Frage von PapstJust01, 369

Würde Gott auch existiert auch wenn niemand an ihn glaubt?

Und ????

Bitte Begründen !!!

Antwort
von AKarenina, 153
KP

Eine kluge Frage! Wenn ich mich recht entsinne, war es Nitzsche, der sagte, "Nicht Gott hat die Menschen erschaffen, sondern die Menschen haben Gott erschaffen." (neben ihm haben das aber auch andere, ggf. in abgewandelter Form,  gesagt und womöglich war Nitzsche auch nicht der erste)

Ich sehe das ganz ähnlich. Ich glaube, dass Gott "erfunden" wurde, weil es einfach so viele Dinge gibt, die sich der Mensch nicht erklären konnte bzw. auch heute nicht erklären kann. Wie ist die Erde entstanden? Wo kommen die Menschen und all die anderen Lebewesen her? Warum gibt es (Natur-)Katastrophen? Warum gibt es "Wunder", dass ein Mensch beispielsweise einen Sturz aus erheblicher Höhe überlebt? Da muss doch eine höhere Macht im Spiel sein?! 

Und oft hilft die Vorstellung, dass es ein höheres Wesen gibt, das einen Plan für einen hat, vielen Menschen, z. B. harte Zeiten durchzustehen. Angenommen, dass dies alles u. a. die tatsächlichen Gründe dafür sind, warum Gott existiert - dass er also durch den Glauben der Menschheit erschaffen wurde, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass Gott nicht (mehr) existiert, würde keiner an ihn glauben. 

Ich persönlich bin übrigens im eigentlichen Sinne Agnostikerin und möchte an dieser Stelle auch noch Sokrates zitieren: "Ich weiß, dass ich nichts weiß."

Kommentar von Chaoist ,

Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.

Ludwig Feuerbach

Friedrich Nietzsche hingegen, ist bekannt für seine Aussage

Gott ist tot.

Womit er meinte, dass so gut wie, oder in absehbarer Zeit, niemand mehr an ihn glaube.

Kommentar von AKarenina ,

Ah, danke für den Hinweis. Ich habe das wohl verwechselt, da ich dieses Zitat mal im Rahmen eines Referates über Nitzsche hörte... Beim nächsten Mal höre ich aufmerksamer zu. ;) Aber das berührt ja die Kernaussage meines Kommentars nicht.

Kommentar von KaeteK ,

Es haben sich vor Nietzsche und nach Nietzsche schon viele Menschen geirrt - Ihr Irrtum ist ihn und wird ihnen zum Verhängnis werden. Gott lässt sich nicht spotten. Darum halte ich es wie Hiob:

Hiob 19 25
Und ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen

lg

Kommentar von realsausi2 ,

Gott lässt sich nicht spotten.

Hä? Ich mache das doch ständig. Und nix passiert.

Der alte Zausel ist entweder tot oder hat anderes am Hut.

Kommentar von nowka20 ,

@AKa!

wenn das mit sokrates stimmt, ist dein ganzer text nonsens

(nachdenken ist besser als nachplappern)

Kommentar von AKarenina ,

(nachdenken ist besser als nachplappern)

Diese Unterstellung ist hier vollkommen deplatziert. Ich habe nicht nur "nachgeplappert", sondern in meine Gedankengänge Zitate eingebaut, die mich inspirierten.

Ja, es ist so, dass ich aus wissenschaftlicher und logischer Sicht vermute, dass Gott eine Erfindung des Menschen ist. Daraus resultieren meine erstgenannten Erläuterungen. Mangels eindeutiger Beweise stelle ich mich aber auch nicht hin und streite jegliche Existenz einer höheren Macht ab. Sokrates' Ausspruch erschien mir da sehr passend. Und ich denke, dass gerade bei diesem Thema NIEMAND wirklich wissen, sondern nur mutmaßen kann. 

Antwort
von dompfeifer, 18

Jeder Glaubensinhalt unterstellt einen Glauben. Vorstellungen von virtuellen allmächtigen Befehlshabern im Hinterkopf, dem das Individuum seine Taten und Untaten rechtfertigt, verdanken ihre Verbreitung natürlich auffindbaren spirituellen Verhältnissen dazu.

Wenn die zeitgemäßen Götter ihre Glaubensbasis verlieren würden, dann würden sie natürlich als historische Mythen so weiter existieren wie z.B. griechische, germanische oder römische Götter.

