Frage von Halloaustirol, 34

Würdet ihr es wissen wollen wenn ihr eine unheilbare Krankheit habt?

Wenn zum Beispiel Krebs diagnostiziert wird mit einer Lebenserwartung von zwei Jahren, mit Behandlung vielleicht drei, glaubt ihr ist das Leben dann qualitativ so schlecht weil ihr an nichts anderes mehr denkt das es besser wäre nichts davon zu wissen und einfach in zwei Jahren zu sterben. Oder bereut man es, nichts gewusst zu haben da man sich nicht verabschieden konnte und bis zum letzten Tag seine Wünsche auf später geschoben hat um vielleicht arbeiten zu gehen. Was würdet ihr wollen? Wissen oder nicht wissen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nachdenklich30, 19

Ich glaube, das ist individuell ganz unterschiedlich.

Es gibt Menschen, die können damit umgehen, und es gibt Menschen, die können es nicht.

Für meinen Teil möchte ich es wissen.

Zum einen: Ich bin doch nicht blöd.

Wenn der Arzt bestimmte Behandlungen anfängt, dann mache ich mir doch meine Gedanken und frage nach.

Zum anderen: Ich möchte selber bestimmen, womit ich behandelt werde und womit nicht, wenn ich noch halbwegs denken kann.

Der Arzt soll mich gut beraten, aber die letzte Entscheidung muss ich selber treffen können.

Und dann geht es ja nicht nur darum, sich verabschieden zu können, sondern auch darum, dass Dinge zu erledigen und zu regeln sind. Manche brauchen ihre Zeit.

Wenn Du mal miterlebt hast, wie jemand innerhalb von 10 Tagen nach Diagnose verstorben ist, und ihm die Zeit weggelaufen ist, dann möchtest Du diese Zeit auch haben und nutzen können.

Und vielleicht tun sich in dieser Zeit Behandlungsmöglichkeiten auf, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Ein guter Bekannter ist an einer Hepatis C gestorben. Nur wenige Jahre später gab es entsprechende Therapien. Er musste davon wissen, um nicht andere Menschen zu gefährden. Er hat eine Entscheidung getroffen, die sich im Nachhinein als die falsche heraus gestellt hat. Da steckt man nicht drin. Aber er hat sie selber treffen können.

Antwort
von nowka20, 9

natürlich, um alles für die nachwelt zu ordnen

Antwort
von Giovanni47, 13

Schwierig. Als Antwort auf diese Frage hier sicher mit "ja". Sollte ich aber tatsächlich mal in diese Lage kommen, da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher.

Antwort
von JTKirk2000, 15

Wenn ich mit einer unheilbaren Krankheit infiziert bin, mit der ich andere infizieren könnte, würde ich es wissen wollen. Könnte ich niemanden damit infizieren, würde ich es nicht wissen wollen, selbst wenn ich aufgrund einer solchen morgen sterben würde, denn sterben werden wir vermutlich ohnehin alle irgendwann.

Antwort
von petrapetra64, 13

Ich möchte das unbedingt wissen, ich würde mein Leben dann ganz anders organisieren und leben und nicht verschwenden mit Sachen, die ich nicht gerne mag. Ich würde nicht mehr arbeiten gehen und reisen und meine Zeit nutzen, die mir bleibt. 

Es wäre doch schrecklich, die kurze Zeit, die man hat mit Arbeiten, Sorgen um Geld und Rente vergeudet. Mit dem Wissen des baldigen Anlebens kann ich auch für meine Kinder entsprechend planen und ihnen die Zeit danach erleichtern. 

Es gibt aber auch Menschen, die würden an ihrem Leben nichts ändern und alles so lassen, wie es ist. Die wollen es wohl nicht unbedingt wissen.

Antwort
von DoktorGeist, 16

Lieber wissen wollen und mit freunden und familie die zeit planen statt mitten im leben rausgerissen zu werden.

Antwort
von eni70, 15

Nun du nennst Krebs als Beispiel, ich denke es kommt sehr drauf an, was man bekäme. Eine Krankheit,die unbemerkt abläuft und dich zack nach 2 Jahren aus dem Leben kickt ist as anderes als Ein Erkrankung,die 2 Jahre lang intensiv behandelt werden muss.

In sofern ist deine Frage nicht so zu beantworten.

