Aemmie am 21.12.2008 um 11:35 Uhr
Würde es nicht viel besser für unsere Kinder sein, eine einheitliche Schulbildung in gesamt D gefragt von AemmieAemmie gerade eben
Wenn ich so an den Wochenenden, hier durch die Fragen ziehe, stelle ich fest: Arbeiten ohne Schulabschluß, fehlende Quallifikationen, Intolleranz mancher Mitarbeiter der ARGEN.
Würde es nicht viel besser für unsere Kinder sein, eine einheitliche Schulbildung in gesamt Deutschland einzuführen?
Bei meinen vielen beruflichen Umzügen mußte ich mit Entsetzen feststellen, dass die Kinder besonders darunter leiden, dass an den Schulen unterschiedlich unterrichtet wird. Fremdsprachen sind das eine, die Vielzahl der Lehrbücher das Andere. Leistungsabfall und Unlust, keine Mutivation sind Folgen dieser. Meiner Meinung nach ungeeignetes Schulsystem.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Seid Ihr dafür oder dagegen?
Die positiven Aspekte würden wohl gegenüber den negativen überwiegen. Problematisch scheint mir am ehesten noch die Monopolisierung der Lerninhalte. Gerade im Bereich der Bildung ist Vielfalt eine Quintessenz, bezogen auf die Gesamtgemeinschaft der Bevölkerung.

Man kann nicht alle Kinder über einen Kamm scheren. Und es sollte auch alternative und flexiblere Möglichkeiten geben. Ich bin deshalb gegen eine einheitliche Schulbildung, aber dafür, dass der Standard in allen Ländern auf denselben hohen Standard gesetzt wird wie z.B. in Bayern. Es kann doch nicht angehen, dass es eine Inflation von Schulabschlüssen gibt. Dass z.B. der Hauptschulabschluss für die kaufmännische Lehre nicht mehr reicht (rein als Beispiel).
Bayern? So gut ist das Schulsystem dort auch nicht. Die sieben dort nämlich sehr viel aus. Da wird eher der Druck größer.
waggerla am 21. Dezember 2008 11:53 Das meine ich ja: wird nicht "ausgesiebt", verfällt der Wert des Schulabschlusses. Übertriebenes Beispiel: Wenn man ohne Abitur keine Lehre als Friseur bekommt, weil wirklich nur noch diejenigen einen Hauptschulabschluss bekommen, die von der Gesellschaft als "strohdumm" abgestempelt werden, dann bleibt das "Aussieben" eben an den Universitäten kleben.
Zudem sollte es flexiblere Möglichkeiten geben, um den Druck zu mindern. Manche sind eben Spätstarter oder Frühzünder oder brauchen anderen Ansporn.
Da liegt vielleicht ein Missverständnis vor. Es geht der Fragestellerin nicht darum, alle Kinder auf ein Gymnasium zu schicken, sondern bundesweit Lernstoff und Lernmittel zu vereinheitlichen. Auch alternative Möglichkeiten gäbe es dann noch, aber eben auch bundesweit vereinheitlicht.
waggerla am 21. Dezember 2008 12:01 Hallo Saarland. Ich hab das mit dem Gymnasium nur als Beispiel angebracht, von wegen Vereinheitlichung. In meiner Antwort habe ich nur darauf hingewiesen, dass es schwierig werden wird, einen passenden Standard zu finden, weil eine gewisse Flexibilität schon zur Verfügung stehen sollte. Im Grunde bin ich nicht gegen Vereinheitlichung auf Bundesebene, aber welcher Standard? Kann man überhaupt einen Standard anwenden, wenn der statistische Aufbau einer Schulklasse stark variiert (z.B. Ausländer) von Bundesland zu Bundesland?
Nun ja, einen Standard haben wir ja jetzt auch schon, wenn auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt einen festumrissenen Lernstoff, der mit einer mindestens ausreichenden Note abgearbeitet werden muss. Wer das schafft, hat den Standard erfüllt, wer das nicht schafft, fällt durchs Raster. Und die Varietät innerhalb einer Klasse wird nicht durch Anpassung des Lernstoffs egalisiert, sondern durch das pädagogische Geschick des Lehrers (zugegeben - hier sitzt ein Schwachpunkt). Ansonsten habe ich nichts gegen Auslese einzuwenden. Wir sind nicht alle gleich, und manchmal ist es besser, durchs Raster zu fallen um, um eine Ebene tiefer glücklicher leben zu können, weil diese Ebene den eigenen Talenten angemessener ist.
Interesante Frage, ich bin grade einmal 21 Jahre alt und kann hier also vieles zu sagen, denn ich erlebe es noch mit, bin gerade im 3. Ausbildungsjahr (Bürokaufmann). Ich stamme aus Niedersachen, seit 1994 gehe ich zu Schule. Bis 1998 war ich auf der Grundschule. Von 1998 - 2000 war ich auf der Orientierungsstufe (gibt es in Niedersachen nicht mehr), diese Stufe hat mir eine Empfehlung ausgesprochen "Hauptschule", meine Eltern und ich entschieden uns für die Realschule, ich hatte Probleme, was nicht nur auf mich zurückzufrühren ist sondern auch auf die Lehrer. Man war halt eigentlich Hauptschüler, musste die 7. Klasse wiederholen, bin nach der 9. Klasse abgegangen, da ich diese nicht geschafft habe. Bin dann auf eine Beruffachschule (BFS)gegangen, dort habe ich innerhalb von 2 Jahren meinen Realschulabschluss mit 2,4 gemacht, meinen Hauptschulabschluss habe ich auf der Real mit 3,5 gemacht. Die Hauptschüler in meiner BFS-Klasse hatten Probleme mit dem Stoff. Mir fiel er leichter, da ich einiges von der Realschule kannte. Nun meine Berufsschule ist in Hamburg. Der Stoff in den allgemeinbildenden Fächern ist schon sehr anders, als in Niedersachen, vieles sollte ich kennen, kannte ich aber nicht. Ich persönlich finde ein bundeseinheitliches Schulsystem perfekt! Denn ich als Realschüler lerne in Niedersachen das gleiche wie einer in Bayern. Damit wird besser vergleichbar für jeden. Einheitliche Abschlussprüfungen sind möglich, denn jeder Schüler hat die gleiche Bildung. Achtung! Es sollte immer noch Haupt-, Realschulen und Gymnasien geben. Ab welcher Klasse diese Aufteilung erfolgen sollte? Ich weiß es nicht. Gerne kann es auch nur noch Gesamtschulen mit Kursen geben, so bleiben die Klasse erhalten und Freundschaften werden nicht auseinander gerissen.

