Frage von carinayeahi, 196

Würde ein Züchter mir überhaupt einen Hund verkaufen?

Hallo zusammen,

Ich wünsche mir seit 13 Jahren einen Hund bekam dafür allerdings nie eine Erlaubnis von meinen Eltern, worüber ich aus heutiger Sicht sehr froh bin, da es einfach mit dem Vollzeitjob meiner Mama und meiner Ganztagsschule plus Hausaufgaben, etc nicht vereinbar war, wenn man vernünftig drüber nachdenkt. Nun habe ich endlich die Erlaubnis bekommen mir nach meinem Abitur (2018) während meines Studiums einen Hund zuzulegen für den ich komplett allein verantwortlich bin. Da ich mietfrei wohnen würde und auch kein Auto brauche, da die Uni quasi direkt um die Ecke ist könnte ich mir also einen Hund von meinem Ersparten plus einem Nebenjob definitiv leisten. Die Uni wäre 2-3 Stunden täglich, allerdings hätte ich genügend Zeit den Hund schritt für Schritt ans KURZE Alleinsein zu gewöhnen und FALLS es mal länger werden sollte, hätte ich Plan A,B,C,D um den Hund artgerecht bei Freunden und Familie unterzubringen für ein paar Stündchen. Auch der Beruf den ich nach dem Studium machen möchte ist mit dem Hund vereinbar, da ich nicht länger als maximal, wenn es hoch kommt 4-5 Stunden arbeiten gehen müsste und den Rest von zuhause machen könnte. Ausreichend informiert über die Rasse und Erziehung habe ich mich auch, da ich mich seit JAHREN mit nichts anderem beschäftige. Ich bin mir bewusst, dass man für ein Hund viel Verantwortung hat, kosten tragen muss, konsequent sein muss, auf Dinge verzichten muss und Zeit investieren muss und kann dem auch gerecht werden. :)

Jetzt wo ich sozusagen in absehbarer Zeit meinen allergrößten Wunsch erfüllen kann, kommt mir allerdings der Gedanke: Würde mir überhaupt ein Züchter einen Hund verkaufen? Nach ausreichendem Informieren bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es ein Golden Retriever sein soll, da ich nach einem Familienhund suche, der gut mit Kindern zurecht kommt, viel Auslauf braucht und für zum Beispiel Wanderungen geeignet ist und generell einen netten, ausgeglichenen Charakter hat.

So nun zu mir: Ich lebe mit meiner Mutter zusammen in einer recht großen Wohnung in der zweiten Etage in einem mittelgroßen Dorf. Die Wohnung besitzt einen Balkon und einen relativ großen Garten. In 200 Meter Entfernung zu Fuß ist der Rhein, wo der Hund natürlich im Sommer schwimmen gehen könnte. Diverse Feldwege, ein Wald sind ebenso vorhanden. (Ich könnte spontan 5 verschiedene Routen aufzählen in weniger als 1 KM Entfernung von mir). Eine Hundeschule und ein Hundeplatz sind 2 KM entfernt von unserer Wohnung. Allerdings wäre es mein erster Hund. In meiner Familie gibt es zwar einen Hund, mit dem ich mal spazieren gehe und ich hatte für einen Monat mal einen Pflegehund. Beides Golden Retriever. Ich hatte nie Probleme mit Hunden und komme generell immer gut mit ihnen aus logischerweise.

Würde mir ein Züchter denn aus eurer Sicht einen Hund verkaufen, auch wenn ich, der die Hauptbezugsperson sein sollte, sowie meine Mutter noch nie einen eigenen Hund hatten?

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Antwort
von Jerne79, 60

Das klingt alles ja einigermaßen gut durchdacht.

Nur stellt sich mir die Frage: Bei wie vielen Menschen läuft alles so, wie sie es im Vorfeld planen?

Du spekulierst auf 2-3 Stunden Studium pro Tag. Das halte ich für mehr als optimistisch. Selbst wenn es mal ein ruhiges Semester gibt, irgendwann kommen Prüfungen, Seminararbeiten und Co.

