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Worauf sollte man achten, wenn man eine Wohnung bei 'Betreutes Wohnen' aussucht?

gefragt von Annie44Annie44 am 27.05.2008 um 18:57 Uhr

In meinem Bekanntenkreis sind gleich drei Leute, die sich überlegen, allmählich in eine Wohnung überzusiedeln, die nach dem Modell 'Betreutes Wohnen' funktioniert. Worauf sollte man bei der Auswahl denn da achten? (Da ich die Computertante bin, sagte ich, ich frage Euch mal).


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pippi60
beantwortet von pippi60 am 27. Mai 2008 19:05
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Ich würde versuchen, mit Bewohnern dort in Kontakt zu kommen und denen meine Fragen, die mich bewegen, stellen. Dann hätte ich Informationen aus erster Hand.


harmony
beantwortet von harmony am 27. Mai 2008 19:15
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Meine Oma wohnt bereits im Betreuten Wohnen und ist sehr zufrieden- sie hat ihre Selbstständigkeit erhalten und hat doch zur Not jemanden zur Hilfe. Was damals bei der Auswahl ein Thema war: Wie sind die Räume und der Lift gestaltet (behindertengerecht- man weiß ja nie)? Wie ist das Umfeld (spazierengehen)? Sind überall im Haus Handläufe etc.? gibt es Notrufanlagen? Sind die Bäder mit dem Nötigen eingerichtet (Haltestangen, Badelift etc.)? Gibt es ein Pflegebett? Zu welchen Zeiten sind die Schwestern im Notfall ansprechbar? Und dann, wie pippi60 bereits sagte, einfach mal mit den Bewohnern sprechen!


anonym
beantwortet von Pflegeheim1 am 24. Oktober 2008 17:25
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Schau Dir doch mal folgende Seite an. Dort ist alles aufgelistet, was man bei der Auswahl beachten sollte. http://www.pflegehilfe.de/Ratgeber/Pflegeplatz/BetreutesWohnen/Default.aspx


anonym
beantwortet von lohmar1 am 7. November 2009 07:32
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Die Auflistungen sind sehr hilfeich - zunächst sollte - muss - aber die persönliche Zielsetzung geklärt werden. Wir haben im Laufe der Projektierung unserer WG so manches Ziel gekippt und neu definiert. Das Ergebnis ist jetzt folgendes: http://www.senioren-wohngemeinschaft-eitorf.de/ Wir sind folgendermaßen vorgegangen: a) Umzug im Pflegefall? bei ja, reduziert sich die Betreuung ganz gewaltig. Grundsätzlich ergänzend hierzu: will ich eine Alternative zu einem Heim - oder will ich nur bequemer wohnen? b) wie hoch sollen die Kosten für jeden einzelnen sein? max. Grenze oder größtmögliche Variabilität bis hin zur Privaten Fläche? c) wieviel Fläche pro Person / Allgemeinfläche und Rückzugsmöglichkeiten (will auch mal allein sein können und nicht nur auf dem Zimmer hocken). d) die Alltagsaufgaben - wer erledigt was und wieviel - was wird/kann von Dritten geleistet werden? Ist Begleitung erforderlich? e) Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, Optiker etc. - alles fußläufig - auch mit Rollator? f) Kommen Ärzte ins Haus? Entfernung zum nächstgelegenen Krankenhaus? g) Therapeuten - haben die im Haus Möglichkeiten zu therapieren? h) alles barrierefrei? Rollstuhl - geht der in den Fahrstuhl, wenn mehrere Ebenen? i) wenn einmal Schwerstpflegefall - ist die Pflege wirklich gesichert (auch in den Räumen, Sanitär und Pflegedienste) j) Notfall - gibt es technisches Meldesystem und wie lange dauert es, bis jemand kommt. Die Aufschaltung auf externe Dienstleister per Telefon (Caritas oä) zeigt in der Praxis, dass schon sehr lange Zeiträume - bis 1 Stunde - vergehen können, bis jemand kommt. Eigentlich nicht akzeptabel (Mein Onkel lag mit Oberschenkelhalsbruch - ist gestolpert in der Wohnung - über 1 1/4 Std bis Hilfe kam - hat die OP dann auch nicht mehr überlebt). Für unsere WG haben wir (4 Familien) knapp ein Jahr geplant und die Ziele definiert. Es war nicht einfach. Das, was uns als betreutes Wohnen angeboten war, wäre letztendlich für jeden in seinem Haus auch realisierbar - mit etwas Aufwand - gewesen. Von der Beschäftigung von ausländischen Kräften sind wir nach längerer Diskussion und Einblicke in die Praxis ganz abgekommen. Unsere heutige Lösung ist eigentlich preiswerter, absolut legal und wesentlich flexibler, wenn man an sich verschlechternde Gesundheitszustände denkt. Zum Schluß: ist das betreute Wohnen so rechtlich gestaltet, dass nicht irgendwann einmal von der Heimaufsicht daraus ein "Heim" gemacht werden kann. Im übrigen: Pflegehilfsmittel werden (Badewannenlifte, Haltegriffe etc.) werden von den Pflegekassen gestellt. Es muss die bauliche Grundsubstanz vorhanden sein bzw. die techn. Möglichkeiten.


Bild/er:

unsere Haus- und Wohngemeinschaft
Außenbereich - eine der Terrassenflächen



anonym
beantwortet von DagobertBerlin am 9. November 2009 16:33
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Hallo,

was noch nicht genannt wurde ist, ob beim betreuten Wohnen auch die Themen Mobilität richtig grplant wurden. Haben die Wohnungen alle einen Zugang über einen Fahrstuhl, sind die WOhnungen für Rollstuhlfahrer ausgelegt etc.

Einen interessanten Artikel dazu findest du u.a. hier www.treppenlifte.com/vorteile

Sicherlich sollte man diesen Punkt nicht vernachlässigen.

Dago


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