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Woran liegt es, dass frühes Aufstehen als eine Art positive Leistung bzw. Lebensart bewertet wird?

gefragt von bettyboo am 19.09.2007 um 11:41 Uhr

Es ist doch mittlerweile erwiesen, dass der Mensch in Herrgottsfrühe noch nicht wirklich leistungsfähig ist. Im Augenblick gibt es wieder eine Diskussion darum, den Schulbeginn nach hinten auf ca. 9 Uhr zu verlegen, weil man z.B. festgestellt hat, dass Schüler regelmäßig schlechtere Noten schreiben, wenn sie schon um 7:30 Uhr eine Arbeit schreiben müssen. Dennoch gilt es immer noch als "gut", wenn man vor 8 Uhr aufsteht. Ich komme erst ab 10 Uhr auf Touren, wenn ich vorher Leistung bringen soll, brauche ich länger, bin unkonzentriert und mache schneller Fehler. Ich meine damit nicht, dass ich erst um 10 Uhr aufstehen möchte, obwohl das natürlich super wäre.

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Müdigkeit x 429 Uhrzeit x 274 Aufstehen x 156 Leistungsfähigkeit x 33 Innere Uhr x 9

CrazyDaisy
beantwortet von CrazyDaisy am 19. September 2007 11:54
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Teenager sind fast immer "Eulen" und damit morgens tatsächlich leistungsschwächer, deshalb wäre es sinnvoll, den Schulanfang auf 9.00 zu verlegen. Kleine Kinder sind hingegen morgens sehr munter und wach! Erwachsene sind teils "Eulen", teils "Lerchen", ältere Menschen sind meist Frühaufsteher.

Leider hat es sich eingebürgert, dass jede Gruppe glaubt, die Weisheit für sich gepachtet zu haben. Ich kenne auch den Spruch: "Frühaufsteher sind morgens arrogant und abends dumm!" Dabei ist weder die eine noch die andere Lebensweise besser oder schlechter. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus und es ginge unserer Wirtschaft besser, wenn man sich danach richten dürfte.

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 19. September 2007 12:20

Seh ich auch so, verrücktes Gänseblümchen!


holodeck
beantwortet von holodeck am 19. September 2007 12:15
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Als chronischer Spätaufsteher von Kindesbeinen an - wenn ich vor 9.00 Uhr aufstehe habe ich entweder einen Billigflug, einen besch.... Job oder ein Problem - durfte ich mir jahrelang die Überlegenheitsparolen von Frühaufstehern anhören. Das hat mich lange zur Weißglut gebracht, bis ich mir überlegt habe, woher das wohl kommen mag.

Meine Erklärung: es handelt sich um ein altes Muster und Gedankengebäude aus grauer Vorzeit, als die Menschen noch keine künstlichen Lichtquellen hatten und überwiegend Landwirtschaft betrieben. Das zur Verfügung stehende Tageslicht mußte optimal ausgenutzt werden und chronische Spätaufsteher hatten halt im Winter nichts zu futtern und mußten auf Kosten der Gemeinschaft unterhalten werden. Was schon damals nicht sonderlich gut ankam.

Seither gebe ich immer zur Antwort: möchtest du vielleicht noch in einem Arbeiter- und Bauernstaat leben?

;-))

Kommentar von 9405f944767584a30d108d50a0131a4asmallKaffeesatz am 19. September 2007 12:55

Super Antwort. Ich ergänze: People who get up early cause death, war and famine ;-)

Kommentar von Ca4380175800475aca4ddf3d46ad6e7esmallDirkWalther am 19. September 2007 13:18

....ruhig bleiben, ...natürlich ist des Tieres Lebenszweck die Fortpflanzung, aber nun wiederum nur nachts. Alle Studien darüber basieren doch nur auf Meinungen von "Eulen" . Die innere Uhr basiert nach einer langen Nacht halt auf 10.00 Uhr. Das Leben hat schon angefangen!