ich finde es schlimm das in jedem Bundesland es anders gehandhabt wird

Ich denke, die Bildung sollte aus der Länderhoheit zum Bund übergeführt werden. Für Schüler und Lehrer sind Wohnortwechsel eine sehr schwierige Sache.
Zudem würde ich mir eine Verringerung der Ideologisierung der Schulpolitik erhoffen, weil man dann zur Steuerung alleine eine Expertenkommission einsetzen könnte.
Was ist mit den intelligenten und fleißigen? Also ich habe einen Notendurchschnitt von 1,5 und hätte kein Bock auf nen 4-er-Kandidaten zu warten bis der das auch mal endlich kapiert hat.
boriswulff am 21. Dezember 2008 11:44 Und mit einem Notendurchschnitt von 1,5 hast Du nicht die eigentliche Frage verstanden?
Die habe ich verstanden Schlaumeier.
Da hast du offensichtlich etwas falsch verstanden.
Und wie soll man das bitte anders verstehen? Übrigens lese ich mir auch noch die anderen Antworten durch!
So hab ichs gerne. Erst groß tun und dann wisst ihr es offensichtlich doch nicht.

Ich bin auch für eine einheitliche Schulbildung.
Die Schulbuchverlage sind auch hilflos überfordert mit so vielen unterschiedlichen Regelungen.
Es würde das System auch wesentlich verbilligen, wenn man es einheitlich machen würde.
Aber so etwas muß vom Bund beschlossen werden. Sowas sollte ein neuer Bundeskanzler mal zur Chefsache erklären.
waggerla am 21. Dezember 2008 11:45 Schulbildung ist Ländersache. Da kann die Bundeskanzlerin nichts machen.
boriswulff am 21. Dezember 2008 11:47 Noch! Und gerade das sollte geändert werden. Zumindest meine Meinung.
waggerla am 21. Dezember 2008 11:57 Mich hat es schon gewurmt, dass wir damals ein sauschweres Abi hatten und Schüler im Norden bekamen das Abi am Tablett serviert. Aber auf welchen Standard sollte man sich einigen?
Gerade daran verdienen die Schulbuchverlage aber.
boriswulff am 21. Dezember 2008 12:03 Sie würden auch anders genug verdienen. Hätten ja auch viel weniger Arbeit.
waggerla am 21. Dezember 2008 12:09 Was der Wirtschaft wiederum schaden würde. ;o) Konkurrenz fördert ja auch Fortschritt.
Nicht alle Schulbuchverlage würden bei einer Vereinheitlichung der Lernmittel überleben können.
boriswulff am 21. Dezember 2008 13:47 Es würden ja weiterhin unterschiedliche Lehrwerke existieren können. Nur der Stoff ist in allen der gleiche. Trotzdem kann der gleiche Stoff auch unterschiedlich vermittelt werden.
Wichtig ist das die Inhalte einer Klassenstufe für alle Bundesländer verbindlich festgelegt werden.
Am besten noch in welcher Reihenfolge die Themen im Unterricht durchzunehmen sind.

denn kinder, die fleißiger und intelligenter sind und dachen schneller kapieren, müssten auf ihre anderen klassenkameraden rücksicht nehmen und würden unterfordert werden.
boriswulff am 21. Dezember 2008 11:43 In der Frage ging es eher um ein einheitliches Bundesländerübergreifendes Schulsystem. Zumindest habe ich es so verstanden. Trotzdem sollte es verschiedene Schulformen nebeneinander geben. Wie Haupt- und Realschule oder das Gymnasium.
schildi am 21. Dezember 2008 11:44 ich glaube du hast das falsch verstanden
wohl falsch verstanden.
Kathymaus am 24. Dezember 2008 09:15 hä dann hab ich die frage echt falsch verstanden. verstehe sie immer noch nicht aber egal^^

ist schwer realisierbar, es gibt nunmal Kinder, denen das lernen nicht so leicht fällt, und meinst du mit ein und derselben Schulbildung wird das besser? Möchtest du vn einem Arzt behandelt werden, der eigentlich auf die Sonderschule gemusst hätte denke das würde chaos geben
schildi am 21. Dezember 2008 11:46 ich glaube sie meint das einheitlich Bezug auf die Bundesländer

,ob das richtige entschieden wird ...siehe Pisa....
DH