annakonda am 31.07.2009 um 18:50 Uhr
Ich hatte vor ein paar Tagen eine interessante Diskussion darüber, ob die Anzahl der Morde ansteigen würde, wenn auf einen Mord keine Strafe folgen würde.
Mein erster Gedanke war der, dass mehr Leute morden würden, wenn sie nicht dafür bestraft werden würden. Allerdings legte mein Gegenüber ein gutes Gegenargument vor: Jemand, der einen Mord begehen will, lässt sich nicht von einer Strafe abschrecken.
Das würde also bedeuten, dass ein Mord unabhängig davon durchgeführt wird, ob bei Fassung des Täters eine Strafe folgt oder ob es gar keine Strafverfolgung gibt. Wer also so weit ist, dass er jemanden umbringen würde, der schreckt vor dem Gefängnis auch nicht zurück.
Ich denke allerdings schon, dass die Mordrate steigen würde. Vielleicht nicht sonderlich stark, aber schon ein wenig. Vielleicht würde dadurch die Hemmschwelle sinken, wenn man das so sagen kann.
Ich bitte auch um eine Begründung zu der jeweiligen Antwortmöglichkeit, denn sonst wird mir die Antwort nicht viel bringen, mich interessieren schließlich die Gedankengänge...vielen Dank!=)
Und: Ja, lieber Support! Ich suche Rat!=) Und zwar den Rat, wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist und ob in jedem von uns vielleicht ein potentieller Mörder steckt, wir allerdings durch die Justiz im Zaum gehalten werden.
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Ganz schön knifflig... aber ich versuch mich mal dran:
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Ich denke jeder Mensch ist sich im Klaren darüber, dass jemand anderem das Leben zu nehmen, etwas entgültiges hat und so ziemlich alle Grenzen überschreitet. Doch woher kommt diese moralische Gewissheit?
Durch die 10 Gebote und die damit religiöse Entwicklung der Menschheitsgeschichte, die in unsere moralische Vorstellungen über gegangen ist? Oder waren diese moralischen Grundsätze auch vor dem Verfassen der Bibel schon grundsätzlich klar und wurden bloß neu erfunden?
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Mord ist immer das Resultat einer nagativen Gedanken- und Empfindungskette (z.B. Neid --> Eifersucht --> Hass --> Mord)
Diese negativen Gedanken kommen aus einem selbst. Sei es aus persönlicher Unzufriedenheit, religiösem Fanatismus, Rachegelüsten oder sonstwas dieser Art.
Solche Gedanken sind nach unserem "normalen" Empfinden eher als krankhaft zu bezeichnen, wenn sie denn zum Mord führen und insofern gebe ich Deinem Gesprächspartner recht und sage: Wer einen Mord begehen würde, lässt sich auch von Gesetzen nicht abschrecken. Denn wenn (gern genommenes Beispiel von mir) eine Mutter im Gerichtssaal den Mann erschießt, der ihr Kind vergewaltigt und ermordet hat, hätte sie es auch getan, wenn es kein Gesetz dagegen gäbe.
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Auf der anderen Seite gibt es auch leider Menschen, deren Wertschätzung für das andere Leben einfach nicht ausgeprägt genug ist und denen es schlichtweg "Spaß" machen würde, Menschen umzubringen. Ich denke dabei an die KZ-Aufseher (3. Reich): Irgendwann war die moralische Hemmschwelle verschwunden und es wurde sich ein Spaß daraus gemacht, Juden, Behinderte, Homosexuelle, Zigeuner und so weiter einfach umzubringen. Diese Menschen galten als nichtswürdig. Etwas, das wir uns heute (hoffentlich) nicht mehr vorstellen können, aber es entwickelte sich - ich vermute eine Art Rausch, der nicht mehr zu kontrollieren war, man nennt es glaube ich Blutrausch.
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Zurück zum Beispiel des Kindermörders. Würde so ein Mensch nicht viel mehr Kinder ermorden, wenn er die Möglichkeit dazu hätte und sein Blutrausch erst mal mit ihm los gegangen ist?
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Diese Gesetze verhindern zwar viele Morde nicht, aber sie führen dazu, dass diese Menschen aus dem Verkehr gezogen werden, was wiederum wichtig für die Gesellschaft ist.
Die Frage ist, wie stark eine Abschreckung als Wirkung des Bekanntseins einer drohenden Strafe (Generalprävention) ist und in welchem Ausmaß bei einem Wegfallen einer Bestrafung Mordgedanken entsprechend häufiger durchgeführt würden.
Eine bestimmte Möglichkeit einer Hemmung wäre nicht mehr da.
Bei Platon, Politeia 359 – 360 wird auf eine Erzählung über den Ring des Gyges hingewiesen. Dieser hatte die Kraft, den Träger unsichtbar zu machen. Er könnte sich also den sonst drohenden Folgen schlechter bzw. in einer Gesellschaft als schlecht beurteilter Handlungen entziehen (Gyges fand ihn, verführte die Frau des Königs Kandaules, ermordete diesen und bemächtigte sich selbst der Herrschaft über Lydien). Wer ungerechte Handlungen nur um der Folgen willen unterläßt, könnte sie ohne Furcht vor Bestrafung ausführen. Wer die Gerechtigkeit für etwas auch um seiner selbst willen Gutes (intrinsisch gut) hält, handelt auch ohne Nötigung nicht ungerecht.
Menschen sind nicht vollkommen und nicht alle Menschen sind immer gerecht und unterliegen keiner Anfechtung oder Versuchung. Bei einer Tötung aus Leidenschaft (Tat unter Affekteinfluß) ist eine abschreckende Wirkung kaum möglich, weil dann nicht in einer rationalen Wahl besonnen abgewogen und Überlegungen über eine Strafe in dieser Zeit nicht auftauchen oder keine Rolle spielen. Zu Morden führen aber nicht nur ziemlich schnelle Entschlüsse. Außerdem gibt es nicht nur Fälle, in denen die persönliche Beziehung und damit verbundene Gefühle im Vordergrund stehen. Bei Planungen über einen längeren Zeitraum sind Leidenschaften und Begierden nicht so vorherrschend, daß sie ständig den Blick verengen. Wer sehr abgebrüht und kaltblütig ist, kann annehmen, nicht überführt zu werden. Andere mit ehernem Willen wären bereit, eine Strafe in Kauf zu nehmen. Aber eine erhebliche Anzahl könnte durch einen Gedanken an eine Bestrafung abgehalten werden.
Bei einem Wegfall staatlicher Justiz bei Morden wäre außerdem eine Zunahme an Tötungen aus Rache für vorausgegangene Morde zu erwarten. Für die Racheakte drohte keine staatliche Strafe.
sie keine Konsequenzen mehr fürchten müssen und vor allem würde es zu vermehrten "Geldmorden" kommen (reiche Tante, Großeltern zwecks Erbe um die Ecke bringen). Das denke ich, weil es zu vermehrte sozialen Problemen gekommen ist.
annakonda am 31. Juli 2009 18:59 Und wenn du auf die selbst schaust...dann ist doch die Bestrafung nicht der Hauptgrund, der dich abhält oder?
Es ist doch die Bestrafung, die abschreckt. Je härter dies bestraft wird, desto weniger auch die Morde. Gilt aber nur für geplante Morde. Nicht für Mord im Affekt oder bzw. Totschlag.
annakonda am 31. Juli 2009 19:02 Würdest du also von dir behaupten, dass dich die potentielle Bestrafung vom Morden abhält?
Nein. Persönlich würde ich nie einen Mord begehen. Niemals bewusst! Es liegt an der Person selbst, seiner Aggressivität, Hemmschwelle, auch Verzweiflung. Und wenn du willst, auch seine Kindheit.
annakonda am 31. Juli 2009 19:08 Obwohl du selbst eine ganz andere Meinung hast, gehst du aber davon aus, dass viele Menschen sich nur von einer eventuellen Strafe von einem Mord abhalten lassen?
Ist nicht vielleicht in (fast) jedem Menschen ein natürliches Moral- und Gerechtigkeitsbewusstein verankert?
Ich denke nicht nur für mich, sondern versuche auch mich in andere hinein zu versetzen. Und ja, einige würden sich davon abhalten lassen, jemanden zu ermorden, weil eben dies bestraft wird. Und in fast jedem Menschen ist aufgrund der Erziehung, der Gesetze und des Glaubens ein Moral.-Gerechtsbewusstsein verankert.
es gibt umstände unter denen jeder töten würde. Niemand nichteinmal der Papst selber sollte so vermessen sein zu behaupten, dass er niemals töten würde.