Antwort
von Etter, 114
KP

Warum kP? Nun es ist eig. recht simpel. Für das Gedankenexperiment fehlt es an Definitionen. Welche Art von Existenz ist gemeint? Eine ideelle Existenz ist nur vorhanden, da Menschen an sie glauben (soweit meine Ansicht). Eine materielle ist allerdings auch vorhanden, wenn man nicht dran glaubt.

Jetzt kommen wir aber zum Problem, dass Gott nicht nachweisbar ist. Aus diesem Grund kategorisiere ich ihn unter immateriell. Somit bleibt nur noch die ideelle Existenz. Wenn allerdings keiner dran glaubt, dann fällt die auch weg.

Antwort
von Eselspur, 101
Ja

unabhängig ob du an Gott glaubst oder nicht - seine Existenz oder Nichtexistenz ist nicht von unserm Glauben oder Unglauben abhängig. 

Die Rede von "Gott ist tot" ist übertragen gemeint, und meint den Gottesgedanken in uns.

Antwort
von Chaoist, 127
Nein

( persönliche Meinung )

Antwort
von Efinio, 151
Ja

Wenn er existieren würde, dann ja. 

Antwort
von realsausi2, 54

Es ist ja selbst z.Z., wo noch viele an Götter glauben, völlig ungewiss. ob es sie gibt.

Es gab eine lange Zeit auf der Erde, da gab es gar keine Menschen. Also niemanden, der zu glauben überhaupt in der Lage gewesen wäre.

Tatsächlich ist es sinnvóll anzunehmen, dass Götter nur in den Köpfen derer existieren, die an sie glauben. Also ohne Gläubige wäre auch das Konzept "Götter" hinfällig.

btw: Was heißt "KP"?

Kommentar von CalicoSkies ,

KP heißt normal "Kein Plan" oder sowas in die Richtung :)

Kommentar von realsausi2 ,

Ach so. Da hatte ich also keinen Plan, was das heisst. Wieder was gelernt.

Antwort
von JTKirk2000, 79
Ja

Wenn Gott nichts weiter ist, als eine Erfindung des Menschen, so existiert er nicht, egal ob man an ihn glaubt, oder nicht.

Wenn Gott aber mehr ist, als eine reine Erfindung des Menschen, so ist es ebenfalls für seine Existenz egal, ob man an ihn glaubt oder nicht, denn dann existiert er, unabhängig ob man an ihn glaubt. Mit letzterem ist es ähnlich wie mit den existenziellen Grundlagen des Universums, welche wir in Form von Naturgesetzen zu verstehen versuchen. Das Universum gab es vermutlich gute 13 Milliarden Jahre bevor es den Menschen gab und etwa 9 Milliarden Jahre, bevor es unser Sonnensystem gegeben hat. Es existierte also schon lange bevor wir Erkenntnisse über dessen existenzielle Wahrheit gesammelt hatten. Ebenso wie diese existenzielle Wahrheit, die für die Existenz des Universums unabdinglich ist, unabhängig von ihrer Erkenntnis existieren kann, ist es auch mit Gott, sofern er nicht eine reine Erfindung des Menschen ist.

Ich weiß nicht, ob Gott eine reine Erfindung des Menschen ist, aber ich glaube daran, dass Gott den Menschen erschaffen hat und nicht umgekehrt. Denn das Universum gab es schon lange vor dem Menschen und auch das Universum muss eine Ursache haben, die, weil es in dessen Anfang ein Ereignis gab, welches ursächlich für die uns bekannte Raumzeit ist, in einem transzendenten Verständnis von Raum und Zeit liegen muss, was nach meinem Verständnis für die Existenz Gottes sprechen würde. Letzteres ist der Grund für meine Abstimmung.

Kommentar von realsausi2 ,

auch das Universum muss eine Ursache haben,

Warum dass denn?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Weil alles im Universum selbst auch eine Ursache hat. Das Anfangsereignis muss danach auch eine Ursache haben, und da die Zeit im Universum erst nach diesem Anfangsereignis stattfand, liegt diese Ursache nicht in der Raumzeit, die sich wissenschaftlich innerhalb der uns bekannten Perspektive nachweisen lässt. Ebenso ist es daher auch mit dem Universum.

Kommentar von realsausi2 ,

Weil alles im Universum selbst auch eine Ursache hat.

Welche Ursache hat dann Gott?

Antwort
von Wilfri, 23
Ja

Gott ist unser Schöpfer. Bleibt die Frage, wenn er unser Schöpfer ist, wäre er das nicht mehr, nur weil wir ihn ablehnen? Insofern ist diese Frage widersinnig. Nur die Leugnung seiner Existenz macht Sinn, wenn man an ihn nicht glauben will.

