Frage von Schwizz, 135

Würde man es bereuen, die unverzeihliche Sünde getan zu haben, falls man sie tat?

Antwort
von Dxmklvw, 6

Man würde es nicht bereuen, weil man es nicht wahrnimmt, diese Sünde getan zu haben. Vielmehr ist es unvergebbar, wenn jemand ganz fest davon überzeugt ist, daß nur die verdrehte Wahrheit und die Lüge die Wahrheit ist und das die wirkliche Wahrheit Lüge ist. Wer fest glaubt, handelt danach, und der (falsche) Glauben macht das Erkennen des Irrtums unmöglich und damit unkorrektierbar.

Die Folgen von Irrtümern sind jedoch zwangsläufig. Wer Wahrheit für Lüge hält, der handelt auch danach, und die Folge ist Mißerfolg am Ende jeder Kette. Doch auch diese Mißerfolgen führen nicht zum Erkennen des Irrtums, sondern lediglich dazu, daß krampfhaft versucht wird, die vermeintlichen Vorteile aus dem Irrtum zu erhalten und die Nachteile durch etwas anderes zu kompensieren (meist mit vielen weiteren Übeln, die aber für gut gehalten werden) - eben, weil der falsche Glaube dazu zwingt.

Antwort
von Fantho, 49

Irgendwann ja, denn man wird früher oder später immer wieder auf die eine oder andere Weise damit konfrontiert werden...

und wird letztendlich sich damit auseinandersetzen müssen, weil das Gewissen (eine innerer moralische Instanz) stetig schwerer und belastender sein wird...

Gruß Fantho

Antwort
von Maimaier, 48

Vielleicht meinte Jesus die Menschen, die absichtlich böse sein wollen, die sadistischen Psychopathen die nicht therapierbar und uneinsichtig sind.

Diese Menschen bereuen nicht, sie sind Stolz auf ihre Abscheulichkeiten.

Das nicht bereuen können und die unverzeihliche Sünde würde dann zusammenhängen.

Antwort
von Jogi57L, 27

Also soweit mir bekannt, gibt es nur EINE unverzeihliche Sünde:

"Gegen den "heiligen Geist" zu reden

Matth. 12:

31:

Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. 

32:

Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen

Das setzt wohl voraus, dass ein Mensch" den heiligen Geist" empfangen hat.....

Ein Mensch "der heil(ig) im Geiste" war/ist... und sich dennoch dazu entschließt... DAGEGEN zu handeln/denken..... dem ergeht es wohl sehr übel...."

Das könnte man mit Luzifer vergleichen....

DER wusste, dass es den allmächtigen Gott gibt.... und hatte wohl auch mal diesen "heiligen Geist " ( Gedankengut und Empfindungen) in sich....

... und wandte sich dennoch dagegen.... in VOLLEM Bewusstsein.....

( Motiv dazu ist mir rätselhaft.....)

Ich würde definieren:

".....wer durch den heiligen Geist erkannt hat/te... dass es Gott gibt, und dieser der Allmächtige ist....dann aber umschwenkt.... der ist WISSENTLICH:::: vom wahren Glauben abgewichen......

... für "Unwissenheit"... oder "Fahrlässigkeit" gibt es keine Strafe.... ( sofern es bereut wird...)... aber für "Absicht"... gibt es keine Entschuldigung... UND kein entkommen.....

Da bliebe die Frage:

Was, wenn jemand den heiligen Geist in sich hatte... DANN davon abwich.... UND es dann DOCH wieder bereute.....?"

Dazu kann ich (leider) keine Antwort geben......ich weiß es nicht, es fehlt mir ganz einfach die Erkenntnis dazu.....

...ich könnte es nur vergleichen ( aber das ist mangelhaft)

WAS wäre wenn 

.....Dein bester Freund, der genau weiß... dass Du aufrichtig und ehrlich bist... und nur sein Bestes willst.... 

.....sich plötzlich gegen Dich stellt... Dich beschimpft, beleidigt, Dich öffentlich bloß stellt...und Dir schadet... wo er nur kann, Dein Bankkonto leert....

....Dir Deinen weiteren Besitz entreißt....Dein Auto unrechtmäßig nutzt... und gegen einen Baum fährt.....  mit Deiner Frau "rumtut"... etc.....?

UND dann ankommt, und sagt:

"Naja, ich wußte schon, dass DU mein echter Freund bist... aber ich hatte eben mal ne andere "Anwandelung"... vergib mir... ich denke, ich mach sowas nie wieder...."

( ok, sorry blödes Beispiel... wie erwähnt... eben "mangelhaft".... )

Antwort
von Sturmwolke, 15

Schau Dir in diesem Zusammenhang auch mal die Antwort zu einer ähnlichen Frage an:


Können auch Dämonen bereuen und zu Gott umkehren?


Jeder Mensch macht mal etwas, das er hinterher bedauert oder bereut.

Römer 3:23
23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes,


Galater 6:1
Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird,
so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im
Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge
behältst, damit nicht auch du versucht wirst.

Dass wir alle sündigen liegt daran, daß wir von Adam und Eva die Erbsünde mitbekommen haben und daher alle
unvollkommen sind.



Römer 5:12
12 Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen
ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen
verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten



Bei Dämonen ist das anders.


  • Sie haben keine Erbsünde.
  • Sie hatten Zutritt zu Gottes Gegenwart, kannten also Gott persönlich und wußten genau, was er von ihnen erwartet.
  • Sie kannten genau die Folgen ihrer Handlung.
  • Sie haben sich freiwillig und bewußt für die Rebellion und gegen Gott entschieden.

    Daher gibt es für Dämonen keine Grundlage zu bereuen.