Weil die gesellschaftliche Ächtung mit der Straffreiheit verloren ginge.
Das ginge sicher nicht von heute auf morgen, aber schleichend.
(Was nicht verboten ist, kann so schlimm nicht sein.)
Mit der Zeit verschwänden vielleicht alle Skrupel.
annakonda am 31. Juli 2009 18:59 Aber glaubst du, das die Mehrheit der Menschen die Gesetze braucht um friedlich zu leben?
sanne172 am 31. Juli 2009 19:04 Ich glaube, die Mehrheit braucht ein klares Gerüst, an dem sie ihre Moral festmachen kann.
Ob das für Gläubige die 10 Gebote oder für die anderen Gesetze sind, ist egal.
Wenn es gesellschaftlich geächtet ist, im Knast gewesen zu sein, dann hält das den ein oder anderen ab.
Wenn es für die Gesellschaft egal ist, wird es das auch für den Einzelnen.
Nicht sofort, aber von Generation zu Generation nimmt das Unrechtsbewußtsein dann ab.
annakonda am 31. Juli 2009 19:10 Ja, das mit von Generation zu Generation finde ich interessant. Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass alle Menschen auf einmal umhermetzeln, wenn von heute auf morgen die Bestrafungen für Mord aufgehoben werden.
sanne172 am 31. Juli 2009 19:28 Ja, zur Zeit ist noch tief in der Gesellschaft verankert, dass Mord eine unverzeihliche Tat ist.
Es wird eine Weile dauern bis diese Moralvorstellung mehr und mehr verwässert und das Gefühl der Verwerflichkeit verblasst .
Was heißt hier "würde steigen"? Die Mordrate pflegt tatsächlich zu steigen, wo das Morden legalisiert wird: in Kriegen, wo die Grenzen zwischen gerechtem Krieg (gibt's das überhaupt?) und Kriegsverbrechen verschwimmen; unter totalitären Regimen, wo staatlicher und staatlich abgesegneter Willkür Tür und Tor geöffnet sind. Oder in anarchischen Verhältnissen, wo Rache statt Recht an der Tages-"Ordnung" ist oder Lynch-"Justiz" statt Strafjustiz die Oberhand hat. Für die Geltung des schlichten "Du sollst nicht töten" findet sich jederzeit und überall ein "Radio Eriwan", das "Im Prinzip ja" meldet, aber dann von kreativ ausfindig gemachten "Ausnahmesituationen" berichten kann, in denen ein "Handlungsbedarf" bestehe. Das alles lässt sich auch so ausdrücken: Je gewissenloser gelebt wird - und zu dieser Gewissenlosigkeit gehört auch die Straffreiheit -, desto ungehemmter wird das Leben mit Füßen getreten.
Stimmt, leider.
Seit in Deutschland die Tötung eines ungeborenen Kindes bis zur Geburt nicht mehr bestraft wird, wenn der Verdacht auf eine Behinderung besteht, geschieht das immer häufiger, rund 1000-fach jedes Jahr.
http://www.tim-lebt.de/