Bleibt eine weitere Frage: Wenn man nicht an Gott glaubt, woran glaubt man dann? An nichts, dann würde man seine eigene Existenz infrage stellen. Und genau das ist es, was viele Menschen tun. Das Ergebnis ist dann, sie haben so oder so keine Zukunft. Eine grausame Realität. Das Angebot des Unglaubens möchte ich nicht annehmen. Es ist weniger als nichts.

Antwort
von Eeleis, 167
Nein

Mann kann Wissenschaftlich nicht mal beweisen, dass ein ein stift in einer Box wo niemand reinseiht existiert.

Antwort
von nowka20, 3
Nein

---existieren kann nur etwas, was mit unseren sinnesorganen zu erfassen ist.

---da gott etwas geistiges ist, ist er unerfaßbar und kann deshalb auch nicht existent sein.

---unser denken ist das falsche werkzeug, um uns gott überhaupt zu nähern.

---ist die frage falsch gestellt, so wird auch die antwort falsch.

---gott ist jenseits von existenz und auch von nichtexistenz.

Jes 55,8-9

8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,

9 sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken

Antwort
von DasWurstbrot123, 62
KP

Eine eindeutige Antwort darauf kann man gar nicht geben, weil wir nicht wissen, ob Gott überhaupt jemals existiert hat, oder ob er nur von uns Menschen "erfunden" wurde.

Wenn die Bibelgeschichte einigermaßen stimmt, und Gott die Menschen erschaffen hat, wird es ihn auch weiterhin geben, auch wenn keiner an ihn glaubt. Er braucht dann unseren Glauben nicht, um zu existieren, weil er darüber steht.

Wenn Gott aber nur von Menschen erfunden wurde, gibt es ihn jetzt schon nicht wirklich, auch wenn Menschen an ihn glauben. Irgendwie gibt es ihn vor allem für die gläubigen Menschen schon, aber er ist dann nicht real. Man muss sich nur Zeus und so anschauen.. Früher haben die Menschen an sie geglaubt, da gab es sie für die alten Griechen. Inzwischen sind sich alle einig, dass es sie nie gab. Genau so könnte es unserem Gott auch mal gehen.

Der Unterschied ist nur, ob wir uns Gott ausgedacht haben, oder ob er real ist. Wenn er real ist, wird es ihn weiterhin geben (das ist wie eine Mücke - wenn du nicht glaubst, dass das Viech in deinem Zimmer ist, kann es trotzdem da sein..... Wobei das jetzt keine Beleidigung Gott gegenüber sein sollte). Und wenn wir ihn uns ausgedacht haben, wird er die scheinbare Wirklichkeit verlieren, und noch weniger existieren, als bisher, sobald keiner an ihn glaubt.

Die Antwort auf die Frage ist also meiner Meinung nach - wie alles, das mit Gott zu tun hat - reine Glaubenssache.

Antwort
von anniegirl80, 82
Ja

Ja, weil Gott unabhängig davon ist ob jemand an ihn glaubt. Da (der christliche) Gott es aber liebt eine Beziehung zu uns Menschen zu haben, offenbart er sich und somit gibt es zwangsläufig auch Menschen die an ihn glauben!

Kommentar von Efinio ,

Das ist Unsinn, es ist wissenschaftlich völlig unbewiesen, ob Gott sich jemals offenbart hat. Im Gegenteil sogar, Studien haben eindeutig bewiesen, dass Beten wirkungslos ist. 

Kommentar von anniegirl80 ,

Ach was du nicht sagst.

Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast ^^

Kommentar von CalicoSkies ,

Aufgrund Peer Review sind Fälschungen bei solchen Studien unmöglich.

Aufgrund placebokontrollierter Doppelblindstudien wurde beweisen, dass Beten bei einer Gesundung nicht hilft, damit hat Efinio schon Recht :)

Kommentar von anniegirl80 ,

Kannst du dir vorstellen dass es auch Dinge gibt die nicht beweisbar sind?

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist eine simple Ablenkung vom eigentlichen Thema.

Wenn Christen behaupten, es gäbe Gott und er würde beim Beten "helfen" (was ja teilweise tatsächlich behauptet wird), dann ist das eine wissenschaftlich überprüfbare Hypothese - und damit auch widerlegbar.

Um deine Frage zu beantworten: Warum sollte ich ein unnötiges Gedankenkonstrukt in mein Weltbild aufnehmen?

Nur weil sich Menschen einen Gott ausgedacht haben, heißt das nicht, dass ich daran glauben muss - für mich steht er auf einer Ebene mit Micky Maus und dem Osterhasen.

