Frage von Thelostboy342, 282

Würde Jesus / Gott einem Mörder vergeben der Reue zeigt, der eine Mutter und ihre 4 jährige Tochter getötet hat?

Der ihnen die kehle durchgeschnitten hat.
Einem Kind das ganz am Anfang seines Lebens stand.

Es heisst doch, Gott zeigt für alles Vergebung oder? denn wirklich für alles ?
Wie sehen religiöse Personen diese Frage?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MarioXXX, 40

Für die Religiösen: Warum ging Hitler in den Himmel ein und warum hat er nicht falsches!!! getan. Aus Gespräche mit Gott:

http://www.himmels-engel.de/deutsch/svetelna_knihovna/htm/de/de_kniha_hovory_s_b...
Gut, denn nun habe ich eine Million Fragen. Die beiden Punkte über Hitler zum Beispiel bedürfen einer weiteren Klärung. Warum ist Hitler in den Himmel eingegangen ? (Ich weiß, du hast das gerade zu erklären versucht, aber irgendwie reicht es mir noch nicht.) Und worin besteht der Sinn und Zweck hinter allen Ereignissen ? Und in welchem Bezug steht dieser größere Sinn zu Hitler und anderen Despoten ?

 Lass uns als erstes auf den Sinn und Zweck zu sprechen kommen.

 Der Zweck aller Ereignisse, aller Erfahrungen, ist das Schaffen von Gelegenheiten.Ereignisse und Erfahrungen sind Gelegenheiten, nicht mehr und nicht weniger. Es wäre ein Fehler, sie als »Werk des Teufels«, »Strafe Gottes«, »Lohn des Himmels« oder irgend etwas dazwischen anzusehen. Sie sind einfach Ereignisse und Erfahrungen -Dinge, die passieren.

 Ihre Bedeutung erhalten sie durch das, was ihr darüber denkt, was ihr mit ihnen tut,wie ihr in eurer Reaktion auf sie seid.

 Ereignisse und Erfahrungen sind Gelegenheiten, die ihr anzieht - die ihr durch euer Bewußtsein individuell oder kollektiv erschafft. Bewußtsein erschafft Erfahrung. Ihr versucht, euer Bewußtsein zu erweitern und zu steigern. Ihr habt diese Gelegenheiten angezogen, um sie als Werkzeug bei der Erschaffung und Erfahrung dessen, wer-ihr-wirklich-seid, zu nutzen. Das, was-ihr-wirklich-seid, ist ein Wesen von höherem Bewußtsein, als ihr gegenwärtig an den Tag legt.

 Da es mein Wille ist, daß ihr erkennt und erfahrt, wer-ihr-wirklich-seid, erlaube ich euch, jedwedes Ereignis oder jedwede Erfahrung zu euch heranzuziehen, die zu erschaffen ihr euch entscheidet, um euch zu erkennen und zu erfahren. Von Zeit zu Zeit schließen sich euch andere Spieler in diesem universellen Spiel an - entweder in Form von kurzen Begegnungen, als Teilnehmer am Rande, zeitweilige Teamgefährten oder als langfristige Einflüsse, Verwandte und Familienangehörige, sehr geliebte Menschen oder als Partner auf dem Lebensweg.

 Diese Seelen werden von euch zu euch hingezogen. Ihr werdet von ihnen zu ihnen hingezogen. Es handelt sich um eine schöpferische Erfahrung auf beiden Seiten, die die Entscheidungen und Wünsche beider Beteiligten zum Ausdruck bringt.

 Niemand kommt aus bloßem Zufall zu euch. So etwas wie Zufall gibt es nicht. Nichts geschieht zufällig. Das Leben ist kein Produkt des Zufalls. Ereignisse werden, wie auch Menschen, von euch für eure eigenen Zwecke zu euch hingezogen. Größere globale Erfahrungen und Entwicklungen sind das Resultat des Gruppenbewußtseins. Sie werden als Folge der Entscheidungen und Wünsche der Gruppe als Ganzes zu eurer Gruppe als Ganzes hingezogen.

 Was meinst du mit dem Begriff »eure Gruppe« ?

 Gruppenbewusstsein ist etwas, das gemeinhin nicht verstanden wird. Es ist jedoch außerordentlich machtvoll und kann oft, wenn ihr nicht achtsam seid, über das individuelle Bewußtsein siegen. Daher müßt ihr stets, wohin ihr auch geht und was immer ihr tut, bemüht sein, ein Gruppenbewußtsein herzustellen, wenn ihr wollt, daß eure umfassendere Lebenserfahrung auf dem Planeten harmonisch abläuft.

 Wenn du dich in einer Gruppe befindest, deren Bewußtsein nicht das deine reflektiert, und wenn es dir zu diesem gegebenen Zeitpunkt nicht möglich ist, das Gruppenbewußtsein wirksam zu verändern, dann ist es klug, wenn du die Gruppe verläßt, weil sie sonst dich führen wird. Sie wird sich dahin bewegen, wo sie hin will, ungeachtet dessen, wo du hin willst.

 Wenn du keine Gruppe finden kannst, deren Bewußtsein dem deinen gleichkommt, dann sei der Urheber einer Gruppe. Andere mit vergleichbarem Bewußtsein werden sich zu dir hingezogen fühlen.

 Individuen und kleinere Gruppen müssen größere Gruppen - und letztlich die größte aller Gruppen, nämlich die GANZE Menschheit - beeinflussen, wenn es eine dauerhafte und bedeutsame Veränderung auf eurem Planeten geben soll.

 Eure Welt und der Zustand, in dem sie sich befindet, ist ein Spiegelbild des gesamten vereinten Bewußtseins aller dort Lebenden.

 Wenn du dich umschaust, kannst du sehen, daß noch viel Arbeit zu tun bleibt. Es sei denn natürlich, du bist mit eurer Welt, so wie sie ist, zufrieden.

 Überraschenderweise sind das die meisten Menschen. Deshalb verändert sich die Welt auch nicht. Die meisten Menschen sind mit einer Welt zufrieden, in der die Unterschiede und nicht die Gemeinsamkeiten hochgehalten und Zwistigkeiten durch Kämpfe und Kriege entschieden werden.

 Die meisten Menschen sind mit einer Welt zufrieden, in der das Überleben den Leistungsfähigsten vorbehalten ist, in der Macht mit Recht gleichgesetzt, Konkurrenz gefordert und das Gewinnen als das höchste Gut bezeichnet wird.

 Wenn so ein System auch »Verlierer« produziert, dann soll es so sein - solange du nicht zu ihnen gehörst. Die meisten Menschen sind zufrieden, auch wenn ein solches Modell dazu führt, daß Menschen oft aufgrund eines »Fehlurteils« getötet werden, hungern und obdachlos werden, wenn sie »Verlierer« sind, unterdrückt und ausgebeutet werden, wenn sie nicht »stark« sind. Die meisten Menschen definieren »falsch« als das, was anders ist als sie. Vor allem religiöse Unterschiede werden nicht toleriert, und viele soziale, ökonomische und kulturelle Unterschiede ebenso nicht.

