Frage von 7vitamine, 223

Würde jemand auch aus Verzweiflung ein Pakt mit dem Teufel eingehen?

Hi..

Also wenn es einem seit Jahren nicht mehr gut geht und auch weiterhin keine Besserung in Sicht ist, würdet ihr auch ein Pakt mit dem Teufel eingehen?

Ich habe ab und zu gesagt, dass wenn es ihn gibt der mir erscheinen soll, doch gekommen ist der nie.. ich weiss ja dass das böse im uns ist, falls man das den Teufel nennen kann, aber manchmal wäre der Reiz da falls es den gäbe.

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Antwort
von pingu72, 145

Nein, ich würde alles tun (bzw habe alles getan) damit es mir wieder gut geht. Der Teufeltyp kann mir gestohlen bleiben ;)

Lies mal das Buch "einmal Hölle und zurück", da geht es um einen Jungen der in einer Satanssekte war - gar nicht lustig....

Kommentar von 7vitamine ,

Da bin ich froh für dich, dass du die Kurve gekriegt hast, ehrlich.

Nein, eine Sekte will ich ja auch nicht, nur der Klassiker mit der Seele ;)

Kommentar von pingu72 ,

Danke

Tja, da kannst du lange drauf warten... Dann sieh lieber zu dass du die Kurve auch noch nimmst, noch ist der Zug nicht abgefahren ;)

Antwort
von PWolff, 100

Ich würde für mich nicht die Hand ins Feuer legen, dass ich nicht irgendwann so mürbe bin, dass ich für eine kurzfristige Erleichterung meine Seele verkaufen würde.

Ansonsten: Der Teufel ist intelligenter als wir alle zusammen und ein sehr unangenehmer Gläubiger.

Antwort
von vonGizycki, 90

Grüß Dich 7vitamine!

Das würde ich so nicht sagen. 

Albert Schweizer sagte einmal: Ich bin Leben das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

Und da ist jeder Strohhalm hilfreich, der das ermöglicht, doch der ist bei einem Arzt zu finden. Und wenn der ein Verbrecher ist und es gibt sonst keine Hilfe, dann ist das immer noch besser als gar keine Hilfe. Aber deswegen ist das noch nicht als ein "Pakt mit dem Teufel" zu werten. Den gibt es ja sowieso nicht.

Ich würde allerdings mir kein Organ einsetzen lassen, wenn ich weiß, das es einem chinesischen Gefangenen zwangsweise entfernt wurde. Zur Zeit ist das ja herausgekommen. Wenn ich schon sterben muss, dann mit reinem Gewissen. Dann hoffe ich weiter, das es einen anderen Spender gibt, vorausgesetzt man erfährt überhaupt wirklich, wo das Organ herkommt. Es gibt Werte in manchen Situationen, die ethisch höher stehen, als die Sorge um das eigene Leben.

http://www.spiegel.de/panorama/organhandel-in-china-ausschlachten-hingerichteter...

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von PieOPah, 50

Hallo 7vitamine.

Um einen solchen Gedanken zu denken, muss man wirklich verzweifelt sein. Es gibt Fälle, wo Einsamkeit und Verzweiflung und Krankheit genau zu dem von dir beschriebenen Ergebnis geführt haben.

In deinem Glaubensbild kommt das Böse normalerweise von der Person, mit der du einen Pakt einzugehen gedenkst.

Bei Geiseln nennt sich das Stockholm-Syndrom (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom). Du sympatisierst dich mit deinem Peiniger. Das Phänomen ist bekannt, aber noch nicht vollständig erklärbar.

Ich kann deine Situation gut nachempfinden. Viele Christen müssen schwere Zeiten durchmachen, die bis zur völligen Verzweiflung gehen und nur für einen Moment der Erleichterung alles zu tun bereit sind. Sogar den eigentlichen Peiniger als Freund anzusehen.

Es ist eine falsche Freundschaft. Dein Peiniger versucht weiter, sein Ziel zu verfolgen. Dabei brauchst du nicht darauf zu warten, dass er sich dir zeigen wird. Das würde ja deinen Glauben stärken. Denn wenn es diesen Peiniger gibt, gibt es auch Gott.

Bei mir war es letztlich anders. Meine "Pein" endete, als sich Gott zeigte. Ein erstmal peinlicher Moment - ich hab mich ziemlich geschämt. Naja, dann kam das Begreifen und es wurde eine Freundschaft der außergewöhnlichen Art.

Übrigens sind meine gesundheitlichen Probleme alle verschwunden. Vor allem für die Schmerzfreiheit bin ich wirklich dankbar. Das war echt unangenehm.

Gib nicht auf. Mehr kann ich dir im Moment nicht mit auf den Weg geben. Gott existiert wirklich. Und er hilft wirklich. Verliere bitte nicht deinen Mut und dein Vertrauen.

Antwort
von Meatwad, 57

Kann man machen. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, daß es den Teufel nicht gibt, und daß man ihm von daher, wenn es einem danach besser gehen sollte, nichts schuldig ist.

Aber der Weg zu einem Psychologen oder Arzt wäre in jedem Fall sinnvoller.

Antwort
von SchizoSync, 85

Such dir einen guten Therapeuten. Gute Besserung

Antwort
von sarahj, 76

kannst Du ruhig machen - es gibt keinen Teufel.
Plazeboeffekt hilft ja in einigen Fällen

Kommentar von Latexdoctor ,

rofl, wegen dir verliere ich noch alle Kunden ;)

Kommentar von sarahj ,

keine Angst, da gibt es noch genügend Snakeoil-Kunden, liebster Lou Cypher ;-)

Antwort
von Mortyy, 88

Also ich bin nicht gläubig, und da ein Pakt mit Sagengestalten wenig hilfreich ist brauche ich ihn auch nich eingehen

Kommentar von 7vitamine ,

Aha, und Gott ist real oder wie?

Kommentar von Mortyy ,

Nein, der ganze Kram mit Gott und Religion ist mMn nicht real, sondern nur von Menschen ausgedacht. Das ist ja auch keine schlechte Sache, indem Moment in dem es einem nicht so gut geht braucht man irgendwas an das man glauben kann. Aber ich sehe keinerlei Sinn heutzutage noch an irgendetwas davon zu glauben. Alles Physik und Chemie :)

Antwort
von Sorrisoo, 81

Ich bin seit über einem Jahr krank. Aber ein packt mit dem😈 käme nie in Frage

Kommentar von 7vitamine ,

Dann wünsche ich dir gute Besserung, wenn das möglich ist.

Gut hast du noch einen starken Willen.

Kommentar von Sorrisoo ,

Ich hoffe dass ich irgendwann wieder gesund werde. Ich habe einen starken Willen und kämpfe. Wenn man aufgibt hat man verloren. Dir auch alles gute🍀

Antwort
von viktorus, 36

Weniger aus "Verzweiflung", mehr aus "Verführung" (5.Mose 30,15; 1.Tim.5,15; Offb.12,9).

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