Woran liegt es, dass die meisten Atheisten eine Religion besser kennen als ihre Anhänger selbst?

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23 Antworten

Grüß Dich iLAiiZZoR!

Die Antwort ist so einfach wie logisch. Atheist ist man nicht aus einer Laune heraus und die meisten Atheisten sind auch nicht fundamentalistisch und areligiös, sondern lehnen nur Gott in herkömmlich gedachter Form ab (persönlich gedachter Gott und das ebenso damit zusammenhängende Dogma).

Atheisten sind allgemein der Ansicht, das man sich im religiösen Bereich mit dem, was man ablehnt, beschäftigen sollte. Nur so hat es Sinn, sich für den Atheismus zu entscheiden. Als Atheist hat man ja die Wahl getroffen, weil man sich damit beschäftigt hat.

Dann ist klar, das sie im Prinzip mehr darüber wissen, als diejenigen, die sich unkritisch und wie Schafe in der Herde ihren religiösen Leithammeln folgen. Sie sind zudem davon überzeugt, das in ihrem religiösen Glaubensgebäude die Wahrheit schlechthin ruht, ohne auf die inneren Widersprüche zu achten bzw. sie sich bewusst werden zu lassen oder gar danach zu suchen..

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:22

Sehr überzeugende Antwort, Danke.

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Weil Atheisten Menschen sind, die sich mit Religion auseinandersetzen und auch mal so einiges nachlesen. lg Lilo

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Kommentar von JTKirk2000
28.04.2016, 12:57

Dazu gibt es auch genug Gegenbeispiele.

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Dies denke ich trifft nicht auf alle Atheisten zu, auf mich aber schon, denn vom wechsel zum Atheismus und Humanismus und Menschenrechtler war ich vorher Christ der sich intensiv mit dem Christentum befasst hat, d.h. ich habe die Bibel gelesen, Gottesdienst besuch usw. Hab dann aber Gott sei Dank ( Mensch sei Dank ) ;) festgestellt, das der Humanismus ein Weg ist, welcher mir persönlich besser gefällt und Zeitgemäß ist.. 

Allgemein war ich einfach mit der Homosexuellenpolitk und die Stelle der Frau im katholischen nicht einverstanden.  

Das war auch einer der Hauptgründe warum ich überzeugter Atheist geworden bin. 


LG 
Julius


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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:32

Danke für die Antwort, hilft echt weiter :)

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Weil sie sich informieren.

Viele Atheisten setzen sich intensiv mit dem Thema Religion auseinander, weil sie neugierig sind und weil sie wissen wollen womit sie es zu tun haben. Sie informieren sich, teilen Informationen, Theorien und Kritiken und lernen.

Die meisten Gläubigen (egal welcher Religion) leben von ihrer jeweiligen Religion das was ihnen beigebracht wurde von Seiten der Eltern und des Umfeldes. Sie lernen nicht, weil sie glauben schon alles zu wissen, das ist das was ihnen eingeredet wird.

Viele Atheisten arbeiten wissenschaftlich, was bedeutet dass sie Unwissenheit und Fehler eingestehen können und daran arbeiten diese Mängel auszubessern. Diese Art des arbeitens (lernens) ist vielen Gläubigen, im Besonderen bezogen auf ihre Religion fremd, weil das nicht das ist was die Religion ihnen beibringt.

Wie ich immer sage:

Wissenschaft fördert die natürliche Neugier der Menschen, Religion erstickt sie.

Da sollte es dann auch nicht verwundern, dass sich viele Atheisten besser mit den Religionen auskennen als ihre Anhänger.

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Kommentar von Garfield0001
28.04.2016, 13:15

ich bin Christ und auch sehr neugierig.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:25

Sehr gute Antwort.

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Ich als Atheistin (aus Überzeugung und ich war niemals gläubig) würde jetzt nicht behaupten, dass ich mich über Religion besser auskenne.
Aber etwas Ahnung habe ich dann schon, was spätestens wenn jemand mich "bekehren" will praktisch wird.
Wie schon gesagt wurde, weiß ich schon einiges über Widersprüche in verschiedenen Religionen und eben Begründungen warum ich eben Atheistin bin.
Man setzt sich eben objektiv und kritisch mit den Inhalten auseinander. Ich denke so einige, nicht alle, wirklich Gläubige machen das einfach nicht.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:08

Bin da ganz deiner Meinung.

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Kommentar von Garfield0001
28.04.2016, 13:11

ich setze mich sehr wohl mit meinem glauben (nicht: Religion) auseinander. ich höre gern kritische Argumente.

