Frage von sergiosbloben, 151

Wozu gibt es Rechtschreibung und Grammatik?

ohne könnte man doch viel schneller schreiben

Antwort
von OlliBjoern, 20

Aber man möchte doch auch verstanden werden. Oft dauert es mit falscher Rechtschreibung sogar länger, weil man den Kram nochmal schreiben muss, weil es niemand beim ersten Mal verstanden hat.

Hier hat mal jemand geschrieben, dass sie immer "plinseln" müsste. Hat keiner verstanden. Erst im zweiten Anlauf, als sie geschrieben hat "das, was man mit den Augen macht" (wenn man in die Sonne schaut), ist mir klar geworden, dass sie "blinzeln" meinte.

Wäre mit korrekter Rechtschreibung viel schneller gegangen. Im Endeffekt musste sie mehr schreiben, um verstanden zu werden.

Grammatik ist schon deshalb nötig, weil man ja eine bestimmte Aussage rüberbringen möchte. Auch beim Sprechen wendest du ja Grammatik an, ohne dass es dir bewusst wäre.

Antwort
von RudolfFischer, 37

Dazu gibt es zwei Antworten:

1) Verständlichkeit

Ohne Rechtschreibung und Beachtung der Grammatik würden Texte oft missverständlich sein. Allein schon viele Wörter könnten äußerlich zusammenfallen wie "Pferd" und "fährt". Im Satz könnte man evtl. Subjekt und Objekt nicht mehr erkennen, Zeiten von Handlungen könnten nicht mehr erkennbar sein usw. Kommunikation verlangt oft, dass man Dinge verabredet, und dazu muss die Sprache "klar" sein.

2) Gewohnheit, Vertrautheit

Wer nicht nach Norm redet und schreibt, stößt andere ab, weil allen Menschen ihre Gewohnheiten am liebsten sind. Als die Buchdruckerei aufkam, wurden Bücher Massenware, die in einem möglichst großen Raum abgesetzt werden sollte. Ohne Norm hätte es dann zu viele Käufer gegeben, die ein Buch nicht kaufen gekauft hätten, weil die Sprachform (Rechtschreibung war damals noch nicht so wichtig) nicht die ihnen vertraute war. z.B. ein anderer Dialekt. So kam im deutschen Sprachraum erst für Verträge, dann aber auch für Druckerzeugnisse (z.B. die Bibel) eine Norm auf: das Hochdeutsche war entstanden.

Wer heute in einem Bewerbungsschreiben Rechtschreibfehler und eine ungelenke Ausdrucksweise hat, wird gleich aussortiert. Der Empfänger hat dann nämlich den Eindruck, dass der Bewerber entweder nicht die Disziplin aufbringen will, sich an Normen zu halten, oder ihnen intellektuell nicht gewachsen ist. Damit fällt er für die meisten Arbeitsplätze aus.

Kommentar von Deponentiavogel ,

Das Hochdeutsche war eigentlich durch die hochdeutsche Lautverschiebung im 7. und 8. Jahrhundert entstanden.

Kommentar von RudolfFischer ,

Klar, war von mir verkürzt ausgedrückt, genauer wäre gewesen:

"... eine Norm des Hochdeutschen  war entstanden." 

Die Lautverschiebung betrifft ja nur den Lautvorrat und hat damit noch keine Norm von Grammatik bewirkt.

Antwort
von offeltoffel, 38

...und keiner würde verstehen, was man meint. Lesen wäre viel anstrengender und missverständlich.

Antwort
von Franzmann0815, 37

Da könndsch ah e wengl bscheierd schram.... Zumbaschbiel im Dialekt

Antwort
von ponter, 41

Grammatik und Rechtschreibung folgen in den modernen Sprachen, wie wir sie heute kennen, einem sinnvollen Schema, einer Ordnung.

Ohne dieses würde man untereinander nicht kommunizieren können, weil jeder seine eigene Form der Sprache sprechen und schreiben würde.

Wir würden uns in großen Teilen immer noch überwiegend mit Gesten verständigen.

Kommentar von RudolfFischer ,

Das "sinnvoll" sei dahingestellt. Sprache ist reine Konvention.

Der Sprachwandel wird durch die Sprecher bewirkt, gehorcht einigen Tendenzen, aber was sich zum Schluss durchsetzt, ist Zufall. Keineswegs immer das kommunikativ Optimale.

Beispiel: Es MUSS heißen "Sport treiben". Warum nicht einfacher "sporten"? Warum kann man "flöten", "geigen", aber nicht "klavieren"? Man findet solche Beispiele, wenn man sieht, worüber Nichtmuttersprachler des Deutschen beim Erlernen stolpern. Auf "Warum"-Fragen kann der Lehrer dann nur mit den Schultern zucken.

Warum-Fragen lassen sich nur bei Plansprachen wie Esperanto beantworten, und selbst da nicht in jedem Fall.