 Die Ausbeutung der Unterschicht wird von der Oberschicht mit Selbstbeglückwünschungen und Erklärungen gerechtfertigt, daß ihre Opfer doch jetzt viel besser dran seien als vor der Zeit ihrer Ausbeutung. Damit kann die Oberschicht die Frage ignorieren, wie, wäre man wirklich fair, alle Menschen behandelt werdensollten, statt eine schreckliche Lage nur ein winziges bißchen zu verbessern - und bei diesem Handel auf obszöne Weise Profite herauszuschlagen. Die meisten Menschenlachen, wenn man den Vorschlag zu irgendeinem anderen System als dem gegenwärtig herrschenden macht, und sagen, ein solches Verhalten wie das Konkurrieren und Töten und das Einheimsen der Beute durch den Sieger sei das, was ihre Zivilisation groß mache ! Die meisten Menschen denken sogar, daß es gar keine andere natürliche Seinsweise gäbe, daß diese Verhaltensweise die Natur des Menschen sei und daß eine andere Handlungsweise das innere Feuer lösche, das den Menschen zum Erfolg antreibt. (Niemand fragt: »Erfolg in was?«)

 So schwer dies auch für wahrhaft erleuchtete Wesen zu begreifen ist, die meisten Menschen auf eurem Planeten glauben an diese Philosophie, und deshalbbekümmern sie sich nicht um das Leiden der Massen, um die Unterdrückung der Minderheiten, die Wut der Unterschicht oder die Überißbens-Notwendigkeiten von irgend jemandem außer denen ihrer eigenen Person und ihrer unmittelbaren Familienangehörigen.

 Die meisten Menschen sehen nicht, daß sie ihre Erde zerstören - den Planeten, der ihnen Leben gibt -, weil sie mit ihrem Tun nur nach der Verbesserung ihrer Lebensqualität streben. Erstaunlicherweise sind sie nicht weitsichtig genug, um wahrzunehmen, daß ihre kurzfristigen Gewinne zu langfristigen Verlusten führen können und oft dazu führen - auch in Zukunft.

 Die meisten Menschen fühlen sich vom Gruppenbewußtsein bedroht, von Vorstellungen wie der von einem Kollektivwohl, von einer geeinten Weltsicht oder von einem Gott, der in Einheit mit aller Schöpfung existiert. Diese Angst vor allem, was zu einer Vereinigung führen könnte, und die Glorifizierung auf eurem Planeten von allem, was trennt, führt zu Teilung, Disharmonie, Zwietracht - doch scheint ihr nicht die Fähigkeit zu besitzen, aus euren eigenen Erfahrungen zu lernen, und so macht ihr mit eurem Verhalten weiter, mit denselben Resultaten. Die Unfähigkeit, das Leiden eines anderen als eigenes Leiden zu erfahren, führt dazu, daß sich solches Leiden fortsetzt.

 Trennung gebiert Gleichgültigkeit, ein falsches Überlegenheitsgefühl. Einheit führt zu Mitgefühl, zu echter Gleichberechtigung.

 Die Ereignisse auf eurem Planeten - die sich seit 3000 Jahren regelmäßig abspielen - sind, wie ich schon sagte, ein Spiegelbild des kollektiven Bewußtseins »eurer Gruppe« -der Gesamtgruppe auf eurem Planeten. Diese Bewußtseinsstufe läßt sich bestenfalls als primitiv beschreiben.

Warum ging Hitler in den Himmel ein ?

 Weil Hitler nichts »Falsches« getan hat. Hitler hat einfach getan, was er tat. Ich möchte dich noch einmal daran erinnern, daß Millionen viele Jahre lang dachten, er täte das »Richtige«. Wie konnte er da selbst etwas anderes glauben ?

 Wenn du eine wahnwitzige Idee verbreitest und zehn Millionen Menschen dir zustimmen, hältst du dich vielleicht gar nicht für so wahnwitzig.

 Die Welt hat schließlich entschieden, daß Hitler »falsch« war. Das heißt, die Menschen der Erde nahmen eine neue Bewertung davon vor, wer-sie-sind und wer-sie-sein-wollten in bezug auf die Hitler-Erfahrung. Er hat einen Maßstab gesetzt ! Er hat Parameter gesetzt, eine Grenzlinie gezogen, an der die Menschen ihre Vorstellungen über sich selbst messen und ihnen Beschränkung auferlegen konnten. Christus tat, am anderen Ende des Spektrums, dasselbe.

 Es gab andere Christusse und andere Hitler. Und es wird sie wieder geben. Seid also immer wachsam. Denn unter euch wandeln Wesen von sowohl hohem wie niedrigem Bewußtsein - so wie auch ihr unter anderen wandelt. Welches Bewußtsein nehmt ihr mit euch ?

 Ich verstehe immer noch nicht, wie Hitler in den Himmel eingehen konnte; wie kann er für das, was er tat, belohnt worden sein ?

 Erstens musst du begreifen, daß der Tod kein Ende, sondern ein Beginn ist; kein Schrecken, sondern Freude. Er bedeutet keinen Abschluß, sondern eine Eröffnung. Der glücklichste Moment deines Lebens wird der Moment sein, in dem es »endet«.

 Das deshalb, weil es nicht endet, sondern auf so herrliche Weise weitergeht, so voller Friede und Weisheit und Freude, daß es sich schwer beschreiben läßt und ihr es unmöglich begreifen könnt.     angels-heaven.org

 Also mußt du - wie ich dir bereits erklärte - als erstes verstehen, daß Hitler niemandem schadete. In gewissem Sinn hat er nicht Leiden zugefügt, er hat es beendet. Buddha hat gesagt: »Das Leben ist Leiden.« Buddha hatte recht.

 Aber selbst wenn ich das akzeptierte, so wußte Hitler doch nicht, daß er im Grunde Gutes tat. Er dachte, er täte etwas Schlechtes !

 Nein, er hat nicht gedacht, daß er etwas »Schlechtes« tut. Er dachte wirklich, er helfe seinem Volk. Und das ist es, was du nicht verstehst.

 Niemand tut innerhalb des Kontexts seiner Modellvorstellung von der Welt irgend etwas, das »falsch« ist. Wenn du denkst, daß Hitlers Tun wahnsinnig war und er bei allem wußte, daß er wahnsinnig war, dann verstehst du nichts von der Komplexität menschlicher Erfahrung. Hitler dachte, daß er für sein Volk Gutes tue. Und sein Volk dachte das auch ! Das war der Wahnsinn ! Der größte Teil der Nation stimmte ihm zu !

