Würde es nicht Sinn machen vor dem wählen einen kurzen Test zu machen ob man genug weiß um zu wählen?

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11 Antworten

Absolut! ... Ich fordere schon seit vielen Jahren "Einlass-Kontrollen" an Wahlbüros, bei denen den Wahlwilligen 5 Fragen zu den Wahlprogrammen der aktuell wählbaren Parteien gestellt werden. Und nur, wenn diese Fragen alle richtig beantwortet werden, darf der willige Wähler auch ein Kreuz bei seiner bevorzugten Partei machen gehen...

Allerdings fürchte ich, dass dann die Wahlbeteiligung auf unter 5% fiele, weil der Rest sich nicht dafür interessiert, was er wirklich wählt, oder einfach nur dumm wie 10 Meter Feldweg ist.

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Beispiel:

Gerade in diesen Stunden gehen den BREXIT-Jublern die ersten Lichter auf, dass sie gründlich verarscht wurden:

  • Im Kampf um die Stimmen hatten die "Aussteiger" noch behauptet, dass Großbritannien jede Woche 350 Millionen Pfund an die EU bezahlen müsse. Dieses Geld könne man nach einem Brexit in das (zutiefst marode) Gesundheitssystem Großbritanniens stecken.
  • Doch heute mussten die "Aussteiger" zugeben: Es sind gar nicht 350 Millionen, sondern nur 110 Millionen. Und das Geld wäre auch nicht frei, weil die EU ja viele wirtschaftlich schwache Gebiete gestützt habe, so dass man diese zuerst versorgen müsse, bevor sie ganz verarmen...

Es wird also jetzt - kaum 12 Stunden nach dem Ausstieg - schon nix mit "Geld sparen". Im Gegenteil. Und das war erst der Anfang...

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Insofern wäre eine Wahl nach realistischen Vorgaben der Parteien (ähnlich wie der Wahl-O-mat) wesentlich besser, als eine Parteien- oder Personenwahl:

Wer dann noch sein Kreuz bei ...

  • Sind Sie dafür, dass sie sich zukünftig selbst bei einem privaten Konzern gegen Arbeitslosigkeit versichern und dazu eine mit dem Lebensalter bis auf 1.000 Euro pro Monat, die von Ihrem Lohn/Einkommen zu zahlen ist, anwachsende Prämie zahlen?

... macht, der weiß zumindest, was auf ihn zukommt, wenn er die AfD wählt und selbst nicht auf ein großzügiges Erbe hoffen kann...

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Das ist sehr schwieriges Terrain weil grundsätzlich jeder das Recht auf eine Wahl haben sollte, unabhängig davon ob er sich vorher gebildet hat. Dein Vorschlag ist allerdings interessant. Du kannst ja noch weiter über dieses Thema nachdenken und dich dafür politisch einsetzen, wer weiß ob du es nicht als Gesetz einbringen kannst :)

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Vemutlich würde es das, aber dann hätte man eine Wahlbeteiligung von 5 - 10 %, und dass will auch niemand ...

Es geht ja auch so schon kaum jemand wählen, wenn man dann auch noch einen Test bearbeiten muss, um "zugelassen" zu werden, dann ist es vielen Menschen "zu anstrengend" und sie lassen es ganz bleiben.

Außerdem wäre das vermutlich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ...

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Kommentar von Bitterkraut
24.06.2016, 15:34

Und man müßte an alle Wahlbürger, und das wären dann rund 70 Mio,  Zettel schicken, und wenn die alle zurückkommen, hätte man erst recht ein Problem...

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Und wer entscheidet was genug ist? Der afd Anhänger möchte dass man sich über kriminelle Flüchtlinge informiert, der Piraten Partei Anhänger möchte das man sich über Cannabis und Hipsterzeug informiert, der Anhänger von den Grünen möchte das man sich mit Umweltschutz auseinander setzt und so weiter und denk erstmal an die ganzen Leute die mit allem ein Problem haben und nicht mal der Meinung sind in Deutschland gebe es Demokratie weil die Tests zu sehr auf andere Parteien gestrickt ist 

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Das währe der Tod einer jeden Demokratie. Damit würdest du das Wahlrecht erheblich einschränken. Wer will den so einen Test entwerfen?

