Mein Nachbar benötigt für sein Haus einen Energieausweis. Allerdings hat er in der Presse von mangelhaft ausgestellten Energieausweisen gelesen, die nur bedingt gültig wären und dass man sogar als Hausbesitzer öffentliche Fördergelder zurückzahlen müsste. Woran läßt sich ein korrekt ausgefüllter Energieausweis erkennen und welche seriösen Anbieter/Behörden sind befugt dies zu tun?

Schau mal hier: http://www.zukunft-haus.info/de/verbraucher/energieausweis.html
Hallo, wir sind gerade dabei ein Haus zu kaufen, daher habe ich mich auch einwenig schlau gelesen. Seit Mittwoch gelten neue Bestimmungen, bei denen es darum geht das bei einem Hausverkauf ein bedarfsorientierter Energieausweis vorgelegt werden muß, sofern dies nicht geschieht, kann eine Strafe von bis zu 15000 Euro fällig werden. Allerdings weiß ich da noch nicht so genau wann die Strafe fällig ist.
Auf jedenfall ist ein bedarfsorientierter Energieausweis wesentlich Aussagekräftiger und genauer als ein Verbrauchsorientierter, der eigentlich nutzlos ist, da er anhand der Verbrauchszahlendes letzten Jahres ausgestellt wird, nicht anhand des Gebäudes(Größe,Dämmung usw.). Und ich würde Ihn vor Ort erstellen lassen, nicht übers Internet, man will sich ja auch darauf verlassen können. Liebe Grüße
Die Pflicht zum teuren Bedarfsausweis existiert seit 1.10., aber nur für Gebäude, die vor 1977 gebaut und seitdem nicht wesentlich modernisiert wurden und weniger als 5 WE haben. Für alle anderen ist weiterhin der günstigere Verbrauchsausweis möglich, der natürlich uneingeschränkt gültig ist. Unzulänglichkeiten in der Ausweiserstellung hängen nicht von der Ausweisart sondern eher von der Qualität des Anbieters ab. Einfach bei der Bestellung/Kauf darauf achten, dass zumindest Zahlung per Rechnung und ein Rückgaberecht eingeräumt wird. Ansonsten ist es wohl recht schwierig für einen Laien, dem Leitfaden der dena bei der Beurteilung der Ausweise zu folgen. Auch die pauschale Aburteilung der Verbrauchsausweise durch die dena hat wohl eher einen merchantilen Hintergrund, schließlich verdient die dena zuallererst daran, ihr Beraterlisting, Schulungsangebote und nun auch Ihr Gütesiegel zu promoten. Für all das müssen Energieberater tief in die Tasche greifen...und das haben in der Vergangenheit sicher viele mit dem Glauben getan, der Bund würde die Hauseigentümer schon zur Vor-Ort-Beratung zwingen. Näheres zur Diskussion um Verbrauchs- und Bedarfsausweis unter: www.energiepass.wordpress.com
Paar Euro teurer ist der Energieausweis von DEKRA: http://www.dekra.de/energieausweis. Dafür ist man halt auf der sicheren Seite. Außerdem bekommt man noch ne gute Beratung