Frage von janosli420, 108

Würde nur der Mensch aussterben, würde sich der Menschenaffe irgendwann wieder zum Menschen entwickeln?

Außerdem: entwickelt sich der Menschenaffe überhaupt zur Zeit? Bzw seit beginn der Aufzeichnungen dessen, wird ja sehr lange dauern. Gibt es ein anderes Tier bei dem seit Menschen sich erinnern eine große Entwicklung stattgefunden hat? Weiter noch, wie stehts um die Menschenaffenbestände, würden diese sich ohne Menschen vergrößern bzw nicht aussterben (wilderer fallen ja weg), sodass das szenario möglich wäre? Und dann noch zur Evolutionslere an sich, der Menschenaffe würde sich doch nur auf Umwelteinflüsse anpassen, heißt also, da die Bedingungen die zur Entwicklung des Menschen führten, nicht die sein würden die den neuen Menschenaffen zur Weiterentwicklung nötigen werden, wird dabei wahrscheinlich auch was ganz anderes als ein Mensch rauskommen? Wenn das also keine völlig irre Idee ist, sprich die Affen nicht aussterben und genug zeit zur entwicklung hätten, würden diese sich wieder zur überlegenen Rasse entwickeln wie der Mensch, oder hat vielleicht sogar ein anderes Tier Chancen? Ich hoffe die Frage wird nicht gelöscht da reines Hirngespinst, und es nur spekulative antworten geben kann, aber interessiert sicher auch andere die Frage ^^

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Biologie & Evolution, 25

Der Mensch ist mit Abstand die Menschenaffenart mit den meisten Individuen und hält sich im Moment ganz gut. Ewig existieren wird er aber deswegen natürlich trotzdem nicht, allerdings würde eine Umweltveränderung, die derart drastisch ist, dass sie die gesamte Spezies der Menschen ausrotten würde, wohl auch an ihren nächsten Verwandten, die ohnehin schon gefährdet sind, nicht spurlos vorübergehen. Deswegen vermute ich, dass es nach dem endgültigen Verschwinden der Menschen auch keine Menschenaffen oder vielleicht überhaupt keine Primaten auf der Erde mehr geben wird.

Nehmen wir aber mal an, dass die Menschen völlig ohne Begleiterscheinungen verschwinden würden, da es sich ja ohnehin um eine sehr hypothetische Fragestellung handelt. Diesen Fall könnte man als das Freiwerden einer sehr speziellen ökologischen Nische betrachten. Es gibt aber keinerlei Garantie, dass die Nische der Menschheit danach von anderen Arten wieder aufgefüllt werden würde.

Die Entstehung von Zivilisationen ist wohl ein ziemlicher Glücksfall, der von einer Unzahl von Faktoren abhängt. Ein Indiz dafür ist, dass der Mensch seit der Entstehung des tierischen Lebens die einzige Art ist, die eine derart komplexe Kultur hervorgebracht hat. Bei Schimpansen oder Gorillas ist die Ausgangslage nur minimal anders als bei den ersten Menschen, aber selbst das könnte ihnen den Weg zur Zivilisation für immer verbauen.

In den letzten Millionen Jahren lebten Schimpansen unter relativ stabilen Bedingungen (anders als Menschen), weswegen sie sich auch eher wenig veränderten. Der Anreiz zur Entwicklung würde ihnen nach dem Aussterben der Menschheit erst recht fehlen, da sich z.B. ohne Eingriffe der Menschen ihr Lebensraum wieder stabilisieren könnte. Zudem unterscheiden sich Schimpansen von uns in einigen Details, die als sehr wichtig für die Entwicklung unserer Vorfahren angesehen werden, sowohl was die Anatomie als auch was das Sozialverhalten betrifft.

Auch wenn man alle diese Dinge außer Acht lässt, und die Ausgangslage der Vorfahren der Menschen exakt rekonstruieren würde, würde nicht zwangsläufig das gleiche Ergebnis herauskommen. Der Selektionsdruck wäre zwar derselbe, aber die Mutationen sind ebenso ein zentrales Element der Evolution, und diese sind zufällig und damit unberechenbar. Unter den gleichen Bedingungen könnten bei einer Wiederholung der menschlichen Evolution andere Lösungen für die bestehenden Probleme entwickelt werden, die aber den Weg zu einer Zivilisation verbauen, oder die Anpassung könnte zu langsam erfolgen und die Art aussterben.