Wenn du den Todeszeitpunkt meinst, an dem man ohne fühlbare Einbußen "zack" stirbt, ist es was anderes. 

Antwort
von Zischelmann, 10

Lieber nicht wissen

Antwort
von bachforelle49, 14

wenn du nicht weißt, weil du nicht informiert worden bist oder nicht umfassend genug (Tragweite..) oder weil du es gar nicht (wissen) willst (und erkundigst dich nicht entsprechend danach..), dann belügst du dich selbst - es kommt also einer (Lebens)lüge gleich, weil du dir was vormachst..

es wird und würde dir die Zeit fehlen, dich entsprechend (darauf) vorzubereiten und wohl auch zum Abschied(nehmen)

es ist schon wichtig, daß du es weißt, denn dann bleibt dir wenigstens dieser letzte Rest von Erkenntnis und Tapferkeit - dir selbst gegenüber und vor der Unendlichkeit, denn du kehrst ja nur in den Urzustand zurück, der auch vor der Geburt bestand, nur mit dem Unterschied, daß du jetzt deine Lebenserkenntnis hast, sozusagen eine Erweiterung deines Geistes, das wird dir weiterhelfen

Antwort
von realsausi2, 11

Als jemand, der seinen Krebs hinter sich hat, muss ich sagen, dass das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, nicht zu wissen, was man hat.

Keine Wahrheit kann so schlimm sein wie Unwissenheit.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Als jemand, der seinen Krebs hinter sich hat, muss ich sagen, dass das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, nicht zu wissen, was man hat.

Das hatte ich auch schon, aber dennoch kann ich Deinem zweiten Absatz nicht zustimmen:

Keine Wahrheit kann so schlimm sein wie Unwissenheit.

Um am Beispiel von Krebs zu bleiben, ist die Wahrheit, wenn man einen bösartigen, unbehandelbaren Tumor, wo der Krebs bereits im Endstadium ist, eine Operation viel zu riskant und dennoch egal ob mit oder ohne Behandlung der Tod kurz bevor steht, aber der Patient noch eine recht gute Lebensqualität hat, dann wäre die Wahrheit in der Tat schlimmer, denn auch wenn der Patient unwissend wäre, würde er sich nicht direkt unwissend fühlen.

Unwissenheit nimmt man nur dann war, wenn man beispielsweise eine Person oder einen Gegenstand vermisst und nicht weiß, wo dieser ist oder ob es diesen noch gibt, was vor allem dann schlimm ist, wenn es sich um eine geliebte Person handelt.

Kommentar von realsausi2 ,

dann wäre die Wahrheit in der Tat schlimmer,

Natürlich würde jemand, der in Hinsicht auf seinen Status belogen würde, dies nicht als Defizit empfinden. Mir wäre das aber eine grausame Vorstellung.

Ich würde mein Leben unter einer falschen Flagge führen. Das ist der Supergau und schlimmer als die Krankheit selbst.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Lieber würde ich mein Leben aufgrund einer falschen positiven Diagnose bzw. Auskunft noch einige Zeit genießen können, bis es irgendwann vorbei ist, wenn es ohnehin von Anfang an keine Chance auf Heilung gibt, als wenn ich wüsste, dass ich bald sterben werde und mich die ganze Zeit nur damit befassen könnte, dass ohnehin bald alles vorbei ist. Sterben wird jeder irgendwann, aber das bedeutet deshalb noch lange nicht, dass man ständig daran denken sollte, denn wer kann dann noch sein Leben genießen, wenn man ständig daran denkt, dass man sterben wird?

Kommentar von realsausi2 ,

Jedem Kind sein Schnuller.

Mir wäre es Betrug, wenn ich nicht die ganze Wahrheit wüßte.

Hierin zeigt sich vielleicht auch die Disposition, die wir jeweils gegenüber Göttern haben. Was für Dich Gottesferne ist ist für mich Faktenferne. Ein unerträglicher Zustand.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Mir wäre es Betrug, wenn ich nicht die ganze Wahrheit wüßte.

Weißt Du sie denn, die ganze Wahrheit? Weißt Du, wann Du an welcher Krankheit leiden wirst, wann an welchem weiteren Leid, wann Du sterben wirst und so weiter? Ich weiß es nicht, soweit es mich oder jemand anderen betrifft. Ich denke in dieser Hinsicht auch an dem Film "Dogma" wo Jesus dem 13. Apostel Rufus die Lebenslust damit genommen hat, dass er ihm sagte, dass sie sich in drei Jahren (oder so ähnlich) wiedersehen würden.