Und was macht dich so sicher, dass du hinterher tatsächlich nur 4-5 Stunden arbeiten musst pro Tag? Hast du die feste Stelle schon vor dem Studium in Aussicht, vielleicht weil du in den eigenen Familienbetrieb einsteigst?

Klar, wenn alles so läuft wie geplant, sind das gute Voraussetzungen für einen Hund. Aber was, wenn nicht? Was, wenn das Studium so gar nicht dem entspricht, was du dir darunter vorstellst? Wenn der anvisierte Job nach dem Studium nichts mehr mit der Realität zu tun hat?

(Nebenbei, wenn du den potentiellen Hund als Welpen zu dir holen möchtest, ist dir hoffentlich klar, dass mit alleinlassen im ersten Jahr nicht viel ist, oder? Da muss ein Hund erst in kleinen Stücken darauf vorbereitet werden. Zwischen Abi und Studienbeginn wird das schon kanpp.)

Kommentar von carinayeahi ,

Naja, ob alles so nach Plan läuft kann man ja bei so gut wie nichts genau sagen, aber zu mindestens scheinen die Voraussetzungen für den "optimistischen" Plan erfüllt zu sein. 

Ich muss täglich nicht nur 4-5 Stunden arbeiten, sondern nur 4-5 Stunden auswärts, den Rest "muss" ich im Homeoffice machen. Allerdings kann ich mir dort meine Zeit mehr oder weniger frei einteilen, dh. AUSGIEBIGE Spaziergänge,Intelligenzspiele, Hundesport währen definitiv mehr als machbar und das kann ich sogar jetzt schon fest ausmachen. Und wie gesagt, falls etwas mal wäre, was ja immer im Job immer mal passieren kann hätte ich mehr als eine Möglichkeit den Hund unterzubringen. 

Ich kann dir versichern, dass der Hund im ersten Jahr so ziemlich nie alleine sein wird, da ich Gott sei Dank von meiner Familie unterstützt werde. 

Kommentar von Jerne79 ,

Ich muss täglich nicht nur 4-5 Stunden arbeiten, sondern nur 4-5 Stunden auswärts, den Rest "muss" ich im Homeoffice machen

Das ist mir schon klar. Nur stellt sich mir eben die Frage, wie du dir da so sicher sein kannst, noch vor dem Studium, das du in meinen Augen mit einem viel zu geringen Zeitaufwand pro Tag einkalkulierst.

Kommentar von carinayeahi ,

Ich kann dir Recht geben, dass sich das sehr optimistisch vielleicht sogar dumm von mir anhört, wie ich mir da so sicher sein kann. Um dir das zu erklären müsste ich dir quasi mein halbes Leben erzählen, damit du das nachvollziehen könntest. Auf jeden Fall ist dem der Fall und ich biege mir das nicht einfach so hin, damit es für andere Leute gut aussieht und sie direkt sagen "Ja geht auf jeden Fall, alles super". Aber ich verstehe deine Bedenken sehr gut. Es ist ja schließlich immer schwer die Lebenssituation von jemanden zu "beurteilen", den man nicht näher kennt. Trotzdem danke für deine Antworten! 

Kommentar von Jerne79 ,

Ganz ehrlich? Selbst komplexe Situationen kann man komprimiert wiedergeben. Hättest du den langen Absatz, den du gerade geschrieben hast, dafür verwendet, hätte ich jetzt vielleicht zumindest eine Idee, warum du dir da so sicher bist.

Klar, du musst mir das alles nicht erzählen. Aber dann musst du auch akzeptieren, dass ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Wissen massive Zweifel an deinem Plan habe.

Selbst wenn dein Leben nach dem Studium aus wundersamen Gründen völlig zweifelsfrei den von dir beschriebenen Weg nehmen wird, ein Studium folgt gewissen Regeln. Und mit 10-15 SWS kommt man nunmal nicht durch die gesamte Studienzeit, früher schon kaum, aber heute schon gar nicht. Mit dem, was heute an Punkten erreicht werden muss in Kombination mit der Höchststudiendauer kann das bei einem normalen Studium nichts werden. 