Das ist nur auf den ersten Blick eine leichte Frage, aber die hat es auf den zweiten Blick in sich. Zuerst war ich versucht, zu antworten: ja, wesentlich mehr Morde. Aber bei genauerer Überlegung muss man berücksichtigen, dass es ja eine ganze Fülle von unterschiedlichen Motiven gibt. Bei, sagen wir mal im weitesten Sinne Morden aus "Leidenschaft", sexuellen Motiven und Eifersucht und ähnliches, gibt es sicher keine große Veränderung, da hier der Täter triebgesteuert nicht oder weniger an eine Bestrafung denkt. Bei Morden aus eher "wirtschaftlichen" Motiven, Geldgier und ähnliche Gründe, wohl eher schon.

Weil die Hemmschwelle niedriger wäre.Bei der heutigen vorherrschenden (Un-)Moral und dem Verfall der Werte,würde das Chaos ausbrechen.

Jeder Kindermörder würde es hemmungslos tun und anschließend ebenso hemmungslos gelyncht werden.

Ich würde sagen, die Mordrate wäre unabhängig von der Bestrafung, die Totschlagrate würde dagegen ansteigen. Ich denke, da gäbe es Unterschiede.
annakonda am 31. Juli 2009 18:54 Ah...ok, da habe ich jetzt gar nicht diffenrenziert. Aber stimmt, das wäre vielleicht sinvoll.
SibTiger am 31. Juli 2009 19:28 Ich persönlich wäre auch dafür, die sogenannte Bestrafung für Mord auf 15 Jahre zu begrenzen, da es nach meiner Meinung kein Verbrechen gibt, das es rechtfertigt, einen Menschen lebenslänglich hinter Gitter zu sperren.
jeder mörder würde weitermorden ohne gesagt zu bekommen dass sein handeln falsch ist
Fast jeder Einbrecher würde dann zu seinen "Streifzügen" eine Waffe mitnehmen und davon auch Gebrauch machen wenn er dafür nicht bestraft wird.

...viele Menschen heutzutage keine Straftat begehen, weil sie Angst vor der Strafe haben und nicht aus moralischen Gründen.
Daher: Keine Strafen --> mehr Straftaten.

die "Hemmschwelle" sinken würede, wenn man bei Mord straffrei davonnkäme
dadurch die Hemmschwelle doch entschieden herab gesetzt würde, seht euch doch mal die vielen gewalt delikte an
sie keinen bestrafung bekommen würden
Der Täter keine Angst vor einer Strafe haben müsste.

Das dürfte abhängig sein von sehr vielen Faktoren:moralische Grundwerte einer Gesellschaft,soziale Verwerfungen(Arm und Reich),Lebensumstände wie Kriege/Umweltzerstörung(auch hier fehlt die Achtung vor dem Leben und immer so weiter.Aber natürlich bleibt vordergründig entscheidend,wie eine Gesellschaft solche Verbrechen bewertet und ahndet...
heureka47 am 18. September 2009 22:45 Ich bin der Meinung, daß man es recht gut vorhersehen kann - und zwar, daß VIEL mehr Morde geschähen! - wenn man weiß, daß die zivilisierte Gesellschaft nicht etwa von Liebe dominiert ist und auch nicht von Vernunft (rationalen Erwägungen), sondern in Tat und Wahrheit von der "Kollektiven Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft". Siehe meine TIPPS bei GF / gesundheitsfrage.net.
... anstelle der legalen Strafe eine soziale Bestrafung, d. h. Lynchjustiz, treten würde. Daher wäre es eben nicht so, dass Morde nicht bestraft würden, wenn auf sie keine Strafe stünde, sondern sie würden bestraft - allerdings uneinheitlich und nicht nach festen Regelsystemen. Daher ist die Art der Strafe und also auch ihre Abschreckungswirkung nicht vorhersehbar.
..es leider genug gestörte Menschen gibt..
heureka47 am 18. September 2009 22:47 Ja. Die gesellschaftliche große Mehrheit, die von der "Kollektiven Zivilisations-Neurose" betroffen ist.
Siehe meine TIPPS bei GF / gesundheitsfrage.net.
>Kollektive Zivilisations-Neurose - Merkwürdig, dass es die nur bei Dir gibt.

...das ziemlich logisch ist.
So wie es jetzt ist, tötet man gewisse Personen nur gedanklich, eben wegen der Konsequenzen.
Würde keine Strafe ausstehen, tja..."Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat" ;)
Die Moral steht hier sicher nicht an erster Stelle.
Draschomat am 21. August 2009 11:56 lol
viele nur noch vom Gesetz angehalten werden. wenn jeder sich rächen könnte im affekt oder nicht - das gäbe ein blutbad!
annakonda am 31. Juli 2009 18:58 Aber da muss man ja auch an sich selbst die Frage stellen, ob man nur deshalb nicht mordet, weil man sonst bestraft werden würde. Daran liegt es ja wohl nicht, oder?

