Nyctaline am 31.10.2009 um 15:21 Uhr
Wer hat eigentlich diesen Begriff "auf den Markt geschmissen"? Sind Leute mit Emotionen oder sensible Menschen neuerdings eine Randgruppe? Oder brauchte man eine Nische, für Leute, die zu jung oder zu angepasst sind, um ein Goth zu sein? Was meint ihr?

Emos haben eine längere Geschichte, als viele glauben, ergo denke ich, dass das eine ernstzunehmende Gruppierung ist, die allerdings ein fettes Problem mit Wannabes hat. Es gibt halt super viele Mode-Emos, durch die die 'Echten' an Glaubwürdigkeit verlieren, was natürlich auch nachvollziehbar ist. Seit neustem meinen ja immer irgendwelche Kiddies, sich die Augen rändern zu müssen, so tun zu müssen, als leideten sie unter SVV und Falloutboy hören zu müssen und dann wäre sie echte Emos, obwohl sie überhaupt keinen Plan haben...
Nyctaline am 31. Oktober 2009 15:37 Ja, da ist was dran. Das Wannabe-Ding haben ja so ziemlich alle Gruppen, ist aber so, weil Leute eben was ausprobieren. Wahrscheinlich ist es auch gut so, damit wir uns alle weiterentwickeln. Neue Abspaltungen - mehr Individualismus.
Komori am 31. Oktober 2009 15:44 Aber diese Wannabe-Sache ist bei den Emos wohl am schlimmsten. Ich verstehe ja, wenn Leute etwas ausprobieren, aber manche übertreiben es einfach. Dann wird direkt überall erzählt, man sei Emo, dann liest man im Internet, die würden sich ritzen, gut, dass erzählt man eben auch, man würde dies tun etc. ... Das ist mein Problem. Ich mag es einfach nicht, wenn irgendwelche Sachen in den Dreck gezogen werden, nur weil man keine Ahnung hat.
eine randgruppe schon ... nicht sehr beliebt irgendwem ist der begriff eben eingefallen...

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diese Frage wurde hier und anderswo schon dermaßen oft gestellt, dass es schon gar nicht mehr zu glauben ist, wie interessant so eine Randgruppe sein kann ----------
lies mal hier nach - da wirst du mit Sicherheit fündig ...
Nyctaline am 31. Oktober 2009 15:34 Ich bin meine eigene Randgruppe :-) Bin selbst Goth.

Emotionales Mobbing Opfer, das sagt doch eigentlich schon alles???
EMOs sind in der Regel junge Leute, die sich selbst "ritzen"(verletzten), damit sie ihren Herzschmerz vergessen. Zudem Kleiden sie sich nur schwarz-weiß, färben sich die haare schwarz und glätten sie extremst. Das ganze kann man als "Show" oder "Hype" sehen, allerdings machen EMOS sich so erst zum Emo....
Nyctaline am 31. Oktober 2009 15:31 Na ja, also Leute mit Borderline oder Persönlickkeitsstörungen zum Emo umzuwandeln, ist ja auch ein merkwürdiges Phänomen unserer Gesellschaft
Komori am 31. Oktober 2009 15:35 Wenn man keine Ahnung hat... Du redest von SSV und das ist ne Krankheit, das hat nichts mit irgendeinem Stil zu tun... Leider gibt es einige Deppen, die das ganze cool finden, sich einmal in ihrem Leben in dem Arm schneiden und dann behaupten, sie würden sich ritzen und das würde irgendwie mit ihrem Emo-sein zusammenhängen...
Nyctaline am 31. Oktober 2009 15:45 Ja Komori, das mein ich ja, ich hab so ein bißchen das Gefühl, das einige irgendwie nur auf sich aufmerksam machen wollen, und am Ende alle in einen Topf geworfen werden, so nach dem Motto, das sind doch alle kranke Depris.
Komori am 31. Oktober 2009 15:53 Jepp, denke ich auch, irgendwie traurig, oder?
es sollen spezielle schwarzverherrlichende leute, meist junge, sein...so mit suiziggedanken und so...aber ich find, die "emo-phase" hat sich schon en bissl gelegt oder?
EMO-Style: Ritzt du noch oder Flext du schon?^^
Emos sind nicht Leute mit Emotionen in einem Sinne, dass das eine ein Synonym für das andere wäre. Natürlich sind Emos Leute mit Emotionen, andere aber auch. Emos zeichnen sich allerdings durch besondere Betonung bestimmter, insbesondere negativer Emotionen aus. Randgruppe würde ich sie allerdings nicht nennen, Subkultur finde ich passender.
Also, Emo heisst: Emotional Hardcore.
Allerdings halte ich von diesen Kleinkindern nicht viel, da sie vorgaukeln psychisch gestört zu sein. Davon abgesehen dass es wirklich Selbstmordgefährdete Menschen gibt, ritzen sich emos nur, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, da sie sonst niemand bachtet. Wär da eine echte Suizidgefahr, wär die Hauptschlagader schon längst aufgeschlitzt. Also ihr einziges Problem; Sie sind zu langweilig für andere Leute. Anstatt sich ein Hobby zu suchen, fangen sie mit dem Emo-Müll an, reden sich was von "alles gg mich" ein und naja, sie steigern sich selber irgendwann so rein, dass es einfach eine psychose auslöst.
Im endeffect kann man sogar zu recht behaupten emos wären krank.

also der Begriff (Emotional Hardcore) entstand 1985/86 um die Musik von Embrace und später Fugazi zu beschreiben, da die beiden Bands den Hardcorepunkramen sprengten in dem sie Musikalisch Komplexer, etwas langsamer und verspielter wurden, trotzdem aber die energie des Hardcore beibehalten haben.
Anzumerken ist, dass der Begriff von Ausserhalb in die Szene hineingetragen worden ist und in der Szene auf starke Ablehnung gestossen ist (und es gibt schöne Interviews und Livemitschnitten sowohl mit Guy Picciotto von Embrace und Fugazi wie auch mit Ian McKaye von Fugazi) in denen sie sich über den Begriff Emocore, Emotional Hardcore oder Emo aufregen oder lustig machen.
Na ja, auch Wikipedia hat da ja nur eine vage Aussage. Gothic ging ja ganz ursprünglich in England auch aus dem Punk hevor. Und die Beschäftigung mit starken Gefühlen, Trauer, Tode usw. gehört auch zum Goth.
Ich weiss es leider auch nicht besser. Ich kenne selbst keine Emo's. Sonst hätte ich dir besser Auskunft geben können. Aber ich denke, irgendwie haben sie wohl für sich selber eine 'Nische' gesucht und auch gefunden. Und warum auch nicht?
Ja, ich hab ja auch nichts gegen Emos. Um Himmels Willen nicht falsch verstehn :-)
Nein - das habe ich auch gar nicht.