Hierin zeigt sich vielleicht auch die Disposition, die wir jeweils gegenüber Göttern haben. Was für Dich Gottesferne ist ist für mich Faktenferne. Ein unerträglicher Zustand.

Sicher bin ich ein Christ (zumindest sehe ich das so, andere mögen daran zweifeln, was mich aber nur peripher tangiert), aber ich interessiere mich ebenso auch für Physik und habe insbesondere auf ein ewiges Dasein, geistige Gaben und die Möglichkeit von Wiedergeburt vor allem im Kontext zueinander einen ganz eigenen Glauben. Bezogen auf mein Interesse für Physik schätze ich ebenfalls Fakten, aber eben genau diese, also nachweislich korrekte Daten und nur solche allein. Auswertungen von Daten sind bereits keine Fakten mehr, sondern Interpretationen solcher. Fakten lügen nicht, sondern zeigen mittels der jeweils gegenwärtigen Möglichkeiten zur Beweisfindung die Wahrheit auf. Dennoch gab es immer wieder Irrtümer in der Entwicklung der Wissenschaft(en), nicht weil die Fakten gelogen haben, sondern weil sie fehlinterpretiert wurden, weil man von falschen Vorstellungen ausging oder weil man (seine oder bestehende) Ansichten so glorifizierte, dass man durch Interpretationen Fakten mit entsprechenden Ansichten in Einklang zu bringen versuchte. Fakten sind mir wichtig, genauso wie mein Glaube an Gott, an Wiedergeburt, an ein ewiges Dasein, an ein Wiedersehen im ewigen Dasein insbesondere sich liebender Personen, aber von Glorifizierungen von Ansichten über das Maß ihrer grundlegenden Fakten hinaus halte ich rein gar nichts. 

Beispielsweise gibt es an anderer Stelle (zu einer anderen Frage) mal wieder die Unterhaltung, dass die Inaktivität des Gehirns in Folge des Hirntodes für eine andere Person eindeutig dafür ist, dass das Bewusstsein eines hirntoten Körpers (Wesens) nicht mehr existiert, während ich in dem Faktum, dass das Hirn keine nachweisbaren Aktivitäten mehr aufzeigt nur darin sehe, dass das Bewusstsein das Gehirn auf irgendeine Weise verlassen hat, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Bewusstsein nicht mehr existiert. Sicher mag es keine Anzeichen geben, dass ein Bewusstsein ohne Körper nicht existieren kann, aber es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass ein Bewusstsein ohne Körper nicht existieren kann, ebenso wie es keine Anzeichen dafür gibt, dass der irdische Körper eines Wesens der eigentliche Körper desselben ist, sondern allenfalls der dieses Wesens in der uns bekannten Realität. 

Kommentar von realsausi2 ,

Weißt Du, wann Du an welcher Krankheit leiden wirst, wann an welchem weiteren Leid, wann Du sterben wirst und so weiter?

Das ist ja nicht der Punkt. Die Zukunft ist immer ungewiss. Es geht mir um eine nach allen Möglichkeiten der (ärztlichen) Kunst genaue Erfassung des Status Quo. Prognosen sind da nicht so interessant. Ich kenne Manche, die dem Verfallsdatum der Mediziner ein Schnäppchen geschlagen haben. Wie ich auch.

dass das Bewusstsein das Gehirn auf irgendeine Weise verlassen hat,

Was ja nun an einem eklatanten Mangel an Fakten krankt.

es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass ein Bewusstsein ohne Körper nicht existieren kann,

Hmm, vielleicht, dass noch niemals ein solches angetroffen wurde?

Was Du an weiteren Einlassungen vorbringst, steht in eklantem Widerspruch zu den Erkenntnissen der Evolutionsthoerie, der Biologie und der Physik.

Das hat nicht mehr Gehalt als würde ich sagen, unser Bewußtsein wird durch einen Comiczeichner auf Regula 7 geschaffen und per kosmischer Rohrpost verschickt.

Antwort
von Virginia47, 17

Ich würde es wissen wollen.

Antwort
von MiaMaraLara, 13

Ich würde es wissen wollen.

Antwort
von JoachimWalter, 4

Ja...

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