Der der den Test bei jeder Wahl neu entwirft, hat die Macht die Wahl indirekt zu steuern.

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Kommentar von Bitterkraut
24.06.2016, 16:13

Vor allem, wer kann die objektiv richtigen Antworten festlegen? Wer legt fest, was man wissen müßte und was nicht? Und bei offenen Fragen, wer legt fest, welche Ansicht dann die objektiv richtige ist?

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Eine Wahl innerhalb einer Demokratie darf nicht eingeschränkt werden. Mehrheitsentscheidungen obliegen ihr als höchstes Gesetz als Existenzgrundlage, wenn man so will.

Unzureichendes Wissen resultiert aus mangelhafter Aufklärung seitens des Staates, bzw der Parteien.

Mangelhaftes Wissen gehört zur Demokratie, wie die Freiheit sein Kreuz dort zu setzen, wo man es für richtig hält.

Wir wollen nicht vergessen, Einschränkungen und Auslese ist immer ein Schritt in Richtung einer "oberen Herrscherklasse".

Der Grundsatz dieses Staates in dem wir leben ist doch schließlich, dass jeder Mensch vor dem Gesetz gleich ist. Wer daran rütteln möchte, der sollte sich Gedanken machen, ob er wirklich so demokratisch im Sinne von den alten Griechen ist, wie er es vorzugeben scheint. ;)

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Welche Fragen sollte ein solcher Test deiner Meinung nach beinhalten?

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Und was gibt dir das Recht zu bestimmen, welches Wissen relevant ist und welches nicht? 

Außerdem zahlt jeder Berufstätige, egal ob Professor oder Bauarbeiter, in der Regel Steuern an den Staat. Er hat also ein Recht darauf zu beeinflussen, wer sich um dieses Geld kümmern soll. 

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Kommentar von Pr1nzAlbert
24.06.2016, 15:42

Außerdem zahlt jeder Berufstätige, egal ob Professor oder Bauarbeiter,
in der Regel Steuern an den Staat. Er hat also ein Recht darauf zu
beeinflussen, wer sich um dieses Geld kümmern soll. 

Völlig richtig. Konsequent weiter gedacht dürften eigentlich dann NUR die wählen, die auch netto Steuern zahlen. Derzeit wählen sich die Steuergeldempfänger das Geld der Steuerzahler in die eigene Tasche. Frei nach dem Beispiel 2 Löwen und eine Antilope stimmen ab, was es zum Abendessen gibt.

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Intresante Idee aber zum erhalt der Demokratie sage ich nein

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Tests haben hohe Fehlerwahrscheinlichkeiten.

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Kommentar von LollipopP23
24.06.2016, 15:28

?? das heißt?? wenn man zu wenig über die politische situation weiß sollte man auch nicht wählen können

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Und wie würdest du in einem kurzen Test das politische Wissen abklopfen? Was müßte man denn dann wissen und was nicht? Wo wäre die Grenze?

Und die beste Frage: Wer soll das bezahlen.... wer hat soviel Geld... Hast du ne Vorstllung, was für eine riesige logistische und bürokratische Aufgabe das wäre? Wen soll die die 61 oder 70 Millionen (mit den Youngsters) von Test auswerten? Oder würdest du nur mit Fragen, auf die man mit Ja oder Nein antworten kann, stellen? Wie will aber mit solchen Fragen Wissen abklopfen? Und auch dann müßten 70 Millionen Zettel bearbeitet werden.

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Kommentar von AnonYmus19941
24.06.2016, 15:38

Ein Tablet vor die Wahlkabine, und ausgewertet wird von einer KI ;-) (oder nur Ja/Nein-Fragen, das reicht vermutlich auch).

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