anonym
beantwortet von elCommentatore am 20. September 2007 00:44
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Weil wahrscheinlich die meisten Frühaufsteher dies unfreiwillig sind   und   die meisten von ihnen genau dieses nicht zugeben wollen   und   deshalb die daraus resultierende innere Unzufriedenheit mit einer indirekten Selbstbelobigung zu kompensieren versuchen.


dock69
beantwortet von dock69 am 19. September 2007 11:53
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Es ist mir egal, wie das bewertet wird. Es ist jedenfalls erwiesen, dass es optimal ist, wenn man den Schlaf nach seiner inneren Uhr einrichtet. Ich stehe zwischen 9:30-10:00 Uhr auf - also, wenn die Sonne so gerade in mein Fenster scheint. Es kann ja auch nicht gut sein, wenn man aufstehen muss, obwohl der Körper noch schlafen will.


DirkWalther
beantwortet von DirkWalther am 19. September 2007 12:00
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...wenn ein Lehrer 7.30 Uhr eine Arbeit schreiben lässt, ist er unfähig. Wenn man nach 10.00 erst auf Touren kommt, hat man den Abend davor sehr intensiv gelebt. Beginnt man den Tag als "normaler Mensch" recht früh, ist man trotzdem frisch genug, um vollste Leistung zu bringen, wobei man ja auch schneller fertig ist und die beste Zeit des Tages genießen kann(abgesehen von Schichtarbeitern - die dir ja sowiso fremd sind). Menschen, die diese Studien machen, haben ein Rad ab und gehen nicht davon aus, dass diese Schüler, welche diese schlechten Noten schreiben, bis in die Puppen Computerspiele absolviert haben.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 19. September 2007 12:03

Wer keine "Eule" ist, kann wahrscheinlich nicht nachempfinden, dass man sich abends nicht zum Schlafen zwingen kann, wenn man nicht müde ist. Wir hatten in unserer Schulzeit dieselben Probleme - und da gab es noch keine Computerspiele und nicht mal ein Nachtprogramm im TV...

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 19. September 2007 12:08

So etwas kann wirklich nur jemand schreiben, der keine "Eule" ist.

Kommentar von Ca4380175800475aca4ddf3d46ad6e7esmallDirkWalther am 19. September 2007 12:29

...ich bin keine "Eule", ich bin auch nachts da, wenn man mich braucht. Aber ich merke schon, wenn unsere Lehrlinge zu spät kommen, den großen Ärger wie damals, gibt es nicht mehr...

Kommentar von Ca4380175800475aca4ddf3d46ad6e7esmallDirkWalther am 19. September 2007 12:17

Eulen ruhen am Tag. Sie gehen halt nur nachts auf Jagt. Der Mensch ist seit Jahrtausenden normalerweise anders beschäftigt. Kindern vielleicht einer Beschäftigung nachgehen zu lassen, die sie ein wenig zum Abend hin ermüdet, ist glaube ich, nicht zu konservativ.

Kommentar von Ca4380175800475aca4ddf3d46ad6e7esmallDirkWalther am 19. September 2007 12:40

...noch etwas dazu in den nachfolgenden Fragen: ...kann man was gegen Augenringe machen, ...Muskelzuckungen - hat es was zu bedeuten? .. ich glaube, "Eulen" sind nicht fit genug...


anonym
beantwortet von Vinc1 am 19. September 2007 13:09
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Ich denke es ist ein Frage der Gewohnheit. Bei der Diskussion um die Verlegung des Schulbeginns sollte man die berufstätigen Mütter/Väter nicht vergessen.


Vollstrecker
beantwortet von Vollstrecker am 19. September 2007 11:46
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Mal ehrlich, kommt es wirklich auf die Aufstehzeit an? Ich würde sagen wichtiger ist die ins Bett geh Zeit. Wenn ich wüsste das ich morgens um 10 Uhr aufstehen müsste würde ich nicht vor 12 Uhr ins Bett gehen und wäre wahrscheinlich genauso Müde wie jetzt jeden Morgen.


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 19. September 2007 23:29
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Das ist eine deutsche Tugend.


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