Insofern wäre es vielleicht sinnvoll, wenn du dich jetzt nicht in die Schmollecke zurückziehst, sondern mal ganz nüchtern nachdenkst.

Antwort
von Negreira, 43

Du hast ja schon sehr viele Antworten bekommen, aber ich kannes nicht lassen, und muß meinen Senf dazu geben. Ich finde es super, wenn sich jemand, der so jung ist wie Du, so viele Gedanken um ein Tier macht. Man kann im Leben nicht alle Eventualitäten planen, denn gäbe es kein Fortkommen, und man würde auch nichts lernen. Nur aus Fehlern lernt man. In erster Linie bin ich Tierschützerin, deshalb fallen meine Antworten manchmal ziemlich böse aus, aber wenn Du schon so vielen dummen Menschen begegnet wärst, wie ich, dann würdest Du mir zustimmen.

Ich denke schon, daß Dir ein Züchter einen Hund verkaufen wird. Die meisten Züchter, die ich kennengelernt habe, tun sich da ziemlich leicht. Vor Jahren allerdings wollte eine Freundin, frühpensioniert, viel Geld, unendlich viel Zeit, Haus, Garten, ständig zu Fuß unterwegs, endlich, auch nach Jahren der Überlegung, einen eigenen Hund. Sie träumte immer von einem Leonberger und hat sich bei den besten Züchtern Deutschlands umgehört. Es gab kein Buch, kein Info, das sie nicht zu Rate gezogen hätte. Der Hund hätte den Himmel auf Erden gehabt. KEIN Leonberger Züchter hat ihr einen Hund verkauft. Sie hätte ohne Weiteres auch einen hohen Geldbetrag hingelegt, hatte eine Katze von mir, und ich bin wirklich kritisch. Es war nichts zu machen. Per Zufall bekam sie dann eine Kleinanzeige in die Hand, wo man Leonberger-Welpen aus einem UPPS-Wurf verkaufte.  Sie bekam ihren Hund, Cora war ein wundervolles Tier, das leider im letzten Jahr gestorben ist.

Ich will Dir damit einfach nur sagen, daß Du nicht aufgeben sollst. Vielleicht muß es kein Welpe sein, und auch in Tierheimen sitzen Goldys. Die sind als Anfängerhunde oft sogar viel geeigneter, weil sie schon erzogen und einschätzbar sind. Du bist noch jung und wirst sicher in Deinem Leben Gelegenheit haben, einen Welpen heranwachsen zu sehen. In erster Linie solltest Du Dich vom Gefühl dem Hund gegenüber leiten lassen. Es muß Liebe sein, dann nimmt man auch so einiges in Kauf, was man vorher nicht bedacht hat, oder was einen nervt. Wer weiß, vielleicht entdeckst Du ja Dein Herz für einen älteren Rauhhaardackel......

Viel Glück.

Kommentar von carinayeahi ,

Wow vielen Dank für die Antwort! Die hat mir wirklich Mut gemacht ein bisschen Selbstbewusster an die Sache vielleicht zu gehen. 

Du hast definitiv Recht, dass ich teilweise auch auf mein Bauchgefühl hören sollte. Ich bin offen für Tierheimhunde, bisher habe ich nur einfach keinen gefunden bei dem es "Liebe auf den ersten Blick" ist, aber wer weiß wie das in 2 Jahren ist aussieht.

Ich bin auch eine Tierschützerin. Ich gehe freiwillig im Tierheim arbeiten und gehe mit den Hunden spazieren, füttere die Katzen und vieles mehr von daher nehm ich mir deine Antwort besonders zu Herzen. Ich habe auch 2 Katzen zuhause. Ganz ohne Tiere könnte ich einfach sowieso nicht leben und wenn es "nur" ein Goldfisch ist haha! :))

Antwort
von Tasha, 79

Ich glaube nicht, dass die Uni immer nur 2 bis 3 Stunden täglich ist. Oft gibt es auch mal längere Kurse, Tageskurse, vollgepackte Tage, Praktika usw., die durchaus den ganzen Tag dauern können. Das sollte einkalkuliert werden. Wenn Du aber einen Nebenjob hast, könntest Du überlegen, für Zeiten, in denen Du nicht zu Hause bist bzw. Tage, an denen Du keine Zeit hast einen Hundesitter zu engagieren, der mit dem Hund spaziere geht etc.