...ich mir dann bei Mordlustanfällen nicht mehr denken würde, dass es sich nicht auszahlt, wegen so einem Koffer den Rest meines Lebens im Häfen zu verbringen - und es anderen Leuten auch so gehen würde.
Ich denke aber, dass es nicht so viel mehr wären, weil zum Mord wesentlich mehr als nur Mordlust gehört.

... ich von anderen Grundgedanken ausgehe... Da ich der Meinung bin, dass es keinen "freien Willen" gibt, glaube ich auch nicht, dass sich durch Straffreiheit etwas verändern würde. Das System der Strafe besteht ja nun schon sehr lange. Und? Was hat sich verändert? Menschliche Gesetze haben bisher nicht dazu geführt, dass der Mensch sein Verhalten verändert und dies wird auch so bleiben. Was wirklich Veränderung bewirkt, ist ein Bewusstseinswandel, die Erkenntnis, dass es Ego-motivierte Handlungen sind, die auf dem Glauben beruhen, das Ego, die Persönlichkeit zu sein, die mit allen Mitteln verteidigt werden muss. Solange der Mensch nicht begreift, dass sich die Welt um ihn herum exakt gemäß seinem Glauben (wachbewusstes und unbewusstes Denken) gestaltet, wird er jeden Angriff auf sein Ego verteidigen ... und wenn es durch Mord ist. Und selbst das entspringt nicht seinem bewussten Wollen, auch wenn er das von sich denkt. Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen...
Alleyne am 28. August 2009 12:27 auch sehr interessant!

Ich denke ja, weil es viele Menschen gibt die schon bestimmt diesen Gedanken auch hatten.

sich wohl jeder gegenseitig abknallen würde!
annakonda am 18. August 2009 16:22 Und warum?
famulus am 19. August 2009 10:01 Aus Hass, Eifersucht und Neid.
heureka47 am 18. September 2009 22:51 Und welcher Grundeinstellung entspringen solche "negativen" Gefühle (Gedanken)? ANGST. Und Angst ist ist das Signal, daß der Mensch zu wenig Liebe hat. So wie Durst Signal ist, daß der Körper zuwenig Flüssigkeit hat und Hunger das Signal, daß Nahrung gebraucht wird. So ist Angst das Signal, daß LIEBE - universelle Liebe - "getankt" werden sollte.
da gabs schon oft situationen in denen man sagt den will ich doch gerne umbringen und so und würde da die ögliche strafe im hinterkopf nich sein wäre das auch schon passiert

Ich denke schon es würden mehr Morde begangen werden wenn man es erlauben würde.Allerdings nicht sooo viele denn die leute die vorhaben einen mord zu begehen setzten ihren plan auch in die tat um und nehmen es in kauf dafür ins gefängnis zu kommen.es haben aber auch nicht alle leurte vor so etwas zu tun.wennn es also erlaubt werden würde, würden nuer die mit dem morden anfangen die es sich davor ( bevor die "erlaubniss" fürs morden gegeben wurde ) nicht getraut haben wegen der möglichen konsequenz.also denke ich mal ...=)

Wenn Morde nicht geahndet würden, wäre die Welt schon bald nicht mehr so wie sie jetzt ist. Solche Szenarien kennt man ja schon aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem innerhalb von 6 Jahren über 50 Millionen Menschen starben. Die Nationalsozialisten verloren jegliche Scheu vor Mord, weil sie sich sicher waren "damit durchzukommen" und dachten nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Haben die Menschen keine Gesetze, an die sich jeder halten muss, ist ein gemeinsames Zusammenleben nicht möglich!

ist halt so, die gefängnisstrafen sind für menschen die grad so an der grenze stehen (an der grenze der hemmschwelle, abnormaler zustand!) ein (noch?) wirksames hindernis.
es doch viele Menschen abschreckt wegen der Strafe. Schau dir wirkliche Straftäter an; Serienkiller. Wenn die keine Strafe mehr bekommen würde, die würden immer weitermachen und weitermachen und weitermachen.

annakonda am 31. Juli 2009 18:56 ....weil?
Ein großer Teil was wir für falsch oder richtig halten hängt von der kultur ab in der wir leben....gäbe es keine bestrafung mehr dafür wäre es nicht mehr geächtet. grenzen die nicht geächtet werden werde leichter überschritten...werden grenzen einmal überschritten fällt es die folgenden male nicht sehr schwer
achso einen einwand...wahrscheinlich würde dann die blutrache wieder greifen...wie sich die auf die mordrate auswirken würde wäre auch interessant
man sogar als friedliebender Mensch von manchen Artgenossen zur Weißglut gebracht wird und dann zuckt es einen in den Fingern.
Es gäbe de jure überhaupt keine Morde mehr, wenn auf Mord keine Strafe stünde, das ist nicht (nur) haarspalterisch, sondern wesentlich für unser Rechtssystem. Einige Antwortgeber unterscheiden beispielsweise zwischen Mord und Todschlag. Wenn man (was glaube ich Albrecht irgendwo mal gut erklärt hat) den freien Willen "abwählt", dann kann es (nach juristischer Definition) eigentlich eh keine wirklichen Morde geben i.S. eines Tötungsdelikts aus "niedrigen Beweggründen", dann wäre jeder Tod ein Unfall. Wem das zu kurz/kompliziert war, bitte melden.
gleichbleiben weil - siehe antwort von Angel84 / 2. August 18:41

manche villt. doch noch darüber nachdenken was nach dem Mord passieren würde . . . Ich bin grade so sauer, ich würde eisblume anzünden, ohne darüber nachzudenken, aber in einem Monat könnte es sein dass ich ein wenig mehr über die folgen nachdenken würde . . .

