malli am 20.11.2008 um 10:16 Uhr
meine mutti hat eine lungenfibrose! die ärzte sagen ihr nur so lari fari sachen das es nicht gut aussieht und das sie tabletten bekommt ect.; meine schwester arbeitet in dem krankenhaus wo meine mutter untersucht wurde. so hat sie auch durch zufall den befund von meiner mutti eingetütet und an den hausarzt geschickt. vorher hat sie ihn sich natürlich angeschaut jetzt wissen wir das sie schwer krank ist und laut internet eine lebenserwartung von 4-6 jahren hat. Sie klammert sich jetzt an diese tabletten die sie bekommt und setzt da alles drauf die schieben aber das ganze nur bisschen raus. was macht mann jetzt sagt mann ihr es und zieht sie damit noch mehr runter oder schweigt mann und nimmt ihr nicht die letzte hoffnung?
Ich würde meiner Mutter wohl die Wahrheit sagen. Vielleicht will sie in ihrem Leben noch etwas regeln, noch etwas erleben, was sie bislang immer aufgeschoben hat. Natürlich sollte man dann zusammen mit den Ärzten reden. Vielleicht gibt es eine Heilung in absehbarer Zeit. Ich wollte gerne meine letzten Tage richtig erleben und nicht aufeinmal: oh shit, jetzt ist es zu spät!
Also bitte, ich würde ihr sagen, wie die Chancen stehen. Das ist fair. Vertuschen hilft nichts, das wird sie auf jeden Fall merken. Nutzt doch lieber die Zeit und macht Dinge, die sie schon immer machen wollte, aber nie konnte. Es ist sehr schwer, einem Schwerkranken gegenüber so zu tun als wäre nichts. Das bekommen die sofort mit. Ich würde es wissen wollen!

Ich glaube es kommmt auch darauf an, wie deine Mutter so ist... du kennst sie viel besser als wir, und diese Internet-Prognosen -also ich halte nicht viel davon. Trotzdem denke ich das jeder Mensch das recht haben sollte über sich selbst und seine Situation Bescheid zu wissen, es ist doch gemein, und für dich bestimmt auch eine untragbare Situation deine Mutti dauernd anlügen zu müssen. Wenn ihr es schafft, setzt euch gemeinsam mit einem Arzt eures Vertrauens zusammen und redet klartext, bitte nicht auf die harte Tour, aber erklärt ihr ihre Krankheit, eine Prognose würde ich niemals mitteilen, weil die oft nicht stimmen. Versucht das in der Familie gemeinsam zu klären, du wirst diese Last sicherlich auch nicht alleine tragen können. Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute für deine Mutter.
was ist, wenn in 2 Jahren die Fibrose heilbar ist, dann habt ihr umsonst Panik geschoben. Ihr Lebensmut darf auf keinen Fall geschwächt werden, sonst gibt sie sich selbst auf!!!!

Aber ehrlich sein, wenn sie danach fragt.
Und bitte keine Prognosen abgeben, egal, was im Internet steht. Meistens trifft das so gar nicht ein. Niemand kann wirklich sagen, wie lange Eure Mutter noch lebt.
Sehe ich auch so.

Nellina am 20. November 2008 10:20 DH, denn sterben wir sie ja mit oder ohne diesem Wissen da es nicht zu aendern ist.
Mariposa68 am 20. November 2008 10:27 Genau, und wieso unnötig aufregen
Hallo, das ist schon ein starkes Stück. Aber bleib doch bitte bei dem Verhalten, von dem du erwartest, dass es auch dir gegenüber eingehalten wird. Wenn deine Schwester zufällig Informationen bekommen hat, die sie 'absolut vertraulich' zu behandeln hat, sollte sie keinesfalls falsche Konsequenzen daraus ziehen. Sie durfte den Befund eurer Mutter nicht einmal an dich weitersagen. Aber gut, das kann man nachvollziehen.
Das Entscheidende ist, dass allein eure Mutter über das Recht verfügt, das erfahren zu wollen, wonach sie ausdrücklich fragt!!! Ich persönlich habe z.B. (offensichtlich im Gegensatz zu eurer Mutter) in meiner Patientenverfügung ausdrücklich geregelt, dass ich über meinen aktuellen Zustand EINDEUTIG und UMFASSEND informiert werden möchte - auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass dadurch mein Krankheitszustand sich möglicherweise (psychisch oder organisch) verschlechtert. Dies zu entscheiden, ist MEIN RECHT, nicht das der Angehörigen oder der Ärzte. Das heißt, wenn deine Mutter ihre Ärzte nicht eindeutig befragt, sind die Ärzte auch nicht verpflichtet, deine Mutter mit allem zu konfrontieren, was sie evtl. gar nicht wissen möchte!!! Ärzte müssen nur über die Risiken von Behandlungen (OPs u.a. Therapien) deutlich informieren.
Außerdem: 4-6 Jahre sind eine sehr lange Zeit, in der deine Mutter - ohne 'Todesinformation' - evtl. unbeschwerter leben kann als mit dieser Information. Also, was spricht dafür, sie über etwas in Kenntnis zu setzen, was sie evtl. NICHT hören möchte und ihren Zustand sehr wahrscheinlich NICHT verbessert, sondern eher verschlechtert?
Weitere Infos hier: 'Sterbehilfe' www.peterpuppe.de
Bild/er:

