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Worauf sollte man bei der Ernährung mit steigendem Alter achten?

gefragt von schmittchen am 23.04.2008 um 10:17 Uhr

Wie sieht die optimale Ernährung mit 55 + aus? Unterscheidet sie sich in Menge und Zusammensetzung deutlich von der optimalen Ernährung bei jüngeren Leuten?


Reply


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 23. April 2008 10:21
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Wenn du dich bisher gesund ernährt hast, brauchst du keine wesentliche Umstellung.

Grundsätzlich Slow food bevorzugen. Damit hast du schon das wichtigste getan.

UND: ganz wichtig - ausreichend Wasser trinken. Wenn du älteren Menschen ins Gesicht schaust, siehst du ganz schnell, wer zu wenig trinkt.


anonym
beantwortet von Auskunft am 23. April 2008 10:29
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Nach Holtmaier "Esskultur im Heim" nimmt der Energiebedarf zwischen dem 30. und 55. Lebensjahr um 5% pro Jahrzehnt ab. Zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr nimmt er um 8% ab, und danach nochmals um 10%.

Das Ziel der Ernährung ist auch im Alter sich an diesem Energiebedarf zu orientieren. Die Werte sind als Richtwerte zu sehen. Körperliche Aktivitäten und die Geschwindigkeit der Stoffwechselvorgänge beeinflussen den Energiebedarf.

Basierend auf der vollwertigen Ernährung, in der alle Nährstoffe vorhanden sind, sollten vor allem Fette und Kohlenhydrate reduziert werden.

Eiweiß-, Vitamin-, Ballaststoff- und Mineralstoffaufnahme und Flüssigkeitszufuhr bleiben gleich.

Um arteriosklerotischen Erkrankungen vorzubeugen, sollten die reduzierten Fette reichlich essentielle Fettsäuren enthalten.

Energieärmere, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel (Obst und Gemüse) sollten gegenüber energiereichen Nahrungsmitteln (z.B Nudeln, Schokolade) im Vordergrund stehen.

Der Abbau von Körperzellen kann durch reichliche und biologisch hochwertige Eiweißzufuhr verzögert werden.

(http://www.pflegewiki.de/wiki/Ern%C3%A4hrungimAlter)


anonym
beantwortet von rama6 am 23. April 2008 10:31
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Bin selbst schon 55/Plus,aber von einer Umstellung der Ernährung habe ich noch nichts bei mir Bemerkt.Esse alles so weiter wie früher und keine Beschwerden.


Doris Paas
beantwortet von Doris Paas am 23. April 2008 10:52
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Die Antwort von Auskunft ist nur teilweise richtig.

Vollwertige Kost mit etwas weniger Kohlenhydraten (wegen des geringeren Bedarfs) ist ok und auch weniger Fett ist richtig (weil wir ohnehin zu viel Fett zu uns nehmen).

Aber auch der Eiweißbedarf sinkt im Alter. Eiweiß wird benötigt, um die Körperzellen zu ersetzen, die sich laufend erneuern. Da sich aber im Alter die Zellen wesentlich langsamer erneuern, benötigen ältere Menschen auch weniger Eiweiß.

Hochwertiges Eiweiß sollte es wirklich sein, wie Antwort sagt, also Eiweiß aus pflanzlichen Quellen wie z.B. Soja und aus tierischen Quellen, wie beispielsweise aus magerem Fleisch (z.B. Huhn).

Den Verbrauch von Milch und Milchprodukten als Eiweißquelle hingegen sollten ältere Menschen reduzieren, weil die Enzymproduktion für den Abbau des Milchzuckers im Alter nachlässt (sofern man nicht zuvor ohnehin schon eine Laktose-Intoleranz hatte). Deshalb werden Milchprodukte für Ältere zunehmend unbekömmlicher.

Fett nimm am besten in Form von hochwertigen Pflanzenölen zu dir, die haben einen höheren Gehalt an essentiellen Fettsäuren als tierischen Fett.

Iss viel frisches Obst und Gemüse, weil der Vitamin- und Mineralstoffbedarf - wie Auskunft saft - gleich bleibt. Achte auf vollwertige Nahrungsmittel und moderaten Sport, um dein Verdauungssystem in Gang zu halten (und deine Muskulatur und Knochen natürlich auch).

Achte auch auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und trinke, auch wenn du keinen Durst verspürst (bei älteren Menschen geht leider das Durstgefühl verloren) mindestens 2 Liter stilles Wasser, verdünnte Fruchtsäfte (nicht Nektare oder gar Fruchtsaftgetränke!) oder Früchte- oder Kräutertee.


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Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen. Wie bei vielen Volksweisheiten ist darin etwas elementar Wahres festgehalten. Ernährung ist biologisch gesehen eine schlichte Notwendigkeit. Wir Mediziner treffen dennoch immer häufiger erheblich mangelernährte ältere Menschen.

Altern ist keine Krankheit sondern ein biologischer Prozess. Dabei sind die Veränderungen am Verdauungstrakt relativ gering. Insbesondere bleibt die Fähigkeit des Darmes, Nährstoffe ins Blut aufzunehmen, lebenslang in etwa gleich. Mit zunehmendem Alter nimmt allerdings die Saftproduktion verschiedener Drüsen ab. Parallel zur Verminderung körperlicher Aktivitäten nimmt im Alter der Energiebedarf ab, nämlich um rund 10 bis 15 Prozent verglichen mit einer 30-jährigen Person.




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