Frage von bluemchen721, 137

Würde Trump als Präsident seine Ankündigungen umsetzen?

Was meint/wisst ihr? Seht ihr ihn als eine echte Gefahr oder eher als einen Kasperle, der nur Aufmerksamkeit sucht und mit wilden Parolen um sich schmeißt?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 24

Würde Trump als Präsident seine Ankündigungen umsetzen?

Jeder Präsident der USA ist Marionette der eigentlich Mächtigen. Auch Trump, sollte er Präsident werden.

Was er also ankündigt, ist das Eine. Was er später auch umsetzt (auch der US-Präsident braucht dazu Kongress und Senat), steht auf einem ganz anderen Blatt.

Denke nur an Obama, der selbst an einer so simplen Sache, wie der Schließung eines völkerrechtswidrigen Gefängnisses brachial scheiterte, obwohl das zwei Mal eines seiner großen Wahlkampfthemen war...

Seht ihr ihn als eine echte Gefahr

Nein. Trump ist ein Narzisst, liebt also die Selbstdarstellung. Ihn interessieren politische Ziele genauso wenig, wie einst Bush jr. 

Und es muss ihn auch gar nicht interessieren, denn das, was er zu sagen hat, bekommt er souffliert. Darüber hinaus wird ihm genug Freiraum zum Posen bleiben.

oder eher als einen Kasperle, der nur Aufmerksamkeit sucht und mit wilden Parolen um sich schmeißt?

Wahlkämpfe in den USA sind sehr persönliche und emotionale Spektakel, die von der politischen Wirklichkeit komplett abgekoppelt sind.

Stelle es dir wie einen Jahrmarkt vor: Der ist auch nicht repräsentativ für die Stadt, in der er stattfindet.

Trotzdem braucht dieser Jahrmarkt massive Aufmerksamkeit, weil die eigentlichen Entscheidungen in kürzester Zeit - nämlich bei der Vorwahl und bei der darauf folgenden Wahl - fallen. Weder davor noch danach braucht es derartige Aufmerksamkeit. Und die Tagesroutine der Stadt ist dann schnell wieder gewöhnlich, langweilig und für die meisten Menschen völlig uninteressant...

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Die Leute wählen ihn letztlich aus dem gleichen Grund, aus dem die AfD hierzulande so einen Hype erfährt: Er ist ein Außenseiter. Er ist ein Stachel im Pelz der korrupten etablierten Parteien. Die Leute wollen durch ihn ihre Unzufriedenheit mit dem aktuellen System ausdrücken.

Dabei ist ihnen weitgehend egal, womit er die erforderlichen Stimmen bekommt. Und deshalb kann Trump auch mal behaupten, dass er die Reichen höher besteuern wird (etwa bei Wahlkampfveranstaltungen in ärmeren Gegenden); und mal behaupten, dass er die Wirtschaft fördern will (etwa bei Wahlkampfveranstaltungen in wirtschaftsstärkeren Gegenden).

Bei uns kommen davon immer nur winzige Splitter an, weil natürlich mal dies und mal das sauer aufstößt und sich als Titel für eine Zeitung eignet. Und das wiederum liest, siehst und hörst du dann und glaubst, das wäre ein realistisches Abbild des Wahlkampfes...

Antwort
von Dampfschiff, 17

Ich halte ihn für brandgefährlich. Selbst wenn man unterstellt, dass er nicht ganz so unverständig ist, wie er öffentlich tut, und selbst wenn man unterstellt, dass er eigentlich nur Erfüllungsgehilfe für mächtige Lobbyistenvereine ist, glaube ich trotzdem, dass ein Mensch wie er, wenn er wirklich zum Staatschef der wirtschaftlich und militärisch stärksten Nation der Welt gewählt werden sollte, dem Weltfrieden massiv schaden kann.

Ganz besonders dann, wenn in anderen mächtigen Nationen ebenfalls Menschen zum Staatschef wurden/noch werden, die ebenfalls dermaßen "auf den Putz hauen".

Antwort
von RageMode, 56

Trump ist der Präsident den Amerika verdient aber nicht der den es braucht

Das Problem ist das Amerika zu einer Art Weltmacht gemacht geworden ist und wenn jetzt ein Hampelmann meint er müsse Chef spielen ohne zu wissen was er da tut kann erstmal alles passieren. Allerdings kann es auch sein das Trump erstmal alle abschrecken soll damit alle zufrieden sind wenn es jemand anders wird. Eine Gefahr stellt er erstmal so oder so dar.

Kommentar von MaxNoir ,

Ich kann deinen ersten Satz gar nicht nachvollziehen. Wieso 'verdienen' die USA diesen Präsidenten? Klingt für mich nach latentem Antiamerikanismus.

Der Rest der Welt wollte doch alles genau so. Es hat doch keiner aus dem Westen oder Südamerika protestiert und wie man am 1. WK, 2. WK und den bis heute andauernden Unruhen in den Südamerikanischen Staaten sehen kann, kann man die Länder aus diesen Regionen auch nicht wirklich sich selbst überlassen.