es Menschen gibt die es verdiehnt haben.. ich rede nicht von einem der jemanden schlägt sondern von Kinderschändern! Die müssten die todesstrafe erhalten!
Vor 20 Jahren in Ladakh hat kein Mensch dort jemals von einem Mord gehört weder gewusst was das sein soll! "Das alte Ladakh" Doku von Clemens Kuby Hab ich gerade heute gesehen.
Der erste Mord war doch Kain und Abel?! War es der Neid die Eifersucht...muss ich gleich mal nachlesen!
heureka47 am 18. September 2009 22:54 Der erste Mord geschah durch Adam und Eva. Nach der "Verführung" ermordeten sie das CHRISTUS-BEWUSSTSEIN in sich, das GÖTTLICHE BEWUSSTSEIN, die LIEBE, und verfielen der ANGST. ("Sie bedeckten / versteckten sich").

Ich denke, dass die Rate deshalb steigen würde, weil es in einem Mordfall auch nicht zu Ermittlungen kommen würde. Es würde also reichen, eine Person X nachts in den Wald zu locken und zu töten. Es würde aufgrund mangelnder Ermittlung keine Spur zum Täter führen. ABER: Was erheblich ansteigen würde, wären wohl Selbst- und Lynchjustiz! Familien der Opfer wollen Rache üben, wenn dies der Staat schon nicht tut. Deshalb werden sie sich an vermeintlichen Tätern rächen, auch wenn sie dabei den falschen erwischen sollten. Niemand könnte sich in der Gesellschaft noch sicher fühlen, man wäre gegen jeden misstrauisch, was wohl zur Folge hätte, dass Menschen aus paranoiden Wahnvorstellungen heraus andere zu töten in der Lage wären. Die Hemmschwelle sinkt, wenn keine Sanktionierung erfolgt und jeder auf sich gestellt ist. Ist also gar nicht so schlecht, dass sich der Staat um die Aufklärung von Gewaltverbrechen bemüht.
....hmmm es vielleicht nicht mehr "illegal" ist bzw "strafbar"
die meisten Morde passieren im Affekt im Sterit durch einen Unfall, und wenn nicht glaube ich nicht das viele Leute einfach so los gehen würden und Leute umbringen, aber es gibt ja auch richtige Profikiller und die Anzahl der würde natürlich schon steigen und dadurch würde es also mehr Morde geben. In 100 Jahren und später würde die Zahl wahrscheinlich noch höher steigen weil dann das schlechte Gewissen nicht mehr da ist wennman weiß das in der Familie schon mal wer gemordet hat.

Aber hallo, da gibts Leute im Alltag, die selbst ich gern erledigen würde........
Jeder Mensch hat eine istinktive Moral und für einen Mord müsste es nach wie vor einen handfesten grund geben,


weil es so ist.

die liebe und die eifersucht unberechenbar macht. ein lämmlein von persöhnchen, herzensgut und lieblich würde die revalin ausschalten können unbemerkt durch ein vergiftetes getränk o.ä. ganz diskret. und es vielleicht tun wenn ´s sein MUSS.

ich denke schon, denn wenns eh nicht betraft wird?

die Menschen sich selbst weg. einer Beleidigung umbringen würden oder gar, weil eine andere Frau hübscher aussieht...
dann Chaos uns Anarchie herrschen würden!

ja klar würde sie steigen weil jeder mal das gefühl hat am liebsten jemanden umzubringen und wenn es dannn noch dafür keine strafe gibt..
...man selbst wenn man nur sehr wütend oder sehr genervt von einer Person wäre, sie ganz einfach umbringen können. Ohne irgendwelche folgen!

man denkt "ach ich werd eh nicht bestraft und jetzt bin ich den/die endlich los!"

viele nur durch die drohende Strafe von einem Mord abgehalten werden

das nunmal so ist!!!!!!

Das is doch klar
wenn es keine strafe gibt wird das immer wieder wiederholt
Die frage an sich über Mord und ohne strafe? Hm das glaube ich auch das es dann umso mehr Morde geben würde. Stellt euch doch mal vor wo die meisten Morde passieren? z.B. Amerika, Manhatten, dort wird es sich auch nie ändern mit oder ohne gesetz es ist den meisten doch egal. Alle die Morde schon begangen hatten und vorallem die engen gassen da wo man keinen vermutet werden immer wieder Morde dort passieren. Ich habe einen Kumpel kennen gelernt der dies sogar mit angesehen hatte. Es ist wirklich war gewesen. Von daher aus werden auch weitere Morde passieren wenn die meisten Mörder es hören WOW es gibt keine strafe mehr dafür. Nein das wird nicht dadurch besser werden glaubt mal es.
eine offizielle kriegserklärung wär ja dann nicht mehr nötig ^^
boa des wär hart wenn des keine bestrafung hätte...^^

man dann einfach tötet um dieses Problem zu lösen und zwar entgültig ohne folgen.
weil man dann schneller nach einem streit zur waffe greift

Ja weil die Menschen dann keine angst und kein bedenken gegenüber der Bestrafung mehr haben
sie wissen dass man es darf. Aber irgendwann wird es keine normalen Menschen mehr geben, sondern nur noch Mörder, da die Leute ja alle weggemordet werden.

