Frage von lindgren, 105

Würdet ihr einen 10-jährigen Hund mit fortgeschrittener Spondylose mit allen Mitteln am "Laufen" halten?

Hi an alle. Meine Freundin hat einen Colliemischling (ich selbst habe eine echte Colliehündin mit dem gleichen Problem - aber noch nicht so schlimm).

Der Hund meiner Freundin leidet an fortgeschrittener Spondylose und ist schon über 10 Jahre alt. Jetzt kommt der Hund hinten nicht mehr hoch, manchmal nässt er ein. Schmerzen hat er sowieso. Sie gibt ihm Medikamente gegen die Entzündung und Schmerzen - welches auch mit Nebenwirkungen verbunden sind. Die Dosierung steigt kontinuierlich.

Da ich selbst auch einen Hund mit der gleichen Problematik habe, sie ist 9 - mache ich mir jetzt schon Gedanken. Auch mein Hund erhält Medikamente gegen die Schmerzen und Entzündung, jeden 2. Tag eine halbe Tablette. Vorher war es nur 2x die Woche eine halbe Tablette. Ich merke schon, dass sie wieder schlechter hoch kommt und mit den Hinterpfoten anfängt zu schlurfen.

Mit meiner Freundin habe ich darüber gesprochen und meinte, dass ich meinen Hund einschläfern lassen würde, sollte sie nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können.

Meine Freundin hingegen wird ihren Hund mit allen Mitteln behandeln lassen und auch eine OP versuchen.

Das muss jeder für sich entscheiden, aber jetzt bin ich verunsichert. Ich bin eher der Meinung, dass man ab einem bestimmten Alter des Tieres (ab 10 Jahren bei meiner Hündin) nicht mehr alles dem Tier antun sollte. Eine Spondylose ist nicht heilbar. Meine Hündin erhält regelmäßig Akupunktur und auch eine Physiotherapie.

Bin ich da zu engsichtig? Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Berni74, Community-Experte für Hund, 65

Ich habe bei meiner Spondy-Hündin sehr gute Erfahrungen mit Goldakupunktur gemacht (http://www.vierbeiner-rehazentrum.de/medizinisches-angebot/goldimplantation.html).

Sie war von einem Tag auf den anderen schmerzfrei. Und auch die Weimaraner-Hündin eines Freundes hatte nach der GI von Herrn Dr. Zohmann nie wieder Beschwerden. Das wäre vielleicht eine Alternative für Deine Maus.

Bezüglich des Hundes Deiner Freundin - wenn er sonst gesund ist, würde ich an ihrer Stelle dies auch versuchen. Eine OP selbst würde ich nicht machen.

Wenn dem Hund auch mit Goldakupunktur nicht zu helfen ist, würde ich ihn von seinen Schmerzen erlösen.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 75

Akku hilft, Physiotherapie hilft (außer schwimmen) das machst du ja schon.

Kräuter helfen auch sehr viel besonders Brennessel ist da ein sehr brauchbarens Kraut.

Ich wäre bei solchen Sachen immer nach TA gleich mal beim THP.

Ich habe zufällig auch einen LH Collie und ich hoffe ja nicht, das sie das irgendwann auch mal bekommt. In ihrer Linie ist zumindest nichts drin.

Solange der Hund noch aus eigener Kraft aufstehen kann ja - wenn gar nichts mehr geht, muß man sich überlegen wohin das noch max. führen kann.


Antwort
von MiraAnui, 52

schwer.. ich würde erstmal meine Physiotante aufsuchen und hören was sie meint, ob es sinn hat oder nicht.

und dem entsprechend handeln gibt ja Akku, Blutegel, massagen etc.

Sollte alles versagen und der Hund schmerzen haben muss man ihn erlösen

Antwort
von Undsonstso, 54

Nein, das bist du nicht....

Ich kann beide Sichtweisen (deine und die deiner Freundin) nachvollziehen und akzeptieren.....

Ich denke, beide Wege sind für den Menschen eine psychische Belastung.

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