Frage von Mismid 25.06.2007

Wozu soll eigentlich Gen-Food nützlich sein?

  • Hilfreichste Antwort von elsni 25.06.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Außer den großen Herstellern von Gentechnik bringt es doch keine Vorteile" das ist - vermute ich mal - richtig. Aber die werden alle Hebel daran setzen ihren Gewinn zu maximieren. PALs (Probleme anderer Leute) sind dabei nebensächlich.

  • Antwort von seburg 26.06.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich selbst bin kein großer Fan von Gen-Food, habe aber schon viel darüber gelesen. Manche Experten argumentieren damit, dass beispielsweise Gen-Getreide besser an schlechte Bedingungen anpassungsfähig ist. So könnte es unter anderem auch auf nicht allzu fruchtbarem untd trockenem Boden wachsen. Dies rifft für einige Hungergebiete in Afrika zu. Klar wäre der Anbau mit Hilfe von Gen-Saat vorerst teuer, ein Problem, dass relativ schnell behoben werden könnte, wenn man z.B. in Europa mal darüber nachdenken würde, die vielen Milliarden an Entwicklungshilfe anstatt in korrupte Regierungskreise direkt in entsprechende Hilfsprojekte zu pumpen. Schon nach relativ kurzer Zeit würden sich solche Projekte von selbst tragen, da sich die hohe Produktivität, die durch genmanipuliertes Getreide und Gemüse (selten ist die Rede von Obst) entsteht, schon bald auszahlen würde. Wie gesagt, das ist die Meinung von Gen-Food-befürwortenden Experten. Man sollte das alles testen, abwägen und keinesfalls vorschnel verurteilen, denn eines sollte allen vorrangiges Ziel sein: Die Bekämpfung von Hungersnot. Was auf jeden Fall richtig ist: In Europa, Nordamerika und dem Rest der westlichen Welt, würde Gen-Food nur denen dienen, die es eh schon dicke haben!

  • Antwort von acardipane2017 26.06.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mein Schwiegervater der im Landwirtschaftsministerium sitzt sagt das der neue z.b Gen- Mais sich nicht mehr selbst reproduziert somit müssen die Bauern immer nachkaufen und könne aus der ersten Ernte nicht die Zweite bestellen. Also, es nützt nur den großen

  • Antwort von Katzentatze 26.06.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich weiß gar nicht, warum so ein Theater um Gen-Gemüse gemacht wird. Wir alle essen seit vielen Jahren bereits genmanipulierte Lebensmittel. Schon im Mittelalter wurden Tiere und Gemüse/Obst durch Kreuzungen und Zuchten manipuliert. Alles wurde größer, resistenter oder leistungsstärker gezüchtet. Die heutige Genforschung beschleunigt dies nur. Es gibt heute so gut wie keine "originalen" Lebensmittel mehr. Die Milch kommt von Hochleistungskühen, Schweine haben schon mit wenigen Wochen ein gewaltiges Schlachtgewicht, Kartoffeln sind größer als früher, Möhren gerader. Da finde ich die Entwicklung von Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren, Konservierungsstoffen, Farbstoffen, etc. wesentlich bedenklicher.

  • Antwort von fourseasons 26.06.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man sieht schon an den ersten Antworten, daß dies ein heißer Diskussionsstoff mit viel PRO und CONTRA ist.

    Da gibt es sogar Gottesvertreter, die von Teufelswerk sprechen. Industrievertreter sprechen vom Segen Gottes.

    Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer, irgendwo dazwischen.

    Unser aller Hauptkriterium ist die Angst vor dem Ungewissen und daß wir mit der Gentechnik in eine irreversible Richtung gehen.

    Da können wir jetzt sowieso kaum mehr ändern. Möglicherweise werden irgendwann die Menschen an die Gentechnik angepaßt werden müssen.

    Zum Schluß als mein Beitrag zur Diskussion noch ein positives Statement, das ich irgenwo im Web gelesen habe:

    "Gutes Beispiel für den gesundheitlichen Vorteil von genfood ist der "goldene Reis". Durch die gentechnische Veränderung kann er Betacarotin und Aminosäure produzieren und die normalerweise vom Reis gehemmte Eisenaufnahme verbessern. Er ist somit als Grundnahrungsmittel geeignet und könnte zur Lösung des Ernährungsproblems, vor allem in den asiatischen Entwicklungsländern einen großen Beitrag leisten."

  • Antwort von soust 26.06.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin da auch sehr skeptisch. Wer Gene manipuliert, wirft einen vorgegebenen Bauplan um und bestimmt gewisse Einzelheiten selbst. Das kann man, finde ich, mit dem Kreuzen nicht vergleichen.

    Sicher, "Experten" sagen viel Beschwichtigendes. Von einem Regensburger Uni-Professor (Bio, glaub ich) war zu lesen, dass er bei italienischen Nudeln viel mehr Bedenken trägt als bei Gen-Nahrung, weil in den Siebziger-Jahren 70% der Getreidefelder in Italien massiv mit irgendwelchen Pestiziden und anderen Chemikalien besprüht wurden und der Boden damit so "verseucht" wurde, dass die Substanzen auch im heutigen Getreide noch vorhanden wären.

    Trotzdem: nur weil es schädlich ist zu rauchen, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen zum Alkoholiker werden möchte.....

  • Antwort von abibremer 04.12.2012

    das zeug wird ja nicht hergestellt um als "genfood" verkauft zu werden, sondern u.a. deshalb, weil sich damit der einsatz teurer chemie vermeiden lässt: bestimmte gen-maissorten sind gegen den maisschädling maiszünsler resistent, so dass keine pestizide eingesetzt werden müssen.

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