Arbeitslose, das seit geraumer Zeit nur noch für junge Menschen unter 25 exisitert, von Ausnahmen darüber mal abgesehen. Es ist schon ungemein knauserig, gerade da den Rotstift angesetzt zu haben. Dort wo Marktbedarf besteht, da sind auch entsprechende Umschulungen bereitzuhalten. Wer nicht gerade unterbelichtet ist, ist dann aufgefordert, dieses Programm anzunehmen, das ist natürlich eine Selbstverständlichkeit. Leider ist die RegierungsParole Fördern und Fordern, nur noch auf Letzteres eingedampft worden.

Kommentar von Interesierter ,

Beim ersten Absatz stimme ich dir absolut zu.

Beim zweiten Absatz habe ich schon Bauchschmerzen. Die Annexion der Krim war völkerrechtswidrig. Die Krim ist Staatsgebiet der Ukraine. Das hat sich Putin eben mal so im Handstreich geholt.

Auch der Krieg in der Ostukraine wird von Russland unterstützt. Seinen traurigen Höhepunkt erreichte diese Unterstützung beim versehentlichen Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine. Die Ergebnisse, die bisher bei der niederländischen Untersuchung herausgekommen sind, sind eindeutig. Gut, ich möchte diesen Vorfall nicht überbewerten. Der Abschuss galt einer ukrainischen Militärmaschine, die von der Bedienungsmannschaft eben verwechselt wurde. Der Ausgang ist tragisch.

Auch im letzten Absatz hast du absolut recht. Das Motto hiess mal fördern und fordern. Genau da müssen wir wieder hin. Wir brauchen echte Fördermaßnahmen und echte Weiterbildungen, die auch wirklich was bringen. Wenn diese stehen, kann man auch wirklich die Mitarbeit des Arbeitslosen einfordern. Auch ich sehe hier die Notwendigkeit die Anstrengungen beiderseits zu vertiefen.

Nur, ein wirklich bedingungsloses Grundeinkommen ist etwas Anderes, denn wie der Name schon sagt, soll dieses ja bedingungslos sein. Das ist, dabei wirst du mir sicher zustimmen, weltfremd.

Kommentar von voayager ,

Das malayische Flugzeug ist sehr wahrscheinlich nicht von Russland abgeschossen worden, der gesunde Menschenverstand fragt stets "cui bono", wie die Alten Römer zu sagen pflegten. Es ergibt einfach keinen Sinn, wenn Moskau solch einen Akt vollzieht. Dann isses zudem so, dass die Untersuchungsergebnisse m.W. in den Niederlanden nicht publik gemacht werden, was den Verdacht erhärtet, dass hier die Ukraine am Pulverfaß gezündelt hat.

Da die Ukraine zutiefst Russland sowie russenfeindlich ist, man denke nur mal an Frau Timisechenkos Haßtiraden, dann wurde klar, dass die russische Minderheit sich abspalten mußte, um keiner Pogromstimmung ausgesetzt zu sein. Allein die Ereignisse im Gewerkschaftshaus in Odessa sind Grund genug, so zu handeln. Putin, dieser verschlagene als auch umsichtige Fuchs hat die beiden ostukranischen Republiken nicht anerkannt, Waffen natürlich geliefert, andernfalls wäre er ein wahrer Hundsfotrt gewesen und das russsiche Volk hätte es ihm nie verziehen, hätte er nur Däumchen gedreht.

Vom Schachspiel als auch vom Krieg weiss man indes, dass jedes Zurückweichen den Angriffswillen des Gegners stärkt. Das ist auch im Tierreich so.

Die Krim ist seit 1783 Teil Russlands und wurde erst 1956 durch eine einsame Entscheidung Cruschtschows Teil der Ukraine. Der Oberste Sowjet hatte seine willkürliche Entscheidung nicht abgesegnet, mithin eh rechtlich fragwürdig. Kommt hinzu, dass das damals Russland und Ukraine ein Land waren, daher war es nicht so bedutsam, wem die Krim gehört. Zudem stimmten über 90 % der Krimbewohner für die Rückkehr zu Russland. Weriterhin galt es die Marinebasis in Sewastopol zu sichern.

Hätte Putin tatenlos zugesehen, hätte man ihn wahrscheinlich in Russland gerstürzt und dann auf die anklagebank gezogen. Ich bin selbst der festen Auffassung, dass er in einem solchen Fall in ein Irrenhaus eingesperrt gehörte, hätte er nur zugesehen.