Und die Deutschen rennen den USA doch auch nicht nur politisch hinterher. Es ist eben nicht Tatort, Wetten Dass und Genial Daneben, sondern TheVoice, CSI:MIAMI und Game of Thrones. Also, in sofern sind die USA, so wie sie heute sind, auch das was wir verdienen.

Antwort
von KaterKarlo2016, 35

Guten Abend,

ich verweise hier auf eine Antwort, die ich bereits zu einem ähnlichen Frageinhalt beantwortet habe 

Dies jetzt Wort zu Wort noch einmal zu wiederholen, wäre zu mühsam. Daher der Auszug aus der anderen Frage, die jedoch auch auf ihre Thematik passt:

Auszug:

ich denke, Donald Trump ist in diesen Wahlkampf gegangen, mit dem Wissen dass er nicht wirklich eine Chance haben wird, gegen die anderen um ernsthaft US-Präsident zu werden. Ziel war es meines Erachtens für ihn, sich selbst zu inszinieren, Selbstdarstellung, seinen Marktwert zu steigern, Geld zu verdienen, weitere Immobilien zu bauen und höhere Preise durch seinen noch höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Dass er nun doch so weit gekommen ist, daran hat so denke ich, nicht mal ein Donald Trump geglaubt. Ihm ging es um das ganzen nur um seinen Wert zu steigern. Daher denke ich auch, dass er nicht von jmd. abhängig ist. 

Trotzdem sollte man einen Herrn Trump nicht müde belächeln, denn trotz aller Wahlprobaganda traue ich ihm zu, dass er Hundert Tausende von Soldaten mobilisiert und nach Syrien und in den Irak bzw. Libanon entsendet um den IS aus dem Verkehr zu machen. Seine Worte waren es, die er zu einem Reporter sagte: Eine seiner ersten Aufgaben ist es, den IS innerhalb von 72 Stunden zu besiegen, egal wie viel Soldaten es braucht. Ein Grund, wieso sich die Waffenlobby auf seine Seite schlägt mit der Hoffnung, etwas vom großen Kuchen abhaben zu können. 

Daher weiß man nicht, woran man an Donald Trump ist. Sicherlich wird er nicht alles alleine entscheiden können, aber doch sehr vieles beeinflussen können, was gut aber auch schlecht für den Westen und die restlichen Länder sein kann. 

KaterKarlo2016



Antwort
von Interesierter, 36

Ich denke, Trump als Präsident wäre sehr viel zahmer, als es seine bisherigen Auftritte bisher vermuten liessen.

Auch wenn viele denken, der hätte nicht alle Nadeln an der Tanne, bin ich mir sicher, dass er sehr viel rationaler denkt.

Momentan ist er im Wahlkampfmodus. Da kommt ihm jede Gelegenheit recht, sich zu profilieren. In den USA gibt es viele emotionale Wähler, die lieber einen "Sherriff" im Weissen Haus sitzen haben, als einen gewandten Diplomaten. Dieses Klischee bedient er eben und ist damit bisher sehr erfolgreich.

Antwort
von MaxNoir, 31

Also, du musst dir erstmal keine wirklichen Sorgen machen. Zwischen Wahlkampf und dem wirklichen Oval Office (Büro den US-Präsidenten) liegt ein himmelweiter Unterschied. Die politische Realität holt die meisten ein, außer vielleicht solche wie Hitler aber dazu hat Trump nicht das Format und auch nicht den Rückhalt der Eliten & Bevölkerung.

Er sagt ja, dass er Mexico die Mauer bezahlen lassen will die er bauen will. Seine Anhänger finden das toll, ignorieren aber den Umstand, dass Mexico in 100 Jahren nicht für eine Mauer zwischen den USA und Mexico bezahlen wird. Jedenfalls nicht direkt.

Ein generelles Einreise oder Aufenthaltsverbot für Muslime ist A) Verfassungsfeindlich und B) praktisch auch nicht durchführbar. Wie willst du denn bestimmen wer welchen glauben hat? Also müsste er sagen: "Wir verbannen alle mit arabischem, muslimischem Namen. Das trifft aber auch auf einen nicht unsignifikanten Teil der schwarzen Stammbevölkerung der USA zu. Viele Muslime in den USA besitzen auch die US-Staatsbürgerschaft weil ihre Eltern als Flüchtlinge aus dem Golfkrieg kamen und jeder Mensch der in den USA geboren wird automatisch die US-Staatsbürgerschaft hat. Wie soll man jemanden deportieren wenn er die eigene Staatsbürgerschaft hat? Welches Land soll diese Menschen denn dann aufnehmen?

Aber Donald Trump hat nicht nur schlechte Ideen. Er will z.B. die militärische Präsenz in Europa verringern. Davon wäre ich nicht abgeneigt. Er will auch eine bessere Russlandpolitik. Auch das ist nicht schlecht.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ein generelles Einreise oder Aufenthaltsverbot für Muslime ...

