Wozu nutzt Gryphius so viele Substantive in seinem Sonett?

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3 Antworten

Vielleicht muss man zur Interpretation mithilfe deiner These ganz primitiv rangehen. Substantive werden auch Dingwörter genannt. Also Dinge, die man anfassen kann. Laut deiner These müsste das lyrische Ich also etwas ergreifen wollen, etwas für sich oder jemand anders greifbar machen wollen.

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Sind es wirklich so wenige Adjektive? Ich sehe da z.B. "donnernd", "rasend", "frisches", "ärger" ... 

Aber gut. Substantive rufen oft bildhafte Vorstellungen hervor. Bei Adjektiven, wie z.B. "frisch" oder "rasend" (Partizip) ist das ja nicht der Fall. Eine bildhafte Sprache hinterlässt nach unserem gängigem Rhetorik-Verständnis einen bleibenden Eindruck auf die Zuhörer. 

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"Worte, Worte – Substantive! Sie brauchen nur die Schwingen zu öffnen und Jahrtausende entfallen ihrem Flug." (Benn)

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