Das b.Grundeinkommen ist eine Leitmarke und als solche mutatis mutandis zu verstehen.

Kommentar von Interesierter ,

Die Frage "cui bono" ist oftmals ein schlechter Ratgeber, da diese Frage lediglich ein Motiv, aber keinen Beweis liefern kann. Fakt ist, dass es sich um eine Buk handelte, die höchstwahrscheinlich aus von Separatisten kontrolliertem Gebiet abgefeuert wurde. Ich bin mir sicher, dass hier keine Zivilmaschine abgeschossen werden sollte sondern eine Frachtmaschine des ukrainischen Militärs. Daher macht auch die Frage "cui bono" hier keinen Sinn, denn keine Seite hatte die Absicht, eine Zivilmaschine abzuschiessen.

Die Beweislage ist schon recht eindeutig. Bezeichnend ist auch die Meldung kurz nach dem Abschuss, man habe eine Maschine des ukrainischen Militärs abgeschossen. Als dann bekannt wurde, dass eine zivile Passagiermaschine abgeschossen wurde, wurden sämtliche Meldungen sofort revidiert. Auch der mehrfache Versuch, mit gefälschten Bildern und Daten Zweifel zu säen, deutet auf eine russische Verstrickung in diesen Vorfall hin.

Die Separatisten in der Ukraine werden nicht nur durch Material sondern auch durch Soldaten unterstützt. Oder glaubst du wirklich, die russischen Soldaten machen da Urlaub? Nur mit dem Abschuss müsste Putin zugeben, dass er Soldaten und schwere Waffen in die Ukraine geschickt hat. Das wird er nicht tun.

Die Krim war seit 1956 Teil der Ukraine und somit deren Hoheitsgebiet, in dem russische Soldaten schlicht und ergreifend nichts zu suchen haben. Auch wenn der Hafen für Russland wichtig ist, gehört er der Ukraine.

Die Krim wurde schon vor der Abstimmung von russischen Soldaten besetzt. Das war ein kriegerischer Akt. Die Abstimmung wurde ohne Wählerregister und ohne unabhängige Wahlbeobachter durchgeführt und ist daher eine Farce. Freie Demokratische Wahlen gehen anders. Ausserdem hat die Krim gar nicht das Recht, die Grenzen der Ukraine eigenmächtig zu verschieben.

Nun, Russland hat hier Fakten geschaffen und die Weltöffentlichkeit hat zugesehen.

Ich denke, das wäre nicht passiert, wenn gerade Europa engere Beziehungen zu Russland und zur Ukraine gepflegt hätte.

Kommentar von voayager ,

Es macht keinen Sinn, dass Russland Spannungen in der Ukraine erzeugt bzw. anheizt, cui bono! Jede Anheizung der Spannungen würde ihn nur dazu zwingen seinen Rüstungsetat anzukurgeln und das bei der in Russland finanziell angespannten Lage. Die Behauptung, dass Russland soldaten und Waffen in der Ukraine stationiert habe, sind Märchen und Enten der NATO, um so ihr kriegerisches Treiben z urechtfertigen. Derlei imperialistischen Sirenenklänge kann man dem erzählen der die Hos mit der Beißzange anzieht, also der Blauäugige und dann noch der Gauner, der so im Trüben fischt oder fischen will. Wäre was dran an dieser Behauptung, müßte dies durch Satellitenfotos dokumentiert sein, doch diese gibt es einfach nicht.

Auf der Krim gab es internationale neutrale Beobacvhter, alles verlief mithin korrekt und ist daher in trockenen Tüchern.

Dann noch was: Nach der Unabhängigkeit von Spanisch Sahara annektierte Marokko kurzerhand den Staat Sahara, ohne das ein Hahn danach krähte. Auch die wiederrechtliche Besetzung Puerto Ricos wird in den "Wertestaaten" kommentarlos zur Kenntnis genommen, gleiches gitl für die widerechtliche Besetzung des Stützpunktes Guantanamo auf Kuba, was hier auch fast niemanden stört, Linke mal ausgenommen. Und was ist mit Zypern, die Türkei hat einen Teil davon besetzt und die Griechen vertrieben, ihnen das Land weggenommen und sie so bestohlen, auch das juckt nicht weiter.

Fazit: die Welt braucht keine selbsternannten Zuchtmeister. Indien, China, ganz Lateinamerika, ganz Afrika, der größte Teil Asiens inklusive Japans bekümmert es nicht, nur die klassisch-imperialistischen Staaten meinen aufräumen zu müssen.

