Sollte man genau mit der Hipp-empfehung im 4. Monat anfangen Gläschen zu geben oder erkennt man am Kind, daß es jetzt anderes Essen braucht?
Wenn die lieben Kinderlein aufeinmal nach ner Stunde schon wieder wach sind, und jämmerlich nach Essen schreien, könnte es sein, dass das Fläschchen nicht mehr ausreicht.

die hipp-empfehlung ist dummes zeug, die wollen verkaufen. frag einen kinderarzt, der sagt dir, dass du bis zum sechsten monat stillen sollst und vorher überhaupt keine feste kost geben sollst/brauchst. im übrigen sind kinder dann aber manchmal immer noch nciht so weit feste nahrung zu sich zu nehmen. biete deinem kind ab dem 6. monat was an. manche kinder können davon nicht genug bekommen, mache kinder spucken in hohem bogen alles wieder aus und verziehen das gesicht. da ist jedes kind anders.

Wenn man sich nach den Empfehlungen der WHO richtet, dann bekommt das Baby keine feste Nahrung vor dem vollendeten ersten Lebenshalbjahr.
Natürlich möchten Hipp & Co gerne, daß Du mit 4 Monaten anfängst beizufüttern. Das ist aber Quatsch. Tu Dir und Deinem Kind den Gefallen, und warte noch 2 Monate. Rechne generell auf die Angabe bei Gläschen 2 Monate drauf.
Und wenn es eben geht, nimm nicht unbedingt Gläschen. Sieh es mal so: Die reinen Möhrengläschen habe eine unglaubliche Farbe, und sind weit über 1 Jahr haltbar. Und das einfach so, ohne spezielle Behandlung und Zusätze? Ich glaube das nicht. Da kaufe ich mir lieber selber einen Beutel Möhren und friere portionsweise ein.
Und: Jedes Baby ist anders. Meine Tochter ist 9 Monate alt, wird noch mindestens 3 mal täglich gestillt und ißt nicht unbedingt gerne Brei oder Gläschen. Brei biete ich schon mal an, Gläschen kaufe ich erst gar nicht, aber man bekommt ja Probepackungen zugeschickt, die gebe ich ihr dann auch. Sie wird also entweder gestillt, oder ißt am Familientisch mit. Brot mit Leberwurst ißt sie total gerne, da kommt sie auf 1 Schnitte für sich alleine. Und sie verträgt es gut, eben weil sie viel gestillt wird. Ich denke, wir werden Brei und Gläschen stehen lassen und direkt zum richtigen Essen überwechseln. Und gestillt wird so lange, wie wir es für gut und richtig halten, warum sollte ich damit aufhören, ihr ein leckeres, gesundes und kostenloses Getränk/Essen anzubieten?
jaguar4 am 26. August 2007 22:17 prima DH
Es gilt immer noch die Empfehlung, möglichst ein halbes Jahr oder länger zu stillen.
Bei der Hipp-Aussage handelt es sich um den Versuch, schon früher Gläschen an die Eltern zu verkaufen.
Der "richtige" Zeitpunkt zum Abstillen
Abstillen bedeutet eine tiefgreifende Änderung im Umgang zwischen Mutter und Kind. Wie jede andere größere Veränderung, so wird auch diese von einer Reihe verschiedenster Gefühle begleitet.
Im Allgemeinen hängt die Einstellung der Mutter zum Abstillen bzw. der Zeitpunkt des Abstillens von folgenden Faktoren ab:
Alter des Kindes: Die Wertung der Mutter darüber, wie lange "lange genug" ist, hängt von ihren eigenen Empfindungen dem Stillen gegenüber ab, jedoch auch davon, in welchem kulturellen Umfeld sie lebt. Manche Mütter sind dem Druck nicht gewachsen, den andere Menschen hinsichtlich des Stillens auf sie ausüben.
Krankheit oder Medikamenteneinnahme der Mutter: In den wenigsten Fällen ist das Abstillen bei Krankheit der Mutter notwendig. Auch bei den meisten Medikamenten ist Stillen nicht kontraindiziert. Im Einzelfall muss dies mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Krankheit des Babys: In den allerwenigsten Fällen ist bei Krankheit des Babys das Abstillen angeraten - ganz im Gegenteil: Muttermilch liefert wertvolle Abwehrstoffe auch bei Erkrankung eines Babys, was die Krankheit meist kürzer und weniger schlimm verlaufen lässt.
Erneute Schwangerschaft: In den meisten Fällen wird bei einer weiteren Schwangerschaft vom behandelnden Gynäkologen zum Abstillen geraten mit der Begründung, das Stillen schade dem Ungeborenen. Außer bei vorzeitigen Wehen, die in Ausnahmefällen durch das beim Stillen ausgeschüttete Oxytocin verschlimmert werden können, ist jedoch das Abstillen in einer Schwangerschaft unter physischen Gesichtspunkten nicht notwendig.
Die Mutter fühlt sich durch die Pflege des Babys überfordert: In Situationen starker Übermüdung der Mutter oder in besonderen Stresssituationen wird oft zum Abstillen geraten. Stillen ist jedoch weit weniger aufwendig als das Zubereiten von Fläschchen und übt nicht nur auf das Baby, sondern auch auf die Mutter eine beruhigende Wirkung aus.
Es gibt keinen allgemeingültigen "richtigen" Zeitpunkt zum Abstillen. Der Zeitpunkt des Abstillens ist individuell verschieden und muss von jeder Mutter und ihrem Kind selbst bestimmt werden. Grundsätzlich ist das Stillen eine Partnerbeziehung, die beide Beteiligten genießen sollen. So wenig, wie man ein Baby zum Stillen "zwingen" kann, so wenig sollte eine Mutter sich verpflichtet fühlen, weiter zu stillen, obwohl sie eigentlich nicht mehr dazu bereit ist.
http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aErnaehrung/s_203.html
hallo... tja vor dieser Frage stehe ich auch. Meine Kinderärztin hat gesagt, ich merke das, wenn das Kind nicht mehr richtig satt wird von der Milchnahrung. Das muss nicht gleich nach dem 4. Monat sein. Meine Cousine hat ihren Sohn erst nach dem 6. Monat Brei gegeben. Einfach mal mit dem Kinderarzt sprechen oder mit der Hebamme. Die sollten es am besten wissen.