 Ihr habt erklärt, daß Hitler »falsch« war. Gut. Dadurch habt ihr euch selbst definiert und wißt nun mehr über euch selbst. Gut. Aber verdammt Hitler nicht dafür, daß er euch das gezeigt hat. Jemand mußte das tun.

 Ihr könnt die Kälte nicht kennen ohne die Hitze, nicht das Oben ohne das Unten, nicht das Linke ohne das Rechte. Verdammt nicht das eine und segnet das andere. Wenn ihr das tut, versteht ihr nicht.

 Viele Jahrhunderte lang haben die Menschen Adam und Eva verdammt. Sie sollen die Ursünde begangen haben. Ich sage dir dies: Es war der Ursegen. Denn ohne diese Begebenheit, das Teilhaben am Wissen von Gut und Böse, würdet ihr nicht einmal wissen, daß es diese beiden Möglichkeiten gibt ! Tatsächlich existierten vor diesem sogenannten Sündenfall Adams diese beiden Möglichkeiten gar nicht. Es gab kein »Böses«. Alles und jedes existierte in einem Zustand fortwährender Vollkommenheit. Es war buchstäblich das Paradies. Aber ihr wußtet nicht, daß es das Paradies war -ihr konntet es nicht als Vollkommenheit erfahren -, weil ihr nichts anderes kanntet.

 Sollst du also Adam und Eva verdammen oder ihnen danken ?

 Und was, sagst du, soll ich mit Hitler tun ? Ich sage dir dies: Gottes Liebe und Gottes Mitgefühl, Gottes Weisheit und Gottes Vergebung, Gottes Absicht und Gottes Ziel sind umfassend genug, um auch das abscheulichste Verbrechen und den abscheulichsten Verbrecher mit einzuschließen.

 Du magst damit nicht einverstanden sein, aber das spielt keine Rolle. Du hast gerade erfahren, was zu entdecken du hierher gekommen bist.

Kommentar von MarioXXX ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Chaoist, 118

Das Prinzip ist:

Alle Menschen sind Sünder! Wer sich Gott / Jesus zuwendet und bei ihm bleibt, bis zu seinem Tod. der wird "errettet" werden. Einem Solchen Sünder wird Gott verzeihen.

Ganz weltlich und speziell auf dein Beispiel geschrieben:

Dieser Mensch hat diese Sünden aus bestimmten Gründen getan. Gründe, die der gesunde Menschenverstand nicht nachvollziehen kann. Allen Menschen ( egal ob gläubig oder atheistisch ) nennen so etwas böse, falsch, eine Sünde, etc. .

Wenn dieser Mensch nun selbst zu der Einsicht kommt, dass das was er getan hat, falsch, böse, eine Sünde war, und sich ab diesem Zeitpunkt Gott zuwendet und nicht mehr von seinem Weg abweicht, dann wird Gott ihm vergeben.

Das schützt aber nicht vor weltlicher Strafe und macht auch nichts ungeschehen. Dieser Mensch muss schon leiden um Vergebung zu erlangen.

Antwort
von MarkusKapunkt, 47

Die Sache ist doch grunsätzlich die:

Alle Regeln, alle Gebote, alle religiösen Vorschriften, sind von Menschen gemacht worden, um miteinander, aber auch mit Gott in Frieden zu leben.


Die zum Beispiel in Levitikus festgeschriebenen Verhaltensregeln, wo wir auch die Speisegesetze finden (an die sich Juden und Moslems heute immer noch überwiegend halten), aber auch aus heutiger sicht völlig überflüssige Regelungen zur Sklaverei und der rituellen Opferung, und

nicht zuletzt Maßregelungen für Dinge, die in unserer Gesellschaft heute toleriert werden (sollten!) wie Homosexualität, hatten in ihrer Entstehungszeit auch einen tatsächlich greifbaren Hintergrund. Dass man kein Schweinefleisch essen sollte, hat zum Beispiel den Hintergrund, Ausschweifungen und Dekadenz zu verhindern (Schweinezucht ist in Israel wirtschaftlich einfach nicht rentabel gewesen; um ein Schwein schlachtreif zu mästen, musste man mehr investieren, als das Fleisch nachher auf dem Markt bringen würde).

In unserer heutigen Gesellschaft kann man immer noch einen Platz für viele Glaubensregeln aus der Bibel finden. Die zehn Gebote sind zum Beispiel DAS Grundprinzip, nachdem auch das Grundgesetz und die Persönlichkeitsrechte abgeleitet sind.


So einfach, wie sich es viele hier mit der Auslegung der
Glaubensregeln und der sich daran anknüpfenden Vergebung, wenn man sie alle einhält, kann man es sich nicht machen. Der oben genannte Fall enthält ja nicht alle Details, welche die Tat begleitet haben. Die Motive des Täters werden überhaupt nicht deutlich. Von diesen Hintergründen hängt jedoch das Urteil über den Verbrecher ab - und nicht nur das Urteil, das Gott am Ende über ihn fällt, nein, sondern ganz konkret auch das Gerichtsurteil, dass in dieser Welt über ihn verhängt wird.

Fakt ist doch, dass niemand weiß, was nach dem Tod einen erwartet. Die Vorstellung eines Gerichts, dass über einen abgehalten wird, ist dabei nicht einmal ein urchristliches Merkmal, sondern taucht bereits in der Religion der alten Ägypter ganz konkret auf.

Wird dem Mörder also vergeben werden? Diese Frage ist viel zu polemisch gestellt. Sie soll einzig und allein den Erlösungsgedanken bekämpfen und benutzt dabei das Mittel, den Frageleser emotional aufzuwühlen. Dabei bildet sich der Leser ein Urteil. Ein gläubiger Mensch fühlt sich dabei genötigt, seine Glaubensprinzipien (hilflos) zu verteidigen. Ein Atheist sieht in dieser Frage die Bestätigung, dass Glaubensregeln nichts als Humbug sind.


Doch das sind sie eben nicht ausschließlich. Natürlich ist die Argumentation über Vergebung hilflos und in einer Diskussion auch hoffnungslos unterlegen, weil sie eben Schwachpunkte hat - doch diese Schwachpunkte haben eben wir Menschen, da wir die Komplexität des Vergebungsprinzip gar nicht erfassen können. Letzlich ist diese Vergebung eben eine Sache, die der Gläubige demutsvoll Gott überlässt -und das ist auch gut so. Ein Mensch kann bei dieser Frage nur auf eine falsche Antwort kommen.

Kommentar von RudolfFischer ,

Gut geantwortet, aber so ganz pessimistisch sehe ich die Lage des antwortenden Gläubigen nicht. 

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Doch das ist sie. Jeder Punkt kann durch rationale Argumente oder neue Fragen dieser Art widerlegt werden. Die Vergebung ist zu komplex, um erklärbar zu sein.

Antwort
von PWolff, 81

Als wenn das das Schlimmste wäre, was Menschen je getan hätten.

