Frage von Paddelcelle2004, 95

Worin liegt die Anziehungskraft des Christentums zu Zeiten nach Jesu Tod?

Ist eine Geschichtshausaufgabe danke im voraus!

Antwort
von ProfFrink, 44

Nach Jesu Tod waren seine Jünger und seine weitere Anhängerschaft zunächst auch betrübt und mutlos. Aber dabei ist es ja nicht geblieben. Der auferstandene Jesus ist ihnen ja sogar noch mehrmals sehr leibhaftig erschienen. Es gab sogar noch intensive Gedankenaustausche. Der Jünger Thomas (der 'Ungläube') wollte und durfte ihn sogar berühren. - Dann gab es noch die Himmelfahrt Jesus. Schade, dass es da noch keine Fotohandies gab. Alles so real, dass man es hätte fotographieren können. Heute müssen wir den Überlieferungen glauben. Die sind aber echt.

Aber der entscheidende Attraktionsimpuls kam erst wenig später mit dem Pfingstereignis. Die Ausgiessung des Heiligen Geistes auf die Gläubigen. Das was in früheren Jahrhunderten nur wenigen Propheten oder sonstwie Auserwählten vorbehalten war, war nun für jedermann zugänglich. "Durchblick für alle!" So oder so ähnlich könnte man dieses Ereignis nennen. Bis heute befähigt der Heilige Geist den Menschen ein Stückweit die Gedanken Gottes nachzuvollziehen. Vor allem ist der Heilige Geist ein Mutmacher, ein Frohmacher, ein Kraftgeber, die eigentliche Triebfeder, die bis heute jede Missionsbewegung und jedes Privatgespräch über Jesus motiviert. Die meisten Leute glauben ja, dass sich der Jesusglaube mit den Jahrhunderten legt und irgendwann ganz zum Erliegen kommt.

In Wahrheit ist es aber wie mit der beschleunigten Expansion des Weltalls. Mit immer grösserer Geschwindigkeit finden immer mehr Menschen zu Jesus. Nicht bei uns, aber in asiatischen Ländern, in China, in Russland, in Indien, in vielen Ländern des mittlerern Ostens trotz Verfolgung.

Aber was ist die eigentliche Anziehungskraft? Wohl eigentlich die, dass Jesus höchstpersönlich und exklusiv bis heute unseren Hunger nach dem Leben stillt.

Ist damit die Geschichtshausaufgabe erledigt?


Kommentar von earnest ,

Wen meinst du mit "uns"?

Meinen "Hunger nach dem Leben" stillt Jesus jedenfalls nicht.

Die explosionsartige Ausbreitung des Christentums ist wohl eher dein Wunschtraum. Dort, wo es sich in der Tat stark ausdehnt - zum Beispiel in Südamerika - sollte genauer hingeschaut werden, um welche Art des Christentums es sich dabei handelt: oft um einen betonharten Fundamentalismus und Kreationismus, der hiesigen Christen die Tränen in die Augen treibt.

Kommentar von ProfFrink ,

Meinen "Hunger nach dem Leben" stillt Jesus jedenfalls nicht.

Hast Du denn Hunger nach dem Leben? Fehlt Dir was? Geld? Anerkennung? Wirst Du gut behandelt? Läuft alles rund? Ist die Welt in Ordnug für Dich, oder muss sich was ändern? Hast Du Frieden mit Deinen Kindern, Deiner Frau, Deinen Eltern, Deinen Mitarbeitern, Deinen Vorgesetzten, mit Gott? Wenn Du überall ein Häkchen dran machen kannst, dann ist ja alles gut.

Antwort
von wilees, 51

Ist eine Geschichtshausaufgabe - Ja, und zwar Deine !

Antwort
von comhb3mpqy, 21

Es sind auch Wunder passiert.

Ich glaube an Gott. Auch heute gibt es Wunder.
Es gibt Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Kommentar von earnest ,

Es wird von Wundern berichtet.

Antwort
von matmatmat, 42

Vermutlich weder eine Magnetische noch Masseanziehung. Hast Du da kein Schulbuch dazu?

Ich vermute mal die im römischen Reich sonst etwas mangelnde Solidarität untereinander, verbunden mit einem Heilsversprechen und den Märchen vom Leben nach dem Tod wirken durchaus anziehend wenn es einem schlecht geht.

Antwort
von Mobemi, 10

Das Land war von den Römern besetzt und es gab viele die mit Gewalt eine Befreiung herbeiführen wollten. Jesus predigte ja gewaltloses Verhalten. Die Menschen die seine Worte hörten waren es nicht gewohnt solche Äußerungen wie " liebet eure Feinde " oder " liebe deinen nächsten wie dich selbst zu hören. Es gab sogar Leute die Jesus zum buchstäblichen König von Israel machen wollten. Das Christentum ist im Ursprung gewaltlos gewesen und das hat damals vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen.

Antwort
von Falbe, 2

Es ist Gottes Heiliger Geist , der in den Herzen wirkt von Menschen , die Sehnsucht nach der Wahrheit und einem persönlich sinnerfüllten Leben haben . Dadurch hat sich der christliche Glaube auf der ganzen Welt verbreitet . Es ist die einzige , ewig wirksame Lösung , wie der Mensch von  seiner Schuld  gereinigt werden kann , erleichtert leben kann und in der Ewigkeit , wo er vor Gott stehen muß , tatsächlich die vergebenen Sünden nicht mehr zugerechnet bekommt . 

Auch hier in Gutefrage.net werden die Frager , die von Herzen ehrlich fragen im Glauben an Jesus eine Antwort finden , die ihr Leben neu macht . Die Anziehungskraft ist nicht schwächer geworden seit den Tagen Jesu . Diese Tatsache ist ein Geheimnis , das nur der versteht , der es erlebt !