    Einen ausführlichen Artikel darüber, was Reue in biblischem Sinn bedeutet, findet man in dem Bibellexikon Einsichten über die Heilige Schrift auf jw.org:

 
http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003691

----------------------------

Quelle:
Bi belantwortenpool.de, Stichwort: Daemonen

Antwort
von nowka20, 8

die einzige sünde, die nicht verziehen wird, ist die gegen den hl. geist.

Antwort
von kdd1945, 12

Hallo Schwizz,

es kann schon sein, dass er Reue empfindet, jedoch nicht die Art Reue, die ihm Gottes Vergebung einbringen würde. Jemand, der mit voller Absicht dem heiligen Geist widersteht und ihn lästert, wird keine echte Reue zeigen.

Zu Deiner Frage habe ich Dir einige Daten aus der Wachtturm-Online-Bibliothek zusammengestellt. Quelle: 

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003691

Ein Mensch, der an Gott glaubt und ihn von Herzen liebt, wird begangenes Unrecht aufrichtig bedauern und darüber traurig sein. Wertschätzung für Gottes Güte und Größe wird bei Übertretern Gewissensbisse hervorrufen wegen der Schmach, die sie auf Gottes Namen gebracht haben.

Nächstenliebe wird bewirken, daß sie den Schaden, den sie anderen zugefügt haben, das schlechte Beispiel, das sie gegeben, oder vielleicht die Art und Weise, wie sie Gottes Volk bei Außenstehenden in Verruf gebracht haben, bedauern.

Sie bemühen sich um Vergebung, weil sie Gottes Namen ehren und ihrem Nächsten Gutes tun möchten (1Kö 8:33, 34; Ps 25:7-11; 51:11-15; Da 9:18, 19). Als Bereuende sind sie „gebrochenen Herzens“, ‘Zerschlagene und im Geist Niedrige’ (Ps 34:18; 51:17; Jes 57:15).

Reue setzt also voraus, daß man seine schlechte Handlungsweise entschieden verurteilt, sie von ganzem Herzen haßt und verabscheut (Ps 97:10; 101:3; 119:104; Rö 12:9; vgl. Heb 1:9; Jud 23),

Außerdem ist Liebe zur Gerechtigkeit erforderlich und der feste Entschluß, fortan gerecht zu handeln. Ohne den Haß gegen das Böse und ohne die Liebe zur Gerechtigkeit fehlt es an der echten Kraft zur Reue und zur vollständigen Umkehr.

Der Apostel Paulus erwähnt in seinem zweiten Brief an die Korinther die „gottgemäße Traurigkeit“

Sie sollten diese Traurigkeit, die zur Reue geführt hatte, nicht bedauern, denn sie half ihnen, auf dem Weg zur Rettung zu bleiben; sie bewahrte sie davor, rückfällig oder abtrünnig zu werden, und gab ihnen die Hoffnung auf ewiges Leben.

Paulus vergleicht diese Traurigkeit mit ‘der Traurigkeit der Welt, die Tod bewirkt’ und die nicht dem Glauben an Gott und der Liebe zu ihm und zur Gerechtigkeit entspringt.

Die Traurigkeit der Welt, die durch Mißerfolg, Enttäuschung, Verlust, Strafe für Unrechttun oder Schande hervorgerufen wird (vgl. Spr 5:3-14, 22, 23; 25:8-10), löst häufig Verbitterung, Groll und Neid aus; sie bringt keinen bleibenden Nutzen, führt keine Besserung herbei und gibt keine echte Hoffnung. (Vgl. Spr 1:24-32; 1Th 4:13, 14.)

Die weltliche Traurigkeit ruft Trauer über die unangenehmen Folgen der Sünde hervor, nicht aber Bedauern über die Sünde selbst und die Schmach, die dadurch auf Gottes Namen gebracht worden ist (Jes 65:13-15; Jer 6:13-15, 22-26; Off 18:9-11, 15, 17-19; vgl. Hes 9:4).

Ein Beispiel hierfür ist Kain, der als erster von Gott aufgefordert wurde zu bereuen. Gott ermahnte ihn, ‘daranzugehen, gut zu handeln’, damit die Sünde nicht die Herrschaft über ihn erlange. Statt aber seinen tödlichen Haß zu bereuen, ließ sich Kain davon zum Mord an seinem Bruder motivieren.

Als Gott ihn zur Rechenschaft zog, gab er eine ausweichende Antwort, und erst als er verurteilt wurde, brachte er Bedauern zum Ausdruck, allerdings nicht über die begangene Sünde, sondern über die Schwere der Strafe (1Mo 4:5-14). Dadurch zeigte er, daß er „aus dem stammte, der böse ist“ (1Jo 3:12).

Grüße, kdd

Antwort
von Ichthys1009, 12

Die unverzeihliche Sünde ist ein Zustand.

In diesem Zustand,

dass man nämlich nicht mehr offen

für die guten Einsprechungen des heiligen Geistes ist,

ist Reue unmöglich.

Daher ist Vergebung unmöglich.

Wenn du es aber schaffst,

aus diesem Zustand des

Dich-Verschließens und Dich-Auflehnens gegen Gottes Wollen

wieder rauszukommen,

bist du zur Reue fähig.

Und sobald du bereust, ist Vergebung möglich.

Antwort
von FrankoLogo, 47

Gott verlangt nicht das man sich jeden Tag darüber Gedanken macht, was man für Sünden begangen hat, da wird der Mensch ja verrückt von.Man sollte sein Leben leben und gutes tun, natürlich gehört sündigen auch dazu, schließlich ist nur einer frei von Sünde und das ist Jesus Christus, er ist Rein und ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben, darum sollte man an Jesus glauben, weil er verzeiht alles, wenn man an Ihm glaubt. 

Sünden sind menschlich, verzeihen ist Göttlich.



Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community