Die meisten tuns trotzdem auch wenns verboten is. Aber es würde schon mehr geben... Aber vielleicht nicht so viel...
weil es immer auch menschen gibt, die gedankenlos handeln. es gibt eben dinge, die tut man nicht, weil sie verboten sind. und es gibt dinge, über die macht man sich erst gedanken, nachdem sie schon passiert sind / über die man vielleicht eine sekunde länger nachgedacht hätte in dem bewußtsein, daß sie verboten sind...



...schon ich jeden umnieten würde, der mir im Weg stünde. Im übertragenen und eigentlichem Sinne. Die Natur begünstigt nun mal den Stärkeren.
freakdepp am 26. August 2009 13:12 stärke gegen geschwindigkeit (reflex und bewegung) gegen wissen ... wer würde gewinnen ?

...ich denke, dass die meisten Morde im Affekt geschehen und das in einem Moment der unkontrollierten Emotionen der Verstand ausgeschaltet ist und Verbote oder eine Erlaubnis in so einer Situation nichts nützen.
Aber ich denke, dass es viele Menschen geben würde die Gegner ermorden würden weil sie wüsten, dass sie nach der Tat nicht dafür verantwortlich gemacht würden. Z. B. würden sich geschäftliche Gegner leichter um die Ecke bringen oder andere schneller dazu beauftragen.

Ja natürlich würden mehr Morde passieren Wenn es keine Strafe gibt Andererseits machen es villeicht viele wegen der Strafe Das kann man nie genau sagen

zurzeit leben wir eher anonym, die Menschen fühlen sich nicht füreinander verantwortlich, die Gemeinschaft wird durch Gesetze geregelt und nicht durch Moral. Ethik und Religion sind rückläufig und deshalb kommen auch aus dieser Richtung keine positiven Impulse einer kriminellen Handlung entgegen zu wirken. Da jedoch viele Morde im Zusammenhang mit anderen Straftaten verübt werden lässt die Fragestellung noch zu viel Raum. Wenn ein Dieb sein Verbrechen durch einen Mord verdecken will, fängt das Problem ja schon bei der Bestrafung von Diebstahl an. Würde er nicht töten wenn er nicht für den Diebstahl bestraft würde. Und wäre es dann die Lösung keine "Straftaten" mehr zu ahnden?
Tja – die Diskussion muss glaub ich an anderer Stelle ansetzen – aber wo? Anreize, statt Strafen? Ein Belohnungssystem? Eine neue Weltreligion mit Liebe? Hm – hier hörts bei mir schon auf ….
Sie würden steigen! Um wieviel allerdings ist nicht vorhezusehen. A) Würden generationen werde nachfolgend erzogen mit dem Wissen Sie könnten(!) es tun. Wieviel bindungskraft diese Norm hat ist auch unklar. Das hängt von der Zusammensetzung der Gesellschaft ab. B) Es gibt kulturen im Lande in denen die Gewaltbereitschaft nur durch den Eindruck der Staatsgewalt gehemmt wird.
Generell wurden die Morde aus Niedertracht (geringe Geldwerte) zunehmen (traurig und auch leider wahrscheinlich)
dann die hemmschwelle sinkt, jemanden für den eigenen vorteil auszulöschen


Ich denke die Zahl würde nicht hochspringen wie ein festgehaltener Vogel wenn man ihn loslässt, denn sind es nicht jetzt schon genug? Ich sage es wären nur wenige mehr.

wegen der sogenannten selbstjustiz
das 'experiment' gibt es ja längst, wenn auch zum glück nicht bei uns. nämlich überall, wo die regelnde, kontrollierende und auch strafende staatsmacht versagt, nicht existiert .. oder auch Mord ignoriert.
kolumbien - die drogenkartelle sardinien - camorra somalia afghanistan ... ...

es in der Natur des Menschen liegt zu kämpfen und auch zu töten... Angst vor strafe hält allerdings den Großteil der Bevölkerung davon ab. Die Anzahl der Morde würde bei einer Straffreiheit bei Mord nicht sprunghaft ansteigen, aber es würden von Jahr zu Jahr immer mehr.

das halt so ist

es viele gibt die sich rächen wollen,das aber nicht gemacht haben-aus angst vorm knast

Ja weil die Menschen dann keine angst und kein bedenken gegenüber der Bestrafung mehr haben
nehmen wir den umkehrschluss. als es auf mord noch die todesstrafe gab, war die zahl der straftäter wesentlich geringer. eine steigerung dürfte im verhältnis stehen wie bei der steigerung nach abschaffung der todesstrafe. außerdem ist die hemmschwelle für jegliche straftat so rasant gefallen, dass es sowieso zu steigerungen kommen wird. wir bedauern bei gericht die täter und nicht die opfer, so verkehrt ist es heute.