Merke: der Imperialismus ist eine Fälscherwerkstatt, wo die Falschmünzerei professionell betrieben wird und die Einmischung in die inneren Angelgenheiten anderer Staaten an der Tagesordnung ist und wo Militärinterventionen die Regel zusehens sind als auch werden.

Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!

Kommentar von Interesierter ,

Du brauchst hier nicht gegen die USA zu hetzen. Die haben zwar reichlich genug Dreck am Stecken, aber mit dieser Sache hier nicht viel zu tun.

Es macht auch nicht viel Sinn, Unrecht verteidigen zu wollen. Damit setzt du dich nur selbst in die Nesseln.

Russland destabilisiert die Ukraine seit Jahren. "Cui Bono" Russland wollte die Krim, weil diese strategisch wichtig ist. Und damit die Ukraine sich nicht wehren kann, wird sie laufend destabilisiert. Russische Soldaten machen auf dem Gebiet der Ukraine Urlaub und nehmen mal eben ihre Waffen mit. Russische Waffen finden sich in der Ukraine. Russische Unterstützung in Form von Konvois mit weissen LKWs (was da wohl drin sein mag) rollen regelmässig über die Grenze. Mit der Aussage, Russland hätte keine Soldaten in der Ukraine, machst du dich lächerlich!!

Vor dem sog. Referendum wurde die Krim von 18.000 russischen Soldaten besetzt. Es gab kein Wählerverzeichnis und internationale, unabhängige Wahlbeobachter gab es auch keine.

Wenn du diese Farce als demokratische Wahl anerkennst, dann bist du weit weg jeder Objektivität.

Natürlich war die Krim als ehemals russisches Gebiet den Russen seit 1956 und noch viel mehr nach dem Zerfall der SU ein Dorn im Auge. Aus dieser Sicht mag man diesen Anspruch sogar als legitim ansehen.

Nur, eines ist klar. Russland hat Krieg geführt und führt ihn noch heute, um an die Krim zu kommen.

Kommentar von voayager ,

Es ist gut, dass die Krim wieder bei Mütterchen Russland zu Hause ist, dort wo sie hingehört.

In der Ukraine wurde der legal gewählte Präsident Janukowitsch weggeputscht, stattdessen ein halbfeschistisches Regime installiert. Regelrecht faschistische Organisationen wie der rechte Sektor, Swoboda u.a.m. nehmen führende Stellungen in Armee und im Staatsapparat ein. die Drahtzieher dieses reaktionären Putasches sind in gewissen NATO-Staaten zu suchen, wo man sie dann auch findet. Zur Drahtzieherei gehört auch die finanzielle Unterstützung der erzreaktionären Kräfte in Kiew.

Interessant ist es die Schriften des US-Sicherheitsberaters Brzynski zu lesen, da geht hervor, dass ein rollbakc im Sinne der USA vorzunehmen ist.

Die NATO hat sich auf unverschämteste Weise nach Osten ausgedehnt, allen zurückliegenden Versprechungen von ihr zum Trotz. Der Depp namens Gorbatschow hat sich diese Zusicherung nicht vertraglich zusichern lassen, nun ist Russland durch die NATO arg bedroht.

Die USA sind dabei einen Raketengürtel exakt vor der Haustür Russlands zu errichten. Angeblich sollen so iranische Raketen abgefangen werden. Dümmlicher und dreister geht`s nimmer.

Die westlichen "Wertestaaten" haben die Rückkehr der Krim zum Anlaß genommen, um so einen willkomenen Anlass dafür zu haben, dass sie nun feindselig und friedensbrechend gegen Russland in Form einer Blckade vorgehen. diese Stänkerei ist von langer Hand vorbereitet, die Krim-Angelgenheit nur vorgeschoben. diese elende He3uchlerbande tut unschuldig mit der Miene einer frommen Helene,.wie sie Wilhelm Busch so brilliant beschrieb.

Warum diese Feindseligkeit des Westewns, der NATO? Nun, Russland beugt sich einfach nicht dem Imperialismus und hat zudem verlockende Bodenschätze, an die die Monopole rankommen wollen, so wie es unter Jelzin noch möglich war. Aber ach, aus derlei Gelüsten wird aber nix, so lange Putin an der Macht ist, da nutzt es einfach nix gierigen Blickes gen Osten zu schauen. Westliche Konzerne und euer bürgerlicher Staat, dieser ideelle Gesamtkapitalist plus Agentur der Monopole, ihr müßt draußen bleiben aus Russland.

