Frage von PaulZX, 93

Worauf muss ich bei Linux achten?

Ich habe einen alten Laptop, den ich gerne platt machen würde, da er mit Windows nicht wirklich läuft.

Ich habe vor Linux drauf zu hauen. Worauf muss ich da achten? Treiber, Installation etc. ?(hatte bis jetzt Linux nur mal in Virtual Box laufen)

Welche Linux Version würdet ihr empfehlen?(BITTE MIT BEGRÜNDUNG) Ich würde ihn zum Surfen und evtl. Bildbearbeitung benutzen. Das OS sollte trotzdem möglichst einfach und umfangreich sein, da ich bis jetzt wenig mit Linux zu tun hatte.

Ich tendiere zu OpenSuSe, weil ich damit mal einige zeit lang arbeiten musste und es nicht schlecht fand.

Mein Laptop hat einen Dualcore 2.0 GHz (AMD Athlon) und 4Gig RAM.

Danke schon mal im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 21

Hallo

Ich habe einen alten Laptop, den ich gerne platt machen würde

Da genügt ein Vorschlaghammer, ja sogar ein einfacher "Fäustel" ist genug um das Gerät zu plätten ;-)

Ich habe vor Linux drauf zu hauen.

Du kannst kein Linux draufhauen weil man Software nicht als Schläger benutzen kann ;-)

Was aber geht ist das man Linux auf den Datenträger des Laptops installiert. Dazu aber ist es nötig ein Betriebssystem zu haben welche diese Aufgabe ausführen kann. Wenn Du dann Linux drauf kopiert hast wirst Du feststellen das man damit nicht wirklich viel anfangen kann, denn es fehlen zu dem Betriebssystemkern (das ist es was Linux ist) noch eventuell ein X-Server, und Programme um es zu einem vollständigen Betriebssystem zu machen.

Besser ist es wenn Du Dir eine der rund 500 GNU/Linux-Distributionen installierst, da ist alles dabei, sogar meist ein Installationsprogramm :-)

Ich habe vor Linux drauf zu hauen. Worauf muss ich da achten? Treiber, Installation etc. ?(hatte bis jetzt Linux nur mal in Virtual Box laufen)

Musstest Du denn "Treiber" in der VirtualBox installieren? - Falls nein, dann weißt Du ja das diese alle in Linux schon dabei sind, sofern es grundsätzlich welche gibt.

Welche Linux Version würdet ihr empfehlen?(BITTE MIT BEGRÜNDUNG)

Bei der Hardwareausstattung:

Mein Laptop hat einen Dualcore 2.0 GHz (AMD Athlon) und 4Gig RAM.

Bist Du recht frei was die Distributions & Desktopwahl angeht.

Mit Architekt, einem Arch-Linux Derivat, und Enligthenment als Desktop wird das Gerät richtig schnell laufen.  Wegen des RAMs würde ich auf jeden Fall eine 64-Bit Version verwenden.

Ich tendiere zu OpenSuSe, weil ich damit mal einige zeit lang arbeiten musste und es nicht schlecht fand.

Dann installiere es doch, man kann ja im Nachhinein immer noch viele andere Dinge installieren, sogar im Multiboot, wenn man genug Speicherplatz auf der Festplatte hat.¹

Linuxhase

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¹ Wieso musste?

Antwort
von threadi, 46

Bei der Wahl der Linux-Distribution sollte man das nehmen womit man seine Aufgaben am besten lösen und mit der man am besten umgehen kann. Wenn Du schon OpenSuSe kennst, dann nimm es egal was andere dir raten.

Bei der Installation gehst Du einfach so vor wie in der Dokumentation beschrieben und wie es der Installer vorschlägt. Für ein einfaches System für deinen Zweck musst Du eigentlich nichts weiter beachten. Treiber liefert Linux selbst mit und müssten durch OpenSuSe für dich bereits automatisch konfiguriert werden.

Expertenantwort
von HenrikHD, Community-Experte für PC, 29

Ich kann dir zu linux mint raten, das ist wohl das beste für einsteiger.

Aber wenn ich mir so ie Hardware ansehe, würde ich dir Lubuntu empfehlen. Die Oberfläche ist auch sehr einsteigerfreundlich und es ist vom Grundsystem her ein vollwertiges Ubuntu mit weitaus Leistungsparender Benutzeroberfläche.

Antwort
von ByteJunkey, 46

Das schöne (im Gegensatz zu Windows) an Linux ist, dass es mit so gut wie jeder Hardware zurecht kommt und sehr effizient arbeitet.

Ich würde dir zu Ubuntu/Xubuntu empfehlen, da es sehr Benutzerfreundlich ist. Außerdem kann ich noch Arch-Linux empfehlen, obwohl bei der Installation sehr viel Fehler gemacht werden können. Aber wenn du einmal OpenSuSe kennst, dann nimm das doch. Ich kann es auch empfehlen ^^

PS: Der Linux-Markt ist ja sehr groß, deshalb schau dich nochmal selber um. Vllt findest du ja nochmal ein Linux, was dir besser gefällt :D

Antwort
von RouteUS66, 35

Hol dir die Linux ISO deiner Wahl, mach nen Live USB Stick.
Fahre den PC herunter. Starte ihn, gehe ins Boot Menü, wähle den USB Stick aus. Das Betriebssystem startet. (GGF. im BIOS USB-Boot auf "enabled" stellen).

