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Woran erkennt man radioaktiv bestrahlte Lebensmittel?

gefragt von kochentotal am 15.07.2007 um 13:48 Uhr

Mir wurde gesagt, dass in manchen Ländern zum Beispiel Gewürze radioaktiv bestrahlt werden; so etwas möchte ich nicht kaufen. Woran erkennt man diese Lebensmittel?


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demosthenes
beantwortet von demosthenes am 15. Juli 2007 14:19
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Bestrahlte Lebensmittel strahlen selbst nicht - mit Messungen ist hier also nichts zu machen.

Da helfen nur sehr aufwendige Analysen, weil es typische Zellbruchstücke nach einer Bestrahlung gibt.

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 15. Juli 2007 15:29

So ist das.


Patron
beantwortet von Patron am 15. Juli 2007 14:35
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die naturwissenschaftliche medizin hat vor zweihundert jahren den begriff lebenskraft aufgegeben, weil er ja nicht materiell nachweisbar ist. und genau diese lebenskraft - oder der "lebenskräfteleib" - ist es, was durch bestrahlung weg ist. kein leben mehr drin. gib wildlebenden tieren zwei haufen futter, einen bestrahlten und einen nicht bestrahlten, und sie gehen zum nicht bestrahlten, weil sie die lebenskraft noch wahrnehmen können. wenige menschen können das auch, die sehen dann eine "aura", aber kaum jemand glaubt ihnen.

es gibt internetseiten, auf denen man finden kann, welche sorten gemüse und früchte und samen und gewürze usw in welchen ländern - auch hier in europa - für haltbarmachung bestrahlt werden dürfen, da zählen aus manchen nachbarländern sogar zwiebeln dazu!

wenn ein mensch eine strahlenbehandlung bekommt, wird ein loch in seine lebenskraft gebrannt, was ja gegen den dort befindlichen krebstumor eine gewollte wirkung hat, aber dass es grundsätzlich lebenskraft tötet, ist den naturwissenschaftlern einfach nicht klar, weil der begriff als überholter aberglauben angesehen wird...

wenn genügend leute ihren lebensmittelhändler oder supermarkt danach fragen, ob lebensmittel bestrahlt sind, dann könnte es sein, dass die händler sich allmählich selbst erkundigen und dann auch solche fragen beantworten können. bisher haben die keine ahnung.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 15. Juli 2007 18:17

Sehr schöne Antwort! Auch, wenn Du vielleicht von einigen als Spinner gesehen wirst damit.

In meiner Zeit am Olivenstand (bio) habe ich gelernt:

Bestrahlung, Bleichung, Schwefelung - diese ganzen Methoden werden dafür eingesetzt, dass der Kunde ein möglichst einheitliches Bild seiner Nahrung bekommt, der Knoblauch immer weiß und gleich groß ist usw. usf. Und dass es so keimfrei wie möglich ist, weil keimfrei für die meisten Menschen mit Hygiene gleichgesetzt wird.

Dabei sind gerade viele kleine Mikroorganismen, die man auf Obst und Gemüse findet, kleine Nützlinge für unseren Organismus. Unter anderem sie machen/halten die Nahrung lebendig.

Man hat Tests mit Ratten gemacht, welche Vollkornmehl als einzige Nahrung bekamen. Je weiter verarbeitet das Mehl war, desto schlechter vertrugen die Tiere es und desto weniger/schlechter pflanzten sie sich fort. Das Mehl, dessen (Bio-)Korn erst direkt vorm Verzehr gemahlen wurde, hielt die Tiere gesund und hatte einen positiven Einfluss auf die Fortpflanzung. Im ganzen unbehandelten Korn steckt also die meiste Vitalkraft.


░nala░¬
beantwortet von ░nala░¬ am 15. Juli 2007 14:15
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Im meinem Landkreis gibt es einen Metzger, der seit dem Tschernobyl-Unfall alle - auch die nicht bei ihm gekauften Lebensmittel - auf Radioaktivität misst. Er hat das gleiche Gerät, das die Behörden kurz nach dem Unfall eingesetzt haben.


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 15. Juli 2007 13:50
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Das kann man nur durch Messungen herausbekommen, ob das Lebensmittel verstrahlt ist. Da bleibt uns nur das Vertrauen, dass es nicht verstrahlt ist.

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 15. Juli 2007 13:55

Nein, man kann das nicht messen. Das Lebensmittel selbst wird ja dadurch nicht radioaktiv.

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 15. Juli 2007 13:58

Dann erklär mir mal, woran Wissenschaftler noch immer sehen, dass z.B. Pilze im Osten noch immer bestrahlt sind. Das bekommen sie nur durch regelmäßige Messungen raus. Und wenn sie nicht bestrahlt sind, warum soll man sie dort auf keinen Fall essen?