Seit nun mehr als 100 Jahren stiert Deutschland nach Osten, möchte da abstauben, Land gewinnen usw. WK I und WK II beweisen es überdeutlich.

Überhaupt ist D. gut beraten, mehr Fingerspitzengefühl gegen Russland walten zu lassen, 27 Millionen tote Sowjetbürger hat es immerhin auf dem Gewissen und noch immer hat das westl. D. keine Reparationen nach Moskau überwiesen! Die abwermillionen Verletzte sind da noch mal extra aufzuführen. Hinzu kommt die Verwüstung des Landes, das besetzt war.

Angesichts dessen isses ausgepsrochen unverschämt, wenn ausgerechnet D. etwas an der Krimpolitik auszusetzen hat.

Ich schließe mit folgenden Worten Brechts:

"der Schoß ist fruchtbar noch , aus dem das kroch"!

Kommentar von Interesierter ,

Was du da von dir gibst, ist an Verblendung kaum zu überbieten.

Zunächst mal geht es Russland einen feuchten Kehricht an, ob andere, souveräne Staaten der NATO beitreten oder nicht.

Zum Zweiten geht es Russland nichts an, was in der Ukraine abgeht. Der Putsch gegen Janukowitsch mag rechtlich fragwürdig sein, er gibt aber Russland nicht das Recht, in der Ukraine einzumarschieren und sich Teile dieses Landes einzuverleiben. Diese Argumentation ist abenteuerlich.

Gorbatschow mag vieles gewesen sein, ein Depp war er sicherlich nicht. Er war der erste, der erkannte, dass Russland schlicht und ergreifend pleite war. Die Regale waren leer, aber man hatte Atomsprengköpfe. Dümmer gehts nicht mehr. Dass Russland im Wettrüsten gegen die USA den Kürzeren zieht, war eigentlich jedem klar, der bis 3 zählen kann.

Wer hier seinen Herrschaftsbereich und sein Hoheitsgebiet ausdehnt, ist ausschliesslich Russland. Daher ist dein Vorwurf pure Heuchelei!

Deutschland stiert nicht nach Osten. Das war vor 70 Jahren. Heute will da kein Deutscher mehr was. Das deutsche Volk hat gelernt. Das russische offenbar nicht.

Du meinst wohl, Deutschland hätte nicht das Recht, auf den Bruch von Völkerrecht hinzuweisen? Da täuschst du dich. Im Gegensatz zu Russland hat Deutschland seine Vergangenheit aufgearbeitet.

Kommentar von voayager ,

Was soll man dazu noch sagen, eine NATO-Osterweiterung nebst Stationierung von Truppen, dazu ein Raketengürtel genau vor der Haustür Russlands und du bist in der Tat so verblendet, dies als bloße Petitesse abzutun - sagenhaft.

Selbst wenn Russland sich in der ukraine befände, was schert dich dasd, geht dich im Grund doch einen feuchten Kehricht an, oder etwa doch? Man muß nicht mit aller Gewalt eine/seine Rosinante reiten, nur um ein abstraktes Recht zu bedienen. Cui bono frag ich mich da erneut. Und was genau ist eigentlic hhinter dem abstraktem Recht, da lauern ganz profane Interessen, daher war der alte Suffkopp und ausverkäufer Russlands Jelzin im Westen aus so beliebt. Es war diesen westlichen Tartuffen völlig egal, dass der sein Parlament über den Haufen schoß, Hauptsache der Siegeszug des Kapitals gen Osten konnte angetreten werden. Man witterte Morgenluft.

Die ukraine ist übrigens das Aufmarschgebiet und der Rammbock der Wertestaaten (=Wertpapierstaaten) gegen Russland.

Gorbatschow war insofern ein wahrer Knallkopp, als dass er sich nicht vertraglich zusichern ließ, dass die NATO sich eben nicht nach Osten erweitere. Mdl. Zusagen zählen in der Politik nun mal so garnichts. außerdem hatte dieser Stümper seine Pestroika und sein Glasnost ohne Sinn und Verstand operettenhaft durchgeführt, anders als z.B. China, dass immer noch sozialistische Elemente in seiner Wirtschaft und Politik besitzt. Deren Staatsführung war und ist halt klüger als dieser Dilletant war und ist. Er hat die Zerstörung der SU bewirkt, mithin ein Totengräber und er hat die Industrieproduktion so weit zerrüttet, dass sie nur 50% dessen ausmachte, was sie vorher auszeichnete. Kein Wunder das er in Russland versch issen hat.