Entweder kannst du im Menü des BS beim Start schon Installation auswählen, oder es erscheint irgendwann auf dem Desktop ein Icon das dich durch die Installation führt.

Die Treiber werden mitinstalliert. Das ist das schöne an Linux.

Welches OS:

Wenn es dir um eine einfache Bedienung und Installation geht, dann such dir irgendein Debianbasiertes OS wie Debian 8 Jessie stable, irgendein Ubuntu oder sonstewas.
Wenn du einen alten PC hast würde ich vielleicht Ubuntu 15.10 mit LXDE nehmen oder Debian 8 Jessie stable mit Mate oder so.

Geh mal auf distrochooser.com
Dort werden dir Fragen zu deinen Vorlieben gestellt, und am Ende bekommst du einige Linuxvorschläge die etwas für dich sein könnten.

Mir und einem Freund hat es geholfen, und nun sind wir superzufrieden :D

Bei Problemen einfach mal ne PN schicken :)

LG
TimeMen

Kommentar von RouteUS66 ,

Achten brauchst du eigentlich auf nichts.
Vielleicht ob du einen Linux-Swap Auslagerungsspeicher willst oder nicht.
Aber das fragt dich der Installer sowieso ab. (Zumindestens bei Debianbasierten)

Kommentar von Linuxhase ,

@RouteUS66

Wenn es dir um eine einfache Bedienung und Installation geht, dann such dir irgendein Debianbasiertes OS wie Debian 8 Jessie stable, irgendein Ubuntu oder sonstewas.

Möchtest Du mir bitte mal erklären was genau an der Bedienung dieser Distributionen einfacher als bei openSUSE, Fedora, Manjaro usw. ist?

Linuxhase

Kommentar von RouteUS66 ,

Nein möchte ich nicht :D
Das ist meine Erfahrung, die ich so gesammelt habe.
Fedora ist auch easy genauso wie Manjaro (SuSE habe ich nicht in Erinnerung, hab damals nicht ich installiert :D)

Bin vielleicht auch ein bisschen beeinflusst dadurch, dass ich mit Debian sehr zufrieden bin und alles super, schnell und fehlerfrei läuft.

Fedora hab ich nur als LiveStick, und Manjaro hat bei mir nicht funktioniert, weil es einfach dermaßen langsam lief :D

Aber natürlich hast du recht, war halt ein bisschen eilig geantwortet :| :D

Ist halt so meine Erfahrung.
Wenn man die Installation von Slackware schonmal gemacht hat mag die für einige auch einfach sein.
Slackware ist schon cool, aber es nervt dass man die Sachen so dermaßen kompliziert installieren muss :|

Entschuldige meine "miserable" Antwort @Linuxhase :D
LG
RouteUS66 <3

Antwort
von emilii90, 42

Ich würde Ubuntu empfehlen. Da sind die nötigsten Treiber drauf und ist sehr benutzerfreundlich. Hat auch einen eigenen Store, indem man Programme mit paar Klicks installieren kann.

Kommentar von guenterhalt ,

Ich würde Ubuntu empfehlen. Da sind die nötigsten Treiber drauf und ist sehr benutzerfreundlich.

welche anderen Distributionen hast du längere Zeit benutzt?
Bei welcher fehlten die nötigsten Module (Treiber)?
Warum z.B. ist apt-get benutzerfreundlicher als zypper ?
Welche Distribution hat keine Repositories ( du nennst es einen Store) ?

Recht herzlichen Dank im Voraus für deine Antwort.

Kommentar von emilii90 ,

Ich habe opensuse und ubuntu benutzt. 

Soweit ich weiß hat jede Version die nötigsten Treiber. Zumindest die neuesten Versionen von Distributionen.

Wenn du es oberflächlich nutzt sind die meiner Meinung alle gleich, außer die Oberfläche sieht immer anders aus. Wenn du tiefer in die Materie gehen willst, solltest du dich mit dem Terminal auseinander setzen, da es das mächtigste ist und man alle Funktionen damit machen kann. 

Kommentar von guenterhalt ,

Wenn du tiefer in die Materie gehen willst, solltest du dich mit dem Terminal auseinander

naja, es ist sicher nicht schlecht, einem Terminal eine bestimmte Hintergrund- und/oder Schriftfarbe, eine vorgegebene Geometrie (einschließlich Positionierung auf der Oberfläche)  zu geben. So wichtig ist das aber dann doch nicht.
Das wirst du aber mit deinem Hinweis sicher auch nicht gemeint haben. Du achtest bestimmt an Kommandozeilenbefehle, die man heute sinnvollerweise in einem Terminal benutzt.
Im der Anfangszeit von Linux gab es ohnehin keine Grafik und noch früher haben wir Fernschreiber benutzt. Der Name tty für TeleTyper wurde nicht einmal verändert, wenn es um den seriellen Anschluss geht.

