Frage von skminga, 85

Woran erkennt man, ob ein Bundespräsident "gut" oder "schlecht" war?

Viel Arbeit kann man ja nicht messen, oder nicht?

Antwort
von echolot19, 9

"viel Arbeit" wie du schreibst, ist aus meiner Sicht auch nicht das Kriterium für gut oder schlecht.

Die Art und Weise wie unser aktueller Bundespräsident seine Arbeit gemacht hat fand ich persönlich jedenfalls grossartig.

Auf der einen Seite war ich ein wenig traurig als ich hörte, dass Herr Gauck im kommenden Jahr aufhören wird, andererseits finde ich es eben auch ganz ausgesprochen gut wenn man in der Lage ist zur für sich selbst richtigen Zeit aufzuhören.

Von Anfang bis zum Schluß - typisch Gauck. Toll!

Kommentar von skminga ,

Welche Arbeit denn? Und was ist typisch Gauck?

Antwort
von atzef, 11

An der Achtung und dem Respekt, dem ihm von der breiten Mehrheit der Bevölkerung entgegengebracht wird für das verständige Thematisieren wichtiger Probleme, gezielte Denkanstöße, positive Bekenntnisse zu vernünftigen Grundsatzposition, klare Kante heutzutage vor allem gegen rechtsextremistische Lügen- und Hasspropaganda und das klare Einordnen dieses Politabschaums am schmuddeligen rechtsextremen Rand der Gesellschaft.

Antwort
von hutten52, 4

Er muss

- sich als Beauftragter des deutschen Volkes verstehen,

- deutsche Interessen im Ausland selbstbewusst im Inhalt und geschickt in der Form vertreten, (also z. B. nicht vor Erdogan kuschen),

- eigenständige, originelle Gedanken zur Politik haben,

- es wagen, auch der Regierung einmal entgegenzutreten,

- breite Bildung haben, z. B. in Geschichte

- die Kunst der präzisen, anschaulichen und lebendigen Rede besitzen,

- persönlich in gewisser Hinsicht ein Vorbild sein (nicht wie Pastor Gauck neben der Ehefrau eine Lebensabschnittspartnerin haben und die dritte Ehemalige als Redenschreiberin beschäftigen). 

Antwort
von dataways, 6

Ein Bundespräsident hat kaum politische Macht, er kann aber Denkanstöße und Impulse geben. Ein Präsident, der das hinbekommen hat und dabei das deutsche Volk "mitnehmen" konnte, war z.B. Richard von Weizsäcker. Wulff, der ansonsten im Amt auf ganzer Linie versagt hat, hat die Aussage "Der Islam gehört auch zu Deutschland" getroffen und damit einen wichtigen Impuls gegeben.

Manchmal überstrahlen auch die Präsidentenfrauen ihre Männer. Elly Heuss hat das Müttergensungswerk gegründet, Mildred Scheel gründete die Deutsche Krebshilfe. Damit haben diese Frauen weit mehr geleistet als ihre Ehemänner.

Antwort
von lupoklick, 3

"schlecht" waren nach meiner Ansicht

1. Gustav Heinemann, der HASS zwischen den Parteien säte "Machtwechsel"

2. Roman Herzog, der von einer "Gleichheit in Deutschland" sprach und dabei die Verschiedenheit der Regionen nicht bedachte.

"wertvoll" war "Papa" HEUSS in seiner Bedächtigkeit

Heinrich Lübke lebte von weißen Haaren und vom diplomatischen Geschick seiner Übersetzer .-)

....

. bis auf 1 und 2 haben alle das Ansehen unseres Landes weltweit gefördert

Antwort
von joheipo, 14

Nach meiner Erfahrung kann man nur im Nachhinein erkennen, ob er gut oder schlecht war.

Und das auch nur daran, ob und wie sehr er sich und das von ihm repräsentierte Land, also Deutschland, blamiert hat. Mir fallen da spontan Henrich Lübke und Karl Carstens ein - der eine wegen seiner senilen Äußerungen gegenüber der britischen Queen, der andere als Wanderpräsident.

Aber spielt im Prinzip alles keine Rolle. Der BuPrä ist nicht mehr als ein Grüßaugust oder Frühstücksdirektor. Mehr als Blechorden zu verteilen und in der Weltgeschichte herumzudüsen hat er nicht zu tun.

Antwort
von MrDonaldTrump, 12

Wenn er noch beliebt ist wenn er zurücktritt war er gut.

Kommentar von AalFred2 ,

Und was ist mit den anderen? Bisher sind erst zwei Bundespräsident zurückgetreten.

Antwort
von woflx, 8

Wenn er mehr eigenes Profil zeigt, als denen nach dem Mund zu reden, die ihn in das Amt gehievt haben, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen. Leider aber ein sehr seltenes.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community