Frage von boriswulff 19.02.2012

Woran liegt es, dass die meisten Filme schlechter sind als die Romane, die als Vorlage dienten?

  • Antwort von PeVau 19.02.2012
    20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke, das liegt in der Natur der Sache. Filme können immer nur die Umsetzung eines Extrakts des Buches sein. Ein großer Teil geht also schon mal deshalb verloren, weil ein Roman auf kinotaugliche Länge gestutzt werden muss.

    Dann sehen wir die filmische Umsetzung des Romans aus der Sicht des Drehbuchschreibers und des Regisseurs. Das muss nicht zwingend mit dem eigenen Kopfkino übereinstimmen, das ablief, als man selbst den Roman gelesen hat.

    Dann kommen noch die Produzenten hinzu, die zusehen müssen, dass das ganze auch ein kommerzieller Erfolg ist. Da kann es eben auch passieren, dass Zwecks Massenkompatibilität Figuren und Szenen gestrichen oder auch hinzugefügt werden, samt dazugehörigem Beziehungsgeflecht (Eine Liebesgeschichte gehört in fast jeden Hollywoodfilm.) Bestimmte Szenen sind nicht kinotauglich, weshalb sie entfallen.

    Drehbuchautoren sind also schon aus den genannten Gründen gegenüber den Romanautoren im Nachteil. Ich glaube nicht, dass sich daran viel ändern lässt.

    Deshalb meide ich Verfilmungen von Romanen, die ich selbst gelesen habe. Da kann man eigentlich nur enttäuscht werden. Wenn überhaupt, empfehle ich den umgekehrten Weg: Erst den Film, dann den Roman.

  • Antwort von MerveManeater94 19.02.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In Büchern kann man Gedanken und Gefühle besser nachvollziehen, in Filmen nicht. Gute Frage.

  • Antwort von Avanina 19.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Buch werden die Gefühle und Gedanken der Protagonisten sehr genau beschrieben - das geht im Film sehr schlecht. Manche Szenen sind entweder schwer nachzustellen oder wären schlichtweg sittenwidrig. ( ich denke gerade an ES von Stephen King zB.). Auch finanzielle Hürden sind zu nehmen, die man als Buchautor ja nicht hat. Es ist sehr schwer, alles so zu machen wie im Buch, zumal ja auch bei jedem Leser noch eigene Phantasie mitspielt, was ja auch das tolle am Lesen ist. Ein Film , sei er auch noch so gut wird nie ein Buch ersetzen können und das ist auch sehr gut so.

  • Antwort von kingofjerks 19.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weil du beim Lesen Kopfkino siehst und du deine persönlichen Bilder siehst. Das kann dir kein Regisseur bieten. Ein kleiner Versuch den du mit deinen Freunden anstellen kannst. Nimm drei gewöhnliche Begriffe wie Apfel, Haus Auto oder so. Und dann soll jeder mal erzählen, wie sein Haus, Auto und Apfel aussahen.

    Desweiteren unterliegen Roman und Spielfilm unterschiedlichen Regeln, weshalb für den Film viele Details und kleine Geschichten gegenüber der dem Roman wegfallen müssen.

  • Antwort von OySashaOy 19.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke es liegt gar nicht daran dass die Filmer schlechter sind - es liegt eher daran dass man sich alles anders Vorgestellt hat. Dass man dachte dass dieser und dieser Character anders wäre und dass eine Location anders wäre.. Man hat sich sozusagen im Kopf schon einen Film ausgedacht und ist demnach oft Enttäuscht wenn der wirkliche Film nicht so wie der Film im Kopf ist.. Wenn man erst den Film Kuckt und dann das Buch liest ist es meist so,dass man sich die Figuren im Buch gleich mit den Figuren im Film vorstellen kann.. Und man weiß wie was aussieht,deswegen steht man dem Buch meist Neutral gegenüber oder denkt das Buch wäre schlechter... Außerdem kann man Gefühle in einem Buch viel besser beschreiben als in einem Film Darstellen.. In einem Buch kann man schreiben wie eine Person sich fühlt und was sie denkt. In einem Film kann man oft nur Erahnen was eine Person fühlt..Auch wenn es als Hintergrundkommentar gesagt wird - im Buch kann man es einfach besser beschreiben und man kann sich besser in die Figur rein versetzen..

  • Antwort von CarisAdnavi 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    PeVau hat es schon weitestgehend gesagt, ein 8. DH von mir dafür. Aber ich möchte einwerfen, dass es wirklich nicht so ist. Sehr viele Filme sind genauso gut oder haben nocheinmal einen ganz anderen Charme, für sich genommen.

    Ich lasse mich von vielen Filmen inspirieren, was für ein Buch ich als nächstes lese.

