Freunde von mir erhielten einen Kostenvoranschlag für einen Haubau, leider übersteigt der ihre Mittel. Sicher kann man an einigen Punkten sparen. Woran sollte man aber auf keinen Fall sparen?
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Rohbau einschl. Dach und vernünftiger Außenisolierung sollte auf jeden Fall durch Fachleute erstellt werden.
Zu überlegen wäre, wo eingespart werden kann, z. B. durch Eigenleistungen. Malen und tapezieren sollte eigentlich kein Problem sein. Laminat / Teppich verlegen ist auch durchaus machbar, möglicherweise sogar das fliesen. Aber Eigenleistungen sollten nur da ausgeführt werden, wo man sich auch heran traut und weiß, daß man es kann bzw, hinbekommt. Experimentieren hat wenig Sinn, dann ärgert man sich nur. Aber so ließe sich mancher Tausender sparen.

Ich glaube am meisten kann man an Arbeitszeit sparen, wenn man eine große Familie hat und viele gute Freunde, die mithelfen und mitanpacken - und man kann sehr viel selber machen, auch wenn es unter Umständen dann etwas länger dauert!
Am Material sollte so wenig wie möglich gespart werden, denn das rächt sich früher oder später!
Wenn es schon jetzt klemmt mit den Finanzen, ists am vernüftgsten, eine Nummer kleiner zu bauen. Alles andre sind nur Kleckerlesbeträge, sei es an Eigenleistung, sei es preiswertere Kacheln im Bad oder Bodenbeläge im Haus.
Der Kubikmeter umbauter Raum hat seinen Preis, die Bewirtschaftung später auch. Jetzt mit Biegen und Brechen doch noch alles hinwursteln, birgt die enorm hohe Gefahr, in vier Jahren (nach der ersten Festschreibung) vorm Bankerott zu stehen, weil man mit dem neuen, meist teuereren Kredit heillos überfordert ist.
Hauskauf ist nicht wie ein Auto, das nach überschaubarer Zeit bezahlt ist, sondern man verpflichtet sich für ca 30 Jahre zu zahlen. Wenn gleich am Anfang schon Klimmzüge gemacht werden - au weia.
Sind in den Hauskosten schon die sogen. Papierkosten mit drin? Notar, Grundschuldbestellung, Grunderwerbsteuer...?
An einer guten Isolierung für den Keller. Habe immer wieder erfahrung damit gemacht, dass viele hie sparen und später nur ärger damit haben.
cathystraum am 18. September 2007 21:40 Vielleicht sollte man sich überlegen, ob überhaupt ein Keller gebraucht wird. Ohne Keller spart man schon einiges.
PollyDoll am 18. September 2007 21:43 Das sollte wirklich gut überlegt sein!
Ich habe ein Haus mit Keller, meine Nachbarn, fast baugleich, eines ohne Keller - sie beneiden mich fast täglich um diesen Stauraum, sei es für Gartengeräte, Werkzeug, Fahrräder überwintern, Autoreifen einlagern, auch die Heizanlage nimmt Platz weg, etc. etc.
an einem Gutachter, der den ganzen Bau begleitet!
Heizungsanlage - Wärmedämmung - Badezimmer - Bodenbeläge
Am Keller kann man sicherlich einiges sparen, aber ein Keller ist immer zu was zu gebrauchen. Es ist wohl individuell sehr verschieden, woran man sparen kann. Auch weiss ich nicht was für ein Haus sie da bauen wollen. Vielleicht sollte man die Wohnfläche mal überdenken.

Aus dem, was ich so bei Bekannten sehe, würde ich nicht daran sparen, Geld zurückzulegen, um nach dem Ende des Hausbaus mit der ganzen Familie einen Erholungsurlaub zu machen.
Wegen des Stresses gehen Ehen auseinander, die Gesundheit leidet, die Kinder fühlen sich allein gelassen und alles, weil die ganze Sache so knapp kalkuliert ist, dass hinterher kein Cent mehr zur Verfügung steht.

Das heute (ein-)bauen, was ich später nicht mehr (einfach/kostengünstig) ändern kann, z.B. Kellerisolierung außen (wenn später mal Kellerräume ausgebaut werden sollen), Kellerhöhe 2,50 m (an Ausbau denken; ich ärgere mich heute wegen 2,25 m abzügl. nachträglichem Boden und Deckenvertäfelung m. Isolierung), Leerschacht für spätere Solarkollektorrohre am Schornstein entlang, Leerrohre für Stromversorgung späterer Rolladenmotore, Steckdosen usw.