Frage von MessagefromA, 116

Würdet ihr dieses Problem ansprechen?

Hallo liebe Community,

in letzter Zeit bin ich extrem genervt. Die Besitzerin meiner RB hat sich 4 Jahre nicht um ihr Pferd gekümmert und ich habe alles alleine gemacht, musste misten mit einer gebrochenen Hand weil sie es nicht geschafft hat ihren Hintern in den Stall zu bewegen, da sie Zitat "Mit den Menschen nicht klar kommt". Nun haben wir den Stall gewechselt und auf einmal fällt ihr wieder ein, das sie ein Pferd hat und behauptet nun, dass sie die ganze Arbeit mit dem Pferd gemacht hätte, was mich extrem aggressiv macht vor allem weil ich das getan habe, NICHT SIE.

Ich bin kurz davor alles hinzuwerfen wenn sie nicht bald ihr Verhalten ändert. Das Problem dabei ist, das ich dieses Pferd haben will, es ist einfach mein Seelenpferd. Es sind noch so einige Dinge vorgefallen die mich extrem nerven, genauso das sie das arme Tier in unserem alten Stall hätte verkümmern lassen, hätte ich sie nicht noch dazu überredet, den Stall zu wechseln. Sie hatte keine Sachen für das Pferd und ich musste alles selbst kaufen. Vor kurzem ist mein Sattel dann kaputt gegangen und ich habe einen neuen gekauft und nach einer Woche meinte sie rumheulen zu müssen, weil sie ja so gerne wieder reiten will (was sie die letzten 4 Jahre als nicht so wichtig empfand).

Ich will das Pferd ungerne wieder abgeben, vor allem da ich mir in der Ausbildung kein eigenes Pferd anschaffen will, ich kenne das Risiko da ich schon immer eigene Pferde hatte seit über 16 Jahren.

Ich weiß nicht ob ich dieses Thema ansprechen sollte, am Ende schmeißt sie mich dann vom Hof und mein Pferd ist futsch. Würdet ihr das Thema ansprechen oder 'sich auf die Zunge beißen'?

Was würdet ihr tun?

Viele Grüße MessagefromA

Antwort
von Unwissend123321, 35

Ich würde das auch so nicht mitmachen...Undank usw., wurde ja schon gesagt. Keine Ahnung, was besser ist, ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende, wenn Kauf keine Option ist.

Ob du nun gleich kündigen solltest, wenn du so an dem Pferd hängst, weiß ich nicht (was ja das Ende mit Schrecken wäre) oder du es ansprechen solltest und evt. fliegst...wäre nur die Hoffnung, dass du sie vielleicht wieder ein bisschen auf den Teppich holst, die Hoffnung stirbt zuletzt (aber meist stirbt sie in solchen Fällen).

Schweigend schluckend, damit wirst du sicher nicht glücklich. Seelenpferd hin oder her..gibt viele tolle Pferde, früher oder später (je nachdem, wie schnell du dich auf ein neues einlassen kannst/willst) findest du eins von diesen tollen Pferden und kannst einem anderen die Chance geben, ebenso ein Seelenpferd zu werden. Dabei eben nur nicht den Fehler machen, zu vergleichen und einen Ersatz darin zu suchen. Ein neues Pferd hat neue Characterzüge, die sich ins Herz schleichen.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 47

ich weiss - es hört sich total blöd an...

ein ende mit schrecken ist besser als ein schrecken ohne ende.

es ist besser, du kündigst die rb - fristlos. rausschmeissen wird sie dich sowieso irgendwann.

undank ist der welt lohn. wenn die pferdebesitzerin ein problem mit menschen hat, bist du davon nicht ausgenommen. wenn sie mit ihrer eigenen psyche nicht klarkommt, kannst du nichts dafür.

räum deine sachen aus dem spind und verkrümel dich damit. und leg den zettel mit der kündigung rein. 

ich weiss - es erfordert unendlich mumm. aber es ist nun mal nicht dein pferd. du wirst immer den kürzeren ziehen. du könntest versuchen, am alten stall eine neue rb zu finden - dort kennt man dich.

mag sein, du glaubst mir nicht, aber tatsächlich kann fast jedes pferd ein seelenpferd werden. es gibt nur ganz wenige pferde, zu denen man dieses besondere verhältnis nicht findet.

Kommentar von MessagefromA ,

Oh doch, glaube ich dir :) Meine alte Stute habe ich am Anfang gehasst und nur behalten aus schlechtem Gewissen meinen Eltern gegenüber und wir sind bis zum Ende ein Dreamteam gewesen, ich bereue es nicht einmal das ich gekämpft habe :) 

Nein, sie hatte Probleme mit den Menschen im Stall, hat das Pferd aber 6 Jahre da stehen lassen, wo ich mir auch nur denke ist klar.

Ich bin wirklich versucht ihr einfach alles an den Kopf zu knallen und zu gehen, weil ich einfach so genervt bin davon und von ihrem ganzen Verhalten. Allerdings weiß ich genau das es wieder Ewigkeiten dauern würde, eine neue RB zu finden, worauf ich auch keinen Bok mehr habe. Ich wollte die RB als Übergang und nicht für immer, da ich es gewöhnt bin ein eigenes Pferd zu haben. 

Also ist dies auch nicht die Ideal-Lösung gewesen.  

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 43

O weh - das hört sich für mich an, als hättest Du es mit einer Psychopathin zu tun.

