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Woran kann man erkennen, dass ein Jodmangel vorliegt?

gefragt von huguehugue am 05.06.2007 um 10:47 Uhr

Gibt es Anzeichen, die vermitteln, wann ein Jodmangel vorliegt?


Reply


manuelfunk
beantwortet von manuelfunk am 5. Juni 2007 10:59
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Geringer Iodmangel verursacht zunächst keine Symptome. In Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren kann es aber zu einer Beeinträchtigung der Hirnentwicklung mit resultierenden Entwicklungsverzögerungen (Motorik, Sprache, Verhalten, Aufmerksamkeit und Intelligenz) kommen. Der über Jahrzehnte beständige Wachstumsreiz auf das Schilddrüsengewebe kann einen Kropf verursachen, Schilddrüsenknoten oder krankhaft erhöhte Hormonproduktion.

Ausgeprägter Iodmangel kann eine Unterproduktion von Schilddrüsenhormon verursachen, allerdings kommt dies in Mitteleuropa aufgrund der gestiegenen Iodaufnahme praktisch nicht mehr vor. Hauptursache für Unterfunktionen ist heute die Hashimoto-Thyreoiditis, die nicht auf Iodmangel beruht, sondern von einer Überversorgung mit Iod tendenziell begünstigt wird. Früher drohten bei mangelversorgten Müttern auch Fehlgeburten und Fehlbildungen des Kindes. Kleinkinder konnten unbehandelt an schweren Entwicklungsstörungen leiden (Kretinismus).

http://de.wikipedia.org/wiki/Jodmangel


anonym
beantwortet von Auskunft am 5. Juni 2007 11:08
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Die Symptome eines Jodmangeln, der zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) führt, zeigen sich meist schleichend, sodass man anfangs keine Beschwerden wahrnimmt.

Erst bei einer stärkeren Unterfunktion klagen die Betroffenen über:

Müdigkeit

Antriebsarmut

Wachstums- und Entwicklungsstörungen bei Kindern

Gesteigertes Schlafbedürfnis

Konzentrationsstörungen

Kälteempfindlichkeit

Verstopfung (Obstipation)

Die Betroffenen sind insgesamt in Aktivität und Aufmerksamkeit verlangsamt.

Die Haut ist trocken, kühl, blass und häufig teigig aufgetrieben als Folge einer vermehrten Flüssigkeitseinlagerung in das Unterhautfettgewebe.

Man bezeichnet diese Veränderung als Myxödem. Die Stimme ist infolge eines Myxödems der Stimmbänder rau und heiser, die Sprache häufig aufgrund eines Myxödems der Zunge undeutlich und verwaschen. Der Puls ist verlangsamt und die Muskeleigenreflexe sind abgeschwächt.

Bei älteren Personen mit Jodmangel sind häufig nur einige dieser Symptome vorhanden. Hier dominieren Schwäche und Kraftlosigkeit, Kälteempfindlichkeit und Verstopfung.

(http://www.onmeda.de/ernaehrung/naehrstofflexikon/spurenelemente/jod.html?p=5)


nicht die  schon wieder ;-)
beantwortet von nicht die schon wieder ;-) am 10. Juni 2007 14:39
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Da in Deutschland fast allen Lebensmitteln Jod zugesetzt wird, ist ein Jodmangel relativ unwahrscheinlich.

Eher kommt es vor, dass die Schilddrüse das Überangebot an Jod nicht verarbeiten kann.

Das führt zuerst zu einer Überfunktion und bei Überanstrengung zu echten Schilddrüsenproblemen. (Hashimoto-Thyreoiditis), bei der Jod gemieden werden sollte.


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