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Wozu Hundesteuern zahlen?

gefragt von casebumbasecasebumbase am 16.05.2008 um 0:53 Uhr

HI. Ich habe einen kleinen Parson JackRussel. Ich soll Steuern zahlen für meine beste Freundin! Die Hundesteuer war doch mal gedacht für das reinigen der Rentenkassen ähm ich meine, um die Strassen vom Hundekot zu befreien. Trotzdem darf mein Hund nicht auf die Strasse kacken (was ich natürlich auch nicht gut finde!) Es geht nur ums Prinzip! Katzen kacken überall hin wenn Sie draussen rumstreifen, warum gibt es dann keine Katzensteuer?!


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Hannibal1970
beantwortet von Hannibal1970 am 16. Mai 2008 00:56
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Jörg-Peter Schweizer von der Bürgerinitiative und Interessengemeinschaft deutscher Hundefreunde: In Deutschland gibt es die Hundesteuer nunmehr seit knapp 200 Jahren. Die Hundesteuer -ursprünglich aus England stammend- wurde zu Beginn des 19.Jahrhunderts (Oktober 1810) erstmals in Preußen als „Luxussteuer" eingeführt. Damals zahlte man auch für das Halten von Katzen, Pferden, Enten und Stubenvögel, für den Besitz eines Klaviers oder Pferdeschlittens, sowie für das Halten von Dienstboten solche Luxussteuern. Von diesen Steuerarten aus der Kuriositätenkiste vergangener Tage konnte sich als einzige die Hundesteuer bis heute erhalten.

Kommentar von Fb790fbe6dcc3f644f17b6327f490e4csmallcasebumbase am 16. Mai 2008 01:00

Danke. So lange schon? Damit bin ich wieder ein wenig schlauer! :-)

Kommentar von 5a31655a018d627bf5afb818c551f4b1smallneurodoc am 16. Mai 2008 01:03

Gute Antwort!


anonym
beantwortet von Bibobell am 16. Mai 2008 07:32
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Wenn Vater Staat einmal eine Einnahmequelle hat, gibt er die nicht wieder her. (War der Solidaritätszuschlag nicht ursprünglich auch nur für 1 Jahr geplant? ;-)) Ich habe zwar selbst keinen Hund, aber ich finde es unfair, dass auf Hunden und Hundehaltern dauernd rumgehackt wird. Von deren Hundesteuern werden zwar nicht die Hundehaufen beseitigt, aber zumindest ein Teil des Mülls, den ganau die Leute auf die Straßen und in die Parks werfen, die sich dann über Hundehaufen aufregen.
Überall liegen Scherben rum, mit einem Kind das gerade Laufen lernt und noch ab und zu hinfällt, kann man nirgendwo mehr spazieren gehen, weil überall Scherben rumliegen. Da kümmert sich kein Mensch drum. (Meine kleine ist kürzlich in so einen Scherbenhaufen reingefallen und hat sich die ganzen Händchen aufgeschnitten.) Hundehaufen sehe ich noch als das geringste Problem, wenn ich sehe was hier in der Großstadt überall rumliegt. Das geht hin bis zu gebrauchten Spritzen. (Keine Seltenheit) Darüber sollte man sich mal Gedanken machen.


Questor
beantwortet von Questor am 16. Mai 2008 02:37
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Wenn ich sehe wo Hunde überall hin scheißen, ist die Steuer noch zu niedrig. Für Hunde wird alles getan, man sollte sich mal mehr um die belange von Kindern kümmern, das halte ich für viel wichtiger.

Kommentar von Bibobell am 16. Mai 2008 07:26

Mehr für Kinder zu tun fände ich auch gut. Darum sollte man statt der Hundesteuer eine Glasflaschensteuer einführen. Oder das Pfand auf 10 Euro pro Flasche anheben. Überall liegen Scherben rum, mit einem Kind das gerade Laufen lernt und noch ab und zu hinfällt, kann man nirgendwo mehr spazieren gehen, weil überall Scherben rumliegen. Da kümmert sich kein Mensch drum. (Meine kleine ist kürzlich in so einen Scherbenhaufen reingefallen und hat sich die ganzen Händchen aufgeschnitten.) Hundehaufen sehe ich noch als das geringste Problem, wenn ich sehe was hier in der Großstadt überall rumliegt. Das geht hin bis zu gebrauchten Spritzen. (Keine Seltenheit) Darüber sollte man sich mal Gedanken machen.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 16. Mai 2008 10:58

Das mit den Scherben ist viel mehr geworden, seit es Dosenpfand gibt. Dank an unsere unfähige Regierung!