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Kommentar von Maybewrong
28.04.2016, 13:13

Ich habe ja auch nicht gesagt das es nicht so wäre.
Wenn ich mich selbst zitieren darf "Ich denke so einige, nicht alle, wirklich Gläubige machen das [sich kritisch mit dem Glauben auseinander setzten] einfach nicht. "

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Da Atheisten in der Schule oft in Katholischen Unterricht mitmachen müssen, beispielsweise Ich. Allerdings labert die Lehrerin, die eine Vorleserin der Gebete (Evangelium etc) ist, dass doch alle nicht katholischen Leute 'idioten' sind. Sie will umbedingt ihre Meinung und Interessen andere auftreten. O' Ich dachte ich wäre schon bei einem Haustürgeschäft. 

Ich habe eine 1 bevor ich zu dieser Schule gewechselt immer gehabt da ich alles im Unterricht mitbekommen habe. Die Gläubigen haben oft schlechter abgeschnitten. Ziemlich fragwürdig. Die meisten lesen nicht mal die Bibel und fast jeder geht nicht Sonntag zur Kirche. "Glauben" die Menschen an Gott nur weil sie es nicht glauben können, dass sie nach dem Tod PUFF machen? Oder lassen sie sich nur von den Mainstreamriver sich wegfließen lassen?

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Kommentar von iLAiiZZoR
29.04.2016, 12:59

Denke eher letzteres. Bei mir in der Schule war das übrigens genau so :D

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Ich bin Atheistin. Meine Eltern sind beide katholisch, ich bin also mit dem christlichen Glauben aufgewachsen, habe aber noch nie daran geglaubt. Deshalb kenne ich mich ziemlich gut aus, obwohl ich niemals daran glauben würde.

Ich denke auch, dass sich Atheisten eher mit Widersprüchen auseinandersetzen, also sich darüber informieren, was sie für nicht richtig halten.

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Kommentar von iLAiiZZoR
29.04.2016, 12:55

Kann gut sein, ja.

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Was heißt schon: "besser kennen"? Es stimmt schon, oft kennen die Anhänger einer Religion diese gar nicht im Detail. Dazu Karl Rahner: "Gott sei Dank gibt es das, was 85% der Menschen unter Gott verstehen, nicht!" Oder so ähnlich.

Auf der anderen Seite aber atheistische Kritik als "bessere Kenntnis" einer Religion auszugeben, halte ich für anmaßend und einigermaßen arrogant. Nach meinem Dafürhalten kann man in der Religion und im Glauben nie genug wissen. Da nehmen sich Atheisten und 85% der Gläubigen beide nichts.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:10

Es ist ja nicht mal nur Kritik, ich sage auch nicht, dass es jemand gibt, der alles darüber weiß, aber es ist überwiegend so, dass Atheisten in Diskussionen über deutlich mehr Hintergrundwissen über eine Religion verfügen als die Anhänger selbst, und das ist das, was ich gemeint hab.

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Wenn es um die Praxis geht, also z.B. Gebete auswendig zu sprechen, wissen natürlich die Gläubigen besser bescheid als die Atheisten, die schon länger ausgetreten sind. Diese Praxis ist für Gläubige sehr wichtig.

Für Atheisten zählen hingegen Widersprüche in der Theorie einer Religion. Diese Theorien sind für Atheisten sehr wichtig, damit begründen sie ihre Ablehnung.

So wissen also Gläubige besser über die gelebte Praxis bescheid, Atheisten besser über die Widersprüche in der Theorie, je nachdem wofür sie sich Interessieren und Beschäftigen.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 12:56

Stimmt schon. Viele Gläubige (zumindest in meiner Umgebung) versuchen, Atheisten von ihrem Glauben zu überzeugen. In so einer Diskussion ist es (zumindest laut meiner Erfahrung) so, dass das Wissen über das Beten o.Ä. recht unbrauchbar ist.

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Sie sind sehr realistisch und haben sich mit dem Thema befasst und auseinandergesetzt, um festzustellen, dass diese Religion (und auch andere Religionen) nichts für sie ist. Deshalb sind sie ja Atheisten geworden .... aus gutem Grund.

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Ich kenne kaum wirkliche Atheisten - und die, die es von sich sagen, wenn sie mir begegnen, haben kaum eine Ahnung von meiner Religion (Christentum), schwadronieren aber nach Kräften, wie fürchterlich die doch ist. In aller Regel kolportieren sie dabei kein Wissen sondern nur Vorurteile und Gerüchte, die sie irgendwo aufgeschnappt oder aus Büchern gefischt haben, die sich nur sehr oberflächlich mit Religion beschäftigen.

Wirkliche Atheisten haben es nicht nötig, eine Religion niederzumachen, Gläubige zu ihren Ansichten zu bekehren oder sie schlicht für dumm zu verkaufen. Denn sie wissen, daß sie einen Weg zurückgelegt haben, der sie zu ihrer Auffassung geführt hat, so wie die anderen einen Weg gegangen sind, der sie zu jener Auffassung geführt hat. Solche Leute sind seltene Perlen und ich korrespondiere oder rede mit ihnen -zig mal lieber als mit denen, die nur ihren Religionshaß pflegen, indem sie anderen ans Bein pinkeln. Gruß, q.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:21

Davon gibt es auch sehr viele, das stimmt leider.

