vlaardingen am 24.07.2007 um 16:12 Uhr
merkt man das an den wolken?
schon mal im deutschen museum in münchen gewesen? da hängt ein riesiges pendel von der decke, das den ganzen tag hin und her pendelt. aufgrund der drehbewegung der erde bewegt es sich jedoch nicht immer von a nach b, sondern erreicht innerhalb eines tages mehr oder weniger alle punkte, die auf einer kreisbahn liegen, weil das pendel zwar immer hin und her schwingt, sich die erde darunter jedoch dreht.

Lach...Wenn ich weiter nach Süden komme, wird mir etwas schwindlig. Wahrscheinlich wegen der größeren Dreh-Geschwindigkeit der Erde in Äquatornähe. Sind ja immerhin 42 000 km/Tag.
fender am 24. Juli 2007 19:31 Und wenn die Wolken schnell über einem vorbeiziehen, dreht sie sich noch schneller !

vor allem und am leichtesten am lauf der sonne: sie wandert scheinbar über den horizont, dabei ist es die erde, die sich dreht. die sonne steht still, denn sie ist ein fixstern.
auch die sternbilder am nachthimmel wandern mit der erdrotation. der mond hat jedoch eine eigene umlaufbahn.
an den wolken kann man die erdbewegung eher nicht erkennen, denn es gibt stürmische tage und windstille tage, an denen sich die wolken entsprechend langsam oder schnell bewegen - aber die erdgeschwindigkeit bleibt immer gleich!
Das lässt sich z. B. mit einem Foucaultschen Pendel nachweisen. Du kannst Dich auch am Äquator und einem Pol wiegen, das Gewicht ist aufgrund der Zentrifugalkraft unterschiedlich.

Ein paar leicht beobachtbare Phänomene der Erde als Planet:
Die Kugelgestalt der Erde lässt sich am leichtesten an der Küste beobachten. Mit einem Fernglas kann man sehen, dass ein Schiff nicht einfach immer kleiner wird, je weiter es sich von der Küste entfernt, sondern es versinkt gewissermassen hinter dem Horizont. Die Masten sieht man am längsten. Ebenso kann die Kugelgestalt der Erde bei einer Mondfinsternis erkannt werden. Der Vollmond wird dann im Laufe einer Stunde vom kreisförmigen Schatten der Erde geschluckt.
Die Drehung der Erde um ihre eigene Achse äussert sich im Wechsel von Tag und Nacht. Während der Nacht lässt sich auch verfolgen, dass die Sterne auf- und untergehen. Oder man beobachtet, wie sich der grosse Wagen im Laufe der Stunden scheinbar um den Polarstern dreht. Auch die nach einem Interkontinentalflug notwendige Umstellung der Uhr auf eine andere Lokalzeit ist eine Folge der Kugelgestalt der Erde und ihrer Drehung um sich selbst. Es geht in jedem Augenblick irgendwo auf der Erde die Sonne auf oder unter. Wenn man möchte, dass um 12 Uhr wenigstens einigermassen die Sonne im Mittag steht, so muss man notwendigerweise Zeitzonen einführen. Sonst muss man in Kauf nehmen, dass in Amerika der kleine Zeiger auf 8 Uhr (20 Uhr) steht, wenn Mittagspause ist.
Auch der Wechsel der Jahreszeiten, und dass je nach Jahreszeit andere Sterbilder den Abendhimmel schmücken, ist eine Folge unserer Bewegung um die Sonne. Wer etwas Geduld aufbringt, kann im Laufe von Wochen die Oppositionsschleife eines Planeten verfolgen. Diese scheinbare Bewegung der Planeten vor der Kulisse der Sternbilder lässt sich sehr elegant mit dem heliozentrischen Weltbild erklären.

Silberdistel hat das entscheidende Stichwort gegeben: die Coriolis-Kraft.
In der Physik unterscheidet man zwischen gleichförmig bewegten Bezugssystemen (Inertialsystemen) und beschleunigten Bezugssystemen. Wenn eine Masse in einem Inertialsystem ruht, so erfährt sie definitionsgemäss keinerlei Trägheitskraft. In einem beschleunigten Bezugssystem wirkt dagegen auf jede Masse eine sogenannte Scheinkraft, die als Reaktion auf die Führungskraft zu verstehen ist.
Die rotierende Erde ist ein Beispiel für ein beschleunigtes Bezugssystem. Man beobachtet zwei Komponenten der Scheinkraft, die Zentrifugalkraft und die Coriolis-Kraft.
Auch wenn wir keine anderen Himmelskörper beobachten könnten, so würden uns die Scheinkräfte verraten, dass wir uns drehen.
Die Zentrifugalkraft wird an der Erdoberfläche durch die Erdanziehung überkompensiert. Sie ist daher nicht direkt zu beobachten. Die Coriolis-Kraft hat jedoch einige interessante Effekte zur Folge:
das bereits erwähnte Foucault-Pendel,
die unterschiedliche Umlaufrichtung von Wirbelstürmen auf der Nord- und Südhalbkugel,
die einseitige Abnutzung von Bahnschienen, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen.
Natürlich können wir die Erdrehung auch in Relation zu anderen Himmelskörpern erkennen, die täglich auf- und untergehen. Auch Ebbe und Flut entsthen durch das Wechselspiel der Erdrotation und der Gravitation des Mondes.

Nein, nicht an den Wolken, sondern an Sonne, Mond und Sternen.
Oskar Momo am 24. Juli 2007 16:22 bei denen könnte man doch sagen, dass die sich bewegen... und nicht "wir" uns
ich, und bei den wolken kann man das nicht so sagen? ^^
Oskar Momo am 24. Juli 2007 16:53 da kann man sich aber noch per Logik zusammenbauen, dass die sich durch Wind bewegen :-) Wenn Sturm von Osten aus ist, bewegen die sich im seltensten Fall nach Osten.. :-)
silberdistel am 24. Juli 2007 18:36 An den Wolken (großräumig) sieht man es doch !
Auf der Nordhalbkugel drehen alle Wettersysteme linksherum.
"Google" mal unter "Corioliskraft"
Gruß
Silberdistel

Wenn der tag 'Coriolis-Kraft' von Vlaardingen stammt, hat er uns mal wieder vergackeiert!
münchen ist mir zuweit weg..ich finde sowas intressant