Frage von killifinz, 100

Würde euch das Verhalten dieses Arztes auch ärgern?

Ich hatte am Vormittag einen Termin bei einem Facharzt, der einfache Fahrtstrecke 40 km von mir entfernt seine Praxis hat. Nach der Begrüßung meinte die Arzthelferin, sie müsse mich nun "abkassieren". Ich wusste nicht worum es geht und sie meinte, ihr Arbeitgeber hätte sie beauftragt, das Porto von Patienten einzufordern, welches bei mir durch den Versand von 2 Rezepten entstanden sei. Ich war sprachlos!! Mir ist natürlich bewusst, dass 70 cent Porto auch bezahlt werden müssen, aber bei langjährigen Patienten ohne Vorankündigung "abzukassieren", fand ich so dreist, dass ich diese Praxis nicht mehr aufsuchen möchte. Ich habe 1,40€ bezahlt, meine Meinung kundgetan und entschieden, fortan einen Wohnort näheren Arzt aufzusuchen. Mich würde es nicht so ärgern, wenn er mir nicht von sich aus angeboten hätte, mir das Rezept postalisch zukommen zu lassen aufgrund der Distanz. "Porto abkassieren" geht für mich aber zu weit und hätte zumindest im voraus angekündigt gehört. Der Arzt hat - wie ich gerade festgestellt habe - einige schlechte Internet-Bewertungen aufgrund von ausgeprägten monetären Interessen. Ist euch so etwas bei einem Facharzt schon einmal passiert und würde es euch auch ärgern??

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von Nunuhueper, 12

Ja, es würde mich ärgern.

Wenn der Handwerker mir eine Rechnung schickt und  das Porto extra dafür verlangt, würde ich das streichen.

Die Rezeptausstellung wird ja von der gesetzlichen Kasse honoriert. 

Die Erstattung von Praxiskosten, Auslagenersatz und des Sprechstundenbedarfs erfolgt immer extra in jeder Arztpraxis..

Es gilt:

Portokosten, Telefongebühren, Reinigungs-, Desinfektions- und Entsorgungskosten gehören zu den  typischen Praxiskosten und sind  mit dem Honorar für die erbrachten Leistungen abgegolten.



Kommentar von HansH41 ,

"Portokosten, Telefongebühren, Reinigungs-, Desinfektions- und Entsorgungskosten gehören zu den typischen Praxiskosten und sind mit dem Honorar für die erbrachten Leistungen abgegolten."

Nunuhuepers Kommentar gibt die Rechtslage klar wieder. Anscheinend wissen das nicht alle Ärzte. Oder sie versuchen es, machen andere auch.

Antwort
von Negreira, 8

Ich bin im vergangenen Jahr umgezogen, muß aber aufgrund chronischer Krankheit regelmäßig Medikamente haben, die nichts an meiner Erkrankung ändern oder sie verbessern. Ich bin außerordentlich dankbar, daß mir meine Facharztpraxis, die 350 km entfernt ist, auf Anruf meine Rezepte zukommen läßt. Der Arzt benötigt ja auch regelmäßig die Krankenkassenkarte, wenn Du nicht dorthin kommst, muß sie ja auch in-und hergeschickt werden.

Wenn ich ansonsten mit dem Arzt zufrieden wäre (was Du offensichtlich nicht bist), wäre mir doch das Porto egal. Die Praxis hat  auch ihre Kosten. Zwar machen 70 ct den Kohl nicht fett, aber bei 10 Patienten täglich und etwa 280 Arbeitstagen im Jahr kommt auch immerhin ein Sümmchen zusammen.

Mein Gastroenterologe hat im übrigen eine miserable Bewertung im Internet, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ohne diesen Mann würde ich nicht mehr leben, er hat sich unvorstellbar Mühe gegeben und alles für mich getan. Statt dessen wird z. B. bemängelt, er habe keine "kindgerechte" Praxis. Ich finde nicht, daß das ein Kriterium für eine mangelhafte Bewertung ist.

Ich verstehe Dich, es gibt Ärzte, mit denen kann man nicht, und dann sollte man auch wechseln. Wichtig ist, daß man sich gut aufgehoben fühlt. Ich schicke meinem Arzt immer zu Quartalsanfang meine Versichertenkarte, einen 10er-Blister an Briefmarken, und schon habe ich das leidige Thema erledigt.

Antwort
von marylinjackson, 7

Eigentlich hättest Du auf das Angebot des Arztes, das Rezept zuzuschicken, nicht eingehen sollen. Entweder ist eine Langzeitmedikation ohne zwischenzeitliche Untersuchung von vornherein möglich oder der Praxisbesuch ist zwingend notwendig, damit Dein Arzt einen Überblick und gleichzeitig eine Kontrolle zur Wirkungsweise des Medikaments hat.

Mit der kassenärztlichen Abrechnung der Rezeptausstellung erhält der Arzt ja sein Honorar. Portogebühren gehören zu den Praxiskosten.

Antwort
von anaandmia, 11

Nein, ist mir noch nicht passiert. Aber solange es mir "freundlich" gesagt worden wäre fände ich das jetzt erlich gesagt auch nicht so schlimm es sind ja "nur" 1,40€. Aber das ist jetzt einfach meine persönliche Meinung :)

Antwort
von Deichgoettin, 5

Wo ist das Problem?
Ärzte haben viele Patienten im Quartal und viele Patienten brauchen regelmäßig Rezepte.
Wenn sich alle Patienten ihre Rezepte per Post zusenden lassen würden, hätte der Arzt nicht unerhebliche Portokosten zu bezahlen.

Ich kenne das so, daß in den Wartezimmern ein Hinweisschild hängt, und gebeten wird, Briefmarken zu hinterlegen.
Ja und, mach ich. Hab ich mindestens 1/2 Std. Parkplatzsuche und Parkgebühren gespart.

Antwort
von Neugiersnase007, 4

Ich finde das normal, dass der Arzt für das von ihm vorab bezahlte Porto einen Ersatz einfordert. Das würde mich keineswegs stören und wenn ich ansonsten mit dem Arzt gut kann würde ich allein deshalb auch keinesfalls wechseln.

Antwort
von schmiddihb, 8

Ich hatte auch schon so ein Erlebnis. Ich habe aber den Arzt während der Behandlung mein/sein Geld gegeben. Kleingeld! Und ich habe eine Quittung verlangt. War ihm sichtlich peinlich. Hat es aber genommen, musste selbst zum Tresen laufen und kam mit der 70cent-Quittung wieder. Werde ich jetzt immer so machen. Nicht, dass der Arzt noch pleite geht...

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