Andere Spezies hätten zwar auch das Potenzial, eine Zivilisation hervorzubringen, aber für sie gilt das gleiche wie für Schimpansen und andere Menschenaffen. Das ganze bleibt also hochspekulativ.

Antwort
von BellaBoo, 69

Wenn der Mensch ausfällt würde über kurz oder lang (eher lang) eine andere Spezies den Platz einnehmen. Welche das sein wird...das kann dir keiner sicher sagen.

Antwort
von voayager, 29

Der Mensch gehört zu den Menschenaffen, bildet also keinen Art Gegenpart. Alle weiteren Betrachtungen überlass ich gerne spekulierenden Leuten, die über irgendwelche Eventualitäten sinnieren möchten.

Antwort
von ettchen, 55

Evolution hat kein Ziel.

Du unterliegst da einem prinzipiellen Missverständnis.

Sollte der Homo Sapiens aussterben, wird diese ökologische Nische sicherlich von anderen Arten oder eienr anderen Art besetzt. Das könnte zum Beispiel die Ratte sein oder eben irgendeine andere Art, die sich diese Nische dann erobert.

Antwort
von musenkumpel, 44

Konnte bisher seit Menschen Gedenken nicht beobachtet und nich nachgewiesen werden dass neue Gattungen entstehen. Höchstens kleinere Merkmalsunterschiede, die auf eher wenige Gene zurückzuführen sind.

Dadurch können jdf keine Arten entstehen die untereinander nicht mehr kreuzbar sind. Das ist auch ein schwache Punkt in der Theorie.

Für den Menschenaffen wird es da ähnlich aussehen.

Es könnte für die Menschenaffen noch problematisch mit anderen Arten werden. Und wegen den Umwelteinflüssen wird es sicher kein 'Mensch zwei'..

Welches Tier kann eigentlich am besten neue Technologien weitergeben oder anwenden? Schimpansen könnten Glück haben..

Bis 2030 wird 90% des Lebenraums zerstört sein. Also haben sie noch 20 bis 50 Jahre Zeit, wenn sie uns in freier Wildbahn überleben wollen und sollen.
Gorillas 15Jahre, Orang-Utans 20Jahre.

Und die Info ist von 2006:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/HG_UN-Menschenaffenkonferen...
http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/menschenaffen/...

Bestand:

Gorillas 6000
Orang-Utans 9000
Bonobo etwa 10.000 bis 50.000 Individuen
Schimpansen etwa 172.000 bis 300.000 Individuen

Dann lasst uns ma die Häuser roden und die Straßen pflügen...

Antwort
von kgunther, 14

Der Mensch hat sich aus tierischen Vorfahren entwickelt, indem diejenigen Varianten der Art einen Fortpflanzungs- und Überlebensvorteil hatten, die eine jeweils höhere Intelligenz zeigten. Die höhere Intelligenz ermöglichte verbesserte Planung von Jagd, Nahrungssuche, Flucht oder Verteidigung; daher besseren Zugang zu Nahrung, Dominanz in der Horde und damit zu Weibchen.

Da eine solche Entwicklung den Menschenaffen (vielleicht) möglich ist, könnte die Entwicklung ähnlich ablaufen wie die Entwicklung der Art homo.

Die Entwicklung eines leisungsfähigen Großhirns erfolgte in der für die Evolution sehr kurzen Zeit von wenigen Millionen Jahren. Die Entwicklung von Intelligenz kann daher als ein sehr starker Ü.-Vorteil angesehen werden.

Ein Beispiel für die rasche Entwicklung ist die Tatsache, daß der am wenigsten hitzeempindliche Teil der Körperoberfläche die Zungenspitze ist.
Das ist nur zu erklären dadurch, daß Frühmenschen einen starken Ü.-Vorteil davon hatten, gegarte Nahrung aufnehmen zu können.

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