Ja! Die Leut hätten einen Grund weniger, sowas nicht zu tun. Wär locker, Problem beseitigen ohne auf die "Gesellschaft" Rücksicht zu nehmen. Aber gefährlich für jeden Einzelnen....
das ist doch klar
ês keine Strafe gibt!?
Ich denke, dass es genug Menschen gäbe die ein "ausreichendes" Motiv hätten. Sich jedoch der Folgen bewusst sind und daher davon abgehalten werden. Nun hab ich zwar nicht das Bedürfnis einen Mord zu begehen, gestehe jedoch, dass ich um einiges krimineller wäre, wenn es nicht unter Strafe stünde. Alles in allem wäre eine Straffreiheit natürlich eine unvorstellbar grausame Vorstellung, da es ja dann immer mehr Menschen mit Rachebedürfnissen gäbe... in meiner Vorstellung endet das irgendwie grad in kollektivem Massenmord. Na ok, ganz so extrem wärs vielleicht nicht. Aber zugegeben: Super Frage!
...weil einige Menschen einfach (auch aus unüberlegten Beweggründen) wenn ihnen was nicht passt, oder wegen kleinen Streitigkeiten den anderen umbringen würde. Es gibt viele Menschen die überlegt handeln, auf die würde das eher weniger zutreffen, da sie sich erst gedanken machen ob es nicht eine kleinigkeit ist die es nicht werd ist jemanden zu ermorden. Aber alle die gerne in affekt (der wut oder des zornes) handeln denken in diesem moment nicht nach und handeln. Außerdem würden mehrere (oft Jugendliche) ihre Mordfantasien mehr Raum geben und es würdewarscheinlich öfterszu Amokläufen kommen!
ich hätte da sofort ein paar Listen....
Viele Leute bringen nur keinen um weil sie nicht in den Knast wollen, gäb es keine Strafe würde jeder den den er hasst umbringen...
Ich glaube dann gäb es auch mehr Jugendliche Mörder,viele würden bestimmt Lehrer umbringen...

... manche Leute die voher nicht gemordet haben jetzt eher Morden. Und es villeicht zu einer Art Trend unter manchen Teenagern werden würde so z.B. aus Gruppenzwang, nach dem Motto 'du gehörst nur dazu wenn du jemanden ermordet hast' ...

ja kla würde mehr morde geschein weil einer den eien nicht gefällt oda so könnte man umbringen und einfach so davon kommen und so haben fast alle angst vor dem knast ist doch kla.


sie sinken weil mann sieht es ganz einfach an dem seit dem man in holland grass rauchen darf machen es nur noch weniger als davor
UseYourIllusion am 28. August 2009 16:09 super toller vergleich...tz
Ich lese keine Gesetzbücher und kenne mich nicht allzu gut aus. Mein wichtigster Wert ist "die eigene Freiheit endet dort, wo die des Anderen bginnt".Dass nicht alle so denken, sieht man ja, deshalb wurden die Gesetze gemacht - zur Abschreckung. Also umformuliert müsste man fragen: Beeinflusst das Gesetz mein Verhalten? Und meine Antwort darauf ist "kaum", aber bei vielen sieht man, dass sie sich deutlich mehr lenken lassen.

mir würde da auch der ein oder andere kandidat einfallen
es dann zu etwas normalen werden würde^^
man sich lästigen Menschen für immer verabschieden könnte ungestraft - wesentlich nur deshalb nicht weil viele Skrupel Respekt haben

logo.....

man eventuell schon manche Leute hasst. Und dann gibts da die Sache mit der Rache. Ich denke aber, dass nicht extrem viel mehr morde passieren würden, weil da ja noch die Sache mit der Moral und dem Gewissen im Raum stehen.

weil die menschen nicht morden weil sie angst vor einer strafe haben

...dann die "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft" (siehe meine TIPPS bei GF / gesundheitsfage.net) ungezügelt ihre Wirkung entfalten würde.
Der großen Mehrheit der Menschen in der zivilisierten Gesellschaft fehlt aufgrund dieser psychischen Störung das geistig-seelische Fundament, der innere Halt, um das zurückzuhalten, was dann losbrechen würde...