Nur dann vorsichtig sagen, daß es eine Heilung schwierig zu sein scheint, wenn sie selbst davon spricht, daß sie nicht glaubt, gesund zu werden, so ähnlich.

Ich würde ihr die Wahrheit sagen, aber auch verweisen das es vielleicht doch noch durch neue Heilverfahren es sich ändern kann.

http://www.gesundheitpro.de/Lungenfibrose-Atemwege-A050829ANONI013194.html .Gegen die Entzündungserscheinungen gibt es Mittel die das Dämpfen. auch auf Pflanzlicher Basis. Es wäre ein versuch wert wenn ihr es möchtet,dann meldet euch bei mit.

Ihr kennt Eure Mutter und wisst sicher am Besten, wie sie reagiert. Finde die Antwort von Agnes sehr interessant. Wenn Eure Mutter damit so einigermaßen umgehen kann, würde ich es Ihr erzählen. Nur nicht gerade jetzt!

Ich bin der Meinung,(Auch wenn sich das Hart anhört) das jeder das Recht hat, das ihm die Wahrheit gesagt wird. So kann man sich jedenfalls auf das schlimmste einstellen und evtl. noch Dinge regeln die besser geregelt sein sollten solange noch Zeit dazu ist. Ich persönlich würde es auch nicht wollen, das ich angelogen werde.

Bevor ihr irgendwas der Mutti sagt, was ihr vielleicht völlig mißverstanden habt,sprecht dringend mit dem Arzt. Kein Arzt wird dich als Tochter anlügen, sondern dir klipp und klar sagen was Sache ist. Und dann kannst du immer noch mit der Mutti sprechen. Deine Schwester ist schließlich Krankenschwester und keine Ärztin und kann das gar nicht 100 Prozent korrekt beurteilen und was man als Laie so glaubt oder liest , muß nicht dem entsprechen, wie es aus ärztlicher Sicht tatsächlich ist.
"vorher hat sie ihn sich natürlich angeschaut" Hallo, habt Ihr schon mal was von Datenschutz und ärztlicher Schweigepflicht gehört? Die gilt auch für Eltern!!! Vielleicht weiß sie es selbst auch schon längst und will Euch nur nicht beunruhigen, schon mal daran gedacht???
malli am 20. November 2008 10:38 es ist unsere mutter! hallo klar schaut mann sich den befund an sie fragt doch meine schwester sowieso was das für eine krankheit ist!
Menschlich auch verständlich, aber trotzdem kann Deine Schwester erheblichen Ärger bekommen, wenn das rauskommt, daß sie in fremde Akten schaut und mit den Leuten redet, was nur dem Arzt zusteht.
Und da es - auch wenn es Eure Mutter ist - sich um eine volljährige dritte Person handelt, ist das eine fremde Akte.

Termin beim Arzt machen und seine Meinung anhören. Danach weiter entscheiden.
Das ist halt ein bisschen blöde mit diesen Durchschnittswerten. Sie kommen ja dadurch zu Stande, dass der eine Patient länger und der andere nicht so lange lebt. Ich denke deshalb, es gibt da gar keine Wahrheit. Jedenfalls nicht die Wahrheit: "du stirbst garantiert in den nächsten vier Jahren". Ich kenne einen Patienten, der angeblich nur noch 4 Wochen zu leben gehabt hätte, jetzt ist diese Aussage 2 Jahre her.

Selber mit den Ärzten sprechen und nebenbei nach alternativen Heilmethoden suchen..Ihr auf keinen Fall die Hoffnung nehmen. Die nächsten Jahre wären dann nur noch Hoffnungslos für eure Mutter. So hat sie wenigstens noch die Hoffnung. Nehmt sie ihr nicht zu früh. Sie wird auf dauer selber merken wenn es nicht mehr geht.