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Könnte daran liegen, dass (so kenne ich es von mir) Atheisten sich sehr genau mit Religionen beschäftigt haben. Meist aus Zweifel an dem was sie so in der Kindheit gelernt haben.

Ein Atheist ist meist aus eigenem Denken zum Atheismus gekommen. Will heissen er hat sich intensiv damit beschäftigt.

Während viele Gläubige einfach mal glauben, weil ihre Eltern schon gläubig waren, oder weil es immer so war, usw.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 12:50

Super Antwort, Danke.

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Kommentar von GermanMuslima95
28.04.2016, 13:07

oder die Eltern waren Atheisten und man kommt durch eigene Suche und eigenes Denken zu einer Religion.

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Dass die "meisten" Atheisten sich gut in Religion auskennen, entspricht in keiner Weise meiner Erfahrung. Einzelne kennen sich in der Tat ausgezeichnet aus - vermutlich weil sie sich ehrlich für das Thema interessieren. (Ob sie sich manchmal wünschen, doch glauben zu dürfen, will ich ihnen nicht unterstellen.)

Was es allerdings gerade im Internet stark gibt, sind Atheisten, die sehr wenig von Religion wissen, dafür ein Buch von Dawkins oder einen ähnlichen Flachwurzler gelesen haben und meinen, sich jetzt gut auszukennen. diese sind meist sehr mühsam, weil sie von ihrer vermeintlichen Wahrheit überzeugt sind und nicht fähig sind, Argumente überhaupt wahrzunehmen. 

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:51

Ok, die meisten ist echt übertrieben, meiner Erfahrung nach aber viele, oder ich befinde mich einfach in dem Umkreis von denen, die sich gut damit auskennen, kann ja auch sein. Dem zweiten Absatz muss ich leider zustimmen.

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Kommentar von hamking
28.04.2016, 17:58

diese sind meist sehr mühsam, weil sie von ihrer vermeintlichen Wahrheit überzeugt sind und nicht fähig sind, Argumente überhaupt wahrzunehmen.

LOL. Echt lustig. Ich mache genau die gleiche Erfahrung bei Gläubigen.

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Es gibt eben Atheisten, die eher kritisch gegenüber einer Religion sind und sich deshalb auch über sie informieren wollen.

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Kommentar von iLAiiZZoR
29.04.2016, 12:57

Stimmt wohl, danke.

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Na weil sie es sind die durch die Tore der Hölle schreiten werden um alle Hoffnung fahren zu lassen und in Ewigkeit die 7 Kreise der Hölle durchschreiten werden. Sie sind es die im Inferno für ihre Todsünden brennen.

spass bei Seite.
Ich weiß nicht warum das so ist, ist es denn so?

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 12:45

Von dem, was ich erlebt habe ist es so. Zumindest war ich in viele Diskussionen verwickelt, in der viele Gläubige fast nichts über ihre Religion wussten.

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Ist das tatsächlich so?

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 12:41

Kommt mir in Diskussionen so vor, zumindest von dem, was ich bisher erlebt hab.

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Weil sie  selbständige, kritische Denker sind und sich nicht vom Kollektiv führen lassen.

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Kommentar von Garfield0001
28.04.2016, 13:15

... das bin ich auch. deshalb bin ich Christ

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Welche zum Beispiel? Ich kenne zumindest eine Religion, von der Außenstehende nur glauben, so einiges zu kennen, wobei sie sich aber auf dem Holzweg befinden.

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Kommentar von iLAiiZZoR
28.04.2016, 13:00

Kann hier als Beispiel nur den Islam nennen, keine Ahnung wie das bei anderen Religionen ist. Ich habe bisher nur mit Muslimen diskutiert, die dann nach kurzer Zeit entweder nur noch Argumente hatten die sich selbst widersprechen oder nur "So haben es aber viele gelernt, also kann es ja nicht falsch sein" sagen.

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das liegt daran, dass sie alles hinterfragen, auch andere vorhandene quellen nutzen und nicht nur blind glauben................:)

die wahrheit liegt buchstäblich vor den augen der gläubigen, aber er will gar nicht wirklich wissen, er will nur glauben und wenn man mit echten beweisen seinen glauben gefährdet, geht er manchmal sogar über leichen...............:)

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Kommentar von iLAiiZZoR
29.04.2016, 13:00

Das stimmt, ja :D

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Das kommt dadurch, dass die meisten Atheisten die Bibel auch wirklich gelesen haben.

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Kommentar von Garfield0001
28.04.2016, 13:16

ich könnt hier auf Arbeit eine Umfrage machen unter den Atheisten. ich glaube, die wenigsten haben die Bibel (tatsächlich) gelesen

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Kommentar von Garfield0001
28.04.2016, 13:16

... und verstanden

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