Würdet ihr das schon "Depression" nennen?

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7 Antworten

Wie du schon richtig erwähnt hast, ist keine Ferndiagnose möglich. Eine zuverlässige Diagnose erstellen kann nur eine Fachperson, also ein Psychiater oder Psychologe.

Dennoch können wir dir hier Anhaltspunkte geben, damit du selbst einschätzen kannst, ob du eine solche Fachperson aufsuchen solltest oder nicht. Meine Zeilen sind also als rein objektiver Gedankenanstoss zu werten.

Damit es zu einer Diagnose "Depression" kommt müssen bestimmte objektive Kriteren "erfüllt" werden. Diese sind im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 (also auch dem Handbung für Erstabklärungen von Fachpersonen) festgehalten. Für eine Depression müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome während mind. 2 Wochen dauerhaft (also ohne Unterbruch) in ausreichender Stärke vorhanden sein.

Hauptsymptome gemäss ICD-10:
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Stimmungseinengung bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10:
- Schlafstörungen
- Veränderter Appetit
- Suizidgedanken
- Schuldgefühle
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Negative Zukunftsperspektive bzw. Hoffungslosigkeit

Anhand dieser Kriteren kannst du selbst abschätzen ob du Depressionen hast oder nicht, doch wie gesagt, wirklich diagnostizieren kann dies nur eine Fachperson.

Hier findest du mehr zu den Diagnosekriteren, der Einteilung in leichte, mittelschwere und schwere Depressionen und ein guter Artikel wie sich Depressionen für Betroffene anfühlen: http://deprimed.de/depressionen/

Wenn du unsicher bist, wende dich an eine Fachperson. Du kannst dich auch zuerst an deinen Hausarzt wenden, welcher erste Abklärungen trifft und nicht je nachdem an eine Fachperson überweisst.

PS: Ich selbst leide unter schweren Depressionen

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Psychologen aufsuchen und vielleicht mal zu einer Selbsthilfegruppe für trauernde Angehörige gehen. Du träumst davon, aber vielleicht ist es auch nur die Angst vor dem Tod und die Bewältigung des Todes an sich. Also quasi die Verlustangst von geliebten Menschen. Suche wirklich mal einen Psychologen auf. 

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Hallo, du beschäftigst dich mit sehr vielen negativen Gedanken und deshalb  hast du wahrscheinlich auch diese grässlichen Albträume. Ich würde nicht sagen, dass es direkt eine Depression ist, aber du hast schlimmes erlebt und kannst das wahrscheinlich nicht verarbeiten. Dadurch ist irgendetwas in deiner Psyche gestört. Du solltest dir professionelle Hilfe suchen bei einem Therapeuten/Psychologen. Der wird dir am besten helfen können, deine Gedanken und dein Empfinden zu klären.

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Ich würde das als relativ normale Trauerphase plus Pubertät einstufen.

Aber da ich kein Arzt oder Therapeut bin, würde ich dir raten mal zum Arzt zu gehen und das abzuklären.

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Klingt zumindest nach einer depressiven Phase, ich würde dir daher raten dich einmal psychologisch untersuchen zu lassen.

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Das könnte nichtmal ein Arzt so festellen. Such einen psychologen auf. Alles andere bringt nichts.

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Hallo lilly981,

leider ist in der Tat keine Ferndiagnose möglich. Ich weiß nicht wie alt Du bist, kenne Deine Vorgeschichte nicht und habe nur Deine Worte - daraus kann niemand hier eine Diagnose erstellen, bitte verstehe das.

Was ich aber aus Deinem Text lesen kann: Du bist gerade unglücklich, hast ein intensives Erlebnis hinter Dir und fühlst Dich alleine. Was Dir helfen könnte, wäre darüber zu reden. Es gibt verschiedene Stellen, an die Du Dich wenden kannst:

Zunächst Familie, Schulkameraden oder Kollegen/innen je nach Alter, Telefonseelsorge etc. oder weiter hier schreiben :)

LG

Buddhishi

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