Kommentar von anniegirl80 ,

Vielleicht hältst du Gott für ein "unnötiges Gedankenkonstrukt". Warum gerade du dies in dein Weltbild aufnehmen solltest, das kannst nur du dir selber beantworten. Da du das nicht willst, erübrigt sich das für mich. Ich kann das respektieren.

Es ist ja auch nicht wissenschaftlich nachweisbar was "Liebe" ist - und trotzdem existiert sie. Hast du eine placobokontrollierte Doppelblindstudie darüber, wie viele Eltern ihre Kinder lieben?

Da es nun aber aus meiner Sicht nur noch darum geht wer recht hat, beende ich diese Diskussion nun lieber. Das führt zu nichts, da du von deiner Meinung genauso überzeugt bist wie ich von meiner.

Kommentar von CalicoSkies ,

Natürlich ist nachweisbar, was Liebe ist.

Es gibt einen Unterschied zwischen Konstrukten, die komplett unbelegbar sind und zwischen Dingen, die zwar noch nicht vollständig erforscht sind, jedoch durchaus belegbar sind.

Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die biochemischen Vorgänge im Gehirn entschlüsselt sind - Liebe ist aber dennoch nichts anderes als ein biochemischer Vorgang.

Vergleich es mit einem komplexen Prozessor - ich weiß, dass er taktgesteuert mit Bits funktioniert, kann aber ohne den Schaltplan nicht so leicht nachvollziehen ,was im Inneren genau passiert (wie auch, mit Milliarden Transistoren)

Wenn du denkst, Liebe wäre etwas Übernatürliches, dann hast du noch nie Antidepressiva oder Ähnliches eingenommen und gefühlt, wie diese in die Biochemie des Gehirns derart stark eingreifen, dass deine Gefühle stark gedämpft oder gar nicht mehr vorhanden sind.

Das ist immer eine interessante Frage die ich Leuten stelle, die an eine "Seele" glauben, die unseren Charakter ausmacht - wenn die Seele unseren Charakter ausmacht, wieso kann man dann mit Eingreifen in die Biochemie des Gehirns den Charakter verändern?

Ich finde ein ehrliches "wir wissen es noch nicht" eines Biologen, Chemiker oder Physikers (oder whatever) deutlich besser als ein "wir wissen es nicht, also muss es gott sein!" eines Gläubigen.

Warum benötigst du denn das Gedankenkonstrukt "Gott"?

Kommentar von anniegirl80 ,

Ich beschränke mich mal nur auf deine Frage.

  • Ich benötige Gott weil ich Erlösung brauche.
  • Weil ich ihm immer vertrauen kann, auch wenn die Umstände hin und wieder nicht danach scheinen.
  • Weil das Leben für mich nur Sinn macht wenn ich ewigen Leben habe.
  • Weil er mich liebt ohne Gegenleistung.
  • Weil ich durch ihn dauerhaft verändert bin, zum Positiven - ohne ihn bleibt es bei der Anstrengung danach.
  • Weil ich mit ihm nie alleine bin.
Antwort
von Waldfrosch5, 17
Nein

Gott existiert nicht .

Antwort
von AfroC3sar, 81

"Warum heißt es "Gebet" wenn ich zu Gott spreche, aber "Psychose" wenn er zu mir spricht?"

Antwort
von scatha, 2
Ja

Ich behaupte an dieser Stelle einfach mal ganz kraß:

"Niemand und nichts ist so existent wie Gott."

Antwort
von CalicoSkies, 56
Nein

Ein übernatürlicher Gott existiert niemals, egal ob du an ihn glaubst oder nicht.

Alle Götter wurden von Menschen erfunden - egal ob Zeus, Jupiter, Wotan, Allah, Jahwe oder sonst irgendeiner :3

Die Frage ist genauso sinnvoll wie "Würde Harry Potter auch existieren wenn niemand an ihn glaubt"...

"Ja" kannst du hier nur antworten, wenn du eh schon an Gott glaubst - und dann ist die Umfrage ja sowieso sinnlos :D

Kommentar von SophieH96 ,

Niemand kann beweisen, dass Gott nicht existiert.

Kommentar von CalicoSkies ,

Niemand kann beweisen, dass Gott existiert.

Da halte ich es dann wie Hitchens:
What can be asserted without evidence can be dismissed without evidence.

Antwort
von lusiana008, 100

Gott hat sich nicht selbst erfunden. Die Menschheit war es.

Antwort
von Horus737, 7
Ja

Klar! Gott braucht die Menschen nicht, aber wir ihn.

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