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Wovor hat der Mensch mehr Angst, vor dem Tod oder vor dem Sterben?

gefragt von OpheliaOphelia am 07.08.2007 um 16:58 Uhr

oder spielt es keine Rolle, weil wir darin keinen Unterschied sehen.


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evistie
beantwortet von evistie am 7. August 2007 17:01
22x
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Spontan würde ich sagen: weder noch, sondern nur vor Dir und Deinen morbiden Fragen im Zwölferpack.

Aber wenn ich auf Deine Frage antworte, dann dürfte die Angst vor dem Sterben weitaus grösser sein als vor dem Tod. Sterben kann nämlich - im Gegensatz zum Tod - sehr lange dauern!

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 7. August 2007 17:56

Jetzt steht dieses unsägliche Leichengeblubber immer noch da. Möchte mal wissen, wie oft man so was beanstanden muss.

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 7. August 2007 18:00

Sei ehrlich: wenn die Frage nicht gerade von Ophelia, unserer nekrophilen Tante, käme, könnte man sie doch ganz gelassen beantworten - oder?! Usern, die unseren Dialog nicht verstehen, seien der Avatar und die bisher gestellten Fragen von Ophelia wärmstens empfohlen!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 7. August 2007 17:07
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Persönlich habe ich eher keine Angst vor dem Tod, wohl aber vor einem langandauernden und schmerzhaften Sterben und der damit vielleicht verbundenen Hilflosigkeit und Abhängigkeit.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 7. August 2007 17:28
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Der Tod geht uns nichts an, denn solange wir sind, ist er nicht, und wenn er ist, sind wir nicht mehr. Also geht uns der Tod nichts an. (Epikur)

Nein, vor den Tod habe ich keine Angst, denn ich werde ihn nicht wahrnehmen. Je nach dem kann es aber durchaus sein, daß ich das Sterben wahrnehme. Das kann im Einzelfall sehr unangenehm sein.

Nach Epikur gibt es auch keine unerträglichen Leiden, denn entweder dauern sie zwar lang, sind aber nicht schwer, oder sie sind zwar schwer, dauern aber nicht lang. Also sollte man auch keine Angst vor dem Sterben haben. Nun, soweit bin ich noch nicht, wen ich ehrlich bin, aber ich arbeite daran.


blaubuddha
beantwortet von blaubuddha am 7. August 2007 17:00
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Ich glaube vor den Schmerzen, da wir uns meist vorstellen, dass Sterben mit Schmerzen verbunden ist.

Gruß

blaubuddha


minister
beantwortet von minister am 7. August 2007 17:06
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Wie immer im Leben kommt es einfach darauf an, wer sich diese Frage stellt. Wer an die Auferstehung der Toten glaubt oder aber sein Leben in vollster Zufriedenheit gelebt hat, der wird wohl keine Angst vor dem Tod haben. Wohl aber vor dem Sterben, denn dies ist zu allen Zeiten mit Schmerzen, mit Kontrollverlust, mit endgültigem Abschied und mit Leiden verbunden.

Wem der Trost durch den Glauben oder ein gelungenes Leben fehlt, der kann durchaus auch Angst vor dem Tod selbst haben, weil dieser in der Beliebigkeit der Welt mitunter die einzige unumgehbare Größe darstellt - sterben müssen wir alle. Die Angst vor dem Nichtsein kann dann das Leben sicherlich stark beeinträchtigen.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 7. August 2007 17:38
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Eindeutig vor dem Sterben selber. Er ist oft ein Prozess, der sich hinziehen kann. Der Mensch, auch krank, hängt meist an seinem Leben. Man will außerdem seine Lieben nicht alleine lassen, man möchte nicht dauerhaft Abschiednehmen. Davor kommt dann unbewußt evtl. die Angst, was danach auf einen wartet. Fällt man um und ist tot, dann fallen diese Dinge weg......wie gut, daß wir nicht wissen wie es uns ergehen wird!


bababaer
beantwortet von bababaer am 7. August 2007 17:09
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Die Angst vor dem Tod gibts weniger weil er zum Lebenszyklus dazu gehört. Ich denke mal, dass die meisten das Sterben an sich als Krankheit betrachten und deshalb mehr Angst davor haben. Für viele ist der Tod eine Erlösung nach langem Siechtum. hier noch ein Zitat (weiss ned mehr von wem): leiden tun nicht die Toden sondern die, welche trauern. mfg Achim


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 7. August 2007 17:52
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Der Tod, das Sterben ist für uns Lebende eine unbekannte Dimension. Was mit dem Körper passiert ok, dass weiss man. Aber was ist mit den Gedanken etc.

Von meiner Freundin war jetzt die Mutter gestorben (nach langer schwerer Krankheit) und sie hat sich mit dem Tod auseinander setzen müssen. Der Tod ist ein langwieriger Prozess - ebenso wie die Geburt. Wir haben sehr oft telefoniert und darüber gesprochen.

Irgendwie ist uns dabei klar geworden, dass der Körper sich auf den Tod ebenso einstellt, wie auf die Geburt. Beides geht im Normalfall nicht von jetzt auf gleich. Angst haben wir vor dem Unbekannten, denn KEINER weiss genau, was dann kommt.


elkera
beantwortet von elkera am 7. August 2007 23:27
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Wenn ich sterbe kann es eine Ewigkeit dauern bis ich Tot bin. Was mich dann erwartet, ich weiß es nicht.

Aber das sterben kann sehr qualvoll sein und deshalb kann ich mir vorstellen, das die meisten Angst vor dem sterben haben.


Patron
beantwortet von Patron am 7. August 2007 21:02
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bei dieser frage haben menschen äußerst unterschiedliche haltungen. wer unser leben für eine zufällige evolutionäre entwicklung hält und deshalb sicher ist, dass mit dem tod des einzelnen für ihn alles völlig zu ende ist, der hat eine ungeheure angst vor diesem nichts, und meist ist diese angst auch noch völlig verdrängt, was die psychischen probleme noch verschlimmert. dies ist das grundproblem der schwereren psychotherapeutischen fälle.

wer sich sicher fühlt, das der tod nur ein übergang zu einer anderen stufe ist, der wird dem tod bereitwillig entgegen sehen, wenn es so weit ist. er weiss, dass wir auf die erde kommen und auch wieder gehen, und in einem normalen lebensablauf weiss man, wann etwa der zeitpunkt da ist.

eine andere frage ist die angst vor qualvollem sterben. unabhängig davon, zu welcher der beiden geschilderten überzeugungen die menschen neigen, wird jeder hoffen, um qualen beim sterben herumzukommen. dafür werden ja auch einige bemühungen gemacht, patientenverfügungen und so weiter.

ich habe einem nahestehenden menschen - in seinem neunzigsten jahr - die hand gehalten beim sterben. im letzten augenblick konnte ich sehen, dass offenbar eine erste wahrnehmung der "anderen seite" erlebt wurde, was zu einem unglaublichen gesichtsausdruck führte. ich konnte da mehreres erkennen: freude, erstaunen, bewunderung, befreiung, erkennen von bisher nicht erkanntem. es war wie von mancher seite beschrieben: der tod ist der höchste augenblick im leben eines menschen. noch nie hat mich etwas so beeindruckt wie dies erlebnis.


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