>Irgendwann war die moralische Hemmschwelle verschwunden und es wurde sich ein Spaß daraus gemacht ... einfach umzubringen. Diese Menschen galten als nichtswürdig. ...es entwickelte sich ... eine Art Rausch, der nicht mehr zu kontrollieren war... - Das haben wir heute auch!
Laut Urteil des Bundeverfassungsgerichts ist Abtreibung in Deutschland grundgesetzwidrig, bleibt aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Legal ist es also nicht, doch weil es nicht bestraft wird, hat sich bei vielen Zeitgenossen die Ansicht durchgesetzt, Abtreibung sei erlaubt. Sogar bis zur Geburt kann straffrei abgetrieben werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen als gegeben erscheinen. Rund 1000 Kinder verlieren so jede Woche in Deutschland ihr Leben.
Die derzeitige Gesetzeslage beruht auf einem parteiübergreifenden Kompromis. Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es in den beiden Teilen unterschiedliche Rechtslagen. Diese mussten vereinheitlicht werden. Herausgekommen ist die Fristenregelung (12 Wochen) mit Beratungspflicht.
Diese Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie eine Strafandrohung (oder fehlende Strafandrohung) das Rechtsempfinden einer Gesellschaft beeinflusst bzw. korrumpiert.
Auch Abtreibung ist Mord
auch abtreiben sist mord? achwas !
Lieber Progo, das Thema Abtreibung beschäftigt Dich sehr, das habe ich mittlerweile verstanden. Und dass wir beide da etwas unterschiedlicher Ansicht sind, ist auch bekannt, deshalb möchte ich die bereits mit dir geführte Diskussion über dieses Thema nicht erneut aufflammen lassen, da dies keinen Sinn macht und verweise auf: http://www.gutefrage.net/frage/ist-fuer-euch-abtreibung-ein-verbrechen-oder-eine-option.
Dennoch widerspreche ich Dir, denn der Rausch von dem ich sprach, ist nicht der Blutrausch, den ein Arzt oder eine (zu dieser schlimmen Entscheidung gekommene Schwangere) Mutter, die eine Abtreibung vornehmen bzw. vornehmen lassen.
.
Du kannst doch nicht wirklich die Massenvernichtung der Juden mit Abtreibungen vergleichen...
Bisher fand ich Deine Argumentation einfach, einseitig und wenig durchdacht. Nach diesem Kommentar finde ich Deine Argumente nur noch dumm und weiß ehrlich nicht mehr, wie ich darauf sachlich reagieren soll.
>...der Rausch von dem ich sprach, ist nicht der... - Du hast eingangs geschrieben >Diese Menschen [Juden, Behinderte, Homosexuelle, Zigeuner und so weiter] galten als nichtswürdig. - Bei ungeborenen Menschen ist das heute genau so. Wenn zum Beipiel eine Behinderung bei ihnen vermutet wird gelten sie als nichtswürdig.
>...die Massenvernichtung der Juden mit Abtreibungen vergleichen... - Warum nicht? Die Grössenordnung ist gleich.
Der einzige Unterschied: Damals hat das ein (nach heutiger Sichtweise) Unrechtsregime getan, heute geschieht das in einem Rechtsstaat. Mal sehen, wie spätere Generationen über unsere Zeit urteilen werden.
Warum nicht? Die Grössenordnung ist gleich.
Was soll ich dazu noch sagen?!? Du musst ein wenig irre sein, sonst würdest Du so einen ausgesprochenen Blödsinn nicht schreiben.
Aber was sollen die Diskussionen? Genausogut könnte ich einem NPD-Mitglied versuchen zu erklären, was er für einen Unfug gröhlt - der Erfolg wäre vermutlich derselbe und ich würde ebenso dumme Argumente zu hören bekommen - also, lass gut sein, Progo...
>Warum nicht? Die Grössenordnung ist gleich. - Was soll ich dazu noch sagen?!? Du musst ein wenig irre sein, sonst würdest Du so einen ausgesprochenen Blödsinn nicht schreiben. - Ich bin nicht irre, sondern Du bist offenbar schlecht informiert. Was soll daran Blödsinn sein? Rechne doch mal nach: rund 130.000 gemeldete pro Jahr allein in Deutschland, einschliesslich Dunkelziffer (es gibt keine Meldepflicht) kommen wir locker auf 300.000. Das über nur 3 Jahrzehnte kumuliert - da überschreiten wir die offizielle Zahl der von den Nazis ermordeten Juden von rund 6 Millionen deutlich.
Das Kriegsende liegt wesentlich länger zurück als 3 Jahrzehnte, und wenn man die weltweiten Abtreibungszahlen zusammen rechnet, dann kommen man um ein Vielfaches darüber.
Nein, Progo hat keine dummen Argumente, sondern unangenehme Wahrheiten ausgesprochen. Ich hoffe und bete, daß diese unsägliche Kultur des Todes in Deutschland endlich einmal zuende geht.
Du, Bienenfresser, setzt also genau wie Progo, sechs Millionen abgetriebener Föten mit sechs Millionen vergaster Juden gleich? – Und stellst somit auch Frauen und Ärzte die sich zu einer Abtreibung entschlossen haben, auf die gleiche Ebene wie KZ-Massenmörder?
Benennst Du mir mal bitte Deine Gründe, Progo, warum Du Abtreibung für Mord hältst? Mit welcher Argumentation?
Benennst Du mir mal bitte Deine Gründe, Solipsist, warum Du meinst, ich würde Abtreibung für Mord halten? Wo steht das?
O.K. Dann nehme ich das zurück. Das war meine Annahme. Also kein Mord.
Wofür hältst Du es also dann?
Kommentar von freakdepp am 26. August 2009 01:52
Auch Abtreibung ist Mord
Vielleicht hast Du etwas verwechselt.
Nö. Ich will lediglich Deine Position in der Frage wissen.
http://www.gutefrage.net/frage/ist-fuer-euch-abtreibung-ein-verbrechen-oder-eine-option.
was ist denn Deiner Meinung nach die TÖTUNG EINES MENSCHEN??? Nicht etwa Mord?
Mit solchen Aussagen bin ich vorsichtig. Dafür mussten andere schon hinter schwedischen Gardinen übernachten, dank der Nazionalsozialisten.
Zur Erklärung: Landläufig versteht man unter Mord eine vorsätzliche Tötung. Das war auch bei den Juristen so. Bis die Nazis mit der Tötung von lebensunwertem Leben (Psychiatrie Hadamar) begonnen haben. Dass das Leben war, das getötet wurde, war schon allein wegen dieser Formulierung unstrittig. Dass das vorsätzlich geschehen ist, war ebenfalls unbestreitbar.
Da hätte man also wegen Mordes vor Gericht klagen können. Um das zu verhindern, wurde kurzerhand die Definition für Mord in juristischem Sinn verändert, sie wurde um die niederen Beweggründe ergänzt.
Die damals so genannte Tötung von lebensunwertem Leben erfolgte vorgeblich zur Gesunderhaltung des Volkskörpers, hatte also hehre Beweggründe. Damit konnte niemand gegen den Staat wegen Mord einen Rechtsstreit führen.
Diese Änderung der Begriffsdefinition wurde nie rückgängig gemacht. Aber im juristischen Kampf gegen Lebensschützer erweist sie sich heuzutage als scharfes Schwert, dank der Nazionalsozialisten.