Erstmal so. Wenn Hoffnung auf Heilung besteht, wäre es furchtbar, ihr diese zu nehmen, weil man sich nicht genau informiert hat.

auf jeden Fall! Hab die Erfahrung leider selber machen müssen! Viele Leute geben sich danach total auf!
Wenn es wirklich so ist, verstehe ich aber die Ärzte nicht, warum sie es nicht schon längst gesagt haben. Oder besteht, wenn auch gering, evtl. doch eine Heilungschance? Klärt es nochmal genauestens mit den Ärzten ab und dann schaut, wie ihr damit umgeht. Internet erzählt viel, da würde ich mich bei soetwas auf keinen Fall drauf verlassen.
malli am 20. November 2008 10:35 die sterberate in den nächsten 4 jahren liegt bei 74%; bis 6 jahren bei 87% und 10 jahre 99,9%
Das sind Statistiken und die sagen selten was über den einzelnen Patienten aus. Es kann bei deiner Mutter individuell anders sein. Darum wirklich besser nochmal mit einem Arzt reden, wie es genau bei deiner Mutter aussieht.

Die sollen ihr sagen, wie lange sie noch ungefähr hat, aber an diese zeitangaben kann man sich eh nicht halten. Sie soll es wissen, dann kann sie die letzte zeit mit euch ohne medikamentösen Einfluss noch genießen

Aber ihr nicht irgendwelche Prognosen aus dem Internet sagen. Macht ihr Hoffnung, schliesslich weiss man nie ob es sich nicht doch heilen lässt.

Wenn es Eurer Mutter nicht so gut geht, ist dann ohnehin jemand dabei, wenn sie zum Hausarzt geht? Dann fragt doch mal, ob Eure Mutter einverstanden ist, wenn Ihr (oder eine von Euch) mit in die Sprechstunde geht und schaut dann mal, was der Hausarzt sagt. Sucht ggf. danach nochmal das Gespräch mit dem Hausarzt.
Wie geht es denn DIR damit, dass du das jetzt so erfahren hast? Schau erst einmal, dass du und deine Schwester für Euch den Schock, den Ihr jetzt vielleicht habt (?) verarbeitet. Und seht dann in Ruhe weiter.
Ich wünsch Euch alles Gute, wie auch immer Ihr Euch entscheidet!
Auch mit dem Arzt sprechen. Heute "verheimlicht" man den Patienten eigentlich nichts.

abwarten und selbst mit den Ärzten sprechen

wenn sie die wahrheit weiß gehts ihr noch schlechter. positives denken hat schon so manche krankheiten geheilt. was hättet ihr davon wenn sie wüsste dass sie vielleicht sterben könnte. wirds dadurch mehr?


sclimmer situation!

Was sind das für Ärzte die sagen "Sieht ned gut aus nehmen sie erstmal die Tabletten"? Da muss ein ordentliches Beratungsgespräch her damit Deine Mutter von den Ärzten erfährt was wirklich Sache ist! Ihr seid leien und wisst nicht, was sie hat!
StefanKfg am 20. November 2008 10:23 Ich glaube das war eher die Kurzform da es wohl zulange dauern würde, hier das komplette Gespräch zu schreiben
malli am 20. November 2008 10:24 meine schwester hat gesagt das ist keine seltenheit "wer überbringt schon gerne schlechte nachrichten" sie haben auf ihrer station einige patienten wo sie aus erfahrung weiß das das nicht mehr lange geht und trotzdem sagen die ärzte nur das es garnicht gut aussieht und sie noch dieses und jenes probieren wollen.

Ich würde die wahrheit sagen weil, Wenn es zu spät ist und meine Mutti im Sterbebett liegt und sie angelogen habe Hat sie villy. vorher glücklich gelebt doch im Sterbebett wird sie sehr traurig sein das ich sie angelogen habe
Sagt Eurer Mutter die Wahrheit. Vielleicht hat Eure Mutter ja auch schon eine Vorahnung und ist froh, daß Sie von Euch angesprochen wird. Nehmt Eurer Mutter trotzdem nicht den Lebensmut und seid für Eure Mutter da.
Wenn man ihr die Wahrheit sagt, dann kann sie sich auf den Tod ihres Leibes und auf das ewige Leben ihrer Seele vorbereiten.

Was ist denn falsch daran die Wahrheit zu verschweigen? Wie soll sich die Frau um ihr Leben kümmern, wenn sie von falschen Tatsachen ausgeht. Nur wenn sie weiß, was passieren KANN, wird sie auch entsprechende Wege einschlagen. Stell Dir mal vor, dass sie etwas von einem Medikament erfährt, was sehr gute Ergebnisse erzielt, sie es aber nicht einnimmt, weil es für sie ja, aufgrund der Lüge, nicht in Frage kommt. Logisch ist der mentale Zustand, also die psychische Stabilität sehr zu berücksichtigen, aber ich würde immer mit offenen Karten spielen, sofern ich einen verantwortungsbewußten Menschen vor mir habe. Grüße aus dem Westerwald Günni
Spätstens wenn sie eine RisikoLV abschließen möchte fliegt das auf.
Interessante Meinung. Ist ja was wahres dran.