Je nach Temperament des Hundes kann es anstrengend sein, wenn Du um 8 Uhr Uni hast vorher mit dem Hund rauszugehen und ihn etwas auszupowern. Das könnte ja durchaus 2 Stunden dauern. Dann müsstet Du um halb fünf aufstehen, von 5 bis sieben mit dem Hund raus, Dich danach ggf. noch mal umziehen und den Hund säubern, falls es regnet und dann zur Uni. Wenn der Unitag dann mal bis 18 Uhr dauert, kann das ganz schön stressig sein. Es gibt ja Hunde, die mit einem kurzen Spaziergang und etwas Spielen zufrieden sind, und andere, unabhängig von der Rasse, die große Anforderungen an körperliche und geistige Auslastung stellen. Eventuell könnte man das vorhersehen, wenn man sich einen "älteren" Hund (also keinen Welpen) kauft, dessen Eigenschaften und Anforderungen schon bekannt sind.

Kommentar von carinayeahi ,

Vielen Dank für deine Antwort. Wie ich gesagt habe, wäre 2-3 Stunden der Normalfall auch wenn es wie du sagst auf jeden Fall Ausnahmen geben würde, wo ich länger bleiben müsste. Für den Fall habe ich allerdings Gott sei Dank eine Familie die Zeit und Lust hätte sich dann um ihn zu kümmern. 

Wie gesagt bin ich mir all dem Bewusst. Ich stehe sowieso täglich um 5 auf, obwohl ich erst um 8 in der Schule sein muss von daher wer das absolut kein Problem für mich. Ich weiß, dass es Tage geben würde an denen ich sozusagen abends tot ins Bett fallen will, aber das ist es mir ehrlich gesagt wert. :) 

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 25

Vergiss es ***Die Uni wäre 2-3 Stunden täglich,***

Du wirst eine 30-35 Stunden Woche haben. Und zum Semester Ende, wo Prüfungen anstanden habe ich oft von früh bis spät in der Uni oder BiB gehockt um zu lernen das das über viele Tage hinweg.

Darf ich fragen was du studieren willst?

Antwort
von Lea1984, 57

Von der Sache her könntest Du das Tier bekommen. Selbst wenn Dich Züchter ablehnen sollten, gibt es davon mehr in Deutschland.

Was Du allerdings bedenken solltest- die Kosten! Wer zahlt, wenn das Tier ernsthaft krank wird? Hunde können Krebs bekommen, sogar Epilepsie- da ist das keine extrem teure Einmal-OP, sondern lebenslange, teure Medikation und im Fall von Krebs vielleicht regelmäßige, teure Eingriffe. Kannst Du dafür sorgen als Studentin oder müssen dann andere für all das aufkommen?

Du wohnst mietfrei beim Studium- also ist die Uni auf dem Dorf? Ich hoffe, Du weißt, was ein Studium ist, da sitzt Du nach den Vorlesungen mehr als 2-3 Stunden täglich nochmal zu Hause! Je nach Studiengang sind das auch mal 5-8 Stunden oder mehr.

Du scheinst Dir auch sehr sicher zu sein, was Deine späteren Arbeitszeiten und Heimarbeit angeht. Übernimmst Du eine elterliche Firma oder hast Du jetzt schon einen von beiden Seiten unterschriebenen Arbeitsvertrag in der Tasche? Bedenke das noch einmal! Es kann sich alles ändern... überlege, was passiert, wenn Du wegen Job erstmal in einer kleinen Stadtwohnung landest, in der selbst in Parks nur Leinenzwang herrscht und Du 8 Stunden und mehr täglich arbeiten musst...