Vielleicht solltest du, um den Fall wirklich klar zu gestalten, zusätzlich vermuten, dass der Täter keine psychischen Störungen hat. Oder die Tat "just for fun" begangen hat. (Diese beiden Dinge sollten einander ausschließen, aber da bin ich überhaupt nicht sicher.)

Ja, Gott würde vergeben. Auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. - Jedenfalls, solange Gott mir nicht klarmacht, was ich auf dem Kerbholz habe und welches Schicksal auf der anderen Seite dahintersteht.

Dann gibt es noch den Unterschied zwischen Errettung (unverdient) und Belohnung/Strafe/Folge der Taten.

Was ist übrigens schlimmer, einem einzigen Kind und seiner Mutter einmal kurz die Kehle durchzuschneiden oder ihnen und tausenden anderen Familien Nahrung, Medikamente, Trinkwasser o. ä. vorzuenthalten, obwohl es einen kaum etwas kosten würde, ihnen dies zukommen zu lassen?

Antwort
von Whitekliffs, 49

Ja! Keine Sünde ist grösser als die Tat Jesu am Kreuz. Dafür ist er gestorben. Nur aus dem Grund, um uns JEDE Sünde zu vergeben wenn wir zu ihm kommen und sie ihm bringen.

Im Gegensatz zu anderen Schreibern hier denke ich, dass Notwehr kein Mord ist. Und ich halte es für meine Pflicht, das Leben meiner Kinder zu schützen, selbst wenn ich dadurch den Mörder meines anderen Kindes töten müsste.

Antwort
von Mimir99, 94

1. Dein Beispiel ist beunruhigend spezifisch. Hat das einen Grund ?

2. Wenn der Täter bereut, dann Jesus vielleicht, ER liebt schließlich alle Menschen, ich selbst würde es ganz sicher nicht.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Der Fall lief grad bei Ntv, keine sorge ^^

Ja ich dachte mir dasselbe

Antwort
von alexander329, 55

Ja Gott kann dem Mörder vergeben, da er Liebe ist und alle Menschen liebt.

Jede gute Tat hat Folgen auf die Menschheit, so auch jede böse Tat Folgen hat.

Das heißt also nicht, daß man nichts mehr "gutmachen" muß. Der Mörder muß seine Schuld trotzdem abarbeiten - durch gute Taten.

Antwort
von nowka20, 10

aber natürlich!

das bedeutet aber nicht, daß dieser schlechte mensch nicht die folgen seiner tat schicksalmäßig ganz alleine tragen muß

Antwort
von Fantho, 68

Es kann bei solch einem Thema nicht immer mit einer einfachen Antwort von Ja / Nein entgegnet werden,

denn hier sind andere Gesichtspunkte gegeben.

Zuerst muss man wissen, dass es bestimmte göttlich-geistige Gesetze gibt, die von Gott eingeführt wurden.

So auch das Gesetz des Karma.

Dieses ist auch dem Umstand geschuldet, dass jeder von Gott einen freien (Entscheidungs)Willen mitbekommen hat, damit jeder das tun und lassen kann, was dieser möchte. Jedoch hat aber jeder Mensch auch aus diesen Taten, Untaten und Nichttaten resultierenden Konsequenzen zu übernehmen und zu tragen.

Und damit dies auch gewährleistet wird und ist, gibt es dieses Karmagesetz, welches automatisch greift und dem keine Seele sich entziehen kann.

Das Karma-Gesetz ist gleich dem Gesetz von Ursache und Wirkung.

Dann muss man wissen, dass Gott nichts zu vergeben hat, denn dies würde bedeuten, dass man Gott mit irgendeiner (Nicht)Handlung verletzt habe. Doch dies ist nicht möglich. Gott ist Allliebe und Allgüte und liebt somit jede einzelne Seele, zumal eine jede Seele als Teil von Gott eine energetische Verbindung mit Gott aufweist.

Nun zu Deiner Frage:

Aufgrund dieses von mir angesprochenen göttlich-geistigen Gesetzes des Karma wird der Täter dementsprechend seine Tat wieder in einer anderen Inkarnation 'gut zu machen' haben, wenn,

(und hier wird es jetzt für viele nicht nachvollziehbar werden [können])

ja wenn die Opfer in einer früheren Inkarnation nicht selbst in irgendeiner Form gegenüber dem jetzigen Täter Täter waren, oder

wenn die Opfer sich mit dem Täter bereits im Jenseits abgesprochen haben, solch eine Handlungsweise durchzuführen, weil die Opfer zB diese Erfahrung machen wollen.

Kurzum: Alle in diesem Fall drei Personen hatten und haben gemeinsam etwas aufzuarbeiten gehabt, resultierend aus dem Gesetz des Karmas dazu 'gezwungen' bzw. werden aufgrund des Karmagesetzes in einer weiteren Inkarnation wieder miteinander zu tun haben werden, um irgendetwas aufzulösen, was nur diesen drei Personen betrifft....

Es ist ein so komplexes Sytem, welches uns Menschen oft nicht nachvollziehen lassen kann, obgleich das Gesetz des Karma ziemlich simpel ist.

Am Ende des Weges wird man, so Seele es will, alles erlernt, erfahren, bereinigt, aufgelöst, erkannt etc. haben, sodass am Ende des Weges Gefühle, der Wille und die Wünsche (also alles Befindlichkeiten und Begierden) nicht mehr gegeben sein werden, um dann letzendlich sich mit Gott wieder vereingen und verschmelzen zu können.

Wenn man dies, (wenn schon nicht emotional, dann wenigstens rational) verstehen wird, wird man solche Taten trotz Mitgefühls aus einer anderen Perspektive 'betrachten' können. Zudem weiß man auch, dass jene Opfer dennoch weiter leben werden - entweder im Jenseits als Seele ohne einem menschlichen Körper, oder in einer weiteren irdischen Inkarnation als Seele in einem menschlichen Körper...

Gruß Fantho

Kommentar von Ottavio ,

Was Du hier dargelegt hast, ist hinduistische Lehre. Ging es nicht um den Gott der Christen ?

Kommentar von Fantho ,

Es ist weder hinduistisch noch christlich...

Es ist eine allgemeine und konfessionslose 'Weisheit'...

Gruß Fantho

Kommentar von Trashtom ,

Physiker von Eliteunis, Biologen, Astronomen, Geologen, Superhirne, Philosophen, ja sogar Theologen beißen sich die Zähne aus und du erklärst hier mal nebenbei auf gutefrage.de den Sinn des Lebens und wie das so ist mit dem Tod und dem Leben danach.

Kommentar von Fantho ,

Sorry...

Gruß Fantho

Antwort
von RudolfFischer, 31

Der notwendige Rahmen, um das zu beantworten, ist der Glaube, dass die Menschen ewig lebende Geistwesen sind (von Gott geschaffen), die hier ein endliches Leben haben, um besondere Erfahrungen zu sammeln und sich zu bewähren.