Krim: hast du dir schon mal überlegt, wie die Krimbewohner die Rückkehr der Halbinsel zu Russland aufnehmen? Nun, sie haben ein Freuden,- und Dankfest dafür veranstaltet. Dies allein sollte dich nachdenklich stimmen!

Antwort
von MaxNoir, 106

Für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle: Nein. Ich wähle Links, aber ich bin natürlich ein verfechter des Leistungsgedanken. Jeder Mensch sollte und muss mit seinen persönlichen Talenten und Fähigkeiten ein Gehalt erarbeiten können, womit man leben kann. Der Staat soll lediglich nur die Weichen stellen, damit jeder die Chance hat dies zu tun.

Wenn wir über Arbeitslose, Rentner, Invaliden usw. reden, dann bin ich sehr wohl dafür, alle Sozialleistungen zusammenzufassen und in einem Grundeinkommen zu bündeln, welches auf der höhe des Mindestlohns liegt. Von diesem müssen aber Miete, Krankenversicherung, usw. selbst beglichen werden. Ohne dass der Staat weitere Sozialleistungen ausschüttet.


Kommentar von deripodcola ,

wie kannst du dich links nennen? du bist einfach nur ein Kapitalist!

Kommentar von wurzlsepp668 ,

klar, wer nicht nach Deiner Meinung argumentiert ist ein Kapitalist .....

Kommentar von MaxNoir ,

Lass! Eine vernünftige Argumentation ist heute nicht mehr möglich. Entweder man wird als Nazi beschimpft oder bekommt Torten ins Gesicht geklatscht. Die Bevölkerung radikalisiert sich zunehmend nach links bzw. rechts. Vernunft ade! Idiotie juche!

Kommentar von MaxNoir ,

Ich bitte dich, selbst Sahra Wagenknecht hat in ihrem Buch "Reichtum ohne Gier" diesen Leistungsgedanken unterstrichen. Ich bin also mindestens so Links wie sie oder sie so kapitalistisch wie ich. Das musst du mir erstmal nachweisen.

Kommentar von Interesierter ,

Das ist eine vernünftige und wohldurchdachte Antwort!

Antwort
von AntwortMarkus, 73

Ich würde dafür stimmen.  Denn dann hätten Lohndumping  und prekäre Arbeitsverhältnisse ein Ende. 

Weil die Arbeitnehmer dann niemanden  finden,  die für Nüsse  und schlechtes Betriebsklima  malochen kommen.

Da muss man dann nett zu seinen Arbeitern sein.

Kommentar von Interesierter ,

Zu wem muss man nett sein, wenn der Arbeiter gar nicht mehr kommt, weil er ja jetzt BGE kriegt?

Das System scheitert am falschen (Nicht)Leistungsanreiz.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Der Mindestlohn  von 8.50  scheitert am nicht  Leistungsanreiz. 

Kommentar von voayager ,

Du hast dich vertippt, du meintest die Arbeitgeber finden dann niemanden mehr, die malochen für wenig Geld.

Kommentar von Interesierter ,

Glaub mir, die finden jemanden. Und wenn es dann keine deutschen Arbeitslosen sind, dann finden sie polnische oder slowakische Werkleistungsunternehmen, die die Arbeit machen.

Das bringt aber den deutschen Arbeitslosen dann auch nicht weiter.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Sorry  hab ich zu spät gesehen. Danke.

Antwort
von frageantwort543, 52

Dagegen,bei uns in der Schweiz wird in einer woche abgestummen darüber.

Kommentar von voayager ,

Mmh, ihr könnt über so ziemlich Alles abstimmen, fortschrittlich seid aber auch ihr nicht. Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Schweizer mit Nein stimmen wird.

Kommentar von Interesierter ,

So wie aktuell die Meinungslage aussieht, werden die Schweizer wohl mit Nein stimmen.

Man sollte aber schon davon ausgehen, dass die Schweizer nicht dumm sind und recht genau wissen, was sie da tun. Die Schweizer haben sehr viel Erfahrung mit direkter Demokratie.

Und wenn das Volk schon mehrheitlich kein BGE will, warum sollte man es dann gegen den Willen des Volkes einführen?

Kommentar von AntwortMarkus ,

Wovor hast du Angst?  

Antwort
von muschmuschiii, 72

gegen ...... da es nicht finanzierbar ist.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

es war auch noch keine einzige Partei, die das BGE gefordert hat, in der Lage, eine Gegenfinanzierung aufzubieten ......