Kommentar von Baa3ed3856e37f893d2aefff995bdcc8smallMarcSu am 16. Mai 2008 11:29

Bleibt doch bitte mal objektiv !

Diese Schweinerei mit den Glasscherben wird doch einzig und allein von unseren lieben Mitmenschen verursacht, hierfür die Regierung verantwortlich zu machen, ist für mich nicht nachvollziehbar !

Kommentar von Bibobell am 17. Mai 2008 13:07

@ Haar Mann: Das ist GANZ GENAU DAS, was ich meinte: Du regst dich über Hundehaufen auf, findest es aber anscheinend ganz normal und völlig akzeptabel, dass jeder seinen sonsitgen Müll überall hin wirft. Dass es Scherben sind liegt deiner Meinung nach am Dosenpfand, sonst würde man ja "nur" Dosen überall hinwerfen? Ganz genau das meine ich. Es ist schon seltsam, dass man sich dauernd über Hundehaufen aufregt, aber Glasscherben, Dosen & Plastikmüll überall ganz normal findet. Der Hundehaufen zersetzt sich wenigstens nach ein paar Tagen durch Sonne, Regen etc. Plastik, Dosen und Glasscherben zersetzen sich in Jahrzehnten noch nicht. Ich bin gewiss nicht für Hundehaufen, aber ich habe beobachtet, dass Hundehalter deutlich öfter ihren Dreck wegmachen, als Leute die hier wilde Grillpartys in der Natur und in Stadtparks feiern. Die kriegen ihren Dreck von der Stadtreinigung nachgetragen - auf Kosten unserer Steuergelder. Ich finde es seltsam, dass sich darüber niemand aufregt, statt dessen aber dauernd nur über Hundehalter geschimpft wird.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 18. Mai 2008 03:52

Es ist wertfrei das ich dazu noch was schreibe, ich muss feststellen, das du auf Seiten der Hundehalter stehst, und für Hundescheiße bist! Eine weg geworfene Coladose ist bei weitem nicht so gefährlich wie eine zerschmissene Glasflasche. Und ein Kleinkind auf dem Rasen, mit Händen und/oder Gesicht im Hundehaufen - finde ich nicht so lecker.

Kommentar von 00be1ad228540ef6caaf7679c7c515a7smallComputermagic am 25. August 2008 21:09

Aha, Glasscherbe auf Rasen; muss grün angemalter Beton sein, oder wieso ist der Rasen so hart dass die Flasche platzt?


anonym
beantwortet von Auskunft am 16. Mai 2008 07:31
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Die Hundesteuer hat eine lange Tradition:

Frühe Formen der Hundesteuer gab es schon im späten Mittelalter und seitdem immer mal wieder mit unterschiedlicher Begründung. Die heutige Hundesteuer in Deutschland lässt sich u.a. auf Vorläufer in Preußen zurückführen. Die Begründung war einfach: Damals gab es kaum Haustiere im heutigen Sinn. Tiere brauchte man zur Arbeit, auf dem Feld und auf dem Hof – sie waren Nutztiere.

Tierhaltung nur zum Vergnügen galt als Luxus, und deshalb wurde die Haltung verschiedener Haustiere mit einer „Luxussteuer“ belegt. Diese Idee liegt im Kern auch heute noch der Hundesteuer zugrunde.

Im offiziellen Text des Finanzministeriums ist heute allerdings nicht mehr die Rede von Luxus, sondern von „Aufwand“. So heißt es: „Steuerpflichtig ist der Halter, dessen Aufwand für die Haltung von der Steuer getroffen werden soll.“ Übersetzt bedeutet das: Einem Hundehalter wird dadurch, dass er ja offenbar in der Lage ist, sich zu seinem Vergnügen einen Hund zu halten, eine gewisse finanzielle Leistungsfähigkeit unterstellt. Weil er die vermutlich hat, wird er besteuert.