Kommentar von emilii90 ,

Ja habe mich etwas falsch ausgedrückt. Aber du hast es auf den Punkt gebracht.

Antwort
von AliasX, 41

Also rein von der Menge der verfügbaren Programme bzw. der Kompatibilität würde ich zu einem Debian bzw. Abkömmlingen davon wie Ubuntu raten. Letzteres ist vielleicht ein wenig hübscher und anfängerfreundlicher aufbereitet. Ubuntu hat aber auch mehrere Varianten, du könntest bspw. Ubuntu Mate, Lubuntu und Xubuntu (aber auch das Original, kein Problem) in einer VM vortesten. 

PS: Sollte das neueste 16.04 noch Probleme machen, probier mal 14.04, das wird auch noch lang unterstützt. 

Kommentar von Linuxhase ,

@AliasX

Also rein von der Menge der verfügbaren Programme [....] würde ich zu einem Debian bzw. Abkömmlingen davon wie Ubuntu raten.

Bist Du sicher das Du Deine Behauptung mit gesicherten Fakten belegen kannst?

Jeder der sich mit GNU/Linux auskennt weiß doch das man jede beliebige Software auf jeder beliebigen Distribution installieren kann - Es gibt unter Ubuntu nichts was man nicht auch auf openSUSE  installieren könnte¹

Linuxhase

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¹ mal abgesehen davon das es mit dem Unity  Desktop schwierig ist.

Kommentar von AliasX ,

Natürlich, aber bspw. Steam-Games werden oft nur mit Ubuntu getestet, weil am weitesten verbreitet. Bei anderen Linux gibt es dann tendenziell mehr Probleme. 

Antwort
von Kerridis, 10

Da du OpenSuse kennst, nimm das doch. Ich würde aber eine möglichst leichte Oberfläche auswählen. Also nicht unbedingt KDEs Plasma oder gar Gnome3, sondern maximal Xfce oder vielleicht sogar LXDE. Das soll nicht heißen, dass z.B. KDEs Plasma nicht fließend laufen würde. Es knappst dir nur zu viel fürs System ab, was du für die Bildbearbeitung benötigen wirst.

Ubuntu würde ich nicht nehmen, Unity ist auch zu "hungrig".

Antwort
von Tobimac, 28

Wenn du sehr viel Wert auf eine schöne grafische Oberfläche legst und dich schnell zurecht finden willst kann ich dir Zorin OS empfehlen. Zorin ist speziell für nicht allzu erfahrene Windows-Umsteiger gemacht und basiert auf Ubuntu.

Kommentar von emilii90 ,

Im Endeffekt sind die alle gleich. Mit jeder Linux Version muss man sich auseinandersetzen, sonst kommt man nicht weit. Der Terminal ist immer noch die beste Funkion um die man auch nicht rumkommt.

Antwort
von PineappleLover, 46

Das tolle an Linux ist, dass du kaum spezielle Treiber brauchst. Im Gegensatz zu Windows ist Linux nämlich gescheit genug, um mit fast jeder normalen Hardware klar zu kommen. Demenstprechend musst du wegen Treibern nicht wirklich etwas beachten, ausser du hast eine spezielle NIC oder eine dedizierte GPU/Soundkarte.

Ich empfehle dir auch OpenSuSe. Es ist stabil, umfangreich und sieht toll aus. Doch auch Linux Mint ist sehr toll, vor allem wenn du mit einem GUI arbeitest. Vom Funktionsumfang her ist es ähnlich wie OpenSuSe, hat aber ein etwas schöneres GUI.

Kommentar von Linuxhase ,

@PineappleLover

Erst schreibst Du:

Ich empfehle dir auch OpenSuSe. Es ist stabil, umfangreich und sieht toll aus.

Dann aber schreibst Du:

Linux Mint ist sehr toll [....] hat aber ein etwas schöneres GUI.

Also die GUI von openSUSE ist toll, aber die von Linux-Mint ist schöner als toll???

Man kann doch den Desktop frei wählen, also Linux-Mint mit KDE verwenden oder man nimmt openSUSE mit dem Cinnamon Desktop oder oder oder....

Linuxhase

Kommentar von PineappleLover ,

Ja, genau so habe ich das gemeint. Nur weil eine Sache toll ist, heisst das noch lange nicht, dass es keine noch tollere Sache gibt. Ich meine, einen Goldbarren zu haben ist toll, doch wenn man zwei hat, ist das noch toller. 
Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass dies keinen Sinn ergeben würde.

Und ja, man kann den Desktop frei wählen. Da aber der Fragesteller, soweit ich das verstanden habe, noch nicht sehr bewandert mit Linux ist, empfiehlt es sich, dass er doch einfach eine Distribution bei welcher das GUI standardmässig dabei ist nimmt. Dies erspart ihm eine Menge Ärger (höchstwahrscheinlich).

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