Würde ich mit meinen Visionen Erfolg in der Politik haben?

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10 Antworten

"Visionen" - ein bekannter, vor nicht allzu langer Zeit verstorbener Staatsmann hat mal geäußert:

"Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen!" (Quelle z. B.: http://www.zeit.de/2010/10/Fragen-an-Helmut-Schmidt/seite-4)

Dabei sind es eigentlich keine "Visionen", sondern - wenigstens zum Teil - durchaus realistische Vorstellungen, die bereits angedacht und notwendig sind.

Beispielsweise ist die EU mindestens schon eine "Europäische Konföderation" souveräner Staaten, die allerdings mit ihrem Versuch einer Verfassung leider bereits einmal gescheitert ist. Der Vertrag von Lissabon ist ein Ersatz, allerdings ein völlig unzureichender! Jedoch wird es in nicht allzu ferner Zukunft eine solche Verfassung geben, selbst wenn diese zunächst nur von einem Kerneuropa beschlossen und eingeführt werden sollte. Ein Europa der "unterschiedlichen Geschwindigkeiten" halte ich durchaus für sinnvoll, um endlich im EU-Staatsbildungsprozess voranzukommen.

Die EU bemüht sich um eine gemeinsame Außenpolitik, wofür in der Europäischen Kommission ein EU-Außenkommissar (Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik) zuständig ist. Eine gemeinsame Außenpolitik sollte auch die Möglichkeit umfassen, ggf. militärisch effektiv aufzutreten. Dazu bedarf es einer nicht zu kleinen, hochtechnisierten und schlagkräftigen Armee mit allen Waffengattungen. Eine gemeinschaftlich finanzierte EU-Armee entlastet die Einzelhaushalte der EU-Mitgliedsstaaten und belässt diesen umfangreiche Finanzmittel, die sinnvoller in anderen Bereichen eingesetzt werden können. Diese Idee einer EU-Armee ist keineswegs neu und von prominenter Seite, u. a. vom Kommissionsvorsitzenden Juncker, auch bereits vorschlagen worden. Aber solche Projekte brauchen ihre Zeit in Europa.

Dass die EU in den Mitgliedsländern Bildungsbemühungen und auch Universitäten finanziell unterstützt, dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings gehört "Bildung" zu den Souveränitätsrechten der Einzelstaaten, auf die sie gegenwärtig nicht verzichten werden. Die Verhältnisse sind in manchen Ländern auch recht kompliziert. In der Bundesrepublik beispielsweise müsste nicht nur der Bund auf seine Kulturhoheit, sondern müssten auch alle Bundesländer auf ihre Kulturhoheit verzichten. Eine solche Entwicklung ist derzeit nicht absehbar.

Was die Religionsfreiheit angeht: sie ist nach europäischem Recht und nach dem Recht der Mitgliedsländer vollkommen gesichert!

Dringender wäre eine europäische Sozialpolitik, die dafür sorgt, dass allen Menschen in Europa eine Mindestsicherung zum Lebensunterhalt gewährt werden könnte!

MfG

Arnold

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Nein, keine Chance.
Schon am Punkt 1 würdest Du scheitern.
Der Libanon-Vertrag sollte ehedem zur Verfassung geputscht werden.
In Deutschland konnte nur das BverfG Altkantler Schröder (SPD) bremsen.
Der Nationalstaat it die Verfassungswirklichkeit in Europa.

Die bestehenden Ungleichheiten in Europa lassen sich nicht mit einer romantischen Verfassung beseitigen.

Die Unabhängigkeit von Forschung sollte ebenso nicht der Abhängigkeit von Wirtschaft ausgesetzt werden.
Bildung ist hoheitliche Aufgabe, aus historischen Gründen.

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Ich muss dich enttäuschen, damit wirst du wohl kaum Erfolg haben. Zumal Europa aktuell zerfällt und sie sich kaum in irgendwas einigen können

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Ich würde dich nicht wählen, weil mehrere Punkte das Gegenteil von dem sind, was ich mir wünsche: Universitäten sollten unabhäniger von der Wirtschaft werden;

Religion sollte Privatsache sein, so dass Kirchen nicht mit Steuergeldern gefördert werden sollten. Stattdessen sollte man die Kirchen lieber an die kurze Leine nehmen, das Glockengebimmel genauso verbieten wie den Ruf der Mudschaheddin (oder wie die heißen). Dass die Kirche ihre Mitgliedsbeiträge durch staatliche Institutionen eintreiben lässt, finde ich auch nicht in Ordnung; und dass es so schwer ist, die Mitgliedschaft zu kündigen.

Einige andere deiner Punkte werden sowieso mit der Zeit eingeführt werden, abgesehen vom letzten ;-)

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Unmöglich. 

Der Mensch ist ein Tier, welches genau dies nicht möchte. In der Politik kommst du mit solchen "Wünschen" nicht weit. Mit Lügen und die "Armen" Menschen noch ärmer machen, kommst du weit :) 

Denke mal darüber nach wie Reichtum und Armut ensteht und wie "Frieden" , denn hergestellt werden kann, wenn der Mensch an sich schon egoistisch und nach Ruhm strebt.

Der Mensch will dies nicht.

Desweiteren werden die Menschen sowieso dauerhaft von Links-Propaganda etc. kontrolliert. Die meisten denken nicht mehr. Sie werden geführt und dementsprechen ausgenutzt. = SO wie es uns von klein auf schon eingetrichtert wird. 

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Angesichts der gesellschaftlichen Stimmungen in Europa hättest Du damit unter den gegenwärtigen Voraussetzungen wohl eher überschaubaren Erfolg.

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Alles schon viel zu oft gelesen. 

Meine Prognose: In den nächsten 100 Jahren (ohne eine große Katastrophe etc.) halte ich das meiste davon für unrealistisch. Gerade in Zeiten wie heute, in denen eine Rückbesinnung auf Lokalitäten stattfindet und supranationale Gebilde auf eine Legitimationskrise stoßen. 

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Die ersten beiden Punkte würden zum Untergang führen.

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Bin ehrlichgesagt nur für Punkt 6

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Helmut Schmidt hat etwas über  "Visionen" gesagt,

das Dich sehr verunsichern  würde........ !




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