    Beispiele:

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring

    Das Bildnis des Dorian Gray

    Das Parfum

    Jane Eyre

    Die Welle

    uvm

  • Antwort von Fedoka 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Bei den Filmen geht es nur noch um das geld, bei den büchern liegt es auch oft am spaß an dem schreiben.

  • Antwort von anneele 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du hast "innere Bilder" beim Lesen, die sind für dich viel faszinierender und realer als das, was sich Filmemacher ausdenken können; die sin sind an bestimmte Filmlängen gebunden, müssen auswählen aus der Fülle des Stoffes (wenn es ein guter Roman ist).
    Aber für mich ist es immer wichtig, wie die Figuren vor MEINEM inneren Auge aussehen, das passt ganz selten zu dem, was dann auf der Leinwand erscheint. Hat mehr Weite und Farbe. Manche Filme lassen sich auch viel Zeit beim Entwickeln der Charaktere, das wirkt dann überzeugend.

  • Antwort von Schnabeltier555 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man kann mit Worten manche Dinge einfach besser und vielschichter ausdrücken als mit Schauspielerei. Gefühle/ Gedanken sind z.B. viel differenzierter darstellbar. Wobei ich denke, dass es auch eine Rolle spielt ob man zuerst den Film gesehen oder das Buch gelesen hat. Wenn man ein Buch liest, entwickelt sich eine gewisse Vorstellung bezüglich der Charaktere, der Schauplätze usw. Dem muss ein Film dann erst mal gerecht werden. Sieht man aber den Film zuerst, dann ist man 'offener' und wahrscheinlich auch unkritischer. Ob man die Umsetzung in Filmen generell verbessern kann weiss ich nicht.

  • Antwort von SuomiRock 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mit einem Buch hast du mehr Kreativitaet in deinem Kopf, die du ausleben kannst.. du stellst Szenen zu deinen Werken zusammen.. und mit sowas kann kein Film der Welt mithalten.

  • Antwort von cuckoo 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vllt sind die Filme ja gar nicht wirklich schlechter, sondern erfüllen nur nicht deine Erwartungen, wenn du das Buch zuvor gelesen hast, und der Drehbuchautor andere Bilder vor Augen hat als du ;)

  • Antwort von Pegasus92 19.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In Büchern, kann man alles wesentlich ausführlicher und detaillierter darstellen, als in den 90 Mins eines Filmes.

  • Antwort von AnneBonny 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das hat in der regel absolut nicht mit den Drehbuchautoren zu tun, sondern mit den Lesern, der Bücher, die danach den Film gucken.Beim lesen läuft ein innerer Film ab und ganz egal wie detailliert die Autoren schreiben, dieser Fil ist bei jedem anders. Aber jeder erwartet genau seinen Film im Kni zu sehen. Das ist nun einmal schlecht möglich. Und außerdem lässt sich nicht alles in einem Film wiedergeben. In einem Buch können innere Moniologe etwas fantastisches sein undüber viele Seiten gehen. Aber in einem Film...

  • Antwort von Bloodsuckerin 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil die Gefühle der Figuren mit Worten besser beschrieben werden können als mit Bildern. Der Schauspieler kann die Gefühle zwar darstellen, aber man weiß meistens nicht, was der Figur durch den Kopf geht.

  • Antwort von Myraljen 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die meisten Menschen haben bereits beim lesen ein Bild von den Personen und der Umgebung, und weil dieses Bild bei jedem anders aussieht wird man es bei der Verfilmung eines Buches nie allen recht machen können.

    Die Drehbuchautoren sind nicht alleine Schuld, auch das noch so gute Drehbuch kann durch einen unlogischen Ablauf oder unfähige Schauspieler verhunzt werden und eine noch so perfekt gespielte Mittelalterszene sieht nicht echt aus wenn die Kostüme aussehen wie auf der Faschingsparade....

    Es gibt keinen Weg, die Qualität der Filme zu erhöhen, außer regelmäßig ins Kino zu gehen um die Filmindustrie zu stärken, aber auch dann werden Filme Geschmackssache bleiben.

  • Antwort von FabsterLP 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist ne ganz einfache erklärung wenn du ein buch ließt stellst du dir alles selber vor zb. wie die hauptfigur zum beispiel eragon dass buch hat über tausen seiten wie willst du soviel material in einen 2 stunden film packen

  • Antwort von annnniii 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    es ist schwierig ein ganzes buch in einen film zu paken

    sehr gute frage

  • Antwort von pizzathom 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das liegt wohl daran, dass es ziemlich schwierig ist die gesamte Geschichte eines Buches in einem Film zu packen.

  • Antwort von dollgar 19.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    so ein buch "läuft"

    ja auch länger und deine phantasie kann sich austoben...

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