... Kommunisten (also das, was die USA dafür halten) und andere "Anti-Amerikaner" ist bereits einsetzende Realität. Schon heute stehen mehr als eine Million Deutscher auf jener Schwarzen Liste, die sagt, dass man direkt vom Immigration Office aus wieder nach Hause fliegen darf. Und das ganz egal, ob man nur 3 Tage Urlaub in den USA oder eine Einwanderung plant.

Und diese Liste ist semi-geheim. Wie viele als wirklich drauf stehen; wird man offiziell nie erfahren. Ob also auch du ab heute drauf stehst oder nicht, erfährst du erst bei der Einreise.

... da fehlt nicht mehr viel zum von Trump beschworenen Ziel. 

Wie willst du denn bestimmen wer welchen glauben hat?

Huh?! Was meinst du denn, warum sogar Deutsche, die selbst noch nie in den USA waren, schon auf der Liste stehen? 

Und wozu, glaubst du, hat man der NSA erst kürzlich 50 Milliarden Dollar für ein Rechenzentrum spendiert?

Und was, glaubst du, wollte Snowden dir sagen?

Man wird nicht jeden erwischen können; aber man ist JETZT schon dabei, es zu versuchen. Trump setzt da nur rhetorisch einen kleinen Schritt drauf und nimmt aktuelle Ziele schon mal als Ergebnisse vorweg.

Wie soll man jemanden deportieren wenn er die eigene Staatsbürgerschaft hat?

Nicht ohne Grund haben die USA die größte Geheimdienst-Dichte der Welt. Nicht ohne Grund umgehen sie die eigene Verfassung, indem sie kanadische, australische und britische Geheimdienste einspannen, um die eigene Bevölkerung zunehmend und immer lückenloser überwachen zu können.

"Deportation" ist nett, aber nicht notwendig, wenn es Schwarze Listen gibt. Denn die Aufgabe dieser Dienste ist nicht "Kostenminimierung", sondern "Beobachtung des Gefahrenpotenzials".

Er sagt ja, dass er Mexico die Mauer bezahlen lassen will die er bauen will. Seine Anhänger finden das toll, ignorieren aber den Umstand, dass Mexico in 100 Jahren nicht für eine Mauer zwischen den USA und Mexico bezahlen wird.

Zum Einen: Diese "Mauer" existiert bereits in Form eines überwachten und streckenweise dreifachen meterhohen Zauns. 

Was du auf dem Bild siehst, ist nicht die Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik, sondern zwischen den USA und Mexiko.

Zum Zweiten: Trump hat längst auch "Zahlungsmodalitäten" vorgeschlagen. Er möchte die Nutzer des Grenzübergangs durch erhöhte Gebühren finanziell heranziehen.

"Mexiko als Staat bezahlen zu lassen" ist also genauso eine rhetorische Figur, wie "Mauer bauen"; denn auch das heißt in der Realität nur: Den bereits bestehenden Zaun, an dem heute schon jedes Jahr mehr Menschen als in der gesamten Zeit der Existenz der DDR an der innerdeutschen Grenze sterben, verstärken.

Kommentar von MaxNoir ,

Na ja, aber es ist ja wohl ein Unterschied ob man eine Liste mit konkreten Personen hat, denen man die Einreise verweigert als einer ganzen Volksgruppe. Und wie gesagt, wenn jemand die US-Staatsbürgerschaft hat kann man ihn nicht einfach in irgendein anderes Land schicken. Ein anderer Staat würde niemals einen Bürger mit einer fremden Staatsbürgerschaft aufnehmen nur weil der Heimatstaat ihn nicht haben will. Dieses Problem haben wir jetzt schon mit Flüchtlingen. Wir müssen extra Rücknahmeabkommen mit bestimmten Ländern schließen um Flüchtlinge dort hin zurück schicken zu können.

Bei der Mauer stimme ich dir zu, es ist eine rhetorische Figur. Leider erkenne das seine Anhänger nicht.

Antwort
von DieterRantel, 25

Niemals, wie will er Internet abschaffen, Muslime aus dem Land schmeißen und warum sollte der Senat zulassen das er eine Mauer höher baut, die nicht durch höhe nützlicher wird

Antwort
von Akka2323, 63

Er ist gefährlich, er kann viel anrichten. Es gibt im Moment zu viele Politiker, die schlimme Dinge anrichten.

Kommentar von user6363 ,

Es gab sie schon immer nur das letzte mal als einer wirklich an die Macht kam war 1933. 

Antwort
von Sebastianh99, 36

Der widerspricht sich doch selbst die ganze Zeit, er lebt noch wie in einer Reality Soap. Wenn er Präsident werden würde, dann würde er merken, dass er das alles gar nicht umsetzen kann.

Antwort
von Torrnado, 8

bei so einem geistesgesörten, niveaulosen, primitiven, machtbesessenen Irren halte ich so ein Schreckensszenario für durchaus denkbar

Antwort
von Modem1, 14

Jeder Zirkus hat seinen Clown.In dem Sinne.....

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