Aus dieser Perspektive hat das Mädchen nicht "ein ganzes Leben" verloren, sondern ihm wurde der vorübergehende Aufenthalt in diesen 4 Dimensionen vorzeitig genommen. Schlimm genug!

Das erfahrene Leid schrumpft aber aus dieser Perspektive zusammen, zumal Mutter und Kind wieder in der seligen "Anderswelt" (Himmel) zurück sind. Trauer und Entsetzen erfassen die Zurückbleibenden, natürlich mit Recht.

Entsetzen erfasst auch den Täter, wenn er sich spätestens nach seinem Tod seiner Tat stellen muss. Gott vergibt alles, auch das Versagen, das signalisiert Jesu Tod am Kreuz. Aber wird der Täter sich vergeben? Ihm bleibt nur die Reue und die Flucht in die Liebe Gottes, evtl. eine (freiwillige) neue Chance durch eine Wiedergeburt.

Aus der Froschperspektive des hier lebenden Menschen begehrt alles in uns dagegen auf, dass der Täter "davonkommen" soll. Jesus selbst hat (laut Bibel) gesagt, so einem Täter geschähe besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im Meer ertränkt wurde, als so eine Tat auf sich zu laden. Die Verfehlung ist also undiskutabel sehr schwer.

Aber auch die "Rache" (ausgleichende Gerechtigkeit) ist Sache Gottes, nicht der Menschen. Die Menschen können so jemanden nur davon abhalten, weitere Menschen zu gefährden, so gut es geht (Sicherheitsverwahrung).

Antwort
von Baoshan, 74

Muß er das nicht zwangsläufig? Er hat ja die Menschen erschaffen, ist selbst allwissend und allmächtig. Insofern trägt er ja ein Stück weit die Verantwortung für ein solches handeln.

Das ist doch genau das Problem des Christentums. Es wird ein Stück der eigenen Verantwortung auf ein imaginäres Wesen "abgeschoben", welches einem auf jeden Fall vergibt.

Antwort
von Andrastor, 90

Sollte der Mörder tatsächlich Reue empfinden, würde ihm (nach religiösem Verständnis) vergeben werden. Was eine der größten Schwächen der christlichen Jenseitsvorstellung ist.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Wieso eine der größten schwächen?

Kommentar von Andrastor ,

Weil die Vergebung von dem Empfinden des Täters abhängt, nicht von seiner Tat oder den Umständen die dazu geführt haben.

Nehmen wir folgendes Beispiel:

Der Mörder dringt in ein Haus ein und tötet 1 Kind und verletzt die Mutter schwer. Als er das 2. Kind töten will, strengt die Mutter ihre letzten Kräfte an und tötet den Mörder, welcher in seinen letzten Minuten über seine Tat reflektiert und sie bereut.

Da er die Tat bereut, wird ihm vergeben und er kommt ins Paradies. Die Mutter aber bereut ihre Tat nicht. Sie hat einen tiefen Hass auf den Mörder, welcher eines ihrer Kinder tötete und dem zweiten die Mutter nahm.

Da auch sie einen Mord begangen hat "Du sollst nicht töten", aber die Tat nicht bereut, gibt es nach christlichem Verständnis keine Erlösung für sie (=Hölle), der Mörder jedoch darf für immer mit dem Kind das er getötet hat im Paradies frohlocken und das Kind kann ihn nicht einmal fürchten, da Angst eine negative Emotion ist und es diese, nach christlichem Verständnis im Paradies nicht gibt.

Also verliert das Kind einen Teil seiner Persönlichkeit, ein Mörder kommt in den Himmel und die Mutter, die durch einen Mord ein Leben gerettet hat und dies nicht bereut, kommt in die Hölle.

Das macht natürlich sehr viel Sinn!

Kommentar von Garfield0001 ,

Da kommt dann noch Gottes Gnade ins Spiel. Da er uns kennt und uns ins Herz schauen kann, weiß er was in der Mutter  vor sich geht. Und dann kann es auch sein dass er ihr auch vergibt dass sie ihn ermordet hat (was eher eine Form von Notwehr ist).

Die Frage ist trotzdem: glaubt sie an Gott, dass er ihre Sünden getragen hat und eine Beziehung mit ihr möchte?

Wenn nein, kann sie ihre Tat bereuen, aber es würde - wahrscheinlich - auch nichts "nützen".

Kommentar von Andrastor ,

Laut christlichem Verständnis ist es egal was in der Mutter vor sich geht. Sie hat eine schwere Sünde begangen und direkt eines der 10 Gebote gebrochen.

Bereut sie diese Tat nicht, gibt es nach christlichem Verständnis keine Erlösung für sie und selbst wenn, dann wäre sie mit dem Mörder ihres Kindes und ihrer selbst im Paradies, kann den Mörder aber weder hassen noch ihn verabscheuen.

Nicht gerade eine Stärke des christlichen Glaubens.

Kommentar von Viktor1 ,

Nach dem christl. Verständnis (welches du einfach nicht gelten läßt weil es dir nicht passt) sind die "10 Gebote" nicht relevant sondern nur das eine Liebesgebot des Herzens. Es ist also auch das einzige Gebot, gegen welches man verstoßen kann.
Das christl. "Paradies" ist kein Ort sondern ein Sein in gerechter Gesinnung. Diese beinhaltet auch anderen zu vergeben welche ihr  Unrecht bereuen.

Kommentar von Andrastor ,

Also darf man machen was man will. Sämtliche Regeln welche vom Wort Gottes persönlich aufgestellt wurden werden einfach über den Haufen geworfen?

Schön zu hören, dass sich das Christentum damit selber negiert hat, denn wenn das alte Testament für ungültig erklärt wird, bedeutet das entweder das

a) Das Negieren der von Gott persönlich aufgestellten Regeln legitim wäre, was Gott fehlbar machen würde. Womit Gottes Allmacht und damit das gesamte Konstrukt Gott widerlegt wären

oder

b) Dass sich das Christentum nicht an die Bibel hält, das Negieren somit nicht legitim wäre und sich alles was das Christentum behauptet ausschließlich eine reine Talfahrt zur Hölle darstellt

oder

c) Dass es sich bei dem alten Testament nicht um Gottes Wort handelt und somit die gesamte Bibel nicht als Wahrheit angesehen werden darf, was widerum bedeutet dass alles was mit ihr zusammenhängt, inklusiver aller Informationen die sie über Gott und Jesus bietet, eine Lüge sind.

Such dir den Fall dieser Religion aus, jeder der drei Fälle ist ein wunderschöner dramatischer Abgang.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Die Sache ist doch grunsätzlich die:

Alle Regeln, alle Gebote, alles religiösen Vorschriften, sind von Menschen gemacht worden, um miteinander, aber auch mit Gott in Frieden zu leben.