Der Traum vom Hund, greifbar nahe, aber Fachwissen über die Rasse und ihre Eigenschaften und die Haltung machen noch keinen guten Hundehalter aus Dir- auch nicht Deine momentan günstige Wohnsituation... ewig wohnst Du ja nicht bei Mutti... oder? Überlege daher genau ob es jetzt schon sein muss, sich das Tier anzuschaffen, nur weil Du die Erlaubnis jetzt hast.

Es ist letztlich Deine Entscheidung, aber an Deiner Stelle würde ich abwarten, bis Du den erwähnten Job hast, vielleicht den Mann zu den Kindern und schaust, ob der den Hundetraum teilt und dann hoffentlich auch nicht allergisch reagiert.

Ich persönlich finde es auch fast schon blauäugig und verantwortungslos, Plan A-D oder Z zu haben, wo der Hund überall hin kann, wenn man es selbst nicht schafft, das Tier in sein Leben zu integrieren. All das kann sich in Luft auflösen... Freundschaften zerbrechen oder man zieht wegen Job, Beziehung usw. weg, Allergien können entstehen bei Deinen Hundesittern, ... und mal eben spontan aufpassen- wenn das zur Regelmäßigkeit wird und Deine Anrufe zum Hundesitten häufiger Planungen Deiner Freunde und Familien zunichte machen, kann das viel kaputt machen...
Es soll Dein Tier werden, also solltest Du es Dir dann holen, wenn Du Dich darum in jeder Situation kümmern kannst. Andere zu haben, auf die man sich verlassen kann ist gut, wenn man sich mal das Bein gebrochen hat oder wenn man im Stau steht, dass da mal einer Gassi geht, wenn es länger dauert- aber es soll kein Dauerzustand sein, dass da ständig Familie und Freunde einspringen müssen- dann warte lieber, bis Du die Zeit für das Tier hast. Es soll ja auf Dich geprägt werden, wenn es zu viel bei anderen ist- vor allem als Welpe könnte man Dir das Tier verziehen.

Kommentar von carinayeahi ,

Niemand hat davon geredet, dass jemand dauerhaft einspringt, dass wäre nur der absolute Notfallplan, der meiner Meinung nach das Gegenteil von 'verantwortungslos' ist. Ich persönlich finde es wichtig sich sicher zu sein wer das Tier ausführen könnte, wenn man verhindert ist aus Gründen für die ich nichts kann. (Bsp: Beinbruch, Stau, etc sind an dieser Stelle das was ich meine) 

Ich könnte mir, so eingebildet wie das eventuell klingt, auf jeden Fall leisten, selbst bei Krankheit für den Hund gut zu sorgen. Ein Hund aus der Familie, ebenfalls ein Goldie, hat übrigens Epilepsie und das ist eine teure Angelegenheit, wie du sagst. 200€ bezahlen sie durchschnittlich locker für das Tier. Da ich mehr als das zur Verfügung hätte und auch so, dass ich mich selbst auch noch versorgen kann (Essen, Klamotten, sonstiges), hab ich da keine großen Bedenken. Ich habe sogar seit dem ich 10 bin ein Tierarzt-Sparbuch in dem ich von meinem zurzeit kleinen Gehalt als Schülerin (Zeitungsausträgerin) monatlich 10€ einzahle, sozusagen als Basis für Impfungen, Kastration und was sonst noch anfällt. 

Tatsächlich bin ich mir da was die Arbeitszeiten, bzw. generell den Job angeht ziemlich sicher, was natürlich ein ziemlicher Luxus für mich ist, da vieles dann entfällt, z.B Umzug in eine andere Stadt und was es sonst noch gibt. 

Ich wohne zwar auf einem eher ländlichen Dorf bzw. Kleinstadt, aber sie ist in ziemlich guter Verkehrslage. Mit Bus wären das dann ohne Verspätung (:D) exakt 10 Minuten Fahrt. Über das Studium bin ich mir auch im Klaren. 

