Frage von USAxUSAxUSA, 72

Würde es sich nicht lohnen, Atommüll mit Raketen ins Weltraum zu schicken und so zu entsorgen?

Ich meine finanziell... moralisch ist ne andere Sache. Würden wir der Erde nicht einen Gefallen tun, wenn wir das Zeug einfach ins All schleudern? Oder wäre das zu teuer?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von soissesPDF, 36

Schlicht zu teuer und es fehlen die Transportkapazitäten.
Die Kosten verblieben höchst irdirsch, da ist es bei weitem billiger den Mist hier zu entsorgen, wo er entstanden ist.

Antwort
von MonkeyKing, 29

Moralisch sehe ich da kein Problem, wenn man den Müll z.B. in die Sonne schleudert würde er sauber entsorgt werden. Man bräuchte eben eine sichere und kostengünstige Methode, den Müll ins Weltall zu schleudern, also die Erdanziehungskraft zu überwinden. Den Rest würde die Schwerkraft erledigen. Eine mögliche Methode wäre eine art von "Fahrstuhl" in den Weltraum, dafür gibt es Konzepte. Langfristig glaube ich dass es sich durchaus rechnen könnte, mal ganz abgesehen davon was es für den wissenschaftlichen Fortschritt bringen würde. Die Endlagerung wird uns und nachfolgenden Generationen sowieso unzählige Milliarden kosten. Leider denkt man heutzutage nicht mehr so visionär.

Antwort
von Sonoxu, 34

Also theoretisch glaube ich dass das geht, aber rechtlich habe ich Bedenken. Der Weltraum gehört ja glaube ich niemandem und dort einfach so Müll zu"Lagern" ist glaube ich nicht in Ordnung. Abgesehen dass de Experten den ganzen Atommüll irgendwie entfernen wollen ist es glaube ich nicht zulässig neuen Müll zu verursachen.

Antwort
von Richard30, 37

vorallem auch zu gefährlich, denn erstmal: wo soll es hinn? Gut sagen wir mal auf den Mond, oder einfach Weg von der Erde, oder halt in die Sonne, aber es wäre halt extremst Teuer, aber vorallem, was wenn etwas beim Start geschieht? Wenn die Rakete explodiert, das wäre dann sowas wie ne schmutzige Bombe.

Kommentar von USAxUSAxUSA ,

Das mit der schmutzigen Bombe habe ich nicht bedacht ^^

Antwort
von djstini, 32

Nein weil du dann Atommüll im Weltraum hast. Und der Weltraum als bald benötigter Wohnraum besser nicht als Endlager genutzt werden sollte.

Kommentar von Richard30 ,

Der Weltraum ist so radioaktiv, da fällt das bissel Atommüll auch nichtmehr auf^^

Kommentar von djstini ,

Und wenn du mal nachsiehst wieviel ein Raketenstart kostet und wieviel es kostet einen Tunnel zu Bohren dann hast du auch eine Lösung zu deiner Finanziellen frage

Kommentar von USAxUSAxUSA ,

Naja.. ich denke mal es darf durchaus ein bisschen was kosten, wenn man als Gegen"leistung" hat, dass die Erde Atommüll frei ist!

Kommentar von djstini ,

Ja nur die Erde ist jetzt schob voll und wenn das mit der Bevölkerung so weiter geht dann muss schnell ein Ausweichplanet her auf dem man auch keinen Atommüll will. Außerdem könne Millimeter große Staubpartikel im Weltall ganze Raumschiffe durchlöchern was sollen dann Tonnen von Atommüll die da oben rumtreiben

Kommentar von Richard30 ,

Es braucht ja nicht im Orbit zu schweben, aber man könnte es in die Sonne schiesen, da sollte ja eig nix geschehen.

Kommentar von djstini ,

Wenn es 1,1 Milliarden US Dollar kostet eine Sonde zum Jupiter zu schicken wieviel soll es dann kosten Haufenweise Atommüll in die Sonne zu Werfen

Kommentar von USAxUSAxUSA ,

Hast du schon daran gedacht, dass irgendwelche wissenschaftlichen Sonden bzw Jupitermissionen an sich weitaus teurer sind als Wegwerfraketen in die Sonne zu steuern?