Die zum Beispiel in Levitikus festgeschriebenen Verhaltensregeln, wo wir auch die Speisegesetze finden (an die sich Juden und Moslems heute immer noch überwiegend halten), aber auch aus heutiger sicht völlig überflüssige Regelungen zur Sklaverei und der rituellen Opferung, und nicht zuletzt Maßregelungen für Dinge, die in unserer Gesellschaft heute toleriert werden (sollten!) wie Homosexualität, hatten in ihrer Entstehungszeit auch einen tatsächlich greifbaren Hintergrund. Dass man kein Schweinefleisch essen sollte, hat zum Beispiel den Hintergrund, Ausschweifungen und Dekadenz zu verhindern (Schweinezucht ist in Israel wirtschaftlich einfach nicht rentabel gewesen; um ein Schwein schlachtreif zu mästen, musste man mehr investieren, als das Fleisch nachher auf dem Markt bringen würde).

In unserer heutigen Gesellschaft kann man immer noch einen Platz für viele Glaubensregeln aus der Bibel finden. Die zehn Gebote sind zum Beispiel DAS Grundprinzip, nachdem auch das Grundgesetz und die Persönlichkeitsrechte abgeleitet sind.

So einfach, wie sich es viele hier mit der Auslegung der Glaubensregeln und der sich daran anknüpfenden Vergebung, wenn man sie alle einhält, kann man es sich nicht machen. Der oben genannte Fall enthält ja nicht alle Details, welche die Tat begleitet haben. Die Motive des Täters werden überhaupt nicht deutlich. Von diesen Hintergründen hängt jedoch das Urteil über den Verbrecher ab - und nicht nur das Urteil, das Gott am Ende über ihn fällt, nein, sondern ganz konkret auch das Gerichtsurteil, dass in dieser Welt über ihn verhängt wird.

Fakt ist doch, dass niemand weiß, was nach dem Tod einen erwartet. Die Vorstellung eines Gerichts, dass über einen abgehalten wird, ist dabei nicht einmal ein urchristliches Merkmal, sondern taucht bereits in der Religion der alten Ägypter ganz konkret auf.

Wird dem Mörder also vergeben werden? Diese Frage ist viel zu polemisch gestellt. Sie soll einzig und allein den Erlösungsgedanken bekämpfen und benutzt dabei das Mittel, den Frageleser emotional aufzuwühlen. Dabei bildet sich der Leser ein Urteil. Ein gläubiger Mensch fühlt sich dabei genötigt, seine Glaubensprinzipien (hilflos) zu verteidigen. Ein Atheist sieht in dieser Frage die Bestätigung, dass Glaubensregeln nichts als Humbug sind.

Doch das sind sie eben nicht ausschließlich. Natürlich ist die Argumentation über Vergebung hilflos und in einer Diskussion auch hoffnungslos unterlegen, weil sie eben Schwachpunkte hat - doch diese Schwachpunkte haben eben wir Menschen, da wir die Komplexität des Vergebungsprinzip gar nicht erfassen können. Letzlich ist diese Vergebung eben eine Sache, die der Gläubige demutsvoll Gott überlässt - und das ist auch gut so. Ein Mensch kann bei dieser Frage nur auf eine falsche Antwort kommen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Hmm... Ich glaube ich poste diesen Kommentar auch mal als Antwort auf die eigentliche Frage :D

Kommentar von Andrastor ,

Alle Regeln, alle Gebote, alles religiösen Vorschriften, sind von
Menschen gemacht worden, um miteinander, aber auch mit Gott in Frieden
zu leben.

Womit du bei Punkt A bist. Wie kannst du behaupten das all dies von Menschen erfunden worden sei, wenn wir doch ein Schriftstück haben, das von sich selber behauptet das Wort Gottes zu sein?

sondern ganz konkret auch das Gerichtsurteil, dass in dieser Welt über ihn verhängt wird.

Aber Gott ist kein menschliches Gericht. Wir haben nur begrenzte Informationen wie über den Menschen im Jenseits gerichtet werden wird und diese entnehmen wir der Bibel.

Wenn wir dieser nicht glauben können, können wir an die Existenz Gottes an sich nicht mehr glauben, denn alles was wir von ihm wissen, entnehmen wir der Bibel.

Fakt ist doch, dass niemand weiß, was nach dem Tod einen erwartet.

Wofür haben wir die Bibel? Die beantwortet diese Fragen sehr konkret.

Wird dem Mörder also vergeben werden? Diese Frage ist viel zu polemisch gestellt.

Ist sie nicht, auch wenn du das gerne hättest. Wir haben 2 Möglichkeiten: Vergebung oder Bestrafung, die Bibel und das Christentum selbst sind unsere Informationsquellen und wenn wir uns auf diese nicht verlassen können, ist die gesamte Religion hinfällig.

Ein Atheist sieht in dieser Frage die Bestätigung, dass Glaubensregeln nichts als Humbug sind.

Sind sie auch

weil sie eben Schwachpunkte hat - doch diese Schwachpunkte haben eben wir Menschen,

FALSCH

Diese Schwachpunkte ergeben sich einzig und alleine aus den Informationsquellen Religion und Bibel.

Die Ausrede, wir könnten Gott nicht verstehen oder begreifen ist nur ein willkommener Fluchtweg um Logikfehler und Schwächen in der Religion zu verwischen.

Tatsache ist, das wenn Gott unlogisch reagieren würde, er nach reiner Willkür handelt und der Gedanke der Willkür eines omnipotenten Wesen hilflos ausgeliefert zu sein ist nicht wirklich im Sinne der Religion.

Außerdem warum gibt er uns überhaupt ein Regelwerk, wenn er sich selber nicht daran hält?

Die Schwächen die hier auftreten entstehen daraus, dass die Bibel und die Religion die auf dieser aufbaut alles menschliche Erfindungen sind, die nicht gut genug durchdacht sind.

Alles Lüge und Betrug. Märchenstunde.

Kommentar von RudolfFischer ,

@Andrastor: Ob jemand in den Himmel kommt oder nicht, lässt sich nicht mit einem Flussdiagramm entscheiden. Du hast entscheidende Defizite in deinem Wissen über christlichen Glauben allgemein.

Kommentar von Andrastor ,

Das ist eine Unterstellung, nichts weiter. Genausogut könnte man behaupten, du hättest Defizite, weil du meine Ausführungen offenbar nicht verstehst.

Antwort
von AsylumShaco, 27

Wenn er wirklich reue zeigt und einen neu anfang will dann wird ihm nach der Bibel vergeben.

Antwort
von 666Phoenix, 12

Würde Jesus / Gott einem Mörder vergeben der Reue zeigt, der eine Mutter und ihre 4 jährige Tochter getötet hat?

Na aber! Der hat doch so ziemlich allen seinen Missionaren, die Krankheiten und Rauschmittel in die Welt geschleppt, Zwangsmissionierungen betrieben und viele Urkulturen vernichtet haben, "vergeben"!