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 15. Juli 2007 14:01
Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 15. Juli 2007 14:14

Diese Pilze wurden nicht BEstrahlt, sondern VERstrahlt. Der Unterschied liegt darin, daß bei Verstrahlung radioaktive Substanz im Objekt aufgenommen wird, wohingegen bei Bestrahlung das Objekt der Strahlung (und NUR der Strahlung) ausgesetzt wird. Die Strahlung kann natürlich zu Veränderung am Objekt führen; eine erwünschte solche ist das Abtöten von Keimen. Die Befürchtung ist nun, daß es eben auch zu anderen, unerwünschten und schädlichen Veränderungen kommt. Genau das ist aber nicht so einfach wie eine VERstrahlung durch reine Messung nachzuweisen.


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 15. Juli 2007 22:57
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Das dürfte recht schwierig sein. Mit ionisierenden Strahlen (Radioaktivität) behandelte Lebensmittel sollen dadurch keimfrei gemacht werden. Es handelt sich also um einen Prozess der Konservierung.

Materie wird im Allgemeinen durch radioaktive Strahlen selbst nicht radioaktiv, es sei denn, dass die Atomkerne verändert werden. Dazu bedarf es aber Strahlungsdichten wie im Inneren eines Atomreaktors.

Um in diese Tschernobyl BEstrahlungs- und VERstrahlungs-Unsicherheit etwas Licht zu bringen:

Die Pflanzen und Tiere, die nach dem Reaktorunfall erhöhte radioaktive Strahlen ausgesendet haben, taten dies weil sie radioaktiven Niederschlag durch die Nahrung oder den Boden (Pflanzen) aufgenommen haben. Sie haben also radioaktive Materie "gefressen", die dann verstoffwechselt wurde und fröhlich weitergestrahlt hat. Es lag keineswegs daran, dass sie "nur" bestrahlt wurden. Sie haben also nicht angefangen selbst zu strahlen - das waren die Isotopen, die sie aufgenommen haben.

Wenn Du geröntgt wirst, fängst Du ach nicht an Röntgenstrahlen auszusenden.

Shag d'Albran





Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 15. Juli 2007 16:30
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Kauf dir einen Geigerzähler.

Kommentar von F4da1143171c541e4421dc3718f10bdesmallPatron am 15. Juli 2007 17:12

hast du oben nicht gelesen? der geigerzähler registriert strahlende substanzen, die sind zb in den pilzen osteuropas seit tschernobyl, er registriert nicht bestrahlte lebensmittel, die sind nur abgetötet, aber nicht mit strahlenden partikeln verunreinigt worden.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 15. Juli 2007 17:20

Hast du darüber auch gelesen was der Metzger macht. Außerdem habe ich eine eigene Meinung, weil ich glaube das man durch Bestrahlung auch zum Strahlemann wird. Aber ich würde meine Meinung ändern, wenn du mir das Gegenteil beweist.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 15. Juli 2007 18:05

Der Metzger prüft VERstrahlte Lebensmittel/Fleisch auf VERstrahlung. Die Messung wurde im Kontext mit dem Reaktorunglück in Tschernobyl genannt, und nach dieser Zeit bis heute sind VERstrahlungen die Folge, welche messbar sind. Für BEstrahlungen kannste einen Geigerzähler vergessen.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 15. Juli 2007 19:46

Erklär mir bitte den Unterschied zwischen BE- und VERstrahlt

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 16. Juli 2007 15:37

@Edgar Niklaus:

Normal in strahlenfreier Umgebung gewachsene Lebensmittel, z.B. Gewürze, werden BEstrahlt, um sie keimfrei und haltbar zu machen - sie selbst strahlen nicht, ein Geigerzähler hilft also nicht weiter.

Pilze, die auf einem mit Tschernobyl-Resten verseuchten Boden wachsen, nehmen radioaktive Partikel aus dem Boden mit auf und strahlen anschliessend deshalb selbst - sie sind VERstrahlt, was man messen kann.




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Unzulässige Bestrahlung von Lebensmitteln nimmt ab
In Deutschland sinkt die Zahl der Lebensmittel, die mit unzulässiger Bestrahlung haltbar gemacht worden sind.

Nachdem 2005 noch vier Prozent der untersuchten Produkte beanstandet werden mussten, seien es im Jahr 2006 nur noch rund zwei Prozent gewesen, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin mit. Betroffen seien vor allem Suppen, Soßen, Kräuter und Gewürze, aber auch Tees, Pilze und Nudelsnacks sowie getrocknetes Gemüse.




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