Kommentar von djstini ,

Außerdem will man den Atommüll auch nicht in der Sonne

Kommentar von djstini ,

Ja und nein! Soviel unterschied ist das jetzt nicht da man ja mehr Ladung hat bei der die Fehlertoleranz gleich Null sein muss und das unwirtschaftliche nicht die Sonde sondern der Treibstoff und die verlorenen Ressourcen sind

Antwort
von ocin1, 11

Das Wäre eindeutig zu teuer und auch zu gefährlich. Es ist nun nicht unmöglich, dass eine solche Rakete abstürzt. Weiter wäre es aus Sicht der Kernenergie viel zu schade diesen "Abfall" einfach so weg zuschmeißen. Was für den Leihen (Politiker und Medien,...) wie Abfall aussieht, ist es eigentlich nicht. Hier mal einige Hintergründe rund um den nuklearen Abfall:

Atommüll:

In einem deutschen KKW ergibt sich jährlich etwa 23 t
hochradioaktiver Müll ("abgebrannte" Brennelemente). Die
deutsche Industrie (auch Photovoltaik-, Halbleiter)
produziertjährlich 820 Mio.t CO2 (etwa 1/3 für Strom) und 50.000 t
chemisch hoch giftigen/krebserregenden Sondermüll, welcher nicht
verbrannt werden kann. Dieser Sondermüll wird in den 6 BRD
Endlagern, z.B. der Untertage-Sondermülldeponie Herfa-Neurode (siehe
Inter-Netbei Wiki), endgelagert. Sämtliche Flugasche,
Verbrennungs-Stäube der Filteranlagen von Kohle- , Müllverbrennungs-
oder Sondermüllverbrennungs-Kraftwerken landet ebenfalls in einem
chemischen Endlager, nochmals verbrennen ist nicht sinnvoll. In
Herfa-Neurode haben sich so schon 700.000 t hoch
krebserregend-giftiges Dioxin und Furan haltige Filterrückstände
angesammelt.(toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php).
Nur auf Herfa Neurode bezogen stehen also 17 mal 23 t (etwa 400t)
hoch aktiver Nuklear-“Müll“ den etwa 50.000 t hoch chemisch
giftigen Abfällen der Chemie- und Verbrennungs-Technik gegenüber.

Abgebrannte Brennelemente sind nach 300 000 Jahren
wegen der Radioaktivität (Halbwertszeitenprinzip) auf ein
radio-giftigkeits Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende)
abgeklungen (schau hierzu mal im Netz unter radiotoxicity).
Der nukleare Abfall aus der nuklearen Mülltrennung
(Wiederaufbereitungsanlagen aus z.B. Sellafield, Le Hage) ist nach 10
000
Jahren auf dem radio-giftigkeits Niveau von Pechblende
abgeklungen. Durch das Abtrennen vom mittel-radioaktiven Plutonium
und dem sehr schwach radioaktiven Uran verbleiben nur noch die hoch
radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven
Minor-Actinide (ohne U, Pu). Somit wird der hochaktive nukleare Müll
der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach
„Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an,
fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20 t
pro Jahr (hochradioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die
Spalt-Produkte + Minor-Actinide). Weiter verringert das Abtrennen
(Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 10.

Bei einer alternativen Reaktortechnik (schnelle
Reaktoren,Flüssigsalz-Reaktor, homogene
Fluid-Reaktoren,ww.Energyfromthorium.com,Dual-Fluid-Reaktor.de/technik/prinzip)
würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare
Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500
Jahren
auf das radio-giftigkeits Niveau von Pechblende
abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinide) im
Reaktor verbleiben und dort vom schnellen/epithermischen
Neutron-Fluss gespalten/ transmutiert werden. Somit nutzt man die
Minor-Actinide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239 (Siehe unter
Transmutation ).

Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch
krebserregenden Dioxin, Furan,... der Verbrennungs-Technik ist nicht
mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht
wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen
Abfälle für immer.

Leider wurde 2005 unter den SPD/Grünen die nukleare
Mülltrennung (Wiederaufbereitung), auch die deutscher Abfälle im
Ausland, verboten. Interessanter weise lagert die BRD chemisch
hochgiftige Abfälle des Auslandes gegen Geld ein. Damit haben die
Grünen kein Problem. Weiter wurde das größte chem. Endlager
weltweit (Fläche Münchens inklusive Autobahnring) in Herfa Neurode
vom damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986
genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet:-)[ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Zur chemischen Endlagerung:

de.nucleopedia.org/wiki/Endlagerung#.C3.9Cberblick,de.wikipedia.org/wiki/Endlager,
de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,
ww.sueddeutsche.de/wissen/untertagedeponie-herfa-neurode-das-giftgrab-1.910158,
ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,
ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim—36297444.html,ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx,
ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336undvielemehr.
Schaut einfach mal im Netz unter SondermüllBergwerk,Joschka
Fischer Herfa Neurode, Filterstaub Bergwerkt
....

Resultat: Jede Energietechnik verursacht Müll, welcher
endgelagert werden muss. Die Frage ist nur, welche Technik macht den
geringsten Aufwand und Umfang pro erzeugte kWh-Strom. Hier schneidet
die Kernenergie wegen der weit größeren Energie- und
Leistungs-Dichte deutlich besser ab als die politisch „Erneuerbaren“
oder die Verbrennungstechnik.

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