Warum sollte "er" da nicht einem Mörder vergeben?? 

Mutter und 4-jährige Tochter?? Na und? Viele Tausende Mütter und Töchter, Söhne, Andersgläubige, untreue Ehegatten, Homos, Tiere, Sklaven usw. sind schon in "seinem" Namen getötet worden! 

Und immer mit "seiner" freundlichen Anteilnahme und Zustimmung. 

Antwort
von Zischelmann, 8

Ein psychopathischer Mörder kann gar keine  Reue empfinden

Nur vor Gericht weinen manche dann aus Selbstmitleid

oder sagen das es Ihnen leid tut, weil es ihr Verteidiger ihnen riet

Gott hat zwar Vergebung für jeden, jedoch Reue muss ernst sein und es muss auch Buße erfolgen

Gehen wir mal davon aus das der von Dir genannte Mörder geistig nicht krank ist-er hat die Mutter mít  dem Kind aus Hass getötet

War zum Beispiel seine Ex-Freundin.

Reue muss ernst sein-nicht aus Angst vor einer Hölle oder um vor den Menschen als reuiger Mensch dazustehn,

Antwort
von dawag, 28

Jeder Mensch ist Sünder! Wenn man seine Sünden bekennt, d.h. wenn man sie (von ganzem Herzen) bereut, vergibt Gott einem seine Sünden.

Gruß

Daniel

Kommentar von dawag ,

Gott hat damals seinen Sohn Jesus gesandt. Er ist für uns gestorben. Für jeden Menschen auf dieser Welt. Man muss es nur annehmen.

Antwort
von Viktor1, 30

Hier geht es nicht darum ob Gott vergibt, sondern ob derjenige sich selbst vergeben kann.
Ich denke mal - wenn er nicht psychisch belastet ist, nein.
Ansonsten wird dem Menschen so vergeben wie er von seinem Unrecht abrückt, umkehrt, und auch anderen ebenso vergibt - nach der Botschaft Jesu.
Wie andere Religionen dies sehen oder weiß ich nicht.

Antwort
von MehrPSproLiter, 73

Ja, er könnte vergeben.

Antwort
von chrisbyrd, 27

Das Kind wird nach seinem Tod wahrscheinlich bei Gott im Himmel sein und ein wundervolles Leben haben.

Aus menschlicher Sicht ist dieser schlimme Mord kaum zu entschuldigen. Aber sogar nach unserem Strafgesetz wäre der Mörder nach Ablauf der Strafe (lebenslang = ca. 15 Jahre) wieder frei und rehabilitiert (aus der Sicht des Gesetztes.

Nach der Bibel ist Vergebung immer möglich: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Wichtig ist aber die Buße (= Änderung der Gesinnung), die mit der Sündenvergebung einhergehen muss. Jesus hat immer wieder zur Buße aufgerufen. Es geht also nicht darum, um Vergebung zu bitten und diese Sünde immer wieder zu tun. Oder man bittet um Vergebung und meint es gar nicht ernst. Gott sieht das Herz an.

Die Bitte um Vergebung muss also aufrichtig und mit dem Ziel verbunden sein, die begangenen Sünden in der Zukunft möglichst zu vermeiden.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ohne jetzt persönlich zu werden, deine Argumentaion ist angreifbar und hat viele Schwachpunkte. Außerdem machst du viele sachliche Fehler.

Das Kind wird nach seinem Tod wahrscheinlich bei Gott im Himmel sein und ein wundervolles Leben haben.

Hat es nicht. Es ist tot. Möglicherwise hat es seinen Seelenfrieden und die Paradiesische Form des ewigen Lebens.Der Begriff ist aber ein Wesenzustand und nicht mit dem bilogischen Begriff des "Lebens" gleichzusetzen. Das ewige leben ist außerdem nicht "wundervoll", weil Wunder laut Definition ein eingreifen Gottes in die diesseitige Welt sind. Und zuletzt die spitze Frage: Woher weißt du, dass das Kind sündenfrei und bußfertig ist? Vielleicht ist es ein kleiner, rotzlöffeliger Satansbraten, welches den Mann erst zu dieser Tat gereizt hat. Auch Kinder können Sünden begehen, siehst du jeden Tag auf dem Schulhof. (Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint und nur hypothetisch, ich gehe generell auch davon aus, dass Kinder unschuldig sind.)

(lebenslang = ca. 15 Jahre)

Nein. In Deutschland wird ein Mörder generell zur lebenslangen
Freiheitsstrafe verurteilt. Bei Totschlag gibt es ein geringeres
Strafmaß von bis zu 15 Jahren. Der Unterschied zwischen Mord und
Totschlag ist die Feststellung eines Mordmerkmals (z.B. Habgier,
Verdeckung / Ermöglichung einer Straftat, Rache, Grausamkeit...) Zwar kann ein Mörder nach 15 Jahren die Bewährung beantragen, doch in dem oben genannten Beispiel ist es wegen des Doppelmords und dem Mord an demKind doch wohl eher zu erwarten, dass das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellt - und dann kommt der Täter nie wieder auf freien Fuß.

Wichtig ist aber die Buße (= Änderung der Gesinnung), die mit der Sündenvergebung einhergehen muss.

Ebenfalls Nein. Die Buße ist nicht allein die Änderung der Gesinnung.
Dies bezeichnet man eher als Erreichen der Bußfertigkeit. Die Buße
äußerst sich hingegen in selbstauferlegtem Leid (zum Beispiel wenn sich der Mörder freiwillig stellt und seine Tat wieder gut machen will, in dem er auch die Konsequenzen trägt). Ob die Bußfertigkeit allein bereitszum Erlangen der Vergebung ausreicht, ist ein theologischer
Streitpunkt.

Die Bitte um Vergebung muss also aufrichtig und mit dem Ziel verbunden sein, die begangenen Sünden in der Zukunft möglichst zu vermeiden.

Nicht nur möglichst!Das Wort "möglichst" relativiert. Der Schuldige musssein Fehlverhalten komplett einsehen und darf es nicht nur niemals wiederholen, er darf nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden. Du widersprichst dir durch dieses kleine Wort selbst, wenn du hinterher noch den argumentativen Vorschlaghammer mit der Aufschrift "Gott sieht das Herz an" hervorholst.

Kommentar von KaeteK ,

So wie du argumentierst, gehe ich davon aus, dass du kein Christ bis.

. Es gut, dass wir Christen Sein Wort in Händen halten dürfen und glauben dürfen, was dort steht. 

Kinder je nach Alter können noch gar nicht für ihre Sünden verantwortlich gemacht werden, weil sie gar nicht die Folgen richtig erfassen können.

