Frage von fragensindwow, 22

Würden wir jetzt 200-500 Jahre vor leben?

Wenn die Germanen nicht die römische Städte zerstört hatten und sie das nutzen würden, was die Römer besaßen? Denn wie wir wissen, haben Germanen in Hütten gelebt, die Römer in Häuser, konnten kompliziert Bauwerke bauen, hatten fußheizung und und und... Nachdem der römischereich gestürzt ist, haben die Germanen ja alles was den Römer gehört hat zerstört und haben weiterhin in Hütten gelebt (mit einem Zimmer). Es hat ja einige Generationen gedauert bis die Germanen auf die Idee kamen, ein zweites Zimmer zu bauen indem man z.b schläft und wie man den Rauch der Flammen nach draußen leitet

Antwort
von Pudelcolada,

"Die" Germanen haben weder römische Städte noch die römische Infrastruktur zerstört. Du musst bei Germanen immer den einzelnen Stamm betrachten. Die Franken etwa waren ursprünglich rechtsrheinisch, setzten dann mit römischer Genehmigung über und bildeten einen Großteil der Bevölkerung in um Trier und Aachen. Nach dem Rückzug Roms übernahmen die Franken, die zu diesem Zeitpunkt nur noch den Namen mit ihren germanischen Vorfahren gemeinsam hatten, die komplette römische Verwaltungs- und Versorgungsstruktur. Darauf bauten sie dann ihr fränkisches Reich auf, dass dem römischen direkt folgte.

Die Bevölkerung rund um das römische Rheinkastell im heutigen Köln bestand größtenteils aus Ubiern, die ebenfalls den Fluss überquert, sich unter röischen Schutz begeben hatten und sozusagen römische Bürger "light" waren.

Die Friesen waren schon sehr früh erfolgreiche Kaufleute und Flussschiffer, die den Rhein von der Mündung bis zum Oberlauf befuhren und Schwung in den Handel brachten.

Der Rhein war nun mal die Grenze, und die gefürchteten Überfälle auf römische Siedlungen waren keineswegs heroische Befreiungskriege, sondern einfach Raubzüge von Benachteiligten aus dem Hinterland, die auch mal ein Stück vom Kuchen abhaben wollten, oder die von der beginnenden Völkerwanderung in Richtung Westen geschoben wurden und eine neue Heimat suchten.

Leider existiert immer noch dieses Märchen vom edlen Germanen, der trotzig Rom die Stirn bietet und lieber mit dem Schlammschieber im Boden kratzt, als in die Sklaverei zu gehen. Nur dass weder die Germanen noch Rom so funktioniert haben.

Antwort
von FahrradLecker, 15

Falsch, Falsch und nochmals Falsch. 

Das römische Reich befand sich schon in einer Krise, bevor die Westgoten Rom geplündert (und nicht zerstört) haben. Rom war schon wirtschaftlich, kulturell, sozial und militärisch am Ende bevor die Goten auch nur einen Fuß in Rom gesetzt haben. 

Kommentar von piobar ,

richtig.

Kommentar von piobar ,

Ergänzend dazu kann man anhand der Stadt Trier in Deutschland sehen, dass die damalige ansässige Bevölkerung eigentlich mit Rom und den Römer harmoniert hat bis zu einem gewissen Punkt.

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