Niklaus am 27.09.2007 um 8:46 Uhr
Was bringt uns das?

Glücklicherweise brauchen wir uns darüber nicht ernsthaft Gedanken zu machen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland einen solchen Sitz erhält, liegt sehr nahe bei Null.
Kein afrikanisches oder lateinamerikanisches Land sind im Sicherheitsrat, aber bereits zwei Mitgliedsländer der EU, die sicher nicht zugunsten Deutschlands auf den Sitz verzichten werden.
Falls es denn doch - frei nach Toyota: "Nichts ist unmöglich" - dazu kommen sollte, dann dürften wir noch mehr Geld an die UN zahlen und hätten wohl endgültig keine Chance mehr, uns um die Teilnahme an irgendwelchen unsinnigen Aktionen in den entferntesten Winkeln der Erde zu drücken.
Und da unsere Politiker nicht die Chuzpe eines Sarkozy haben, käme wohl nicht einmal irgendein Vorteil für uns dabei heraus.

Wenn man Verantwortung mit den Friedenseinsätzen im Ausland übernimmt und Truppen abordnet, dann sollte man bei der "Weltpolizei" auch mitreden dürfen. Auch vor allem wegen dem Vetorecht.
Deutschland hat wohl aufgrund seiner Geschichte bisher keinen Anspruch auf einen ständigen Sitz, wie z.B. Großbritannien und Frankreich zusammen mit den Supermächten USA, Rußland als Rest der Sowjetunion und China als Milliardenvolk. Aber mit zunehmender Involvierung und Entsendung von Truppen aus Deutschland sollte Deutschland auch zunehmendes Mitbestimmungsrecht erhalten.
Das wäre dann die nächste Frage? Warum macht Deutschland zunehmend mehr mit?
Der Grund weswegen kein Anspruch besteht, steht eins tiefer ...

ach edgar, ums kurz zu machen. stell dir vor in der party steigt ne riesenparty und du bist nicht eingeladen.....
deutschland ist eines der größten länder. natürlich wollen die mitmischen in sicherheitsfragen.

Brauchen nicht, aber wollen... :-)
Ich würde mal sagen: Prestige - Mitspracherecht - Macht.
Sagen wir so, es hat keinen Sitz weil die UN Feindstaatenklauseln 53 und 107 noch voll in Kraft sind mit weiteren Konsequenzen. Die BRD und die DDR haben die Artikel 53 und 107 ausdrücklich anerkannt, ehe sie in die UNO aufgenommen wurden! Entgegen allen gegenteiligen Behauptungen, auch früherer Bundesregierungen, die Feindstaatenklauseln seien unwirksam, sind diese Deutschland diskriminierenden Klauseln weiterhin gültig, was das UN-Generalsekretariat auf Anfrage bestätigt.
Ausserdem, ich fand es grad; gelten Alliierte Militär und Besatzungsrecht weiterhin fort: Nach einer Entscheidung des Großen Senats für Strafsachen des Bundesgerichtshofs aus dem Jahre 1996 gelte das Militärregierungsgesetz Nr. 53 uneingeschränkt fort (BGHSt 42,113). In einer »Übersicht über den Stand der Schuld der Bundesrepublik Deutschland« der Bundeswertpapierverwaltung wird unter dem Punkt »III. Sonstige Schulden, 1.« die Position »Zinsfreie Schuldverschreibung nach dem Militärregierungsgesetz Nr. 67« angeführt. Die Summe betrug am 30.9.2004 genau 279,8 Millionen Euro. Bundeskanzler Gerhard Schröder: »Übereinkunft wurde zudem bei der Notwendigkeit der Streichung der ehemaligen Feindstaatenklausel erzielt.« Japanisch-Deutschen Gipfeltreffen am 9.12.2004 Der Überleitungsvertrag wurde am 23. Oktober 1954 zwischen der BRD und den drei Westalliierten geschlossen. Er regelte zahlreiche und verschiedenartige Fragen, die aus dem Krieg und der Besetzung Deutschlands entstanden waren. Wichtige Bestimmungen dieses Überleitungsvertrages bleiben nach Ziffer 3 eines Notenwechsels vom 27./28. September 1990 nach dem Abschluß des Zwei-plus-Vier-Vertrages in Kraft. Alles klar, worauf es hinausläuft?
Demosthenes: Du bringst es mal wieder auf n Punkt! WIR brauchen sowas überhaupt nicht! Schon jetzt wird zuviel Geld an Stellen in der Welt verschwendet, wo es nie was bewirken wird, außer in dort einheimischen Korruptionssümpfen zu versinken. Zwar fand ich sehr interessant, was Bergfeuer uns zum Thema sagen konnte, weil es dazu führt, uns allen zu zeigen, daß der Sicherheitsrat ein Klub der Sieger des 2. Weltkrieges ist und es besser wäre, auch Verlierer aus Gerechtigkeitserwägungen teilhaben zu lassen. Aber: werklisch brauch dun mer des net! Ich würde Japan da den Vortritt lassen und einigen andren großen Ländern (Brasilien, Nigeria, Indien, Indonesien).