Ich zitiere:

„Alter der Verantwortung“

Aber was ist mit der Erbsünde? Und wo bleibt der Glaube? Eine
Möglichkeit ist das „Alter der Verantwortung“. Damit ist ein Alter
gemeint, wo der Mensch die Fähigkeit erlangt, Gott anzunehmen oder abzulehnen. Folgen Gründe sprechen dafür:

    Angenommen ein Kind stirbt. Es kommt ins Gericht Gottes, wird
    verurteilt und anschließend in die Hölle geworfen. Dieses Kind würde
    nicht verstehen, warum es gerichtet wurde und diese Qualen in der Hölle
    erleidet. Ein Kind weiß zwar, dass Ungehorsam den Eltern gegenüber zur
    Strafe führt; die ewige Strafe für Sünde könnte es aber nicht verstehen.
    Auch hätte es nie Gott selbst abgelehnt. Kritiker wenden ein, dass es nicht darum geht, Sünde zu verstehen. Gottes Heiligkeit fordert eine Verdammung! Dies ist sicher richtig. Doch muss man hier zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden. Denn spricht die Bibel an vielen Stellen davon, dass schlechte Taten und die persönliche Ablehnung Gottes gerichtet werden (Jer 17,10; 2Kor 5,10). Welche Taten würde Gott bei einem Kind richten? Und inwieweit führt ein Kind diese Taten in einer bewussten Entscheidung durch? Ob ein derartiger Richterspruch Gottes über Kinder sinnvoll wäre, bleibt Spekulation. Die Bibel sagt hierzu nichts. Ein sechsjähriges Kind, welches aus Zorn einem anderen Kind mit einem Spielzeug auf den Kopf haut, ist bestimmt auch nicht unschuldig. Es geht hier aber nicht darum,ob ein Kind frei von jeder Schuld oder ohne Sünde ist. Denn von der Erbsünde her gesehen, ist ein Kind verdammbar. Der Punkt ist:Zwischen Kindern und Erwachsenen bestehen Unterschiede, weil ein Kind die Folgen einer Tat völlig anders einschätzt.Kinder haben einen besonderen Status, weil sie nicht bewusst sündigen oder sich ihrer Taten nicht bewusst sind. Folgende Geschichte verdeutlicht das: Das Volk Israel murrt gegen Gott. Wer murrte – ab einem Alter von 20 Jahren an – musste in der Wüste sterben (4Mo 14,29-31). Nur Kinder durften in das Verheißene Land, weil sie „Nicht wissen, was gut und böse ist“. Ein Kind kann also noch kein moralisches Urteil fällen (vgl. 5Mo 1,39; Mi 3,2; Am 5,14). Dies könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Kinder frei von moralischer Verantwortung sind. Rein rechtlich wäre ein Kind verdammbar, tatsächlich rechnet Gott aber die schlechten Taten bis zu einem gewissen Alter nicht an. Der von der Bibel geforderte Glaube wäre erst dann notwendig, wenn das heranwachsende Kind dieses „Alter der Verantwortung“ erreichen würde.

Zwischen fünf und zwölf

Zwischen Kindern und Erwachsenen bestehen Unterschiede, weil ein Kind die Folgen einer Tat völlig anders einschätzt

Wann dieses Alter erreicht ist, kann man nicht genau festlegen.
Vielleicht ist es wie mit dem eigenen Bewusstsein: Irgendwann war es da,aber den genauen Zeitpunkt kennt man nicht. Als Erwachsener weiß man imNachhinein, dass man als Kind böse Dinge getan hat und voller Sünde war(vgl. Ps 51). Als Kind kann man dies noch nicht erkennen. Das Alter hängt auch vom jeweiligen Entwicklungszustand ab. Bei gesunder Entwicklung müsste es zwischen fünf und zwölf Jahren liegen. Es ist wohl der Zeitpunkt, wo ein Individuum seine moralischen Urteile versteht.

Im Alter der Verantwortung liegt auch ein Schlüssel, wie das Problem
der Erbsünde gelöst werden kann: Gott rechnet sie den Kindern nicht an.
Der Mensch wird in den sündigen Zustand hineingeboren. Für Gott ist die Erbsünde aber offenbar kein Hindernis. Die Bibel erzählt einige
Beispiel, in denen der Heilige Geist Kinder schon im Mutterleib erfüllte
(vgl. Jer 1,5; Lk 1,15).

Wie die Erbsünde genau gesühnt wird, erklärt die Bibel nicht. Und
weitere Fragen bleiben offen: Warum vernichtete Gott Sodom und Gomorra inklusive Kinder? Warum musste das Volk Israel bei der Landnahme den Bann auch an Kindern vollstrecken?

Antworten sind hier Mangelware. Allerdings muss das kein Widerspruch sein. Denn Gott lies auch Davids Sohn, aufgrund der Sünde Davids, sterben. Und dennoch konnte David die Hoffnung haben, dass er seinen Sohn im Himmel wieder sehen wird. Warum Gott so handelt, bleibt wohl ein
Geheimnis.

Quelle https://bibelbund.de/2015/02/kommen-kinder-in-den-himmel/

Antwort
von vetkoalamed, 74

Aus theologischer Sicht würde Gott bei völliger Reue vergeben, ja. Durch Jesus Christus ist die Vergeltungslehre ja aufgehoben.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Vergeltungslehre ?

Kommentar von vetkoalamed ,

Vergeltungslehre bedeutet banal gesprochen: man kann dem reich Gottes nicht näher kommen, weil die eigenen Eltern, die eigenen Kinder oder man selbst gesündigt haben/hat.

Antwort
von Mistserx1, 74

Jesus ist für die Sünden aller Menschen gestorben.Egal was du machst und tust wenn du an Gott glaubst und du bekennst das du gesündigt hast so wird Jesus dir vergeben.

Kommentar von Thelostboy342 ,

Klingt echt ziemlich gutgläubig

Kommentar von Garfield0001 ,

warum? Gott schaut nicht auf die Lippen sondern ins Herz. Er lässt sich nicht blenden, nur weil jemand mal "Verzeihung" gesagt hat - und im Herzen ist immer noch Hass bzw. das "Wissen" dass die Tat doch gut war.

Antwort
von stoffband, 20

Gott darf nicht alles verzeihen. Sowas ist eine der größten Sünden bei Gott! Wie er es dann ahntet weiß nur Gott allein. Ich bin mir sicher dass Gott richtig entscheiden wird. Gott liebt und straft!

Antwort
von josef050153, 17

Lies einmal Luk 23:39-43. Das beantwortet deine Frage am besten.


Antwort
von Bestie10, 42

 „Der Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“

so die Bergpredigt

Antwort
von reisil95, 19

Zu 100% JA!!!
Denke mal an die Geschichte von Paulus. Er hat Christen verfolgt! Er hat viele con ihnen getötet! Und Gott war nicht nur bereit ihm zu vergeben, sondern brauchte Paulus um sein Reich zu bauen! Er sah in Paulus so viel gutes (während menschen noch den mörder in Ihm sahen).
In Micha 7,19 steht geschrieben: Er (Gott) wirft unsere Sünden ins tiefste Meer!

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