Antwort
von Haldor, 9

Letztlich bleibt es ein Rätsel, dass sich das Christentum über die ganze Welt ausgebreitet hat und bis zum heutigen Tag an Anziehungskraft behält, von vorübergehenden Krisen einmal abgesehen.

Dass die christliche Kirche (in Europa) heute an Einfluss verloren hat, ist sicher kein Dauerzustand, der auf einen Untergang des Christentums hindeutet. Z.Z. Luthers oder im 11. Jahrhundert hat es ähnliche Zeichen des Niedergangs, der Verweltlichung gegeben.

Die Strahlkraft des Christentum über die Jahrtausende hinweg ist für mich ein Beweis, dass es Jesus und seine göttliche Ausstrahlung tatsächlich gegeben hat (an die leibliche Auferstehung Jesu kann ich allerdings nicht glauben; sie widerspricht den Naturgesetzen; Gott handelt immer im Rahmen der Naturgesetze. Das Gleiche gilt für die Jungfrauengeburt!)

Das Weitere ist schon gesagt worden. Attraktiv war das Christentum als Erlösungsreligion. Der brutale römische Staat, die Grausamkeit seiner Repräsentanten (man denke an die Gladiatorenkämpfe und die Tierhetzen in den Arenen), die widerwärtig grausamen Strafen der römischen Besatzungen (Massenkreuzigungen!) und die Praxis der
Verpflanzung ganzer Völker (Juden) ließ das Leiden der armen Bevölkerungen besonders augenfällig in Erscheinung treten.

Dass jetzt eine Religion die Vergebung der Sünden ermöglichte, die Barmherzigkeit und das Mitleid (Nächstenliebe) als Kardinaltugenden forderte sowie die Aussicht auf Erlösung vom irdischen Leid versprach, Erlösung durch einen liebenden Gott und seine Gnade - das hat die Menschen fasziniert.




Antwort
von ThomasJNewton, 21

Welchen Sinn macht die Frage nach dem "nach" ohne die Frage nach dem "vor"?

Antwort
von nowka20, 2

mit physik hat das nichts zu tun!

Antwort
von joergbauer, 29

Sie liegt darin, daß Jesus von den Toten auferstanden ist und lebt! ER ist Gott als Mensch und hat Tod, Teufel und Sünde besiegt. Und zwar für denjenigen, der an die Vergebung seiner Sünden glaubt und das im Gebet bekennt (Johannes 3,16 und 14,6). Am Besten liest du dir das ganze Johannesevangelium in der Bibel einmal durch. Da steht im Grunde alles drin, was den Glauben ausmacht und was er den Menschen bis heute wert ist. Falls du keine Bibel hast, gehe auf www.bibleserver.com.

Kommentar von earnest ,

Zu Satz 1:

Immer wieder das gleiche Bild: Du "verkaufst" auch hier einen Glaubensgrundsatz als Tatsache.

Wie wäre es zum Beispiel mit:

"Sie liegt darin, dass viele Menschen der Ansicht sind, Jesus sei von den Toten auferstanden ..."

Kommentar von joergbauer ,

Ich bin aber nicht "viele Menschen" und ich bin auch nicht der Ansicht, sondern weiß es in meinem Herzen und meiner Seele, daß es so ist: Jesus lebt! Ich bin kein Politiker, und pfeife auf politisch korrekte Formulierungen. Du verstehst mich genau und kennst doch mittlerweile meine Ansichten - du bist nicht mein Tutor!

Kommentar von earnest ,

Natürlich bin ich nicht dein Tutor.

Aber hier gibt es viele kiddies, die meiner Ansicht nach keiner Missionierung ausgesetzt werden sollten.

Daher bitte ich dich um Verständnis, wenn ich darauf hinweise, wenn immer wieder Behauptungen im Tatsachengewand präsentiert werden.

Kommentar von joergbauer ,

Ohne Informationen und persönliche Glaubenszeugnisse und Bezüge zur Bibel kann man keinem eine mündige Selbstentscheidung schmackhaft machen. Der Glaube kommt aus der Predigt und diese aus den Worten Jesu in der Bibel. Deine Ansichten gehen da von anderen Tatsachen aus, die sich nicht mit der Botschaft des Evangeliums und der Aufforderung für Christen dafür einzustehen decken.

Antwort
von Hamburger02, 46

Die Anziehungskraft wirkte vor allem bei den Armen und Unterdrückten.

Das Christentum verprach eine Wiederausferstehung und ewiges Leben im Paradies als Ausgleich für das Leid auf Erden.

Das Christentum bot Bestattungen an, die nicht viel kosteten und daher auch für Arme geeignet waren. So wird z.B. komplett auf Grabbeigaben verzichtet.

Antwort
von Whitekliffs, 9

Ich kann nur für mich antworten:

-Sündenvergebung

-Zugang zu Gott, dem Vater

-die Vollmacht, Kind Gottes zu werden

-ewiges Leben

-tägliche Nâhe und Hilfe durch Jesus

Antwort
von josef050153, 6

Die Anziehungskraft der Christentums sind die Christen. Deshalb haben ja viele Kirchen heute keine Anziehungskraft mehr.

Antwort
von earnest, 13

Hmm, die "Zeiten nach Jesu Tod" umfassen ja doch fast 2000 Jahre ...

Wenn wir uns aber auf die Zeit unmittelbar nach Jesu Tod beschränken, dann lässt sich feststellen, dass das Urchristentum insbesondere für die Unterprivilegierten attraktiv war, unter anderem deswegen, weil die Lehre  ihnen das Himmelreich versprach.

Dem täglich gefühlten Leid auf Erden stand damit ein attraktives Alternativangebot im Jenseits gegenüber.

P.S.: im Voraus

Gruß, earnest


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