Da redet man am besten so wenig wie möglich- solche Menschen drehen einem sowieso das Wort im Mund herum, und wenn es hoch kommt, hast Du am Ende noch einen Prozess am Hals.

Wenn Du mich fragst: Entweder machst du eine Ende, oder Du trägst es mit Fassung und Mitleid. Die Person kann einem nämlich irgendwie schon leid tun. 

Wenn Du Glück und gute Nerven hast, kannst .du es vielleicht auch " aussitzen". Möglicherweise ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder die Lust verliert und sich wie im alten Stall kaum mehr blicken läßt. Nur, das sagt sich natürlich  aus der Ferne leicht - wenn man das nicht tragen kann( was ich sehr gut verstehen würde), wäre es wohl Zeit, Abschied zu nehmen.

Dankbarkeit darfst du nie erwarten - sei Du für dich dankbar, dass du eine schöne Zeit mit dem Pferd  hattest, und lass es gut sein. Sonst machst Du dich nur kaputt...

Ich kenne das gut. Man rackert sich ab, und wird am Ende mit Schimpf und Schande davon gejagt. Wichtig ist, dass man immer noch aufrecht in den Spiegel schauen kann, weil man weiß, dass die, die einen beschimpfen, das nur tun, um ihr eigenes schlechtes Gewissen zu beschwichtigen.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und viel Kraft!

Kommentar von stracciatella33 ,

Ich stimme dir zu - aber gleich von "Psychopathin" zu sprechen, finde ich ein wenig übertrieben.. ;)

Aus den Schilderungen lässt sich vermuten, dass sie wohl kein allzu einfacher und umgänglicher Mensch ist und wohl auch ein etwas falsches Selbstbild hat - aber mit Psychopathie hat das dann noch noch nichts zu tun, das ist eine schwerwiegende psychiatrische Krankheit (!) und kein Charaktermerkmal... ;)

Eigentlich bin ich kein "Besserwisser" - allerdings verlieren Begriffe wie schizophren, depressiv, psychopathisch usw. ihre Bedeutung (alles sind Krankheiten, mit denen es nicht leicht ist, zu leben und die einen in den Wahnsinn treiben können), wenn sie so leichtfertig benutzt werden.

Off Topic Ende :D

Kommentar von Urlewas ,

@ stratialtella

Danke für den Hinweis.

Nun, der erste Teil meines Satzes zeigt ja, das es sich hier lediglich um meinen persönlichen Eindruck handelt. Die Unterscheidung zwischen psychischen Krankheiten, Persönlichsstörungen  oder bloßen Charakterzügen steht mir natürlich in keinster Weise zu. Meine Erfahrung als " Normalo", also kein Psychofachmann in irgendeiner Form, ist einfach, dass es überhaupt keinen Sinn hat, mit solchen Menschen zu diskutieren. Und dass es sich dabei oft um Personen handelt, die professionelle Hilfe gut gebrauchen könnten.

Tut mit leid, wenn das mißverständlich klang - er ging mir darum, es der Fragestellerin zu erleichtern, damit umzugehen. Weil ich auch ohne großen Sachverstand aus eigener Erfahrung weiß, wie verstörend das Verhalten solcher " Machtmenschen" ( wie ich das jetzt halt mal nenne), sein kann.

Und ja - umgangssprachlich wird mancher Begriff zweckentfremdet. Ob das ok ist, empfindet jeder anders...

Antwort
von Michel2015, 8

Den Text etwas umformuliert aber direkt die Besi mit diesen Inhalten konfrontieren.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Entweder sie ist ein denkender Mensch oder 2. Sie ist nur emotional gesteuert, dann hättest Du allerdings verloren.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 43

Was willst du denn mit ihr besprechen. Ihr sagen, wie nachlässig sie ist? Oder War? Das gibt doch nur Ärger. Was gewesen ist, ist gewesen. Du könntest ihr sagen, dass du heute, ab sofort, einiges anders haben willst. Konkret werden. Mehr kannst du nicht tun.

Antwort
von sunnysammy, 34

Wenn du das Pferd nur für dich haben möchtest dann kauf es.

Wenn nicht, dann sprich mit ihr und schafft klare Verhältnisse. Egal was in der Vergangenheit war, stellt klar wer was macht und wer wofür zuständig ist. Sprich mit ihr und sag ihr dass dich die momentane Sitation verwirrt, weil du seid dem Stallwechsel nicht mehr weißt wer wofür zuständig ist.

Kläre ganz klar, an welche Tagen du reitest und wann sie reitet, was du mit dem Pferd tun darfst (longieren, reiten, ausreiten, Turniere oder nicht etc.) und was nicht, was zu deinen Aufgaben gehört wenn du da bist (stall ausmisten, Pferd auf die Koppel holen etc.) und was nicht und was mit dem Zubehör ist. Also wer die Kosten übernimmt wenn etwas kaputt geht, wer die Rechnung für den Sattler trägt etc. Sag ihr das du noch in der Ausbildung bist und deswegen keine unkalkulierbar hohen Kosten für Ausrüstungsgegenstände (z.B. Sattel) haben kannst und wissen musst was auf dich zu kommt.

Überleg dir vorher mit welchen Antworten und Regelungen du umgehen kannst und mit welchen nicht.

Wenn das gut geht hast du vielleicht eine Chance nochmal einen Neuanfang mit der Besitzerin zu machen ohne wieder in die Gefahr zu geraten ausgenutzt zu werden.

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