Frage von Datta 22.04.2010

Worin besteht der Unterschied von vorweggenommenen Werbungskosten zum Verlustvortrag.

  • Hilfreichste Antwort von RautenMiro 22.04.2010
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vorweggenommene Werbungskosten entstehen vor Beginn der angestrebten Tätigkeit.

    Sofern Du keine Einnahmen in einem Kalenderjahr erzielst aus der angestrebten Tätigkeit rechnet man ja

    Einnahmen: 0 abzgl. Werbungskosten : x

    = Verlust aus nichtselb.T. Y

    Sofern Du jetzt das ganze Jahr überhaupt nichts verdient hast, was ja ruhig vorkommen kann, wenn Du z.B. noch zu Hause wohnst, dann hast Du einen vortragsfähigen Verlust erzielt.

    Du fertigst dann eine ESt Erklärung mit Mantelbogen für die persönlichen Angaben und gibst eine Anlage N ab. Darin trägst Du Deine vergeblichen Werbungskosten ein und das Finanzamt wird dann damit Du diesen Verlust in den Folgejahren berücksichtigen kannst einen sog. § 10 d EStG Verlustfeststellung schicken. In der Theorie kann man Verluste auch 1 Jahr zurücktragen, das kam aber bei Dir nicht in Frage.

    Wenn Du jetzt nächstes Jahr gut verdienst u Lohnsteuer zahlst, kannst Du auf Grund der Verlustfeststellung für das Folgejahr den Verlust in der ESt-Erklärung verrechnen und bekommst dadurch eine evt. höhere Erstattung

  • Antwort von sweetbrownie 22.04.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ja genau: vorwegenommene Werbungskosten enstehen, wenn die Einnahmen wozu die Kosten gehören noch nicht da sind. Z.B. vor Eröffnung eines Geschäftes. Der Verlustvortrag wird vom Finanzamt festgestellt.

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