Kommentar von AntwortMarkus ,

Nicht finanzierbar ist das bisherige System. Wo Familienväter aufstocker  sind und staatliche Lohnzuschüsse bekommen, anstatt Steuern zahlen zu können. Wo man mit 67 in Rente geht und diese dann geringer  als die Grundsicherung ausfällt und weiterhin aufgestockt werden muss.  Wo Unternehmen sich  arm  rechnen, um keine Steuern zahlen zu müssen. 

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@antwortMarkus:

werd einfach Unternehmer .......

laß mich raten: Du warst noch nie selbständig ....

ich kenne genügend Handwerker, die weniger verdienen als ihre Gesellen und nur weiterhin selbständig sind, damit die Gesellen weiterhin einen kurzen Arbeitsweg haben .....

bytheway:

ich bin im steuerlichen Bereich tätig ....

wie sollen sich Unternehmen arm rechnen?

jede Rückstellung usw. fällt im nächsten Jahr wieder auf die Füße, da diese aufgelöst bzw. abgezinst werden muß ....

was Gewinn bedeutet ....

und wenn dieses System nicht finanzierbar sein soll: dann leg eine Finanzierung für das BGE vor ......... wirst Du nicht zustandebringen!

Kommentar von AntwortMarkus ,

Du kennst Herrn Götz Werner,  dem Chef von der DM Drogeriekette?  Er kann von sich behaupten,  ein gestandener  Geschäftsmann zu sein. Er ist für das bedingunslose Grundeinkommen :

„1000 Euro für jeden machen die Menschen frei“

•Drogerie-Gründer Götz Werner macht sich für ein Grundeinkommen für alle stark. Im Interview spricht er über Hartz IV und die Menschenrechte, Faulheit als Krankheit und das magere Erbe für seine sieben Kinder.

©

 

FRANK RÖTH, F.A.S.

Herr Werner, sind Sie Träumer, Visionär oder Revolutionär?

Ein guter Unternehmer ist alles drei.

Reich wurden Sie mit Ihren dm-Drogerien, bekannt als Prediger für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Die Idee verbreitet sich epidemisch. Wenn ich wollte, könnte ich jeden Tag irgendwo zu dem Thema sprechen.

Ihr erstes Buch provozierte großes Aufsehen, jetzt legen Sie nach und verlangen 1000 Euro vom Staat für jeden, vom Baby bis zum Greis.

Die 1000 Euro im Monat sind eine Größenordnung, um menschenwürdig in der Gesellschaft leben zu können - eine Art soziale Flatrate, das würde die Sozialbürokratie dramatisch entlasten.

Alle anderen Sozialleistungen, Kindergeld, Rente et cetera würden im Gegenzug gestrichen?

Nein, die 1000 Euro sind die Basis. Hat jemand höhere Ansprüche, etwa durch die Rente, kriegt er die Differenz obendrauf. Die 1000 Euro gibt's in jedem Fall.

Erster Einwand: Wer soll das bezahlen?

Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.

Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-...

Kommentar von AntwortMarkus ,

Su solltest sen Beruf wechseln, wenn du die Steuertricks  nicht drauf hast.

Hier was zur Nachhilfe : http://m.focus.de/finanzen/steuern/steuererklaerung-2015-die-steuertricks-der-re...

"Reich muss man sein, um ein Heer von Beratern zu engagieren, das die eigene Steuerbilanz frisiert. Um dem Staat ihr Geld vorzuenthalten, lässt sich Deutschlands Geldelite einiges einfallen. Das sind ihre Tricks....." http://m.focus.de/finanzen/steuern/steuererklaerung-2015-die-steuertricks-der-re...

Kommentar von voayager ,

Allein mit der Besteuerung wie vor 1998 wäre das b.G. durchaus finanzierbar. Die Bourgeoisie und ihre Wasserträger suggerieren uns ständig, dasss es finaziell nicht bezahlbar wäre, damit so keinerlei Forderungen an sie herangetragen werde. Die Absicht ist klar, auch wenn der tapfere Bundesbürger zu blöd ist, das zu erkennen.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ein BGE ist NICHT finanzierbar ......

und danke, dass Du anders denkende als Dich als blöd darstellst ....

es gab bereits mehrere Parteien, die ein BGE einführen wollten. ALLE sind an der Finanzierung gescheitert .... weshalb? weil es nicht finanzierbar IST (außer die Steuersätze für ALLE würden nach oben gesetzt ...)

denn komisch, bisher gibt es in Europa nur in Finnland ein BGE ... (und dort läuft es momentan nur testweise ....)

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