Herold am 25.05.2008 um 20:16 Uhr
In einer Fernsehsendung heute Mittag wurde oben genannter Unterschied erwähnt, was mich etwas betroffen machte, da es offenbar recht viele Heime gibt, wo der Profit bestimmt, was getan und was weggelassen wird.
Wie kann man sich am besten informieren, in welche Kategorie welche Heime fallen? Gibt es eine Internetseite mit entsprechenden Auflistungen?
Hinweis: Das "g" (von "gGmbH") für "gemeinnützige GmbH", kann nicht der alleinige Unterschied sein und verlassen würde ich mich da schon gar nicht drauf! Also bitte nicht darauf verweisen, sondern möglichst andere Orientierungsmöglichkeiten nennen!
Ich habe diesen Bericht auch gesehen. War schockiert. Nicht mal die alten Leutchen wollten vor der Kamera etwas sagen...schlimm. Ich habe auch einige Jahr ein der Altenpflege gearbeitet, als ich das gesehen habe, wäre ich am liebsten in den Fernseher gesprungen. Leider erkennt man ein gutes oder schlechtes Heim oft auf den ersten Blick nur selten, da die meisten Heime optisch gut gepflegt aussehen, aber ich würde ein Heim bevorzugen, in dem man viele alte Leute im Aufenthaltsraum, draußen oder irgendwo im Heim als Gruppe sitzen sieht. Vorallem Leute, die im Rollstuhl sitzen. Dann weiß man, die geben sich mühe, die Leute auch mal aus dem Bett zu holen. Falls du mal für jemanden einen Platz brauchst, erst mal in der Umgebung umhören, was andere so sagen. Vielleicht kennst du ja dann Leute, die jemandem im Heim haben. So etqas hätte es bei uns im Heim nie gegeben!

Frage Mitarbeiter des Rettungsdienstes ! Die haben den besten Erfahrungswert, über alle Heime in Eurer Region zu urteilen.
Herold am 25. Mai 2008 20:23 Danke, das ist auch eine gute Idee.

Wie M.P. sagte der Rettungsdienst wäre da der Beste Ansprechpartner auf zur Rettungswache deines Vertrauens!
Herold am 25. Mai 2008 20:28 Danke auch Dir, Hamster!
Hallo, habe selber einige Zeit in verschiedenen Pflegeheimen gearbeitet: es gibt kaum Heime, die nicht nur gewinnorientiert sind. Am ehesten gut aufgehoben sind Angehörige meiner Erfahrung nach in einem Heim, das von EINER Privatperson geführt wird und dass klein und familiär eingerichtet ist. Große, kommerziell anmutende Gebäude würde ich eher meiden. Nimm lieber ein Heim, in dem alte Möbel rumstehen und nicht alles hundertprozentig den Richtlinien für z.B. Demenzbetreuung (große, helle Räume, überall Handläufe, keine Teppiche, etc.) entspricht, da werden die Bewohner meistens noch am Besten behandelt und man hat nicht nur den Kommerz im Kopf- generell bleibt aber das Problem, dass zu wenig Pflegekräfte sich in zu kurzer Zeit um zu viele Bewohner kümmern müssen. Das war leider in jedem Heim gleich (10 Minuten maximal fürs Essen anreichen, 1 Becher Tee in max. 5 Minuten in einen Bewohner "eintrichtern", 2 stdl. Vorlagen- und ggf. Klamottenwechsel, da die dann oft schon durchnässt waren und wenig Raum, um persönliche Gespräche zu führen. Leider liegt dieser Zustand am Gesundheitssystem und ich kenne mehr als eine Pflegekraft, die furchtbar unter den Bedingungen leiden.
Herold am 25. Mai 2008 20:39 Besten Dank kathawillwas, für die ausführliche Beschreibung. Ist schön, das Problem mal von jemandem zu lesen, der das alles selber durchgemacht hat. Ist schon schlimm! Ich werde Deine Hinweise beachten, wenn es dann hier soweit ist.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann sind in dem Buch "Abgezockt und totgepflegt" einige gute Hinweise - auf jedenfall ist das ein gutes Buch zu dem Thema.
Herold am 25. Mai 2008 20:23 Danke für den Hinweis!

Ich schließe mich Baiana an.Das Buch ist erschütternd. Da war auch geplant, die Heime zertifizieren zu lassen. Ich weiß nicht, ob es das schon gibt. Ansonsten würde ich mich bei Heimbewohnern´oder deren Angehörigen erkundigen.
Herold am 25. Mai 2008 20:28 Danke Dir, Pippi60!

Die Kirchlichen Träger sind immer noch die besten die staatlichen und privaten wenn es möglich ist aussen vor lassen!
Herold am 25. Mai 2008 20:30 Danke, aber glaube aber, diese Heime werden wohl nur Leute aufnehmen, die kirchlich gebunden sind. Ist in meinem angedachten Fall nicht so.
Die Heime nehmen nicht nur konfessionell oder kirchlich gebundene Bewohner... aber glaubt bitte nicht, dass es da soviel anders ist, als in anderen Heimen.
vollimleben am 25. Mai 2008 20:45 Meine Mutter war 3 Jahre voll Pflegebedürftig und ganz ohne Bewußtsein im Katholischen Pflegeheim welches der GSS Gruppe angehört,nie wund trotz Magensonde bestens Versorgt Und war evangelisch!

naja, es geht vor allem immer mehr in die Richtung, dass die Pfleger garnicht mehr genug Zeit haben die ganzen Leute zu Pflegen, für die sie zuständig sind. Sie haben kaum noch zeit für die Menschen im Pflegeheim. Die allerdings darauf anzusprechen, wie es in dem Heim aussieht in dem sie arbeiten ist wahrscheinlich schwierig. Aber wie pippi60 schon gesagt hat, kann man ja z.B. die Leute die schon in diesem Heim sind oder deren Angehörige mal darauf ansprechen. Und das Buch zu lesen ist bestimmt auch recht aufschlussreich. Vielleicht stehen da ja auch noch ein paar Tipps drin...
Herold am 25. Mai 2008 20:27 Ja, besten Dank! Die Ursache (zu wenig Pfleger) ist schon bekannt, obwohl es genügend Bewerber gäbe. Aber man will eben überall die Kosten drücken und das ist der Knackpunkt!
Besten Dank für die ausführliche Antwort. Ja, das war heute Mittag und ich habe die Sendung beim Essen gesehen. Du hast sehr gute Gedanken geäußert, ich werde das in jedem Falle beachten, wenn es soweit ist.
DH, Kirsten! Sowas in der Art hätte ich auch geschrieben. Zudem würde ich mich noch beim Arzt meines Vertrauens erkundigen - gerade Hausärzte (die Hausbesuche anbieten)kennen viele Pflegeheime.
Danke, das wäre auch eine gute Idee zum Nachfragen.