Kommentar von Lea1984 ,

Dann informiere Dich einfach bei Züchtern und kaufe das Tier. Vielleicht googelst Du nach Golden Retriever-Foren und fragst da einfach die Leute, wo sie ihre Hunde her haben, nach möglichen Zuchtschäden usw.

Wenn alles abgedeckt ist, was dem Tier passieren kann, dürfte man Dir problemlos einen Hund verkaufen. Pass aber auch auf, wenn Züchter zu viele beweise einfordern- wenn du da ein ungutes Gefühl bekommst, wenn die zu sehr nach Finanzmitteln fragen, halte da lieber Abstand.

Antwort
von Crangelos, 74

Huhu carinayeahi, 

also aus meiner Sicht kann ich keine negativen Eigenschaften oder Abläufe feststellen. Ich gehe davon aus, dass der Züchter dir den Hund verkaufen würde. Wie unten schon beschrieben, sind die meisten wirklich hinter dem Geld her. Das ist aber nicht bei allen so. Ich wüsste lt. deinem Text aber nicht, was dagegen sprechen sollte. Es sei denn, du möchtest einen Hund aus dem Tierheim, dann gelten noch bestimmte Auflagen. Aber die würdest du auch erfüllen. Ich habe meinen aus dem Tierschutz bzw. aus der Tötungsstation. Und von daher kenne ich mich da mit Vorkontrollen aus. 

Viele Grüße und alles Gute für dich und deine evtl. zukünftige Fellnase :-) 

Kommentar von carinayeahi ,

Zu erstmal finde ich es wirklich toll, dass du einen Hund aus dem Tierschutz/Tötungstation hast, auch wenn ich selbst vorhabe mir meinen ersten Hund von einem Züchter zukaufen. Dankeschön für deine liebe Antwort. 

Leider ist es wirklich so, anhand dem was ich aus diversen Dokumentationen und Berichten von Freunden mit Hund entnehmen kann, dass viele nur am Geld interessiert sind, was ich sehr schade finde. Von daher hatte ich eigentlich vor mir einen Züchter auszusuchen, der mich wirklich anspricht und den auch soweit es von der KM-Anzahl machbar ist, einige Male vorher zu besuchen, da mir wichtig ist aus welchem Umfeld dieser kommt.

Antwort
von KatrinNKS, 6

Ich schreibe dir mal kurz aus meiner Erfahrung.

Ich hatte als Kind und Teenager immer Hunde bei meiner Familie. Zum Studium bin ich ausgezogen und habe 6 Jahre studiert (ohne Hund). Als ich ein Jahr Vollzeit gearbeitet habe, habe ich gefragt, ob ich einen Hund mitbringen könnte. Das war auch kein Problem und so begleitet mich meine Pudeldame täglich ins Büro (ein Traum!!!!).

Ich habe sie mit 9 Wochen von einem Züchter mit Papieren gekauft. Zu der Zeit habe ich noch in einer WG gewohnt mit kleinem Garten. Die ersten Wochen und Monate sind RICHTIG anstrengend. Du musst nicht nur nachts raus, sondern alles dreht sich um das Hundekind. Irgendwie ein bisschen wie mit einem Baby :D Da musst du bedenken, dass ein Goldi von dir die ersten Monate die Treppe getragen werde sollte. Schaffst du das?

Nach der Stubenreinheitsphase (die mitunter recht lange sein kann!), kommt die "ich will nicht alleine bleiben"-Phase. Und die ist WIRKLICH anstrengend. Bei uns hat es mehr als 6 Monate gedauert, bis 30 Min. Alleinsein "ok" waren. Ohne Hilfe ist es extrem schwer, diese Zeit zu meistern. Man muss ja einkaufen gehen können, Arzttermine etc.. Das sollte dir bewusst sein!

Du rechnest  mit x-Stunden Uni. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Es werden mehr. Und ihr macht Exkursionen, Partys, Treffen, Lernen etc., da kann der Hund i.d.R. nicht mitkommen. Passt da jmd. auf ihn auf? Ich muss sagen, dass ich sehr, sehr froh bin, mir meinen Hund erst nach dem Studium geholt zu haben. Es ist unglaublich viel Verantwortung und ich hätte sicherlich viele Sachen während des Studiums nicht gemacht oder machen können. Hundelose Freunde und Bekannte werden kein Verständnis zeigen, wenn du wegen deines Hundes nicht mit auf die Party kannst, die Exkursion etc.