Das lässt sich sehr kontrovers diskutieren und ist sicher nicht gerade zeitgemäß, denn heute gibt es – anders als früher – viele andere und geeignetere Anzeichen für Wohlstand als die Haltung eines Hundes. (siehe:http://www.ig-hund.de/0000009790105140a/index.html)


Glimmer
beantwortet von Glimmer am 16. Mai 2008 08:23
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Guten Morgen,

Ich zitiere als Antwort mal aus dem Merkblatt unserer Stadt, was ich bekam als ich unseren Wuff angemeldet habe:

Die Hundesteuer gehört zu den örtlichen Aufwandsteuern, die den Gemeinden zufließen. Mit ihr werden auch ordnungspolitische Ziele verfolgt. So soll die Hundesteuer dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen. Die Entrichtung der Steuer berechtigt nicht zur Verschmutung öffentlicher Flächen.

Für mich ist das irgendwie Blödsinnig.

Liebe Grüße,Nadine



anonym
beantwortet von RazielSoul am 16. Mai 2008 04:34
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damit man den dünnpfiff von fifi wegputzen kann... wir haben momentan den hund meiner oma zur pflege (hund, nich trethupe, is ein bernersenner- schäferhund-mischling) und als ich vorhin mit ihm raus bin, bin ich fast in fifi-hundehaufen getreten... -.-


anonym
beantwortet von globetrotter77 am 16. Mai 2008 08:51
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Hallo, ich halte die Hundesteuer für unsinnig. Warum nur für den Hund?? Pferdesteuer wäre dann auch angebracht, denn wo die ihre "Äpfel" fallen lassen, da gibt es große Haufen. Katzen scharren alles unter. Ich halte die Hundesteuer nur für eine Abzocke von den Städten + Gemeinden!! Camper


anonym
beantwortet von klechner am 16. Mai 2008 10:01
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Hallo!

Also, ich bin auch kein Fan der Hundesteuer aber in Wien bezahlt man für einen Hund 40 Euro im Jahr. Das ist nicht so schlimm und ich denke, dass ist es mir wert, dass ich überall Hundezonen zur Verfügung hab und auch die Sackerlboxen meist voll. Auch wenn ich mich weigere das wegzuräumen, Wenn mein Hund in der Hundezone geht, dann zahl ich ja dafür, dass das weggeräumt wird. Sieht die Gemeinde zwar anders, aber bis jetzt hat sich noch keiner beschwert.

LG, Kerstin

Kommentar von anjanni am 16. Mai 2008 11:45

In Wien gibt's Hundezonen? In NewYork habe ich das auch gesehen. Aber meine Vorschläge an maßgeblichen Stellen, so was auch in unseren Städten einzurichten, laufen bisher ins Leere... Ich habe auch keinen Bock mehr, den Mist anderer Köter von unserem Gehweg zu entfernen. Werde demnächst versuchen, mich dafür aus der Hundesteuer entlohnen zu lassen.


anonym
beantwortet von Katzenpapa am 16. Mai 2008 12:43
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Naja: Hunde machen halt auch mal dort hin wo sie nicht sollen und das kostet eben die Gemiende Geld, wenn der Gemeinde/Stadtwerker den Kot entfernt. Katzen graben ihren Kot immer (jedenfalls bis auf einige) ein, z.B. in Erde und werden auch nicht an der Leine geführt. Pferde sind normalerweise auf einer Weide oder im Stall. Natürlich auch die auf den Strassen oder so etwas fallen- was nicht besonders nett und auch noch sehr groß ist. Da wäre ich schon dafür, daß die Besitzer die Haufen selbst entsorgen müßten- gibt ja auch Klappspaten die jeder Reiter mitragen könnte.

Also Hundesteuer halt ich zwar für sinnvoll in den Städte aber auf dem platten Land, naja. Wir zahlen nur 18 € im Jahr für einen Hund- das ist wirklich minimal. Manche Städte oder Gemeinde verlangen Horrorpreise, daß man nur mit dem Kopfschütteln kann. Naja zwiespältiges Thema.

Kommentar von Simple_avatar2smallmarimba am 20. Mai 2008 19:04

Ich glaube mal gelesen zu haben, daß die Hundesteuer deshalb erhoben wird, weil ein Hund die Allgemeinheit beeinträchtigt, und deshalb ist die Steuer so eine Art finanzieller Ausgleich. Also die meisten Hunde beeinträchtigen wirklich die Allgemeinheit, durch Bellen oder auch durch unfähige/ rücksichtslose Hundehalter, die ihre Hunde nicht anleinen etc...


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