Kommentar von syncopcgda ,

Ja, den Begriff "sporten " gibt es nicht , aber sporteln für Sport treiben.

Antwort
von syncopcgda, 37

Ja, du hast völlig recht, man braucht anscheinend Beides nicht, das sieht man sehr häufig in diesem Forum, insbesondere bei den Fragen.

Kommentar von RudolfFischer ,

Oh, man braucht es doch. Wenn hier Fragen gestellt werden, die von Grammatik und Rechtschreibung her fast unverständlich sind, mache ich mir normalerweise auch nicht die Mühe einer Antwort, denn die wird der Fragesteller wahrscheinlich sowieso nicht begreifen.

Eine Ausnahme ist, wenn sich der Fragesteller als Nichtmuttersprachler des Deutschen zu erkennen gibt. Dann versuche ich, in einfachem Deutsch zu antworten.

Kommentar von Turbomann ,

@ RudolfFischer

Danke für deinen ersten Abschnitt, genau so ist das mit dem Verstehen.

Antwort
von haikoko, 29

.. aber unverständlicher.

Gewöhne Dich besser daran, nimm Deine Bücher und lerne. Das bringt was.

Antwort
von FelixFoxx, 27

Andere müssen es auch lesen und verstehen können.

Antwort
von Bambi201264, 33

Stimmt aber dann könnte es keiner mehr lesen.

Antwort
von MyNameIsKenny, 26

und wer würde deine Sätze dann verstehen?

Antwort
von wilees, 20

Beispiele:

Komm wir essen Opa!

Satzzeichen können Leben retten!

Der Schulrat sagt, der Lehrer ist ein Dummkopf.
Oder:
Der Schulrat, sagt der Lehrer, ist ein Dummkopf.

Er will sie nicht.
oder
Er will, sie nicht.

der gefangene floh

Und hier zum Lachen für die Kiddies - Groß-Kleinschreibung:

den armen vögeln helfen.

Kommentar von syncopcgda ,

Und noch was dazu:

Die Frau sagt, der Mann kann nicht Auto fahren.

Die Frau, sagt der Mann, kann nicht Auto fahren.

Bier, in Massen getrunken, soll gesund sein.

Bier, in Maßen getrunken, soll gesund sein.

Das eine Gas riecht das andere nicht.

Das eine Gas riecht, das andere nicht.

Antwort
von Deponentiavogel, 8

Hätte nicht jeder Muttersprachler eine perfekt funktionierende Maschine in seinem Kopf sitzen (Sprachzentrum), in der sich hartcodiert alle Grammatikregeln seiner Muttersprache befinden, wäre Kommunikation in einer Sprache gar nicht möglich.

Deshalb Grammatik.

Rechtschreibung zielt auf Effizienz ab. Und zwar nicht für den Schreibenden, sondern für den Leser. Es werden zu gigantischen Prozentzahlen mehr Texte gelesen als geschrieben. 

ãs dism grunt is än gengiges schrifftbilt fon foatäl kuats oatograffie is wichtig.

Na, wie lange hast du für die Entzifferung gebraucht?

Deshalb Rechtschreibung.

Antwort
von meinerede, 27

Wozu noch schneller schreiben? Wenn so geschrieben wie genuschelt wird, versteht keiner keinen mehr. Außerdem gab´s vor langer Zeit einmal "Stenographie".  Die Sekretärinnen waren schon fertig, bevor der Chef den -Satz ausgedacht hat! :))

Antwort
von DesbaTop, 22

Was bringt es dir schneller zu schreiben, wenn es kein Mensch lesen kann?

Antwort
von Realisti, 24

weildichdannkeinermehrverstehtwennjedermachtwaserwillundlangetextewerdenunübersichtlichundanstrengendsowiemißverständlich


Kommentar von MyNameIsKenny ,

Das komische ist, dass ich den Satz am Stück verstanden hab XD

Kommentar von Realisti ,

ok :D

sträwkcür lam etshcän sad se hci ehcusrev nnad

Kommentar von DesbaTop ,

D3m kAnN 1cH nuR ZuS71mM3N

Antwort
von Peter501, 25

Aber dafür schlechter und langsamer lesen.Wo liegt dabei der Vorteil?

Antwort
von showtime111, 20

Ch weiss nicht gar hbbt ihr. Können tun wir leisen dass oder nocht?

Kommentar von Bambi201264 ,

Ja. So oder schlimmer würde es dann wohl aussehen :)

Antwort
von laurent1709, 15

und 1+1 ist 3 was dann?

Antwort
von FabiWi1994, 14

one räschtschraibung kanst duh das beschdimd langsammer läsen oder nischt?

Immer wieder gerne :)

mfg.

FabiWi 

Antwort
von Jesuskanntanzen, 3

...aber nicht verständlich.

Antwort
von Strangexsoul, 14

Ohne die Rechtschreibung nennt man dich Kevin! Willst du das?

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