Man kann nie alle Eventualitäten einplanen, das ist natürlich klar. Aber ich denke, du schaffst dir mit einem Hund ein zusätzliche schwierige Aufgabe, die du neben deinem Studium zu meistern hast. Ich würde mich erst einmal darauf konzentrieren und wenigstens das erste Semester ohne Hund machen, dann kannst du den Aufwand und deine Zeiteinteilung viel besser abschätzen.

Ich glaube, dass ein Züchter dir einen Hund verkaufen wird, das sollte nicht das Problem sein. Und ich kann dir raten, dich an einen guten Züchter aus dem VDH zu wenden, denn an der "Anschaffung Hund" sollte man nicht sparen :)

Antwort
von adventuredog, 68

ja, warum nicht?

Suche dir Züchter in deiner Gegend, besuche sie und lerne die Hunde kennen und finde es selber heraus.

Hier hast du seriöse Adressen:

http://www.grc.de/zucht/zuechterliste/

und hier

http://www.drc.de/

Allerdings sehe ich in der Wohnung in der 2.Etage ein Hindernis - Welpen und Junghunde sollen während des Wachstums nicht derart viele Stufen laufen. Das schädigt Knochen u Gelenke. Oder gibt es in eurem Haus einen Lift?

Kommentar von carinayeahi ,

Oh, dass habe ich tatsächlich vergessen zu erwähnen, obwohl das eigentlich der Grund ist weshalb ich es erwähnt habe. Es gibt einen Lift :)) 

Kommentar von adventuredog ,

Dann sehe  ich kein Hindernis, warum Du/Ihr nicht einen Hund anschaffen solltet. Niemand kann die nächsten 10 - 15 Jahre voraus planen und ich finde Du hast dir schon weitaus mehr Gedanken gemacht, als manch anderer. 

Viel Glück und viel Spass mit deinem Wunschhund!

Goldies sind wirklich klasse ♥  es war auch mein 1.Hund und ich habe es nie bereut, zumal dann auch etwas später Kinder dazu kamen. Achte aber auf eine liebevolle Familienaufzucht (VDH registriert) und Betreuung auch nach dem Kauf!

Antwort
von timmoh, 80

Ich sehe du hast dir ordentlich Gedanken darüber gemacht, ich denke da spricht nichts dagegen. Züchtern achten mehr auf Geld als auf die Herkunft der Personen (leider). Aber in deinem Fall hört sich das vernünftig an. Du solltest vielleicht nur bedenken, was passiert wenn du mal wg. Job oder Studium in eine andere Stadt/Wohnung ziehen musst und dort keine Hunde erlaubt sind... Kann dann deine Familie den Hund längerfristig übernehmen???

Kommentar von carinayeahi ,

Erstmal vielen Dank für deine liebe Antwort! Darüber habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, da ich auf jeden Fall nach dem Studium, sobald ich einen Job habe und höheres Einkommen habe die Wohnung wechseln würde und es wäre so, dass meine Familie bereit ist den Hund dann, bis ich eine vernünftige Wohnung gefunden habe zu nehmen.

Antwort
von Pauli1965, 55

Ich denke schon.

Antwort
von hauseltr, 49

. In 200 Meter Entfernung zu Fuß ist der Rhein, wo der Hund natürlich im Sommer schwimmen gehen könnte.

Im Sommer? Ein Goldi geht immer schwimmen! :-)

Kommentar von carinayeahi ,

Natürlich nicht nur im Sommer. Da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte nur, dass es gerade im Sommer wegen der Hitze eine besonders günstige Situation ist mit dem Rhein quasi direkt vor der Tür :))

Antwort
von huldave, 53

Ja natürlich, wenn du 18 bist

Antwort
von AronFrisch, 38

Natürlich

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