naja hipp verdient ja gut daran und je eher, desto besser. die mussten das alter ja sogar hochsetzen auf ab dem 4. monat, wobei das immer noch viel zu früh ist. man sollte schon bis zum 6. moant damit warten, unabhängig davon ob man stillt oder nicht. babys können im 1. lebensjahr ausschließlich von muttermilch oder einer guten flaschennahrung satt werden. meist werden auch wachstumsschübe, in denen die babys mehr trinken, falsch gedeutet und man behauptet viel zu schnell, die kleinen werden nicht mehr satt, das ist totaler quatsch, denn milch ist um einiges nahrhafter und sättigender als ein gemüsebrei;-)
Wir haben früher ab dem 3. Monat feste Nahrung bekommen. Und wir sind alle ganz gut gediehen. Warum sollte die Hipp-Empfehlung blöd sein? Ich denke, man kann es am Kind erkennen, wenn es andere Nahrung braucht. Manche wollen vom Tisch haben, andere Melden sich nach der Flasch schon bald wieder oder man muß auf einmal wesentlich häufiger ein Fläschchen machen. Wenn amn Stillen kann, dann sollte man froh sein udn es genießen so lange es geht, aber ab dem 4. Monat beginnt sich dass Verdauungssystem zu entwickeln und wenn man zu lange mit der Gabe fester Nahrung wartet, dann kann man sich die Allergien auch selber ziehen. Was der Körper zu seiner zeit nämlich nicht bekommt, das kann er dann auch nicht verarbeiten und beginnt darauf zu reagieren. Also, wenn in der Familie eh schon Allergien bekannt sind, dann kann man ja vorsichtig beginnen, weiter Milch in welcher Form auch immer geben und das Kind genau beobachten. Es gab auch zeiten, da hatte man noch gar keine Säuglingsnahrung...
jaguar4 am 26. August 2007 22:10 kein guter tipp
Schuggi5599 am 26. August 2007 22:26 Arbeitest Du für Hipp? Anders kann ich mir Deine Antwort kaum erklären.
Gerade bei Allergiegefährdung wird empfohlen, mindestens ein halbes Jahr zu stillen. Gestillte Kinder haben weniger Allergien, auch (bzw. grade dann) wenn sie lange gestillt werden.
Und zu der Aussage "Wir haben früher ...blabla... und sind auch ganz gut gediehen..." Nu hör aber auf, früher wurden die Kinder jeden Tag gebadet, sind auch gut gediehen und trotzdem weiß man heute, daß es für die Haut besser ist, wenn die Minis nicht so oft gebadet werden. Nur weil etwas früher gut funktioniert hat, muß es nicht unbedingt richtig sein.
sternchenausdd am 27. August 2007 08:06 ich wurde 13 monate und mein schatzi wurde 12 monate gestillt und wir sind mit allergien beladen. den 1. heuschnupfen-sommer habe ich schon vor meinem 2. geburtstag erlebt. die schwester von meinem schatzi wurde nicht gestillt und hat keine allergien und so habe ich das in der form schon sehr häufig erlebt. und es gibt auch noch andere forschungen zum thema stillen, nicht nur die der who und die haben andere ergebnisse, vorallem was langzeitstillen und allergien betrifft. deshalb finde ich den tipp, dass allergiker lange stillen sollten nicht so gut! am interessantesten sind die zwillingsstudien aus kanada, aber da kannst du ja selbst mal googeln.
Neuste Studien zeigen, dass auch sechsmonatiges Stillen Allergien nicht verhindern kann. Kinder die 6 Monate gestillt wurden bekommen genauso häufig Allergien wie welche die bereits ab dem 5. Monat Beikost bekommen. Wie bei allen Ratgebern, was Kinder betrifft, muss man hier seinen Instinkt folgen. Vor 10-20 Jahren wurde auch die Bauchlage für Babies empfohlen, um sie vor dem plötzlichen Kindstod zu bewahren. Neuere STatistiken zeigen eben das Gegenteil und nun wird die Rückenlage empfohlen. Genauso ist es auch mit Beikost oder nicht Beikost.... es ist alles bloß Statistik!! Die richtigen Wirkungszusammenhänge sind nicht erforscht und können vermutlich nicht erforscht werden.
Also würde ich empfehlen: wenn sich Dein Kind ab dem 5. Monat für Essen interessiert (wenn es ganz aufmerksam uns beim essen zuschaut), dann kannst Du es ausprobieren. Im schlimmsten Fall spuckt es das ganze einfach wieder aus. Wenn Du vor dem 7. Monat anfängst, solltest Du die Steigerung mit der Breimenge und Variabilität noch einschränken - nicht zu viel auf einmal.
Btw: ich glaube, Leberwurst für Kinder unter einem Jahr enthält wesentlich mehr Keime als ein gekauftes Gläschen, das den strengsten Qualitätskontrollen unterliegt. Warum sonst soll man Leber nicht in der SS essen?
Grundsätzlich soll jeder seinem Instinkt vertrauen und dann anfangen, wenn er es für richtig hält.